Linsen-Fesenjan

Noch so ein Gericht aus der Kategorie “Schmeckt besser als es aussieht”. Aber gut, wir sprechen ja von Fesenjan. Fesenjan  ist ein Gericht, das aus Persien stammt. Es ist im Wesentlichen ein Eintopf, bei dem die Zutaten mit Granatapfelmelasse und gemahlenen Walnüssen gegart werden. Kein Wunder, dass Braun die vorherrschende Farbe ist ;-).

Wie auch immer, ich liebe Fesenjan. Die Kombination vom Walnuss und Granatapfel ist einfach unschlagbar. Hier findet Ihr die Standard-Variante mit Hühnchen; und da gibt es auch gleich noch das Rezept für den phänomenalen persischen Reis mit der Knusperkruste; der passt nämlich wunderbar dazu. Dieses Rezept hier kommt ohne Fleisch aus – und man vermisst es kein bisschen, das Linsenragout macht richtig Spaß.

Gefunden habe ich das Rezept bei minimalist baker. Da ist es vegan – ich konnte mich aber nicht überwinden, Ahornsirup an ein persisches Gericht zu geben und habe statt dessen lieber Honig verwendet.

Ach, und noch ein Hinweis … das wäre ja ein Gericht für Neujahrsnacht, oder was meint Ihr? Da gibt es ja diesen Volksglauben, der zumindest in Italien besagt, dass man um so mehr Geld im Beutel hat, je mehr Linsen man futtert. Also los;-).

Mit diesem Beitrag entlasse ich Euch in die Weihnachtszeit. Hier wird es etwas ruhiger werden in der nächsten Zeit; ich freue mich auf eine ruhige Zeit mit der Familie. Euch wünsche ich glückliche, entspannte Weihnachten. Macht es Euch schön!

Linsen-Fesenjan

Linsen in Walnuss-Granatapfelsauce

Gericht Hauptgericht, vegetarisch
Länder & Regionen Persien
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 120 g Walnüsse
  • 60 ml Granatapfelmelasse
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 600 ml Gemüsebrühe
  • 190 g braune Linsen
  • 15 ml Honig
  • 1/2 TL gemahlene Kurkuma
  • 1/2 TL Zimtpulver
  • Granatapfelkerne und gehackte Petersilie zum Servieren
  • gegarter Reis zum Servieren

Anleitung

  1. Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen und die Walnüsse darauf verteilen. Im heißen Ofen ca. 10 min rösten, dann beiseite stellen und abkühlen lassen. Abgekühlte Nüsse im Mixer fein mahlen.

  2. Zwiebel schälen und fein hacken. Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel zugeben, eine Prise Salz darüber streuen und Zwiebel in ca. 4 min glasig braten. 

  3. Gemüsebrühe angießen und alles zum Kochen bringen. Linsen in ein feinmaschiges Sieb geben, abbrausen und abtropfen lassen.

  4. Linsen in den Topf geben und alles ohne Deckel 20 min köcheln lassen. 

  5. Wenn die Linsen weich sind, gemahlene Walnüsse und Granatapfelmelasse zugeben, ebenso Honig, Kurkuma und Zimt. Gut durchrühren und weitere 10 min köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und weiterer Granatapfelmelasse abschmecken.

  6. Zum Servieren mit Granatapfelkernen und Petersilie bestreuen und gegarten Reis dazu servieren. 

Brot mit Salz-Honig-Verfahren

Kennt Ihr eigentlich Axel Meyer? Laut Wikipedia ein Pionier der Naturkost. Ein Backbuch* von ihm stand vor sehr langer Zeit mal in meinem Regal. Ich war nicht wirklich hingerissen; heraus kamen immer schwere Vollkorngebäcke, die man (also wir ;-))  nicht wirklich mit Genuss verspeiste. Angetan hatte es mir damals ein Brot, das ohne Hefe und Sauerteig auskam. Honig und Salz sollten benutzt werden, um den Teig in die Höhe zu treiben. Ich habe das ein paar mal versucht – es hat nie funktioniert. Das Buch habe ich irgendwann grummelnd weggeben.

Und die Idee mit dem Honig-Salz-Verfahren fast vergessen. Bis ich neulich im Brot-Magazin auf ein Rezept stieß, da hat es bei mir geklingelt. Ach, das…. Ich habe ein wenig mit mir gekämpft und dann doch einen Teig angesetzt. 24 Stunden soll der vor sich hinarbeiten. Erst hat sich nichts getan – aber nach 24 Stunden ist er mir fast über die Form geklettert.

Woran das liegt? Am verwendeten Honig und am verwendeten Salz. Honig ist ja meist naturbelassen, aber hier sollte er schon wirklich hochwertig und kaltgeschleudert sein; ich nehme den meiner imkernden Nachbarin. Und das Salz muss  – wie immer, wenn etwas fermentieren soll, auch naturbelassen sein – also keine Trennmittel oder Rieselhilfen und kein Jod;  dann geht das. Vor einigen Jahren war mir das noch nicht so klar – aber jetzt. Ich habe gelernt. Hurra.

An das Originalrezept habe ich mich nicht ganz gehalten – der Teig wird da gut 50 Minuten geknetet, das kam mir merkwürdig vor.

Und übrigens … Axel Meyer backt solches Brot heute nicht mehr. Inzwischen ist er vegan unterwegs, da passt der Honig nicht mehr rein….

