Küchenhelfer: iPrep&Cook Gourmet | Werbung

– Enthält Werbung für Krups iPrep&Cook Gourmet –

Ihr wisst ja alle, mit wem Ihr es hier zu tun habt, oder? Hier gibt es gut umsetzbare Alltagsküche, gerne aus aller Herren Länder. Normalerweise braucht man kein besonderes Equiment. Ich koche auch wirklich gern, schnipple gern Gemüse oder rühre mein Risotto; das ist  – jedenfalls meistens – nicht lästig, sondern schlicht entspannend. Aber klar, für Arbeitserleichterungen bin ich schon zu haben. Es ist doch ein schöner Gedanke, dass man beim Risotto-Rühren nicht jedes Mal den Herd auf Standby schalten muss, weil ein Nachbarskind klingelt, um zu fragen, ob es mal den verschossenen Fussball aus dem Garten holen darf. Oder, dass die Hollandaise bei passender Temperatur weitergerührt wird, und es ist egal, wenn jemand am Telefon wissen möchte, wann genau denn nun diese und jene Veranstaltung ist und wie genau man da denn jetzt hinkommt. Deshalb habe ich auch erfreut zugesagt, als ich das Angebot von Krups bekam, die iPrep&Cook Gourmet auszuprobieren.

Rezepte habe ich Euch ja in den letzten Wochen einige gezeigt, heute stelle ich noch das Gerät näher vor. Wovon sprechen wir genau ? Von einer universell einsetzbaren Küchenmaschine, die nicht nur zerkleinern, rühren und kneten kann, sondern auch heizt.

Zu diesem Zweck gibt es vier Automatik-Programme, nämlich Teig, Suppe, Garen und Dampfgaren. Die Programme haben wiederum Unterprogramme, so dass man für jede Anwendung etwas Passendes findet. So werden zum Beispiel bei den Gar-Programmen Braten, Intervall-Rühren und Garen so kombiniert, dass man Schmorgerichte oder Risotti kochen kann. Die drei Unterprogramme bieten Dünsten, Schmoren, und Risotto-Ähnliches.

Nun bin ich keine besonders begeisterte Automatik-Kocherin, und so trifft es sich gut, dass man die Maschine auch im manuellen Modus nutzen kann, das habe ich bisher die meiste Zeit gemacht. Man hat da 13 Geschwindigkeitsstufen zur Auswahl, das reicht von hin und wieder rühren bis hin zu ganz raschem Mixen. Die Temperatur ist von 30°C bis 130°C in 5-Grad-Stufen regelbar und die Laufzeit beträgt bis zu 2 Stunden. Während ein Programm läuft, kann man Rührstufe, Geschwindigkeit und Zeit ändern, das gilt auch für die Automatikprogramme. Man ist also kein Sklave der Maschine.

Die iPrep&Cook Gourmet kommt mit verschiedenem Zubehör. Standardmäßig mitgeliefert werden ein Universalmesser, ein Schlag- Rühraufsatz, ein Knet- und Mahlmesser, ein Misch- und Rühraufsatz sowie ein Korb zum Dampfgaren. Je nachdem, welche Aufgabe die Maschine erfüllen soll, kommt verschiedenes Zubehör in die Arbeitsschüssel. Will ich zum Beispiel beim Risotto erst die Zwiebel zerkleinern, nutze ich das Universalmesser und tausche es zum Garen und Rühren gegen einen Rühreinsatz aus. Ja, das ist ein Arbeitsschritt mehr und man muss ein Teil mehr spülen. Aber dafür wird auch für jede Aufgabe das optimale Werkzeug genutzt.

Optionales Zubehör sind eine kleine Schüssel zum Garen im Wasserbad, ein Schnitzelwerk und ein größerer Dampfgareinsatz.

Zur Maschine gibt es auch eine passende App für Smartphone und Tablet mit einer Menge an Rezepten, die auch immer überarbeitet werden; natürlich kommen auch immer neue Rezepte dazu. Das Gerät kann über Bluetooth mit der App verbunden werden, dann wird man Schritt für Schritt durch die Rezepte geleitet. Das funktioniert zuverlässig – ich habe es getestet.

Einen Verbesserungsvorschlag hätte ich, und der liegt in der Gebrauchsanleitung: Da sind zwar die Automatik-Programme alle wunderbar aufgelistet, nach Rührgeschwindigkeit, Dauer und Temperatur, ich fände es aber praktisch, wenn da auch noch stehen würde, für welche Gerichte das Programm optimiert ist; dann tut man sich leichter, wenn man nicht nur nach den Rezepten der App kochen möchte. Dass das Garprogramm 1 zum Dünsten vorgesehen ist und das 2 für Schmoren erfährt man auf der Krups-Homepage.

Ich habe ein ein bisschen was ausprobiert und schreibe Euch hier mal dazu, wie das ging und erkläre noch die Stärken und Schwächen im Detail:

Heizen und Rühren, das sind ideale Voraussetzungen, um Risotto zu kochen, zum Beispiel eines mit Spargel. Ich habe das benötigte Püree in der Maschine mixen lassen, dann das Risotto darin gerührt und gegart. Das ist entspannt – und das Ergebnis ist auch gut; denn zum Rühren setzt man kein Messer ein, sondern einen Flügel. Der rührt gründlich durch und es besteht nicht die Gefahr, dass der Reis schleimig wird.

Heizen, Rühren und Mixen, das sind ja sozusagen die Grundfertigkeiten der Maschine. Folglich kann man darin gut Suppe kochen, zum Beispiel eine mit Kohlrabi und Ziegenfrischkäse. Schalotten mixen, kurz anrösten, Kohlrabi zugeben, alles unter Rühren köcheln lassen, dann aufmixen. In der App gibt es viele Suppenrezepte, aber da wird auf gesondertes Anbraten meist verzichtet, was ich schade finde.

