Houby Paprikás – Ungarische Paprikapilze

Ich habe noch einen zweiten Beitrag für die kulinarische Weltreise, die uns ja diesen Monat nach Ungarn führt. Und ja, ich fröhne noch ein zweites Mal meiner Vorliebe zu Paprikapulver….

Ich zweifle gerade ein wenig am Rezepttitel… sollte man es Pilzgulasch nennen? Wie Anikó immer so scherzhaft sagt – der Ungar vergulascht so ziemlich alles, warum also nicht auch Pilze?

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Orecchiette mit Schwarzkohl, Chili und Mascarpone

Ich habe vor einiger Zeit den Anbieter meiner Abo-Kiste gewechselt. Das Konzept Abokiste finde ich toll, aber ich hatte mich sehr gelangweilt…die Kisten waren mit immer dem gleichen Standard-Gemüse befüllt, es war überhaupt kein Mut da, der Kundschaft auch mal etwas zum Ausprobieren hinzustellen. Mein neuer Anbieter traut den Kunden da etwas mehr zu, und das macht mir Spaß. Ich hatte diesen Winter schon Meyer-Lemons und auch Grünkohl, was für Süddeutschland recht sportlich ist. Rosenkohl auch, das klingt vielleicht komisch, aber auch das traute sich der “alte” Anbieter nicht. Continue reading “Orecchiette mit Schwarzkohl, Chili und Mascarpone”

Paprikás krumpli

Auch im neuen Jahr geht die kulinarische Weltreise weiter. Im Januar futtert sich die Reisegesellschaft durch Ungarn.

Wenn ich an ungarische Küche denke, fallen mir zuerst  herzhafte Gerichte ein, die aus einfachen Zutaten das Beste herausholen. Und ich denke an Paprikapulver. Es sieht so aus, als ob das eines meiner liebsten Gewürze wäre, denn jedes Mal, wenn ich das Glas aus dem Gewürzschrank hole, wundere ich mich, dass nur noch so wenig drin ist im Glas. Ich mag nicht nur den Geschmack; mir gefällt auch, dass das Paprikapulver Saucen praktischerweise gleich mit andickt. Continue reading “Paprikás krumpli”

Panna Cotta mit Espresso und Datteln

So richtig oft gibt es hier ja nicht Nachtisch, aber manchmal lacht mich etwas dann doch so an, dass etwas Süßes auf den Tisch kommt. So wie diese Panna Cotta. Klassische Panna Cotta finde ich oft ein wenig langweilig, aber diese hier ist anders: ein wenig bitter dank Espresso, schön würzig dank Zimt und Tonka-Bohne und die Datteln steuern ein wunderbar karamelliges Aroma bei.

Haushaltszucker ist keiner drin, die Süße kommt allein von den Datteln. Somit wäre das ein klassisches Dessert, das anderswo mit dem Label “zuckerfrei” versehen werden würde. Stimmt aber nicht. Ich kann das alles auch nicht mehr hören und sehen, ich muss dazu etwas sagen. Continue reading “Panna Cotta mit Espresso und Datteln”

Chaosou in Chili-Öl

Ich hoffe, Ihr seid alle gut rübergekommen. Ich wünsche Euch von Herzen ein glückliches, gesundes und friedliches 2020.

Ich habe über die Feiertage pausiert  – zum ersten Mal richtig ausgiebig übrigens – und jetzt geht es hier mit neuem Elan weiter. Als erstes zeige ich Euch unser Neujahrsessen; wir waren da fast klassisch unterwegs.

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Foodblogbilanz 2019

Photo by Danil Aksenov on Unsplash

Nun ist es fast zu Ende, dieses Jahr. Im Grunde bin ich nicht der Mensch, der großartig Bilanz zieht, ich befasse mich lieber mit der Gegenwart. Aber die Foodblog-Bilanz ist ja inzwischen zur Tradition geworden, und das ist eine Bilanz, bei der ich gerne mitmache. Dieses Jahr werden die Beträge gesammelt von Sabrina und Steffen, da könnt Ihr Euch durchklicken, wenn Ihr solche Rückschauen genauso gerne lest wie ich.

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Gerösteter Rosenkohl mit Fischsaucen-Vinaigrette

Weihnachten steht unmittelbar vor der Tür und ich entlasse Euch in diese besondere Zeit mit einem Rezept für Rosenkohl. Wenn man es Weihnachten nicht ganz so klassisch halten möchte, dann kann das auch ein schöner Teil des Weihnachtsessens sein.

Bekanntlich bin ich ja ein großer Rosenkohl-Fan. Und geröstet mag ich den Rosenkohl am allerliebsten. So ist es kein Wunder, dass ich sofort auf dieses Rezept von David Chang angesprungen bin.

Mit Rosenkohl oder Blumenkohl steht es schon immer in der Ssäm Bar auf der Karte. Und es ist eines der wenigen Gerichte, zu denen es keine ausführliche Geschichte gibt. Man hatte Gemüse, man hatte etwas Fischsaucen-Vinaigrette übrig  und man hatte frittierte Kichererbsen übrig. Und man hat das Beste daraus gemacht. Die frittierten Kichererbsen wurden später durch Puffreis ersetzt. Ich habe statt dessen gepufften Buchweizen verwendet.

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Gebratene Reiskuchen

Es ist ein koreanischer Klassiker, den David Chang hier vorstellt: dok boki, ein klassisches Gericht aus Reiskuchen in einer scharfen Sauce.

Gedämpfte  Reiskuchen, serviert mit Fischkuchen und scharfer Sauce, sind in Korea ein Streetfood-Klassiker. David Chang aber kannte die  Reiskuchen von seinem Großvater gebraten und mit Sojasauce übergossen –  und hat diese Variante dann in Japan wieder gefunden.

Gebratene Reiskuchen sind toll  – außen knusprig, innen weich und etwas zäh. Die Konsistenz ist ziemlich einmalig, Ihr müsst es einfach probieren.

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Kochbuch: Momofuku | David Chang mit Peter Meehan

Allerspätestens seit David Chang auf Netflix die Serie “Ugly Delicious” hostet, muss man ihn wohl niemandem mehr vorstellen. Seine Karriere reicht aber viel weiter zurück. David Changs Eltern waren in den 1960er Jahren aus Korea in die USA eingewandert. Sie besaßen unter anderem mehrere Restaurants. Von ihren Kindern erwarteten sie, dass diese nicht in der Küche arbeiteten, sondern Berufe mit  – aus ihrer Sicht – mehr Prestige ausübten. Und so versuchte sich David Chang  nach dem Abschluß seines Studiums in verschiedenen Jobs – um dann am Ende nach einer kurzen Ausbildung im French Culinary Institute doch in der Küche zu landen. Er sammelte Eindrücke in verschiedenen Restaurant-Küche, doch was ihn andauernd antrieb, war seine Vorliebe für Ramen-Suppe. Mit dieser Mission eröffnete er 2004 sein erstes Restaurant “momofuku” – und es sollte nicht bei einem Restaurant bleiben. Heute kann man guten Gewissens von einem Imperium sprechen.

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