Honig-Salz-Brot

Brot, das mit Honig und Salz auf Spontangärung setzt

Gericht Brot
Länder & Regionen Deutschland
Portionen 1 Laib

Zutaten

  • 300 g Dinkelvollkornmehl
  • 300 g Dinkel 630
  • 420 g Wasser, 40°C warm
  • 15 g Honig, naturbelassen
  • 9 g Meersalz ohne Zusätze
  • 15 g Rapsöl

Anleitung

  1. Das Wasser in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Honig und Salz darin auflösen.

  2. Beide Mehlsorten zugeben und alles auf niedriger Stufe in ca. 10 min zu einem elastischen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. 

  3. Das Rapsöl zugeben und nochmals weiterkneten, bis es eingearbeitet ist. Dann bedeckt 20 min ruhen lassen.

  4. Eine passende Kastenform fetten. Teig zu einem länglichen Laib wirken, in die Form geben und luftdicht abdecken. 

  5. So. Der Teig muss jetzt gären. Dazu braucht er Wärme. 27°C wären ideal. Wir haben im Dachgeschoss im einem winzigen Kabuff unsere Gastherme stehen. Da ist es immer lauschig warm, und genau da stelle ich gerne Teig zum Gären hin. 

  6. Der Teig soll 20 bis 24 h vor sich hingären. Ab und zu mal nachsehen; bei mir hat sich längere Zeit nichts nennenswertes getan, aber nach 23 Stunden hat der Schlingel sich daran gemacht, die Form zu verlassen.

  7. Ofen auf 250°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Brot einschieben. Nach 10 Minuten die Temperatur auf 220°C reduzieren. Gesamtbackzeit: 50 Minuten. 

  8. Nach dem Backen aus der Form kippen und auf einem Kuchengitter ganz auskühlen lassen. 

Gefüllte Hefeklöße auf Sauerkraut

Das hier ist ein wirklich altes Rezept. Ich war nämlich neulich für einige Zeit zu Besuch bei meinen Eltern. Meine Mutter war früher eine begeisterte Leserin einer gewissen Frauenzeitschrift und damals waren die Verlage weniger sparsam als heute –  oft gab es in der Zeitschrift noch ein extra Heft mit Rezepten. Und genau – meine Mutter hat sie alle aufgehoben :-). Als ich also zu Besuch war, habe ich mich durch ihre Sammlung gelesen und ein paar Sachen herausgefischt; unter anderem diese Knödel, die gut in die Winterzeit passen.

Das sind also flaumige Knödel aus Hefeteig, die mit Hackfleisch gefüllt und dann auf Sauerkraut gar gedämpft werden.  Für mich war das eine Premiere – ich habe noch nie herzhafte Knödel aus Hefeteig gemacht, das wurde tatsächlich mal Zeit.

Wer kein Sauerkraut mag – ich könnte mir vorstellen, dass das auch mit geschmortem Rotkohl, Weißkohl oder Wirsing gut schmeckt.

Gefüllte Hefeklösse auf Sauerkraut

Hefeknödel mit Hackfleischfülllung, auf Sauerkraut gegart

Gericht Hauptgang
Länder & Regionen Deutschland
Keyword Knödel
Portionen 6 Portionen

Zutaten

Klösse:

  • 250 g Mehl (Weizen 550)
  • 5 g Salz
  • 10 g frische Hefe
  • 2 Eier
  • 125 ml Milch lauwarm
  • 25 g Butter weich
  • 1 Schalotte
  • 250 g gemischtes Hackfleisch
  • 50 g Haferflocken
  • einige Zweiglein frischer Thymian
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Sauerkraut:

  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Rapsöl
  • 500 g Sauerkraut
  • 200 ml Rinderbrühe
  • 1 Apfel
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Für die Knödel das Mehl und Salz in eine Schüssel geben. Die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen, und zusammen mit Ei und Butter zu einem geschmeidigen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Schüssel abdecken und den Teig in ca. einer Stunde zu doppelter Größe aufgehen lassen. 

  2. Inzwischen für die Füllung die Schalotte schälen und fein hacken. Hackfleisch, Schalotte, Ei, Thymian und Haferflocken gut vermischen und alles mit Salz und Pfeffer würzen. 

  3. Für das Sauerkraut die Zwiebel fein hacken.

  4. Öl in einem weiten Topf (es müssen alle Knödel hinpassen) erhitzen und die Zwiebel darin glasig anschwitzen. Sauerkraut zugeben, kurz mit anbraten, dann die Brühe angießen. 

  5. Apfel vierteln, das Kerngehäuse entfernen, die Viertel in Scheiben schneiden und zum Sauerkraut geben. Salzen, Lorbeer zugeben und alles bedeckt 30 min garen. 

  6. Den Hefeteig in 12 Portionen teilen und jede Portion zu einem ca. 10 cm großen, runden Fladen formen. Je eine Portion Hackfleisch darauf verteilen, Teig darüber schlagen und runde Klösse formen. 15 min ruhen lassen.