Die Temperatur geht ja recht weit unten los und ist auch gut regulierbar, da bietet es sich an, die iPrep&Cook zum Niedertemperatur-Garen zu nutzen. Ich habe Schweinekoteletts so behandelt, das funktioniert wunderbar. Allerdings gibt es auch Grenzen; das sind die Größe des Garraums und die einstellbare Laufzeit. Kleine Stücke oder Mengen, die bis zu 2 Stunden garen, funktionieren prächtig, möchte man aber zum Beispiel ein großes Stück Fleisch über einen längeren Zeitraum garen, dann geht das nicht.

Ich habe für  dieses Gericht außerdem noch Kräuterbutter gemixt – das geht natürlich schnell. Und Kartoffelpüree gekocht, und zwar app-gesteuert, hurra. Im Ernst, das Püree ist toll. Die Kartoffeln werden erst gedämpft und dann mit recht wenig Milch und Butter aufgeschlagen, das wird cremig und fluffig und schmeckt wunderbar kartoffelig.

Jetzt zu einer Überraschung: Teig kneten, zum Beispiel für Karotten-Dinkelbrot. Ich hatte da keine großen Erwartungen. Zum Kneten wird eine Art Zwischending zwischen Knethaken und Messer verwendet, und die Teigprogramme kneten sehr kurz, das Programm für Brot gerade mal 2 1/2 Minuten. Danach geht der Teig 40 Minuten bei 30°C. Das Ergebnis ist super – die Glutenentwicklung nach der Knetzeit ist phänomenal, meine Knetmaschine braucht dafür sehr viel länger. Und das Ruhen bei wohliger Temperatur bekommt dem Teig auch gut. Was nicht geht: Getreide mahlen.

Eine einfache Bechamelsauce aus dem Mixer habe ich Euch ja bereits hier gezeigt.  In der iPrep&Cook geht das nochmal etwas entspannter – ich habe die Sauce für das Mac and Cheese gekocht und danach noch rasch die Pasta unterheben lassen. Die Sauce wird glatt, seidig und perfekt.

Dank des Maschinentests gab es auch mal wieder Nachtisch bei uns: für Crème brûlée muss die Eier-Milchmasse bei niedriger Temperatur gerührt werden, bis sie fest wird. Das funktioniert prächtig, ohne dass es Rührei gibt oder dass man den Vorgang ständig überwachen muss.

Fazit:

Ich bin recht glücklich mit meinem neuen Küchenhelfer. Wenn man es sich einfach machen möchte, kann man in den über 600 Rezepten der App stöbern und sich durch die Rezepte führen lassen, das ist gut für Anfänger und für Menschen, die schlicht nicht gern kochen. Gleichzeitig kann man auch anspruchsvollere Aufgaben wie Niedertemperaturgaren oder das Rühren von Cremes erledigen, oder sich schlicht den Alltag erleichtern lassen.

Die Maschine ist gut bedienbar und praktischerweise sind die meisten Teile spülmaschinengeeignet. Die Größe der Arbeitsschüssel reicht für unseren Vier-Personen-Haushalt gut aus. Was mich immer wieder freut, ist wie leise und ruhig das Gerät läuft; das hatte ich nicht erwartet.

Wer sich für eine andere Sicht der Dinge interessiert: Petra hat die Maschine auch ausprobiert und ist damit zur Nachtisch-Queen aufgestiegen: klick. Und hier berichtet Sandra: klick

Crème brûlée catalane | Werbung

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Nachtisch gibt es hier ja selten genug, aber es gibt eine Sorte Dessert, die ich wirklich sehr gern mag (also, außer Eis…) – nämlich Crème Brûlée. Ich sage nur Karamell….

Es gibt da ja recht viele Varianten, ich habe mich für das klassische Rezept aus dem Roussilion, das auch in Katalonien so serviert wird, entschieden.

Dafür wird zunächst Milch mit den Aromaten erhitzt. Anschließend wird eine nicht unbedeutende Menge von Eiern schaumig geschlagen, die Milch kommt wieder dazu und das ganze wird bei mäßiger Temperatur gerührt, bis es zu einer Creme wird. Die Masse darf in kleinen Förmchen abkühlen und richtig fest werden und bekommt vor dem Servieren eine Schicht Karamell. Dieser Nachtisch ist ein Vergnügen – man knackt erst mit dem Löffel die Karamellschicht und isst sie dann zusammen mit der Crème.

Die Crème muss ja unter Temperaturzugabe gerührt werden, da bietet sich die Zubereitung in der iPrep&Cook Gourmet wirklich an – man stellt Rührstufe, Zeit und Temperatur ein und ist auf der sicheren Seite. Es gibt Crème und kein Rührei.

Für 6 Portionen:

  • 1 l Milch
  • 1 Stange Zimt
  • Schalenabrieb von 1 Bio-Zitrone
  • 1 Vanilleschote
  • 2 Eier
  • 5 Eigelb
  • 150 g Zucker
  • 25 g Mehl
  • 25 g Speisestärke

Dem Mischaufsatz in die Arbeitsschüssel geben, Milch,  Zitronenabrieb und Zimt in die Schüssel geben. Vanilleschote auskratzen, das Mark und die Schote ebenfalls in die Milch geben.

Deckel aufsetzen und verschließen und alles 15 min bei 90°C und Geschwindigkeit 3 erhitzen. Dann die Milch abgießen.

Nun die gesamte Menge an Eiern zusammen mit 3 EL Zucker in die Schüssel geben und alles in einer Minute bei Geschwindigkeit 6 cremig rühren. Jetzt die Milch wieder angießen,  wieder 90°C, Geschwindigkeit 5 und 15 min einstellen und die Creme rühren lassen.

Zum Ende  alles ohne Temperatur 45 sek auf Stufe 7 rühren lassen. Dann die Zimtstange herausnehmen, die Crème  in Förmchen gießen, abkühlen lassen und dann im Kühlschrank durchkühlen lassen.

Vor dem Servieren den restlichen Zucker auf den Crèmes verstreuen und mit dem Flambierbrenner karamellisieren. Alternativ kann man alles auch kurz unter den heißen Backofengrill schieben.

