Arroz con Pollo

Neues Jahr, neues Ziel der kulinarischen Weltreise – es geht nach Peru. Wobei, neu stimmt nicht ganz – in Peru waren wir schon mal. 2019 habe ich ein cremiges Hühnerragout gemacht und zartschmelzende Alfajores.

Die peruanische Küche ist recht spannend, es gab ja Einwanderung unter anderem aus Japan, China und Italien und diese Menschen haben auch die Kochkultur beeinflußt. Von mir gibt es aber einen Klassiker. Arroz con Pollo isst man in ganz Lateinamerika und auch in Spanien gerne. Jede Nation hat ihre eigenen Varianten – in Peru kocht man das Gericht mit einer gelben Chilipaste – die wird überhaupt dauernd verwendet – und mit einer sehr, sehr ordentlichen Menge Koriandergrün.

Das Rezept ist etwas aufwändiger als die Variante von Sri Owen, die ich für diese Rezension ausprobiert habe – man muss im Vorfeld Chilipaste und Koriandersud herstellen. Am Rezept von Gastón Acurio* habe ich aber ziemlich geschraubt – 2 kg Hühnchen und 800 g trockener Reis für 4 Personen waren mir zuviel und auch den viertel Liter Öl zum Braten des Hühnchens habe ich verweigert – und den Gemüseanteil erhöht.

Man braucht eine ganze Menge Koriandergrün für das Rezept; das gibt es in dicken Bünden am günstigsten im Asiashop oder im türkischen Gemüseladen.

Für 4 Personen:

Zutaten:

  • 2 EL neutrales Öl
  • 1 kg Hühnerschenkel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 2 EL gelbe Chilipaste (Rezept siehe unten)
  • 375 ml Korianderpaste (Rezept siehe unten)
  • 750 ml Hühnerbrühe
  • 400 g Langkornreis
  • 80 g Erbsen, TK-Ware
  • 1 Karotte
  • 1 /2 gelbe Chilischote
  • 1 rote Paprika
  • Salz
  • Salsa Criolla zum Servieren (Rezept siehe unten)

Arbeitsschritte:

Die Hühnerschenkel im Gelenk teilen und im Öl rundherum goldbraun anbraten. Aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

Knoblauch und Zwiebel schälen, fein hacken und im Bratfett glasig dünsten. Chilipaste und Korianderpaste zugeben und alles köcheln lassen bis es etwas andickt, dann die Hühnerbrühe angießen. Zum Kochen bringen, mit Salz würzen und die Hühnchenteile einlegen.

Alles bedeckt 20 min köcheln lassen, bis das Hühnchen gar ist. Dann das Fleisch mit etwas Kochsud in eine Schüssel geben und warm halten.

Während das Fleisch gart den Reis in ein feinmaschiges Sieb geben, abbrausen und abtropfen lassen. Karotte schälen und würfeln. Chili putzen und in dünne Streifen schneiden. Paprika putzen und das Fruchtfleisch ebenfalls in dünne Streifen schneiden.

Wenn das Fleisch gar und warmgestellt ist, Reis, Erbsen, Karotte, Chili und Paprika in den Kochsud geben und alles bedeckt köcheln lassen, bis der Reis gar, aber noch bissfest ist.

Zum Servieren Reis mit Hühnchen auf Tellern anrichten, etwas vom Kochsud aus der Schüssel darüber träufeln und die kreolische Sauce dazu reichen.

Korianderpaste:

Zutaten:

  • 300 g Koriandergrün
  • 125 ml Wasser

Arbeitsschritte:

Koriandergrün mit dem Wasser im Mixer sehr gründlich pürieren, mindestens 4 min lang. Dann durch ein Sieb in einen Messbecher abpassieren, dabei alle Flüssigkeit gut ausdrücken, im Sieb soll nur noch trockene Masse sein. Das Ganze sollte 375 ml Flüssigkeit ergeben.

Gelbe Chilipaste:

Zutaten:

  • 100 g gelbe Chilis
  • 1 TL neutrales Öl

Arbeitsschritte:

Die Chilis putzen und Samen und Trennhäute entfernen. Chilis in einem kleinen Topf mit Wasser bedecken, aufkochen und dann das Wasser abgießen. Diesen Vorgang dreimal wiederholen, jedes Mal mit frischem Wasser.