  7. Knödel mit der Nahtstelle nach unten auf das Sauerkraut legen. Deckel auflegen, alles bei milder Hitze 30 min garen.

  8. Sauerkraut mit Salz und Pfeffer abschmecken. Klösse auf Kraut servieren. 

Norwegische Hühnersuppe mit Mehlklößchen

Hühnersuppe ist so klassisch, dafür braucht man doch nun wirklich kein Rezept? Stimmt nicht ganz. Diese Suppe, die uns Nevada Berg* als typisch norwegisch vorstellt, hat ein paar Komponenten, die sie zu etwas Besonderem machen. Uns hat die Suppe begeistert, und das nicht nur, weil wir an diesem Tag eine Hühnersuppe dringend nötig hatten.

Gekocht wird zunächst eine ganz normale Hühnersuppe, wie man das eben so macht. Zum Servieren wird die Suppe dann noch mit etwas Sahne verfeinert, das macht sie schön mild und cremig. Was uns aber besonders gut gefallen hat, das waren die Klößchen; davon hätte ich ruhig noch einige mehr machen können. Mehlklösschen, das mag erst mal nicht so berauschend klingen, aber die Klösschen haben eine schöne Konsistenz. Und sie sind  gewürzt mit einer ordentlichen Dosis Kardamom, das ist toll.

Die Klößchen gehören wohl schon lange zur norwegischen Küche, sind aber ursprünglich aus Dänemark eingewandert. Hühner hielt man früher nur für Eierproduktion; es hat etwas gedauert, bis man auch das Fleisch nutzte.

Norwegische Hühnersuppe mit Mehlklößchen

Milde Hühnersuppe mit weichen Klößchen

Portionen 4 Portionen

Zutaten

Suppe:

  • 1 Suppenhuhn
  • 1 Bund Suppengrün
  • 2 Zwiebeln
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 2 Lorbeerblätter
  • etwas Thymian
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 60 ml Sahne

Klößchen:

  • 150 g Weizenmehl 550
  • 1/2 TL gemahlener Kardamom
  • 1/2 TL Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Ei, Größe L zimmerwarm
  • 120 ml Milch
  • 60 g Butter

Anleitung

  1. Zwiebeln schälen und vierteln. Suppengrün waschen, putzen und grob würfeln. Knoblauch schälen. 

  2. Huhn, Gemüse, Zwiebeln, Knoblauch, Lorbeer und Thymian in einen ausreichend großen Topf geben, mit kaltem Wasser bedecken und großzügig salzen. Deckel auflegen, alles zum Kochen bringen und dann bei milder Hitze mindestens 3 Stunden simmern lassen. 

  3. Das Huhn herausholen und etwas abkühlen lassen. Suppe durch ein feinmaschiges Sieb abgießen. Das Gemüse entsorgen, die Suppe in einen passenden Topf geben. 

  4. Das Hühnchenfleisch von den Knochen zupfen und in die Suppe geben. Die Knochen könnt Ihr aufheben, um ein zweites Mal Brühe daraus zu kochen. Sahne in die Brühe geben und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

  5. Für die Klößchen die Butter schmelzen. 

  6. Mehl, Zucker, Salz und Kardamom in einer Schüssel mischen. In einer weiteren Schüssel Ei und Milch verquirlen und zusammen mit der Butter zur Mehlmischung geben. Alles gut verrühren und anschließend 10 Minuten ruhen lassen.

  7. Die Suppe wieder erhitzen  und leicht am simmern halten. Eine kleine Schüssel mit heißem Wasser bereit stellen. Mit einem kleinen Löffel Klößchen von der Teigmasse abstechen und in die Suppe gleiten lassen, dabei den Löffel immer wieder ins heiße Wasser tauchen. 

  8. Klößchen 10 min simmern lassen; sie sind gar, wenn sie an die Oberfläche steigen.

  9. Suppe mit Klößchen auf Teller oder Schüsseln verteilen und servieren. 

Norwegische Hackbällchen mit Rahmkohl

Hackbällchen und Skandinavien, das ist ja ein Klassiker. Und auch Norwegen hat sein Hackbällchen-Gericht. Nevada Berg* erzählt, dass die Bällchen so beliebt sind, dass sie Anwärter für die Wahl zum Nationalgericht waren.

Die Hackbällchen-Rezepte in Skandinavien ähneln sich natürlich, aber Fleischsorten und Würzung sind dann doch unterschiedlich. Hier wird mit Muskatnuss und gemahlenem Ingwer gewürzt; das ist schön. Ungewöhnlich ist die Herstellung der Masse – der Teig wird in der Küchenmaschine bearbeitet, bis er Brät ähnelt. Das macht die Bällchen schön weich. Gebunden werden sie mit Ei und Speisestärke. Saftig sind sie auch; sie werden nur kurz angebraten und dann in der Sauce fertig gegart.

Traditionell serviert werden die Bällchen mit Salzkartoffeln – bei uns gab es Kartoffelpüree – mit Rahmkohl und Preiselbeeren; manchmal auch mit Erbseneintopf.

Norwegische Hackbällchen mit Rahmkohl

Der skandinavische Klassiker in der norwegischen Version

Gericht Hauptgang
Länder & Regionen Norwegen
Keyword Hackbällchen
Portionen 6 Portionen

Zutaten

Hackbällchen:

  • 680 g Hackfleisch; ich hatte gemischtes
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1/2 TL frisch gemahlene Muskatnuss
  • 1/2 TL gemahlener Ingwer
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 3 EL Kartoffelstärke
  • 1 Ei, Größe L
  • 240 ml Milch
  • neutrales Öl zum Braten
  • Preiselbeeren zum Servieren

Sauce:

  • 6 EL Butter
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 80 g Weizenmehl
  • 1 l Fleischbrühe

Rahmkohl:

  • Salz
  • 700 g Kohl; ich hatte Wirsing
  • 60 g Butter
  • 60 g Weizenmehl
  • 500 ml Milch
  • frisch gemahlene Muskatnuss
  • Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Für die Hackbällchen die Zwiebel schälen und fein hacken. 