Karotten-Dinkel-Brot | Werbung

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Ich habe die für die iPrep&Cook verfügbare App ein bisschen nach Rezepten durchforstet und bin dabei auf ein Karottenbrot gestoßen; das hat mich angelacht. Zum einen mag ich Karotten im Brot richtig gern. Und dann habe ich auch immer welche da, die weg müssen; die Abokiste liefert da oft schneller, als wir futtern können.

Vom vorgeschlagenen Rezept sind dann aber nur grobe Eckdaten übrig geblieben – das Rezept setzt auf eine große Menge Hefe und sehr kurze Gärzeit und gebacken soll das Brot anschließend bei 200°C (mein Vater würde sagen: an der Sonne getrocknet 😉 ); das ist alles nicht so meine Kragenweite. Ich habe statt dessen Lievito Madre verwendet, den Teig in aller Ruhe gehen lassen und anschließend bei ordentlicher Hitze gebacken.

Die iPrep&Cook hat mich sehr überrascht, was Teig angeht – es gibt voreinstellbare Programme, bei denen die Knetzeit sehr kurz ist. Die Glutenentwicklung aber ist wirklich sensationell; ich nutze das richtig gern. Und natürlich ist es toll, dass man den Teig hinterher unter Temperaturzugabe gehen lassen kann, das hilft ihm nochmal richtig auf die Sprünge. Bei vorliegendem Rezept werden außerdem noch fix die Karotten zerkleinert bevor die restlichen Zutaten dazukommen.

Das Ergebnis ist ein saftiges Brot mit einer leichten Karottennote und guter Frischhaltung. Mache ich jetzt öfter, Karotten habe ich ja immer da.

Für einen Laib:

  • 200 g Karotten
  • 300 g Dinkelvollkornmehl
  • 200 g Dinkel 630
  • 150 g Lievito madre, aufgefrischt
  • 350 g Wasser
  • 50 g Leinsamen
  • 50 g Sesam
  • 12 g Salz

Die Karotten schälen und in grobe Stücke schneiden. In die Arbeitsschüssel geben, das Knet- und Mahlmesser einsetzen, Deckel aufsetzen und verriegeln und Karotten 20 sek. auf Stufe 13 zerkleinern. Sie sind danach sehr fein, das ist klasse. Da meckern nicht mal die im Haushalt, die eigentlich keine Karotten im Brot mögen ;-).

Die restlichen Zutaten zugeben, das Teigprogramm 2 einstellen. Hier wird der Teig erst geknetet und ruht dann 40 min bei 30 Grad.

Nach Ablauf des Programms den Teig herausholen, auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Laib formen und in eine gefettete Kastenform geben. Luftdicht abdecken und bei Zimmertemperatur ruhen lassen, bis der Teig sein Volumen verdoppelt hat. Bei mir hat das knapp 3 Stunden gedauert.

Ofen auf 250°C vorheizen, das Brot  einschieben, mit der Blumenspritze etwas Dampf geben. Nach 10 min die Temperatur auf 220°C reduzieren; Gesamtbackzeit: 50 min.

Aus der Form kippen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Mac and Cheese mit Brie, Äpfeln und Pancetta | Werbung

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Pasta mag ich ja sowieso, und Mac and Cheese – ja, geht eigentlich immer. Es muss aber nicht immer das Gleiche sein; bei Molly Yeh zum Beispiel findet man da viele tolle Varianten. (Das zugehörige Buch stelle ich Euch auch noch vor…). Diese hier hat mich  sooo angelacht, und zu Recht: da ist Brie an der Sauce, das macht sie richtig schön zart-schmelzend, die Apfelstückchen passen super und ganz ehrlich – ein Topping aus Nüssen kann ohnehin nicht schaden.

Die Sauce beruht ja auf einer Bechamel, und ich habe sie komplett in der Krups iPrep&Cook Gourmet gemacht – das ist eine weitere Vereinfachung zur Bechamel aus dem Mixer, die ich hier schon mal vorgestellt habe. Jetzt ist es nochmal ein bisschen einfacher – die Zutaten für die Grundsauce werden zusammen unter Rühren erhitzt, dann  kurz der Käse darin geschmolzen. Geht klümpchenfrei und nebenbei und in nur einem Topf, denn ich habe am Ende auch gleich noch die Nudeln und alle anderen Zutaten untergehoben unterheben lassen.

Für 4 Portionen:

  • 250 g kurze Nudeln
  • 30 g Butter
  • 1 Schalotte
  • Salz
  • 1/4 TL Paprika edelsüß
  • 1/4 TL Cayennepfeffer
  • Muskatnuss
  • 1 Prise Piment
  • Pfeffer aus Mühle
  • 40 g Mehl
  • 750 ml Milch
  • 125 g Brie
  • 125 g Gruyère
  • 100 g Pancetta
  • 1 Apfel
  • 75 g Walnusskerne
  • etwas Parmesan am Stück
  • Butter für die Form

Die Pasta nach Packungsanleitung kochen, dabei die Garzeit um eine Minute verkürzen. Abgießen und abtropfen lassen.

Schalotte schälen und vierteln. In die Arbeitsschüssel der Prep&Cook geben, Universalmesser einsetzen  und alles 10  Sekunden bei Geschwindigkeit 12 zerkleinern,

Das Universalmesser durch den Rühraufsatz ersetzen. Ein kleines Stückchen von der Butter zur Schalotte geben, außerdem Salz, Paprika, Cayennepfeffer, Muskat, Piment und Pfeffer. Alles 2 Minuten  bei Geschwindigkeit 4 und 100 °C anrösten, dann die Milch angießen, alles auf Stufe 6  30 Sekunden mixen. Die restliche Butter zugeben, und die Sauce 9 Minuten bei 95°C garen, dabei über Geschwindigkeit  4 immer wieder mal rühren lassen.

Inzwischen Ofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Eine große oder 4 bis 6 kleine Auflaufformen mit Butter ausstreichen.

Den Brie entrinden und in kleine Stücke schneiden. Den Gruyère reiben. Den Pancetta in Streifen schneiden, in einer Pfanne knusprig braten und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Den Apfel vierteln, das Kerngehäuse entfernen und den Rest in kleine Würfel schneiden.

Walnusskerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten, abkühlen lassen und grob hacken.

