Kochbuch: Nigella lädt ein | Nigella Lawson

Ein Tisch ist mehr als ein Möbelstück, so wie Essen mehr als Nahrung ist.”

“At my table”, also “An meinem Tisch”, so heißt dieses neue Buch von Nigella Lawson im Original. Das erkärt auch, warum sie in ihrer Einführung so ausführlich darüber erzählt, warum der Esstisch das wichtigste Möbelstück in ihrem Haus ist.

Eine Lanze für das Homecooking

Es ist ein ungewöhnliches Kochbuch geworden, das eine Lanze für das Kochen zuhause (aka Homecooking) brechen möchte. Entsprechend ist der Aufbau des Buches – es gibt keine vorgefertigte Struktur, keine klassische Einteilung in Kapitel. Es ist eine ununterbrochene Abfolge von Rezepten; Nigella Lawson sieht Kochen und Leben als Kontinuität, und das wollte sie mit dieser Abfolge zum Ausdruck bringen.

Eine gewisse, lockere Reihenfolge gibt es aber dennoch: es beginnt mit Gerichten, die sich gut für Frühstück oder Brunch eigenen – Türkische Eier zum Beispiel oder herzhafte Arme Ritter mit Parmesan. Danach gibt es einige Pastagerichte, gefolgt von Gemüse und Salaten wie Süßkartoffeltacos mit Avocado-Koriander-Sauce oder Tomatensalat mit Meerrettich. Es gibt Fisch, dann Hühnchen und Fleisch wie Ente mit Orange, Sojasauce und Ingwer, Rinderbraten mit karamellisierten Zwiebeln oder Lammköfte mit Knoblauchsauce. Und natürlich gibt es Süßes und Drinks zum Abschluß – Schokotrüffel-Eis zum Beispiel, Möhrenkuchen mit Ingwer und Walnüssen oder Grapefruit-Margarita.

Die Rezepte sind gut aufgebaut und greifen auf problemlos erhältliche Zutaten zurück. In der Mitte der Seite steht farbig abgehoben die Zutatenliste, daneben die Arbeitsanweisung. Ich habe ja erwähnt, dass es keine bewusst strukturierten Kapitel gibt – man findet aber trotzdem, was man sucht: Am Anfang des Buches findet man ein Inhaltsverzeichnis, in dem die Rezepte den entsprechenden Seitenzahlen zugeordnet sind. Und am Ende des Buches gibt es ein alphabetisch geordnetes Register, plus zusätzliche Register mit vegetarischen Rezepten, veganen Rezepten, Rezepten ohne Milchprodukte und glutenfreien Rezepten. Was es auch noch gibt: ein nach Seitenzahlen geordnete Übersicht über Gerichte, die sich vorbereiten und aufbewahren lassen mit Tipps, wie man das macht; im Rezept ist der entsprechende Hinweis auch erwähnt.

Eine Geschichtenerzählerin am Herd

Das ist ein Buch von Nigella Lawson – das bedeutet,  es gibt mehr als “nur” Rezepte. Es ist zugleich eine Sammlung von Geschichten und Erinnerungen. Nigella Lawson ist überzeugt davon, dass jede Mahlzeit auch eine Geschichte erzählt, und so gibt es zu jedem Rezept einige einführende Worte, die manchmal ein bisschen geschwätzig anmuten (im positiven Sinne), immer sehr persönlich sind, und die man immer gerne liest.

Ach so, die Optik: das ist ein hochwertig aufgemachtes Buch mit Fadenheftung – und es gibt sozusagen ein Farbkonzept: Überschriften, Zutatenlisten und Schnitt sind im gleichen Magenta-Ton gefärbt. Das Layout ist klassisch – jedes Rezept hat eine Doppelseite; eine Seite für das Rezept, die gegenüberliegende ist in der Regel für das Food-Foto. Bei den Fotos steht das Essen klar im Mittelpunkt – da ist nicht viel Drumherum.

Schon mal ausprobiert

Tortilla Pie – ebenso simpel wie gut: eine Tortilla auf den Boden einer passenden Form, darauf Schinken, Käse und zwei Eier, ein Deckel aus einer zweiten Tortilla, mehr Käse. Aus dem Ofen zieht man dann eine kleine Pie für 2 Personen mit geschmolzenem Käse und perfekt gegarten Spiegeleiern.

Hähncheneintopf mit Graupen – sehr einfach, und dabei ein richtiges Wohlfühlessen: Graupen, eine Menge Gemüse und gehäutete Hühnerschenkel garen in einer senfwürzigen Hühnerbrühe.