  2. Das Fleisch in der Küchenmaschine (Flachrührer) mit Salz, Pfeffer, Ingwer und Muskatnuss vermengen. Die Zwiebel zugeben, dann die Kartoffelstärke und schließlich Ei und Milch. Weiterrühren, bis eine glatte Masse entstanden ist.

  3. Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Mit einem Löffel Bällchen von der Fleischmasse abstechen und portionsweise von allen Seiten braun anbraten. Beiseite  stellen. 

  4. Für die Sauce die Butter in einem großen Topf schmelzen lassen. Das Mehl einrühren und einige Zeit braten, bis es bräunt. Die Brühe langsam unter Rühren angießen und salzen, die Fleischbällchen zugeben und alles bei milder Hitze 15 min köcheln lassen.

  5. Inzwischen den Kohl putzen und kleinschneiden. In Salzwasser kochen, bis er weich ist. Abgießen.

  6. Butter im selben Topf schmelzen. Mehl einrühren und ca. 2 min mitbraten. Milch unter Rühren angießen, mit Salz und Muskatnuss würzen und köcheln lassen, bis alles eindickt. Den Kohl unterheben, alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

  7. Zum Servieren Fleischbällchen mit Sauce, Kohl und Preiselbeeren auf Tellern anrichten. Bei uns gab es Kartoffelpüree dazu. 

Kochbuch: North Wild Kitchen | Nevada Berg

Auch dieses Buch hier stand ja auch meiner Geschenktipp-Liste für Weihnachten. Und ich spoilere mal – was Länderküche angeht, ist das für mich DAS Kochbuch des Jahres.

Nevada Berg  ist Amerikanerin. Aufgewachsen ist sie in Utah mit verwandtschaftlichen Wurzeln in Colorado und mit dem Gefühl einer gewissen Rastlosigkeit und einer Liebe für die Berge. Der Liebe wegen zog sie mit ihrem norwegischen Mann nach Norwegen  – und dort legte sie ihre Rastlosigkeit ab und wurde richtig heimisch. Sie gründete ihren Blog über die norwegische Küche – und daraus ist nun dieses Buch entstanden.

Ich war sehr neugierig auf dieses Buch. Wir sind einmal durch Norwegen gereist und wir haben dieses Land geliebt – sowohl die spektakuläre Landschaft als auch die entspannten, offenen Menschen. Was uns nicht so angesprochen hat, waren Lebensmittelauswahl und Küche. Wir waren im Mai da und es gab Rüben. Und Kraut. Ok. Und Fisch. Wir waren nicht überzeugt.

Also, schauen wir mal, ob sich das jetzt geändert hat. Ich fange mal von außen an – genau wie die norwegische Landschaft ist das Buch sehr, sehr schön: Mattes, leicht grau getöntes Papier, Fadenheftung, ein ruhiges, übersichtliches Layout und viele schöne, atmosphärische Fotos. Es gibt wunderbare Landschaftsfotos und die Foodfotos sind meist ganzseitig und wunderbar auf das Essen fokussiert.

So, jetzt aber zum Inhalt  – noch was anderes als Kraut und Rüben? Schon mal vorweg – ja. Und wie. Nevada Berg hat ihr Buch in verschiedene Themenkreise unterteilt: da geht es zunächst um Dinge, die man in der Natur sammeln kann. In Norwegen gilt ja das Jedermanns-Recht –  man darf im Freien campen und man darf ernten; für den eigenen Bedarf. Man hat großen Respekt vor der Natur, nimmt nur das, was man gerade braucht und achtet darauf, der Natur nicht zu schaden. Ich bin heute noch beeindruckt davon, wie gut das funktioniert – wenn die Menschen wandern gehen und Picknick machen, nehmen sie ihren Müll ganz selbstverständlich wieder mit nach Hause und entsorgen ihn dort. Vergleicht das mal mit hier. Aber das ist ein anderes Thema. Es geht in diesem Kapitel um Lebensmittel die man sammeln kann, und entsprechend gibt es zum Beispiel Kartoffelsalat mit Sauerampfer oder Porridge mit Fichtenspitzen.

Dann geht es ans Wasser – es gibt ja genügend Gewässer in Norwegen und Fisch ist allgegenwärtig. Wir haben ihn seinerzeit oft sogar geschenkt bekommen – es gibt einfach genug. Der Fisch muss haltbar gemacht werden, und so gibt es Rezepte wie heiß geräucherte Makrele oder Bacalao, aber auch Fischburger oder Ofenlachs mit Gurkensalat.

Was mir wirklich neu war, war die Wertigkeit von Milchprodukten in Norwegen – das entsprechende Kapitel hat mich richtig gepackt; überschrieben ist es mit “Almwirtschaft”. Da gibt es selbstgemachte Butter, auch aus Sauerrahm, Rommegrøt-Eis und selbstgemachten Sauerrahm.