Wenn die Sauce gegart ist, die Käsesorten zugeben und alles eine Minute auf Stufe 6 rühren lassen, dann die Nudeln und 3/4 der Apfelstücke kurz unterheben.

Die Masse in die vorbereiteten Formen füllen, mit den restlichen Apfelstücken und den Walnüssen belegen und etwas Parmesan darüber reiben. Im heißen Ofen ca. 25 min backen, dann vor dem Servieren 5 min ruhen lassen.

Pizza Bianca mit Garnelen, Zucchini und Minze

Eigentlich seltsam, irgendwie kommt hier Pizza meist mit Tomatensauce auf den Tisch; das ist einfach eine Gewohnheit. “Pizza de Luxe“* hat mich da etwas aufgerüttelt; es locken da einfach viele Pizzarezepte ohne Tomatensauce.

Diese hier hat mich besonders angelacht, und das nicht nur, weil noch Garnelen da waren und die Abokiste mir Zucchini spendierte. Mich hat besonders die Kombination mit der Minze gereizt – und die ist wirklich toll, probiert das aus, unbedingt.

Für den Teig habe ich wieder auf eine Mischung von selbstgemahlenem Vollkornmehl und Weizen 550 zurückgegriffen; wer sein Vollkornmehl kauft, kann auch nur Vollkorn nehmen; das selbst gemahlene Mehl ist da wesentlich gröber.

Für eine Pizza von 30 cm Durchmesser:

Boden:

  • 180 g Weizenvollkornmehl
  • 150 g Weizenmehl 550
  • 180 Wasser
  • 1 g Trockenhefe
  • 7 g Salz
  • 10 ml Olivenöl

Belag:

  • 2 EL frische Minze, gehackt
  • 3 EL Olivenöl, plus etwas zum Beträufeln
  • 1 kleiner Zucchino
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 150 g Mozzarella
  • 4 bis 5 Riesengarnelen

Für den Teig die Mehlsorten mit dem Wasser in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Alles grob vermengen und 20 min ruhen lassen. Dann die restlichen Zutaten zugeben und alles zu einem elastischen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Den Teig 30 min bei Zimmertemperatur ruhen lassen, dann die Schüssel gut abdecken und den Teig mindestens 8 h im Kühlschrank ruhen lassen.

Für den Belag die Minze eine Stunde im Olivenöl ziehen lassen.

Wenn es ans Backen geht, den Ofen mitsamt Pizzastein auf 250°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Arbeitsfläche leicht bemehlen und den Teig darauf zu einer Kugel formen. Die Kugel zu einem Kreis flachdrücken, dann mit den Fingern einen Rand formen und den Teig nach außen ziehen, damit sich der Durchmesser vergrößert. Wenn der Durchmesser sich verdoppelt hat, eine Hand seitlich auf dem Teig platzieren  und mit der anderen Hand gegenüber den Teig vorsichtig dehnen und ziehen. Dann auf den leicht bemehlten Pizzaschieber geben.

Nun den Zucchino putzen und der Länge nach in ca. 3 mm dünne Scheiben schneiden; das geht am besten mit einer Mandoline. Die Scheiben salzen, mit etwas Olivenöl bestreichen und in einer heißen Pfanne auf jeder Seite kurz grillen, bis sie gar und appetitlich gebräunt sind.

Garnelen putzen und längs halbieren.

Mozzarella in dünne Scheiben schneiden und gleichmäßig auf dem Pizzaboden verteilen, dabei einen Rand von 3 bis 4 cm lassen. Mit Zucchinischeiben und Garnelen belegen, dann die Pizza vorsichtig vom Schieber auf den Pizzastein gleiten lassen. Backen, bis der Rand schön braun ist und der Käse blubbert. Herausnehmen, mit Minzöl beträufeln und mit Minzeblättern garnieren.

Römische Pizza mit Baba Ghanoush und Garnelen

Ich habe ja einiges gelernt aus “Pizza de Luxe“*. Unter anderem bin ich in die Feinheiten der römischen Pizza eingestiegen. Im Gegensatz zu ihrer Kollegin aus Neapel wird die römische auf dem Blech gebacken und ist rechteckig. Der Teig wird auch dicker ausgerollt; insgesamt erinnert das Ganze etwas an eine Foccacia. Zwei Sorten römische Pizza gibt es: zum einen die vorgebackene Version. Dafür wird der Teig ohne Belag im Ofen gegart, das kann man gut im voraus machen. Wenn es ans Servieren geht, dann wird der Boden in Stücke geschnitten, belegt und aufgebacken.

Ich stelle Euch heute die zweite Variante vor – eine belegte römische Pizza; hier wird der rohe Teig ganz oder teilweise belegt und dann gebacken; später werden oft noch weitere Zutaten ergänzt. Ausgesucht habe ich mir eine Pizza mit Baba Ganoush und Garnelen. Hierfür wird der Boden mit Tomatensauce bestrichen und gebacken. Danach kommen Baba Ganoush und vorher gebratene Garnelen darauf. Und nein, kein Käse.

Was das Rezept für den Boden angeht: da ist die Rede von steingemahlenem Vollkornmehl. Ich habe Weizen 550 und frisch gemahlenes Mehl zu gleichen Teilen verwendet. Das deswegen, weil das Mehl, das aus meiner Getreidemühle kommt, eine ganz andere Konsistenz hat als das Vollkornmehl, das man kaufen kann. Wer also Vollkornmehl kauft, kann den Teig ruhig mit 100% Vollkorn machen, alle anderen machen es besser so wie ich.

Das Rezept ergibt ein Blech Pizza  – je nach Hunger reicht das für 4 bis 6 Personen:

Pizzaboden:

  • 150 g Weizenvollkorn, frisch gemahlen
  • 180 g Weizen 550
  • 1 g Trockenhefe
  • 220 g Wasser
  • 1 Prise Zucker
  • 10 ml Olivenöl nativ extra
  • 7 g Salz

Für den Boden das Mehl mit Salz, Zucker und Hefe in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Wasser und Olivenöl zufügen und alles auf mittlerer Stufe kneten, bis der Teig sich vom Rand der Schüssel löst.