Nachtisch…Karamell-Töpfchen heißt das hier. Es wird ein Karamell gekocht, ein Eigelb, etwas Salz und mit Milch angerührte Speisestärke gesellen sich dazu – so geht Pudding. Das Ganze ist eine schnelle Leckerei für Zwei – ok, ich habe drei Portionen daraus gemacht…

Ich liebe ja Schmorgerichte. Nun ist ja die Zeit dafür, aber eigentlich kann ich das gut auch im Sommer essen. Hier gibt es Lamm, im Ofen geschmort mit Kartoffeln, getrockneten Aprikosen und gut gewürzt mit Koriander, Zimt, Kreuzkümmel, Piment und geräuchertem Paprika.

Dieses Buch wohnte hier schon einige Zeit in der englischen Originalversion – es gibt also noch mehr Rezepte.

Dieses geniale Hühnchengericht mit Lauch und Erbsen mit einem ganz besonderen Kniff zum Beispiel.

Und dieses asiatisch inspirierte Pastagericht mit Buchweizennudeln und Pilzen.

Fazit

Ich mag es. Es gibt alltagstaugliche Rezepte für jeden Geschmack und jeden Anlass, garniert mit ganz vielen Geschichten und einer Menge Persönlichkeit.

Cepelinai – Litauische Kartoffelklösschen

Heute machen wir mal einen Ausflug in eine Länderküche, die bisher hier ganz eindeutig zu kurz kam – die Rede ist von Litauen. Eigentlich seltsam, immerhin habe ich ja eine litauische Nachbarin. Meine bisherigen Versuche beschränkten sich auf das Backen eines Schwarzbrotes, von dem sie sehr schwärmte – Versuche deshalb, weil es bisher noch jedes Mal schief ging….

Und dann habe ich bei BBC Good Food diese Klösschen entdeckt, und die mussten unbedingt auf unsere Teller. Tatsächlich ist das traditionelle litauische Hausmannskost: sättigende, gefüllte Kartoffelklößchen. Dabei ist die Kartoffel noch gar nicht so lange heimisch in Litauen – sie wird dort erst seit dem 18. Jahrhundert angebaut, hat dann aber rasch die Küchen erobert und wird vielseitig eingesetzt.

Cepelinai heißen die Klösschen, weil sie geformt werden wie kleine Zeppeline. Ich stelle Euch heute eine Variante mit Hackfleischfüllung vor, sie werden aber auch gerne mit Quark und Speck gefüllt oder mit Pilzen.

Cepelinai

Traditionelle Kartoffelklösschen aus Litauen mit Hackfleischfüllung und Pilzsauce

Portionen 4 Personen

Zutaten

  • 400 g Kartoffeln mehlige Sorte
  • 250 g Schweinehack
  • 1 Ei Größe L, verquirlt
  • 1 Schalotte
  • 1/2 TL gemahlener Kümmel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 EL Mehl, plus etwas zum Arbeiten

Für die Sauce:

  • 2 EL Steinpilze getrocknet
  • 1 TL Butter
  • 2 Schalotten
  • 250 g Champignons
  • 200 g Crème fraîche

Zum Anrichten:

  • 2 Scheiben Bacon
  • 1 EL Dill fein gehackt

Anleitung

  1. Kartoffeln in zwei Teile teilen. 

  2. Eine Hälfte schälen, in Stücke schneiden, in Salzwasser gar kochen und dann zerdrücken. Die andere Hälfte schälen und ganz fein reiben. In einem Küchenhandtuch gründlich ausdrücken, dabei 2 EL der Füssigkeit aufheben. 

  3. Beide Sorten Kartoffel, die Flüssigkeit und die Hälfte des verquirlten Eis in einer Schüssel vermengen und würzen.
  4. Für die Füllung die Schalotte und den Knoblauch schälen und fein hacken. Mit dem Fleisch und dem restlichen Ei vermengen und würzen.
  5. Das Mehl in die Kartoffelmischung geben und die Mischung in 8 Teile teilen. Auf der bemehlten Arbeitsfläche zu 8 runden Patties formen. Je 1 EL Füllung auf jedes Teil geben, dann den Teig vorsichtig hochziehen und um die Füllung verschließen. Rollen, um die typische Zeppelinform zu erhalten. 
  6. Klösschen in reichlich Salzwasser in ca. 30 min garen; das Wasser soll nur simmern. 