Um landwirtschaftliche Produkte geht es im nächsten Kapitel – es wird viel Obst angebaut, und auch Viehzucht hat Tradition. Entsprechend finden wir Lamm-Kohl-Eintopf ebenso wie Birnenkuchen. Und auch die Jagd hat Tradition in Norwegen; es ist eine Mischung aus dem Bedürfnis, sich selbst zu versorgen und der Freude, an der frischen Luft zu sein. Das Kapitel ist ein wenig schwierig, denn Elch und Co. sind hier ja eher nicht aufzutreiben.

Die Winter sind lang in Norwegen (für mich ein echtes Argument, die Auswanderungspläne dann doch aufzuschieben), da ist eine gut bestückte Vorratskammer Gold wert. Es gibt Kartoffel-Fladenbrot, verschiedenes Pökelfleisch vom Lamm, oder Dinge, die sich aus dem Vorrat herstellen lassen wie einen Erbsensuppen-Wrap.

Das ist ja schon ganz schön lang geworden…es gibt noch Essen,  das man am Lagerfeuer zubereitet  – ja Stockbrot oder über dem Feuer gebrühter Kaffee, aber auch Forelle vom Hozbrett oder Hot Dogs in spannenden Varianten. Und schließlich wird noch gebacken – Waffeln, Lefse, Kartoffelfladenbrot.

So, gut jetzt. Die Rezepte sind ordentlich strukturiert und funktionieren. Manchmal bilden die Zutaten eine Grenze – aber Nevada West erklärt auch, wie man Moltebeeren, Elchfleisch und anderes gut ersetzen kann; dazu gibt es am Anfang des  Buches nützliche Hinweise. Es gibt zu jedem Rezept einige persönlich geschriebene einführende Worte, und auch zu jedem Kapitel gibt es eine kleine Vorrede, in der man Interessantes über Norwegen und seine Esskultur erfährt. Abgerundet wird alles durch ein ausführliches Rezept-Register.

Schon mal ausprobiert:

Brunost – ist nicht jedermanns Sache, ich weiß. Meine aber schon. Ich habe diesem karamellisierten Käse in Norwegen zu essen bekommen und fand ihn toll; konnte ihn aber bislang hier nicht auftreiben. Um so größer war die Freude, ein Rezept zu finden. Brunost ist im Prinzip Resteverwertung aus der Käseherstellung: die anfallende Molke wird so lange eingekocht, bis sie dick und zäh wird und karamellisiert.

Die Hühnersuppe hat uns begeistert: im Grunde ist es eine normale Suppe, gekocht aus Huhn und Suppengemüse; sie ist dann aber sehr mild, weil sie noch mit Sahne verfeinert wird. Und der Knackpunkt sind die Klösschen: schön weich und mit einer ordentlichen Portion Kardamom.

Mit Pfannkuchen kriege ich die Kinder immer. Die norwegische Variante wird mit Backpulver gemacht und erinnert ein wenig an Pancakes. Als Flüssigkeit wird Kefir verwendet; das ist sehr apart.

Wir hatten Brotnotstand; ich hatte vergessen, Sauerteig anzusetzen. Das Mehrkornbrot ist rasch gemacht und mit seinem Anteil an Haferflocken, Gerste und Roggen schön herzhaft.

Fleischbällchen, klar. Aber anders: Das Fleisch wird eher wie Brät gemixt, dadurch werden die Bällchen schön weich. Sie werden angebraten, dann in der Sauce fertig gegart, sind also richtig schön saftig. Dazu gibt es Rahmkohl und Preiselbeeren.

Fazit: Dieses Buch bietet einen tollen Zugang zur norwegischen Küche; mir ist jetzt klargeworden, wie facettenreich sie ist. Auch die Mischung ist spannend – es gibt althergebrachte Klassiker, Rezepte die erst seit neuerer Zeit zur norwegischen Kochkultur gehören und auch Gerichte, bei denen Nevada Berg aus klassischen Zutaten etwas Neues geschaffen hat. Abgerundet wird alles durch schön erzählte Geschichten und eine wunderbare Bildsprache.

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Prestel Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 978-3791384177
  • 30,00

Lebkucheneis-Gugel mit Sauerkirschsauce

Die fabelhafte Rettungstruppe, gegründet von Susi und am Laufen gehalten von Ingrid ist wieder unterwegs – heute gibt es Vorschläge für weihnachtlichen Nachtisch.

Ich habe mich ein wenig schwer getan, denn Nachtisch hat hier keine hohe Priorität – auch an Weihnachten nicht, denn da steht ja schon der gut gefüllte Plätzchenteller ;-).

Aber gut – Eis geht ja immer; und außerdem ist mir eingefallen, dass es ja beim Discounter oft diese “festlichen Eissterne” zu kaufen gibt, die man dann Weihnachten auf den Tisch bringen soll. Nein, die brauchen wir nicht – wir machen unser Lebkucheneis selbst. Das ist nicht schwer, man braucht nicht einmal eine Eismaschine. Damit es hübsch aussieht, habe ich das Eis in kleine Gugelhupfformen* aus Silikon gefüllt. Falls es weihnachtlicher sein soll, kann man auch Sternformen* nehmen.