Den Teig 10 min ruhen lassen, dann falten, in eine luftdichte Box geben, diese verschließen und den Teig mindestens 8 h im Kühlschrank ruhen lassen.

Belag:

  • 350 g gute geschälte Tomaten aus der Dose
  • 2 EL Olivenöl nativ extra
  • Salz
  • 32 mittelgroße Garnelen, geschält, Darm entfernt
  • 2 EL fein gehackte Petersilienblättchen

Baba Ghanoush:

  • 2 Auberginen
  • 2 EL Tahin
  • 2 EL Zitronensaft
  •  1 Zehe Knoblauch
  • Salz
  • 2 EL Olivenöl nativ extra
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver

Zuerst zum Baba Ghanoush: dafür den Backofengrill vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Die Auberginen rundherum mit einer Gabel einstechen (meinetwegen auch mit einem Messer, Hauptsache Ihr stecht sie ein ;-)) und unter Wenden grillen, bis die Haut schwarz und das Fruchtfleisch weich ist. Dann die Auberginen längs halbieren, das Fruchtfleisch herauskratzen und in einem Sieb gründlich abtropfen lassen. Dann alle Zutaten gründlich durchmixen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

So, jetzt zum Fertigstellen der Pizza: Dafür den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche stürzen und zu einer Kugel formen. Abdecken und nochmals 2 h ruhen lassen.

Ofen auf 220°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Dann den Teig vorsichtig mit den Fingern dehnen, bis er ungefähr die Größe des Backblechs hat. Auf das Blech legen.

Die Tomaten zu einer homogenen Masse zerdrücken und mit einem EL Olivenöl und etwas Salz würzen. Tomatenmasse gleichmäßig auf dem Pizzaboden verteilen. Pizza im heißen Ofen ca. 25 min backen.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Garnelen portionsweise gerade so lange braten, bis sie gerade gar sind. Garnelen salzen, Bratensaft auffangen.

Die Pizza aus dem Ofen nehmen und leicht abkühlen lassen. Die Pizza mit der Baba Ghanoush bestreichen, mit den Garnelen belegen und mit gehackter Petersilie bestreuen.

Kochbuch: Pizza de Luxe | Stefano Manfredi

Pizza mag doch jeder, oder? Und Stefano Manfredi mag Pizza ganz besonders. Stefano Manfredi ist in Italien geboren; seine Familie wanderte aber nach Australien aus, als er gerade einmal sieben Jahre alt war. Inzwischen betreibt er mehrere Restaurants in Sydney, hat einige Kochbücher geschrieben, schreibt Food-Kolumnen für australische Zeitungen und hat eine eigene Espresso-Marke entwickelt.

Die Geschichte der Pizza

Pizza ist so allgegenwärtig, aber Stefano Manfredi hat sich ganz besonders mit diesem Gericht auseinandergesetzt. So beginnt das Buch mit einer Reise durch  Italien, in der er fünf ganz besondere Pizzaioli besucht hat:  da gibt es zum Beispiel den Neapolitaner Enzo Coccia, der tief in der Pizza-Tradition Neapels verwurzelt ist, aber auch ein zweites Restaurant eröffnet hat, in dem er seiner Kreativität und seiner Experimentierfreude freien Lauf läßt. Als Rezept steuert er eine Pizza mit Rösttomaten, geräuchertem Scamorza, Knoblauch und Kräutern bei, die sich an einem Rezept aus dem 18. Jahrhundert orientiert.

Gut, so ganz entspricht der vorhergehende Absatz nicht den Tatsachen – denn eigentlich beginnt das Buch mit einer sehr genauen Darstellung dessen, was sich eigentlich Pizza nennen darf. Uff. Für die ganz klassische Pizza Napoletana gibt es da sehr, sehr enge Vorgaben – möglicherweise ein Grund dafür, dass Neuentwicklungen eher ausserhalb Neapels stattfinden.

Teigvarianten für jeden Geschmack

Langsam nähern wir uns dem Rezept-Teil, aber vorher gibt es noch eine sehr ausführliche Warenkunde: Mehlsorten, Wasser, Hefe, Olivenöl, Tomaten, Mozzarella….alles wird ausführlich erklärt und man erfährt, welche Produkte der Autor am liebsten verwendet.

Dann machen wir Teig. Es werden viele verschiedene Teige vorgestellt: Teig mit frischer Hefe und Trockenhefe, Teig mit indirekter Führung und mit lievito madre, Dinkelpizzateig und Teig für römische Pizza. Auch das Formen des Teiges bekommt ein eigenes Kapitel und wird mit einer Bildstrecke ausführlich erklärt.

Die Teigrezepte haben mich überrascht – Stefano Manfredi verwendet nicht das übliche Mehl Typo 00, sondern er setzt auf steingemahlenes Vollkornmehl. Dadurch, durch die geringe Hefemenge und die lange kühle Gare werden die Teige wunderbar aromatisch.Trotzdem habe ich am Grundrezept etwas gebastelt: durch alleinige Verwendung von Vollkornmehl und den recht geringen Flüssigkeitsgehalt war mein erster Teig sehr fest und hart. Das kann aber sehr gut an dem von mir verwendeten Weizen liegen, der kommt immer ganz frisch aus der Mühle und ausgesiebt habe ich auch nichts. Ich habe dann Vollkornmehl und Weizen 550 gemischt und mehr Flüssigkeit verwendet.

Die Pizza-Familie

So, jetzt aber zu den eigentlichen Pizza-Rezepten. Fünf Kapitel gibt es da: Pizza rossa, Pizza bianca, vorgebackene römische Pizza, belegte römische Pizza und gefüllte, frittierte und süße Pizze. Ich muss mein Unwissen gestehen – mir war nicht bewußt, dass die römische Pizza eine eigene Tradition hat; sie erinnert eher an Foccacia.