Für die Sauce:

  1. Die Schalotten schälen und fein hacken. Die Pilze in Scheiben schneiden. Getrocknete Pilze in 100 ml kochendem Wasser einweichen.
  2. Schalotten in der Butter glasig dünsten. Champignons zugeben und 5 min weiterbraten, dann 1 EL Einweichflüssigkeit zugeben. Getrocknete Pilze hacken und in die Sauce geben. Crème fraîche zugeben und alles 5 min köcheln lassen. Mit Salz abschmecken.

Zum Anrichten:

  1. Knödel mit einem Schaumlöffel herausholen. 

  2. Bacon knusprig braten und zerkleinern.

  3. Klösschen mit der Sauce auf Tellern anrichten und mit Speck und Dill bestreut servieren.

Rezept-Anmerkungen

Sollte von den Cepelinai etwas übrig bleiben, schmecken sie sehr gut, wenn man die Reste am nächsten Tag in Scheiben schneidet und in der Pfanne knusprig brät.

Stifado von der Hirschkeule

*Enthält Werbung für Cervena Hirschfleisch*

Stifado ist ein klassisches griechisches Schmorgericht. Traditionell wird es mit Rindfleisch oder auch mit Kaninchen zubereitet. Ich hatte noch etwas von dem tollen Hirschfleisch, von dem ich Euch hier schon erzählt habe, und das passt auch super in ein Stifado. Das Rezept habe ich bei Tessa Kiros* gefunden, eine meiner liebsten Quellen, wenn Wohlfühlessen gefragt ist.

Und das nicht nur, weil sich die Keule gut zum Schmoren eignet – das Stifado wird mit Zimt, Piment und Lorbeer gewürzt, das ist genial zusammen mit dem leichten Wildgeschmack des Hirschs.

Und jetzt geht sie auch wieder los, die Zeit der Schmorgerichte. Wenn es draußen langsam klamm und dunkel wird, finde ich es herrlich, wenn etwas länger vor sich hinkocht und der Duft durch das Haus zieht. Und wenn es dann noch ein griechisches Gericht ist, das seinen Duft verbreitet, dann kommt ein bisschen der Sommer zurück

Stifado von der Hirschkeule

Der griechische Klassiker in der Sonntagsversion

Portionen 4 Personen
Autor magentratzerl

Zutaten

  • 750 g Hirschkeule ohne Knochen
  • 600 g bunte Perlzwiebeln
  • Olivenöl zum Braten
  • 2 EL Rotweinessig
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 200 ml Rotwein
  • 1 Dose geschälte Tomaten (400 g)
  • 2 Lorbeerblätter
  • 3 Körner Piment
  • 1 Stange Zimt

Anleitung

  1. Das Fleisch trockentupfen und in nicht zu kleine Würfel schneiden.

  2. Die Zwiebeln schälen.

  3. Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

  4. Olivenöl in einem ofenfesten Bräter erhitzen und das Fleisch darin portionsweise rundherum braun anbraten.

  5. Alle Fleischstücke in den Topf geben, den Essig angießen und sirupartig einkochen lassen. Dann den Wein angießen und alles ohne Deckel kurz kochen lassen. 

  6. Die Zwiebeln zwischen die Fleischstücke setzen. Mit Salz würzen, Lorbeer, Piment und Zimt zugeben, schließlich die Tomaten und 200 ml Wasser angießen.

  7. Den Deckel aufsetzen und das Fleisch im heißen Ofen 45 min garen.

  8. Den Bräter herausnehmen und kräftig rütten (Topflappen!), die Zwiebeln wenden und dafür sorgen, dass sie mit Flüssigkeit bedeckt sind. 

  9. Die Temperatur auf 160°C verringern und alles bedeckt weitere 45 min schmoren.

  10. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren.

Tortas ahogadas

Ich stelle fest, es gibt hier viel zu selten mexikanisches Essen. Manchmal scheitert es an den Zutaten – aber hier nicht.

Das Gericht hat sich mein Mann ausgesucht (unter anderem), nachdem er mit leuchtenden Augen Stevan Pauls “Blaue Stunde”* durchgeblättert hatte. Ertränkte Brötchen. Aha. Ich stelle fest, ich hatte da Wissenslücken, denn das ist tatsächlich ein typisches Gericht aus Guadalajara. Wir sprechen von mit gezupftem Fleisch gefüllten Brötchen, die mit würziger Salsa übergossen werden. Klassisch ist eine Schweinefleisch-Füllung; es gibt aber auch Hühnchen, oder, als vegetarische Variante, Bohnen.