Das ist übrigens ein Nachtisch, der sich super vorbereiten lässt: Das Eis wartet einfach im Gefrierschrank auf seinen Einsatz, und auch die Sauce kann man gut am Vortag herstellen.

Lebkucheneis mit Sauerkirschsauce

Weihnachtliches Eis mit fruchtiger Sauce

Gericht Dessert
Länder & Regionen Deutschland
Keyword Eis
Portionen 6 Portionen

Zutaten

Eis:

  • 300 g Lebkuchen mit Schokoladenüberzug
  • 3 EL Orangenlikör
  • 550 g Schlagsahne
  • 50 g Zucker
  • 5 Eigelb

Sauce:

  • 1 Glas Sauerkirschen
  • 50 g Zucker
  • 200 ml Rotwein
  • 15 g Maisstärke
  • 1 Vanilleschote
  • 1/2 TL Zimt

Anleitung

  1. Für das Eis 200 g der Lebkuchen im Mixer fein mahlen. In eine Schüssel geben, mit 100 g Sahne und dem Orangenlikör vermengen und etwas durchziehen lassen.  Die restlichen Lebkuchen in ca. 0,5 cm große Würfel schneiden.

  2. Den Zucker zusammen mit 80 ml Wasser in einem kleinen Topf zu Sirup kochen. 

    Die restliche Sahne steif schlagen.

  3. Eigelbe in eine hitzefeste Schüssel geben, den Läuterzucker angießen und alles mit den Quirlen des Handrührers schaumig rühren. Dann die Schüssel über ein kochendes Wasserbad stellen und weiterschlagen, bis die Masse andickt. Von der Hitze nehmen.

  4. Lebkuchenpüree unter die Eimasse ziehen, dann die gewürfelten Lebkuchen und schließlich die steif geschlagenen Sahne.

  5. Die Masse in Silikonförmchen füllen und für ca. 8 h in die Tiefkühle stellen.

  6. Für die Sauce die Sauerkirschen abtropfen lassen, den Sud auffangen. 

  7. Die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. 

  8. Zucker in einem Topf hellbraun karamellisieren, dann mit Rotwein und 200 ml des Kirschsuds aufgießen. Vorsicht, das spritzt! Alles aufkochen und den Karamell unter Rühren in der Flüssigkeit auflösen.

  9. Vanillemark und Zimt zugeben. 

    Die Stärke in etwas Kirschsud auflösen, zur Sauce geben und kurz aufkochen. Dann die Sauerkirschen einrühren. Von der Hitze nehmen und beiseite stellen.

  10. Zum Servieren das Eis aus den Förmchen lösen und mit der Kirschsauce anrichten. Idealerweise nimmt man das Eis ca. 10 min vor dem Servieren aus der Tiefkühle.

Noch viel mehr Weihnachtsnachtisch gibt es bei den KollegInnen:

Anna Antonia – Buttermilch-Pannacotta
auchwas – Schokodessert mit Gewürzmandarinen
Barbaras Spielweise – Weihnachtliches Schichtdessert mit Quitte, Quark und Spekulatius
Brigittas Kulinarium – Glühweinbirnen-Trifle mit Walnusskrokant
Brittas Kochbuch – Vanilleeis mit gebrannten Mandeln
Brotwein – Schokokuchen mit flüssigem Kern – Fondant au chocolat
Cakes Cookies an more – Weihnachts Crème brûlée
CorumBlog 2.0 – Lebkuchen-Cantuccini mit Vin Santo
Fliederbaum – Lebkuchen-Biskuitroulade
genial-lecker – Bratapfel mit schneller Vanillesauce
kebo homing – Bananen-Erdnuss-Eis auf Kastaniencrumble mit Bratapfel
Kleines Kuliversum – Weihnachtliches Apfel Quark Dessert
lieberlecker – Meyer Lemon Baked Alaska
Madam Rote Rübe – Gewürzkuchen-Dessert mit Zimtcreme, Apfelmus und Walnussgeknusper
our food creations – Dänisches Traditionsdessert: Ris à l’amande

Hühnchenkatsu-Curry für den Kulinarischen Adventskalender

Bestimmt habt Ihr es schon gesehen, der Kulinarische Adventskalender, den Zorra wie jedes Jahr im Kochtopf ausrichtet, ist wieder im vollem Gange. Schaut unbedingt jeden Tag dort rein und macht die Türchen auf;  es gibt nicht nur schöne Rezepte und Geschichten sondern auch tolle Gewinne.

Für mich gehört der Kulinarische Adventskalender zu den Dingen, auf die ich mich im Advent richtig freue. Um so glücklicher bin ich, dass ich auch dieses Jahr wieder ein Türchen beisteuern darf.

Ich habe mir überlegt, ich lasse mal Plätzchen, Glühwein und Weihnachtsbraten links liegen und nehme Euch mit nach Japan. Wie, Japan? Da feiert man Weihnachten? Ja, das tut man. Aber ganz anders, als wir das hier machen.