Die Rezeptvielfalt macht Spaß – ich muss unbedingt noch die Pizza rossa mit gegrilltem Gemüse versuchen und die mit Kalamari, Chili und Ingwer. Die Pizza bianca “Calabrese picante” mit Salsicce und Nduja klingt ebenso toll wie die mit Gorgonzola, Kartoffel und Radiccio und bei den römischen Pizze locken unter anderem die vorgebackene Pizza mit Ente, Maronen und Pilzen, aber auch eine klassische Margarita oder oder die Variante mit Röstzwiebeln.

Bei den Rezepten wird zunächst auf die Grundrezepte für Pizzateig verwiesen, da kann man sich seinen Lieblingsteig aussuchen; der Belag wird dann jeweils für eine Pizza angegeben. Zu jedem Rezept gibt es einige einführende Worte. Abgerundet wird der Rezeptteil durch ein sehr ausführliches Register.

Was für ein schönes Buch!

Die Optik, ich habe noch gar nichts zur Optik gesagt. Dabei ist das so ein schön gemachtes Buch: das nahezu quadratische Format ist ungewöhnlich. Innen erwarten uns ein ruhiges, aufgeräumtes Layout und sehr viele Fotos – nicht nur die meisten Pizze haben ein ganzseitiges Foto bekommen, es gibt auch wunderbare Landschaftsbilder und Produkte, Pizzabäcker und Produzenten kommen auch nicht zu kurz. Die Foodfotos übrigens sind erfreulicherweise sehr schlicht; es steht ganz klar das Essen im Vordergrund.

Schon mal ausprobiert

Man sieht es an dem noch fix geschlossenen Foto – es war keine Liebe auf den ersten Blick. Ich habe für die Calzone den Standard-Pizzateig benutzt; und ich habe wirklich reines Vollkornmehl verwendet. Der Teig war sehr fest, er ließ sich nicht ausziehen. Und der Belag oben auf der Calzone hatte die Tendenz, etwas herunterzulaufen und dafür zu sorgen, dass die Pizza auf dem Backstein kleben blieb. Als ich es geschafft hatte, die Pizze vom Stein zu kratzen, war ich entnervt. Geschmacklich war der reine Vollkornteig auch nicht gerade eine Offenbarung.

Der nächste Versuch war schon viel besser – ich habe mich über die mir neue Römische Pizza hergemacht. Dafür wird ein Pizzaboden mit Tomatensauce bestrichen und auf dem Blech gebacken. Der Belag kommt erst hinterher drauf – in diesem Falle vorher hergestelltes Baba Ganoush, gebratene Garnelen und Petersilie. Nein, kein Käse. Das Ganze war köstlich. Auch der Teig war in Ordnung; wobei ich diesmal nur zur Hälfte frisch gemahlenes Vollkornmehl verwendet habe und im übrigen Weizenmehl 550.

Auch für die Pizza bianca mit Mozzarella, Zucchini, Garnelen und Minze habe ich wieder auf diese Mehlmischung zurückgegriffen und außerdem etwas mehr Flüssigkeit verwendet als bei der Calzone. Das Ergebnis war ein rustikaler Teig, der sich gut ausziehen ließ. Für den Belag werden die Zucchini vorgebraten und die Pizza wird am Ende mit Minzöl beträufelt und mit Minze bestreut.

Fazit

Das Buch trägt seinen Titel zu Recht. Man erfährt so viel über Pizza und die Varianten von Teigen und Belägen sind großartig. Wer also Pizza mag (und wer tut das nicht?) findet hier Inspiration und Beschäftigung für viele, viele Pizza-Abende.

  • Gebundene Ausgabe: 248 Seiten
  • Verlag: Hölker Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 978-3881171717
  • 29,95

Schweinekotelett sous-vide mit Kräuterbutter und Kartoffelpüree | Werbung

Enthält Werbung für Krups iPrep&Cook Gourmet

Heute habe ich einen Klassiker für Euch: kurzgebratenes Schweinekotelett, Kräuterbutter und Kartoffelpüree. Ich habe das Ganze aber nicht ganz klassisch zubereitet, sondern die iPrep&Cook Gourmet dazu benutzt; ich habe mir aus der zugehörigen App ein bisschen was zusammengesucht und abgewandelt.

Ich muss wohl zur Kräuterbutter nicht viel sagen; die Maschine hackt und mixt und die Kräuterbutter ist im Handumdrehen zubereitet.

Das Fleisch habe ich vakumiert und dann bei niedriger Temperatur eine Stunde gegart, bevor ich es in der Pfanne gebraten habe. Man kann das Fleisch so gut vorbereiten und es wird besonders zart und saftig. Diese Art des Niedrigtemperaturgarens geht gut in der Prep&Cook, allerdings nur für kleinere Stücke, denn Platz und einstellbare Zeit sind limitiert. Wer also große Stücke über längere Zeit garen will, braucht trotzdem ein herkömmliches Sous-Vide-Becken oder einen Stick.

Für das Kartoffelpüree werden die Kartoffeln erst gedämpft und dann mit dem Rühreinsatz zerkleinert und mit Butter und Milch vermischt. Das spart nicht nur Arbeit, sondern das Püree wird auch wunderbar fein und luftig und schmeckt schön kartoffelig. Das werde ich wohl in Zukunft immer so machen.

Für 2 Personen:

Für die Kräuterbutter:

  • 250 g Butter, weich und in Würfeln
  • 100 g gemischte frische Kräuter wie Basilikum, Petersilie, Minze, Koriandergrün, Estragon und Salbei
  • 1 Zehe Knoblauch
  • Schalenabrieb von 1/2 Zitrone
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle

Die Kräuter von den Stielen zupfen, in die Schüssel der Prep&Cook geben und das Universalmesser einsetzen. Knoblauch schälen, grob in Stücke schneiden und ebenfalls in die Schüssel geben. Deckels schließen und Kräuter auf Stufe 12 10 Sekunden hacken.

Butter und Zitronenabrieb in die Schüssel geben und alles mit Salz und Pfeffer würzen. Alles 30 Sekunden auf Stufe  9 mixen.

Aus der Schüssel holen, in ein sauberes Einmachglas geben und kühl stellen.

Das Rezept ergibt mehr Kräuterbutter, als man unmittelbar braucht – aber ein Vorrat schadet da ja nicht.

