Gemüsecurry in Kichererbsensauce

Ja, ganz offensichtlich habe ich gerade eine Curry-Phase. Und ich weiß, die  Rezepte für Gemüsecurry sind Legion. Dieses hier ist aber ein besonderes. Man isst es in Nordindien und Pakistan, wo es relativ flüssig serviert wird, gerne auch als Suppe. Viel Sauce also, das ist schon toll für mich – ich liebe Sauce. Übrigens dachte ich immer, dass das selbstverständlich ist, aber nein. Ich kenne ernsthaft jemanden, der Sauce nur in mikroskopischen Portionen mag. Er sitzt dann vor einem Berg Knödel mit ein paar Tröpfchen Sauce, zum Beispiel. Für mich ist das schwer verständlich, aber gut – bleibt im Zweifel mehr Sauce für mich….

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Kaeng Buan – Grünes Curry mit Schweinebauch

Vor einiger Zeit hatte ich ja zwei Kochbücher vorgestellt, die sich mit thailändischer Küche befassen. Das hat mich sehr für die Thai-Küche eingenommen. Ein bisschen lag die Vorliebe auf Eis, aber neulich war ich einige Zeit unterwegs und bekam relativ lange ziemlich traditionelle Hausmannskost vorgesetzt. Grundsätzlich mag ich das schon mal, aber nach ein paar Tagen ist es dann auch wieder genug. Mehr als genug, um genau zu sein. Und so kam es, dass ich nach Hause kam, den Schlüssel im Türschloss rumdrehte und es schoss mir durch den Kopf: “Thai-Essen, ich habe Lust auf Thai-Essen.”

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Mais de Mombasa

Diesen Monat zieht der Tross der kulinarischen Weltreise mit  Reiseleiter Volker weiter nach Kenia, und das ist spannend. Die Bevölkerung Kenias setzt sich aus vielen unterschiedlichen Volksgruppen zusammen, und natürlich hat das auch Auswirkungen auf die Küche – die ist ebenso bunt gemischt. Und zu den Küchen der verschiedenen Volksgruppen gesellen sich außerdem auch noch arabische, indische und sogar europäische Einflüsse.

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Bitterorangen-Gewürzsirup und Bitterorangen-Mocktail

Bitter ist das neue Süß, so habe ich es neulich in irgendeiner Werbung gelesen. Ich glaube, es war im Reformhaus und es ging um nahrungsergänzende Bittertropfen. Bitterpulver habe ich auch schon irgendwo gesehen.

Kein schlechtes Geschäfsmodell, immerhin sind Bitterstoffe ja gesund – sie regen die Verdauung an, helfen der Leber beim Entgiften, manche von ihnen neutralisieren freie Radikale im Körper und wirken entzündungshemmend.

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Menchi katsu

Kennt Ihr Katsu? Das ist japanisches Comfort Food, im Prinzip schlicht paniertes Schnitzel, aber eben auf japanische Art. Katsu (カツ) kommt als Wort von englischen “cutlet”. Es ist ein Yoshoku-Gericht, man hat sich also eine Idee aus dem Ausland vorgenommen und sie dem japanischen Geschmack angepasst.  Am bekanntesten ist wohl Tonkatsu, also Schweineschnitzel. Das wird gerne als Menü serviert; man bekommt das Katsu dann in mundgerechte Streifen geschnitten, dazu eine Schüssel Reis, Rettich und etwas Suppe. Tonkatsu -Ramen gibt es auch; dazu ein andermal mehr. Es gibt aber nicht nur Katsu vom Schwein – Hühnchen-Katsu habe ich hier schon mal vorgestellt, Ebi-Katsu macht man mit Garnelen….da gibt es also viel Abwechslung.

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Erdnusssuppe mit Grünkohl und Sesam-Halloumi

Ja, ich weiß, es gab schon attraktivere Suppen auf diesem Blog. Aber diese hier hat uns geschmacklich restlos überzeugt. Und sie steht beeindruckend schnell auf dem Tisch. Hier ist gerade ein wenig Land unter, da ist es besonders toll, wenn man ohne großen Zeitaufwand ein aufbauendes Essen auf den Tisch bringen kann.

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Pasta mit karamellisierten Kumquats, Ricotta und Garnelen

Die Idee zu diesem Gericht kommt aus Cettina Vicenzinos schönem Sizilien-Kochbuch* – hier entlang geht es übrigens zur Buchvorstellung.  Gleich, als ich das Rezept gesehen habe, war mir klar – das probiere ich aus. Sobald ich Kumquats bekomme.

Ich liebe Kumquats und freue mich immer, wenn ich welche finde. Ursprünglich kommen sie aus Asien und sind eigentlich Rautengewächse. Man kann sie mit allem Drum und Dran essen; die Schale schmeckt süßlich-herb, das Fruchtfleisch eher sauer. Sie sind etwas bitterer als die “normalen” Orangen, das kommt mir entgegen – ich mag bitteren Geschmack sehr. Tatsächlich esse ich die Kumquats aber eher selten einfach so. Ich habe eine Vorliebe für Salz-Kumquats statt Salz-Zitronen, davon steht immer ein Glas in meinem Kühlschrank. Toll ist auch, wenn man die kleinen Früchte in Scheiben schneidet und ein Kompott daraus kocht, ein Klecks davon ist wunderbar zu Joghurt, aufs Müsli oder zu Eis.

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Risotto al latte – Herzhaftes Milchrisotto

Milchreis kennt man ja gut, aber wusstet Ihr, dass man mit Milch auch gut ein herzhaftes Risotto kochen kann? Mir war das neu, aber als ich davon gelesen habe, musste ich es gleich ausprobieren.

Gefunden habe ich das Rezept in Tessa Kiros’ Buch über die Küche Venedigs*. Ursprünglich stammt das Rezept aus der Küche der Lombardei. Es besteht aus nur wenigen Zutaten; um so wichtiger ist es, dass diese von allerbester Qualität sind. Also einen guten Reis nehmen, frisch geriebenen Parmesan und frisch geriebene Muskatnuss und eine gute Milch – nicht homogenisierte Frischmilch schmeckt am besten.

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