Der Kurismasu Ibu (クリスマス・イブ), also Christmas Eve ist eher so eine Art zweiter Valentinstag, ein Pärchentag und kein Familienfest. Wer an diesem Tag zuhause bei der Familie bleiben “muss”, erntet eher Mitleid, weil er oder sie keine Verabredung hat. Man macht einen romantischen Spaziergang durch die festlich beleuchtete Stadt, geht essen und übernachtet hinterher vielleicht noch im Hotel. Platz ist knapp in Japans Städten, da kann man für traute Zweisamkeit schon mal in ein Hotelzimmer ausweichen…

Na schön, aber was hat das denn jetzt mit paniertem Hühnchen zu tun? Es gibt ein traditionelles Weihnachtsessen für Familien mit Kinder, die nicht in ein Restaurant gehen. Das Menü wird sicherheitshalber vorbestellt, damit man auch noch einen Platz bekommt. Ich spreche von einem großen Eimer, in dem sich frittiertes Hühnche befindet, außerdem Teller mit Weihachtsmotiven und eine Art weihnachtlicher Kuchen. Gekauft wird das alles ganz traditionell bei der amerikanischen Fast-Food-Kette mit dem Kolonel im Logo, Ihr wisst schon – die mit den Hühnchen.

Wie es dazu kommen konnte? Laut der Fastfood-Kette kaufte in den 1970er Jahren ein amerikanischer Kunde an Weihnachten dort frittiertes Hühnchen, denn das erinnerte ihn noch am meisten an den heimischen Truthahn, den er vermisste. Die Kette schlug daraus Kapital und veranstaltete im Jahr darauf eine Weihnachtskampagne, laut der man eben an Weihnachten frittiertes Hühnchen isst. Offensichtlich ein sehr erfolgreicher Schachzug…

Frittiertes Hühnchen à la Colonel Sanders kredenze ich Euch heute aber nicht, sondern ein anderes Wohlfühlgericht: katsu, also paniertes Hühnchen, und dazu eine Currysauce. Es ist tatsächlich so, dass an Weihnachten in Japan auch zuhause oft Hühnchen zubereitet wird; man hält es eben für ein typisches Weihnachtsessen.

Hühnchen-Katsu-Curry

Knusprig paniertes Hühnchen mit Currysauce

Gericht Hauptgericht
Länder & Regionen Japan
Keyword Hühnchen, Curry
Portionen 4 Portionen

Zutaten

Hühnchen:

  • 4 Hühnchenbrüste
  • 2 Eier
  • 150 g zarte Haferflocken
  • 2 TL Rapsöl
  • 2 TL gemahlene Kurkuma
  • 1 TL Currypulver
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Sauce:

  • 1 EL Rapsöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Karotte
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 EL Currypulver
  • 50 g Erdnusscreme (ohne Zucker)
  • 500 ml Hühnerbrühe
  • 1 TL Garam Masala
  • 1 bis 2 Chilis
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Ofen auf 200°C Ober und Unterhitze vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. 

  2. Eier verquirlen und eine flache Schale geben, die Haferflocken in eine weitere flache Schale geben. Eier mit Salz und Pfeffer würzen. Zu den Haferflocken das Öl, die Kurkuma und das Curry geben und alles gut vermischen. 
  3. Die Hühnchenbrüste erst im Ei, dann in den Haferflocken wenden, auf das Blech geben und für 20 bis 25 min im Ofen garen. 
  4. Inzwischen für die Sauce Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Karotten schälen und fein würfeln, Chilis ebenfalls in feine Würfel schneiden. 
  5. Öl in einem Topf erhitzen. Karotte und Zwiebel anbraten, bis sie weich werden, dann Knoblauch und Currypulver zugeben. Kurz mitrösten, dann Erdnussbutter und Hühnerbrühe zugeben. Alles 10 min köcheln lassen, dann mit den Stabmixer pürieren. Mit Salz, Pfeffer, Garam Masala und Chilischoten würzen. 
  6. Hühnchen aus dem Ofen holen und in Streifen schneiden. 
  7. Hühnchen mit der Sauce  anrichten und mit Frühlingszwiebelringen und restlichen Chilis bestreuen. Dazu passt Reis.

Tacos mit Hühnerragout

Ich hatte schon sehr lange keine “richtigen” Tortillas, also solche aus Masa Harina, gemacht. Um so mehr lachten mich die Varianten an, die in Dudu Kitchen* vorgestellt werden. Entschieden habe ich mich für die gelbe Variante mit Hühnchenfüllung.

Ich hatte weiße Masa, meine Tortillas sind also heller. Gehindert an der Herstellung hat mich, dass man eigentlich eine Tortillapresse braucht, denn ausrollen läßt sich der klassische Tortilla-Teig ja nicht. Ich hatte mal eine Presse, die ich irgendwann grummelnd dem Müll überantwortet habe – die Fladen, die da herauskamen, waren viel zu dick. Aber jetzt habe ich eine Lösung für dünne Tortillas ohne Presse: ich forme den Teig zu Kugeln, drücke ihn mit einem Topf zwischen zwei Bögen Backpapier etwas flach und rolle ihn dann mit dem Nudelholz aus, auch zwischen Backpapier. Das wird nicht so schön rund, aber wirklich dünn. Und es geht ganz fix.