Jetzt zum Fleisch:

  • 2 Schweinekoteletts
  • einige Zweiglein Thymian
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Rapsöl zum Braten

Jedes Kotelett gesondert mit ein wenig Thymian in je einen Vakuum-Beutel geben und vakumieren.

Die Koteletts in die Schüssel der Prep&Cook geben und mit Wasser bedecken. Deckel auflegen und bei 50°C eine Stunde garen, dann herausnehmen und beiseite legen.

Kartoffelpüree:

  • 400 g Kartoffeln, mehlige Sorte
  • 25 ml Milch
  • 25 g Butter
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Muskatnuss

Die Kartoffeln schälen, würfeln und in den Dampfgareinsatz geben.

700 ml Wasser in die Schüssel gießen, den Deckel schließen und die Kartoffeln im Modus Dampfgaren P 1 30 min dämpfen.

Das Wasser abgießen. Den Schlag/Rühreinsatz einsetzen, die Kartoffeln in die Arbeitsschüssel geben und 30 Sekunden auf Stufe  6 zerkleinern. Dann Milch, Butter und Muskatnuss zugeben, alles mit Salz und Pfeffer würzen und nochmals 30 sek auf Stufe 6 pürieren.

Vor dem Servieren die Koteletts aus den Beuteln holen und trocken tupfen. In einer Pfanne das Öl erhitzen und die Koteletts von beiden Seiten scharf anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Zum Servieren die Koteletts auf Teller geben. Auf jedes Kotelett etwas von der Kräuterbutter geben und das Kartoffelpüree dazu anrichten.

Instantnudel-Gewürzpaste auf Vorrat

Sprechen wir doch mal über Nudeln. Wenn man so an den Regalen der Supermärkte entlang läuft, dann fällt einem auf, dass es da unglaublich viele unterschiedliche Fertigprodukte gibt. Das reicht von Nudelsaucen oder Pesto im Glas über frische Pasta im Kühlregal oder Tiefkühle bis hin zu fertigen Pastagerichten in der Dose oder Tüte. Kaufe ich alles nicht.

So, und jetzt das Eingeständnis einer Schwäche. Genaugenommen einer ehemaligen Schwäche. Ich bin ja Stammgast im Asia-Shop, und hin und wieder wandert da eine Packung Instant-Nudeln ins Körbchen. Das sind besonders schnellkochende Nudeln und ein paar Tütchen mit Gewürzen. Und alle heilige Zeit, wenn ich alleine zuhause bin, keine Lust auf nix und das Gefühl habe, dass es heute echt mal Junkfood sein müsste, dann landet so ein Tütchen im Topf. Also, nicht die Tüte. Der Inhalt.

Landete. Denn neulich habe ich bei Mandy Lee diese Gewürzpaste entdeckt – und die ist derart genial, dass der Asiashop seine Tütchen an jemand andere verkaufen darf, ich nehme nur noch die Zutaten für diese Paste. Allerdings esse ich jetzt öfter diese Nudeln. Mandy Lee nennt das Ganze “Crack Slurp Mix”, und das hat seinen Grund. Das Ganze schmeckt einfach phänomenal, man kann gar nicht aufhören zu futtern.

Womit ein weiteres Mal bewiesen wäre, dass Fertigprodukte verzichtbar sind und selbstgemachtes einfach besser schmeckt. Und genau das ist heute das Thema bei der von Susi ins Leben gerufenen Rettungstruppe – wir kümmern uns heute um Nudelgerichte.

  • 6 kleine Schalotten
  • 205 g Rapsöl
  • 3 kleine Frühlingszwiebeln
  • 80 g Sichuan Douban Chili Paste
  • 140 g Sojasauce
  • 20 g Balsamico
  • 10 g Fischsauce
  • 1,5 TL Rohrzucker
  • 1,5 EL Sichuanpfeffer, gemahlen
  • 1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Die Schalotten schälen und in dünne Scheiben schneiden. Am besten geht das mit einer Mandoline oder einem Gemüsehobel. Es ist nicht so wichtig, wie dünn die Scheiben geschnitten sind, aber sie sollen gleich dünn sein. Die Schalotten werden nachher frittiert und sie sollen gleichmäßig garen.
Das Öl in einen Topf geben; beschichtet wäre gut, damit nichts anhängt. Die Schalotten zugeben und alles auf hohe Hitze stellen. Sobald alles anfängt zu brutzeln, auf mittlere Hitze stellen und alles ca. 10 bis 13 min garen, dabei immer wieder umrühren. Die Schalotten sollen goldbraun werden, lieber zu hell als zu dunkel.
Ein feinmaschiges Sieb über eine hitzefeste Schüssel setzen und die Schalottenmischung in das Sieb gießen. Die Schalotten  gut abtropfen lassen und mit einer Gabel auflockern. Das Öl behalten, das ist unsere Grundzutat.
Die Frühlingszwiebeln putzen und in Stücke schneiden.
2 EL des Öl wieder in die Pfanne geben und die Frühlingszwiebeln bei hoher Hitze braten, bis sie an den Rändern braun werden. Dann die Chilipaste zugeben und 2 min mitbraten.
Die Mischung zusammen mit Sojasauce, Balsamico, Fischsauce und Zucker in einen Mixer geben.
Jetzt das ganze restliche Öl in den Topf geben, Sichuan-Pfeffer und schwarzen Pfeffer zugeben und alles bei hoher Hitze einmal aufwallen lassen; dann zusammen mit den Schalotten ebenfalls in den Mixer geben. Den Mixer ca. 2 min laufen lassen, bis die Sauce gleichmäßig püriert ist. Dann alles in saubere Gläser füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Dank des Salzgehalts ist die Masse gut haltbar.
Zum Servieren könnt Ihr schnellkochende asiatische Nudeln (gibt es inzwischen in jedem Supermarkt) nehmen; Reisnudeln passen auch gut, finde ich. Einfach die Nudeln kochen und mit etwas von der Paste vermischen. Wieviel Ihr braucht, hängt davon ab, wie dick die Nudeln sind. Ein paar Frühlingszwiebeln als Deko schaden nicht und ein Spiegelei als Topping wäre auch keine schlechte Idee.
Lust auf noch mehr Pasta? – Dann lest doch hier weiter :-).