Anschließend die Chilis mit dem Öl und 1 TL Wasser zu einer Paste pürieren.

Salsa Criolla:

Zutaten:

  • 1/2 rote Zwiebel
  • 1 gelbe Chilischote
  • Saft von 3 Limetten
  • Salz
  • etwas Koriandergrün

Arbeitsschritte:

Die Zwiebel schälen, in dünne Scheiben schneiden und 5 min in Eiswasser einlegen, damit sie kackig wird.

Chili putzen und in dünne Scheiben schneiden.

Abgetropfte Zwiebel mit Limettensaft und Chili vermengen und alles mit Salz würzen. Eigentlich gehört da noch gehacktes Koriandergrün hinein, aber ich habe versehentlich meinen gesamten Koriander für die Paste benutzt.

Und hier gibt es wie immer Lesestoff – das haben die anderen gekocht:

Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Shrimps in Erdnuss-Sauce – Langostinos con maní Britta von Brittas Kochbuch mit Queque de naranja – Orangenkuchen Wilma von Pane-Bistecca mit Pollo a la Brasa con Aji verde-Sauce Susanne von magentratzerl mit Arroz con Pollo Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Sopa a la Criolla – Kreolische Suppe Simone von zimtkringel mit Lomo saltado Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Pie de Limón – fruchtige Limettentarte Cornelia von SilverTravellers mit Arroz con Pollo Jenny von Jenny is baking mit Queque de platano – Bananenbrot Susan von Labsalliebe mit Causa Rellena Vegana mit buntem Blattsalat Regina von Bistroglobal mit Quinoa-Eintopf auf peruanische Art Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Peruanischer Ententopf (Seco de Pato) mit geschmorten Canario-Bohnen (Minestra de Frijoles Canarios) Michael von SalzigSüssLecker mit Peruanische Garnelensuppe – Chupe de Camarones Volker von Volkermampft mit Pollo a la Brasa – Peruanisches Hähnchen mit Korianderreis Volker von Volkermampft mit Aji Verde – grüne peruanische Sauce mit Koriander und Chili Verónica von 1000leckerbissen mit Quinoa: Die richtige Zubereitung des Inka- Korns Verónica von 1000leckerbissen mit Quinoa- Pfanne mit Gemüse und Tofu (Chaufa de Quinoa) – Vegan Friederike von Fliederbaum mit Locro de Zapallo Kürbistopf mit Aji amarillo Regina von bistroglobal mit Papas a la huancaina con mani
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23 Kommentare

  1. Hallo Susanne,
    alles mit viel Koriander klingt schon mal gut!
    Gut auch, dass Du am Rezept geschraubt hast – ich halte mich manchmal ans Rezept und weiß schon, dass das nichts werden kann und ärgere mich hinterher über mich selbst. 🙂
    Liebe Grüße
    Barbara

    • Nein, ich war nur (ausnahmsweise mal) geduldig beim Anbraten und habe das Fleisch dann mit der „schönen“ Seite nach oben in die Sauce gelegt.

  2. Klasse sieht das aus, ganz nach meinem Geschmack! Ich musste übrigens auch schon an Acurio-Rezepten etwas ändern, weil da manchmal die Verhältnisse nicht passten. Und der Reis ist immer reichlich bemessen, so dass ich moich schon gefragt habe, ob er damit gekochten Reis meint…

    • Ja, die Rezepte sind ein wenig merkwürdig. Die Korianderpaste ist auch keine Paste, sondern flüssig. Reis scheint man in Peru wirklich in ordentlichen Mengen zu futtern.

  3. Liebe Susanne,

    Das sieht fantastisch aus und klingt nach einer gelungenen Anpassung des Rezepts an deine persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse! Das Schöne am Kochen zu Hause ist, dass man die Rezepte nach eigenem Geschmack und Bedürfnissen anpassen kann.

    Herzliche Grüße

    Susan

  4. Wow, 2 kg Hühnchen und 800 g trockener Reis für 4 Personen – da hätte ich auch gepasst, das erscheint mir doch sehr viel. Aber ich gehöre auch zu den Köchinnen, die gern mal ein Rezept auf die persönlichen Bedürfnisse und den individuellen Geschmack anpassen. Hauptsache es schmeckt!

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