Tacos mit Hühnerragout

Klassische Tortillas, gefüllt mit würzigem Hühnerragout

Gericht Hauptgang
Länder & Regionen Mexiko
Keyword Tortillas
Portionen 4 Portionen

Zutaten

Tortillas:

  • 200 g Masa Harina
  • 1 TL Salz
  • 150 ml kochendes Wasser plus ca. 50 ml

Füllung:

  • 1 Stange Zimt
  • 1 Anisstern
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 Maishuhnkeulen
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 400 g Tomaten aus der Dose
  • 2 TL scharfes geräuchertes Paprikapulver
  • 1 getrocknete Bird's Rye Chili
  • 1 Bund Koriandergrün
  • Salz

Anleitung

Tortillas:

  1. Für die Tortillas Masa Harina und Salz in eine Schüssel geben. Das Wasser angießen und alles mit einem Kochlöffel gründlich vermengen. Dann  mit den Händen weiterkneten, bis ein glatter Teig entstanden ist. Ich musste dabei noch etwas Wasser zugeben, mein Teig war zu krümelig. Die Schüssel abdecken und den Teig 30 min ruhen lassen. 

  2. Zum Formen der Tortillas den Teig zu 20 kleinen Bällchen formen. Entweder in eine mit Frischhaltefolie ausgekleidete Tortillapresse geben und zu flachen Fladen drücken. Alternativ die Bällchen zwischen zwei Bögen Backpapier mit einem Topf so gut wie möglich flach drücken, dann zwischen Backpapier so dünn wie möglich ausrollen.

  3. Zum Garen eine schwere Pfanne erhitzen und die Fladen von jeder Seite 30 bis 40 Sekunden braten; sie sind fertig, wenn sie sich etwas aufblähen. Fladen zum Warmhalten in ein sauberes Geschirrtuch wickeln.

Füllung:

  1. Zimtstange, Anisstern und Lorbeerblätter in einem Topf ohne Fett anrösten, bis sie zu duften beginnen. Olivenöl und Hühnerkeulen zugeben und alles rundherum anbraten. 

  2. Eine Zwiebel schälen und vierteln. Knoblauch schälen und grob hacken. Beides mit in den Topf geben und kurz mitbraten lassen.

  3. Tomaten, geräuchertes Paprika und Chilischoten zugeben, salzen, einen Deckel auflegen und alles in ca. 30 min weich schmoren. 

  4. Die Hühnerkeulen herausholen und das Fleisch von den Knochen zupfen. Die groben Bestandteile aus der Sauce holen, das Fleisch wieder hineingeben und alles mit Salz abschmecken.

  5. Den Koriander zupfen. Die zweite Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden. 

  6. Zum Servieren die Tortillas mit etwas Hühnerragout, einigen Zwiebelringen und Koriandergrün füllen und gleich servieren. 

Tofuragout mit Tomaten

Tofu entlockt vielen Menschen ja noch immer eher  weniger Begeisterung; was schade ist. Ich esse gerne Tofu; nicht als Ersatz für irgendetwas, sondern als eigenständiges Lebensmittel.

Damit er schmeckt, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein. Erstens: kauft anständigen Tofu. Finger weg von der Supermarktware. Kauft den Frischen aus dem Asiashop, der da in den großen Wannen schwimmt oder nehmt den aus dem Bioladen, der so heißt wie ein südostasiatischer Wirbelsturm. Oder macht ihn selbst, aber das ist dann wirklich High End ;-).

Richtig tollen Tofu kann man im Grunde auch pur essen, aber gut, vielleicht muss man dazu doch sehr mögen… Punkt zwei ist also eine ordentliche Zubereitung. Ich meine, eine die ihm gerecht wird und nicht den Versuch ein Schnitzel nachzubauen. (Wobei ich einer Bolognese mit Tofu durchaus etwas abgewinnen kann. Dann, wenn ich Lust auf Bolognese mit Tofu habe…).

Ich höre schon auf…. denn in Dudu Kitchen* gibt es eine ordentliche Zubereitung mit Tofu. Für das Ragout wird der Tofu zuerst in Salzwasser eingelegt. Was das bewirkt, steht da nicht, aber ich finde, der Tofu ließ sich besser als sonst knusprig braten. Anschließend gart in einem Ragout aus frischen Tomaten und Dosentomaten, aufgepeppt mit Chili.

Tofuragout mit Tomaten

Tofu in mild-würziger Sauce

Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • Salz
  • 750 g Tofu
  • 5 EL Olivenöl
  • 1 Schalotte
  • 300 g Kirschtomaten
  • 1 Thai-Chili
  • 800 g Tomaten aus der Dose
  • Pfeffer
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Bund Koriander
  • Jasminreis zum Servieren

Anleitung

  1. Zunächst 1 TL Salz in 500 ml Wasser auflösen. Den Tofu halbieren und mindestens eine Stunde im Salzwasser einlegen. Danach abtropfen lassen und gut trocken tupfen. 

  2. 2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen. Tofu von 2 Seiten goldbraun anbraten, dann herausnehmen und in nicht zu kleine Stücke schneiden. 

  3. Schalotte schälen und würfeln. Kirschtomaten halbieren. Chili fein hacken. 

  4. Weitere 3 EL Öl in der Pfanne erhitzen. Schalotte darin anbraten, dann Kirschtomaten und Dosentomaten sowie 200 ml Wasser zugeben. Salzen, Chili zugeben und alles kurz kochen lassen. Den Tofu vorsichtig unterheben. 

  5. Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden. Koriander zupfen und grob hacken. Einen Teil des Korianders unterheben und das Ragout mit Salz und Pfeffer abschmecken.

  6. Ragout in Schalen schöpfen, mit restlichem Koriander und Frühlingszwiebeln bestreuen und mit Jasminreis servieren.