1x umrühren bitte aka kochtopf – Pasta mit warmem Brokkoli-Pesto
Anna Antonia – Cannelloni mit Garnelen
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Aus meinem Kochtopf – Käse-Makkaroni – Macaroni and Cheese – Klassiker in jedem Diner
Bonjour Alsace – Grundrezept Pasta
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Brotwein – Pasta all’arrabbiata – feurig scharf!
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CorumBlog 2.0 – Asiatisches Spargel-Curry mit Nudeln
Dynamite Cakes – Überbackene Bandnudeln mit Spinat-Pesto
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Zander mit Blumenkohl und Macisbutter

Ich habe noch ein gut umsetzbares Hauptgericht aus Hans-Stefan Steinheuers “Unsere Wurzeln“* ausgesucht; es besteht im Gegensatz zu den meisten anderen Gerichten aus relativ wenigen Komponenten. Und natürlich ist es trotzdem etwas Besonderes.

Hauptkomponente ist der Blumenkohl – er wird wirklich vom Stumpf bis zum Stiel verwendet und kommt in verschiedenen Varianten auf den Teller: als gebratene Röschen und Scheiben, als Pürée und als Couscous.

Die dazu servierte Sauce ist schlichtweg genial, sie basiert auf weich gekochtem Ei, Geflügelbrühe und Butter. Für Bindung sorgt Xanthan. Das bekommt man gut in Bioläden oder Reformhäusern und zwar in der Abteilung für glutenfreie Lebensmitteln, da es in der glutenfreien Bäckerei gerne als Bindemittel verwendet wird.

Dazu gibt es Fisch, im Original wird einen Seezunge gehäutet und filetiert; ich habe auf Zanderfilets zurückgegriffen.

Ach so – Ihr solltet Nussbutter, also gebräunte Butter im Vorrat haben und eine Waage, die auch sehr kleine Mengen wiegen kann, wäre auch ratsam.

Für 4 Personen:

  1. Blumenkohl:
  • 1 mittlerer Blumenkohl

Blumenkohl waschen und trocken tupfen. 4 Blattstiele abschneiden, schälen, die Fäden ziehen, und die Stiele in gleich lange Streifen schneiden.

Den Strunk herausschneiden, dann einen Zylinder von 3 cm Durchmesser ausstechen und diesen in 12 ca. 2mm dünne Scheiben hobeln. Ich hatte keinen passenden Austecher, habe einen Zylinder von 6 cm ausgestochen und diesen halbiert, so dass ich Halbkreise bekommen habe. Die Scheiben in Eiswasser legen.

Röschen mit den Stielen abschneiden, davon 6 große und 4 kleine Röschen zurechtschneiden. Zwei der großen Röschen in je 4 gleich dicke Scheiben schneiden. Alle Röschen beiseite legen

2. Blumenkohlcouscous:

  • einige Blumenkohlröschen
  • Öl zum Ausbraten
  • Salz

Blumenkohlröschen im Blitzhacker zu feinen Körnchen hacken, dann in Öl goldbraun ausbacken.  Auf Küchenpapier abtropfen lassen, dann in ein kleines Schüsselchen geben und salzen.

3. Blumenkohlpürée:

  • alle Blumenkohlreste und Abschnitte
  • Salz
  • Muskatblüte
  • 15 ml Milch
  • 10 g Nussbutter

Die Blumenkohlreste kleinschneiden. Im Originalrezept werden sie dann mit der Milch vakumiert und dann bei 100°C und 100% Feuchtigkeit im Dampfgarer gegart, anschließend passiert und mit der Nussbutter glattgemixt. Mein Vakumiergerät vakumiert keine Flüssigkeiten, ich habe daher die Blumenkohlstücke in den Dämpfeinsatz des iPrep & Cook gepackt und bei 100°C 50 min gedämpft. Anschließend habe ich das Wasser abgegossen und den gegarten Blumenkohl mit der Milch und der braunen Butter ca. 4 min lang gemixt, dies ebenfalls im iPrep & Cook. Dann noch mit Salz und Macis abschmecken und warm halten.

4. Blumenkohlelemente:

  • Alle Elemente, die in Punkt 1 vorbereitet wurden
  • 20 g Butter
  • Salz

Alle Blumenkohlteile mit Ausnahme der Strunkscheiben in kochendem Wasser kurz blanchieren, dann gut abtropfen lassen und schließlich mit der Butter in einer Pfanne braten. Die Strunkscheiben zugeben und mitbraten. Salzen, beiseite stellen und warm halten.

5. Sauce:

  • 1 Ei
  • 120 ml Geflügelbrühe
  • 0,2 g Xantan
  • 0,5 g Macis
  • 10 g Butter
  • 60 g Nussbutter
  • Salz, Cayennepfeffer
  • 2 ml Zitronensaft

Das Ei in 4 min weich kochen, dann kalt abspülen, und schälen.

Die Brühe in einem Topf leicht erwärmen. Ei hineingeben und mit Fond und Xanthan aufmixen. Macis zusammen mit der Butter in einem Topf erwärmen und zum Fond geben, dann die Nussbutter einarbeiten und alles mit Salz, Cayennepfeffer, Macis und Zitronensaft abschmecken. Sauce passieren.

6. Fisch

  • 4 Zanderfilets
  • Salz
  • Butter und Öl zum Braten

Im Original wird eine Seezunge filetiert; ich habe statt dessen auf Zanderfilets zurückgegriffen und diese einfach auf der Hautseite im Butter und Öl gebraten.

7. Anrichten

Das Blumenkohlpürée auf Teller verstreichen. Blumenkohlröschen, -Scheiben und Stielstreifen dazu anrichten. Püree mit etwas Blumenkohlcouscous bestreuen. Die Strunkscheiben vor das Pürée geben und den Fisch darauf platzieren. Sauce angießen. Original wird noch mit Seeportulak und Schnittlauch garniert.