Der Herr Paulsen serviert uns eine Version mit gezupftem Huhn. Das ist dann ein Brathähnchen, das man auch gut vom Imbiss holen kann. Dazu gibt es Cole-Slaw aus Spitzkohl; das fand ich klasse, weil der schnell zart wird und sich gut einfügt. Und natürlich selbst gekochte Salsa. Mein Mann hat sich das Gericht zwar ausgesucht – wir mochten es aber alle.

Ein Wort zu den Brötchen: klassisch sind die mexikanischen Bolillos, klar. Das ist eine Art knuspriger Baguettebrötchen. Bolillos schmecken super, aber ich finde, in Kombination mit der Füllung und der Sauce ist das echt schwer zu essen. Ich habe auf die Alternative Burger-Buns zurückgegriffen; die weiche Konsistenz erleichert das Essen sehr ;-).

Tortas Ahogadas

Ertränkte Brötchen aus Mexiko

Gericht Hauptgang
Länder & Regionen Mexiko
Portionen 4 Brötchen

Zutaten

  • 450 ml Salsa roja Rezept siehe unten
  • Limettensaft
  • Weißweinessig
  • 4 Burger-Buns
  • 250 g Spitzkohl
  • Salz
  • Zucker
  • Olivenöl
  • 1/2 Grillhähnchen
  • Piment, Koriander

Salsa Roja

  • 300 g Zwiebeln
  • Salz
  • 6 EL Olivenöl
  • 1 rote Chili
  • 1 grüne Chili
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 4 EL Agavendicksaft
  • 2 EL Paprika edelsüß
  • etwas geräuchertes Paprikapulver
  • 3 Dosen stückige Tomaten
  • 450 ml Wasser

Anleitung

Salsa roja:

  1. Erst mal zur Salsa. Die ergibt mehr als wir brauchen, aber das Ganze hält sich im Kühlschrank gut. Die Zwiebeln schälen, in feine Würfel schneiden und im Olivenöl bei milder Hitze braten, bis sie weich sind.

  2. Chilis fein hacken, Knoblauch schälen und ebenfalls fein hacken. Knoblauch und Chilis zusammen mit Agavendicksaft, Paprika edelsüß und Pimenton de de la Vera zu den Zwiebeln geben. 

  3. Dosentomaten und ca. 400 ml Wasser zugeben, alles salzen und bei schwacher Hitze 30 min offen kochen lassen.

  4. Sauce anpürieren; sie darf gerne noch etwas stückig sein,  und weitere 15 min offen köcheln lassen. 

Tortas Ahogadas:

  1. Die Salsa mit Limettensaft und Essig nach Geschmack abschmecken.

  2. Die Brötchen im 80°C heißen Ofen erwärmen.

  3. Den Spitzkohl putzen, in feine Streifen schneiden. Chilischote hacken. Kohl und Chili in eine Schüssel geben, salzen, eine Prise Zucker zugeben und dann kneten, bis der Kohl weich wird. Mit etwas Essig und einem EL Olivenöl vermischen und beiseite stellen.

  4. Das Hühnchenfleisch mitsamt der Haut von den Knochen zupfen. In einer großen Pfanne in etwas Olivenöl ca. 5 min braten, mit Salz, etwas Piment und Koriander würzen. 4 EL der Salsa unterrühren.

  5. Die Brötchen aus dem Ofen holen und aufschneiden. Jede untere Hälfte mit etwas Fleisch belegen, darauf etwas von Cole Slaw geben. Deckel aufsetzen, Salsa darüber schöpfen und gleich servieren. 

Rezept-Anmerkungen

Ein Rezept für Burger Buns gibt es hier.

Chicken Tikka Masala

Bestimmt habe ich es schon öfter erwähnt – ich mag die angloindische Küche ziemlich gern. Insofern ist es seltsam, dass hier Chicken Tikka Masala noch nie auf dem Tisch stand. Das tönt ja erst mal furchtbar indisch, und Masala ist ja auch das Wort für “Gewürzmischung”. Aber tja, Hühnchen-Tikka ist eigentlich ein Gericht, das über Holzkohle gegrillt wird. “Masala” und sahnige Sauce, die hat man in Großbritannien dazugefügt und so das indische Gericht an britische Gewohnheiten angepasst. Ich gehe konform – auch ich liebe Sauce.

Diese Version hier kommt aus Stevan Pauls Blauer Stunde* – und wir haben sie geliebt. Es ist auch eine besonders liebevoll gestaltete Luxus-Version – da werden nicht einfach Hähnchenbrustfilets gegart, da wird ein Huhn zerteilt, eine Brühe gekocht und auf dieser Basis dann weiter gemacht.

Stevans Getränkeempfehlung: britisches Bier – Lager ,Indian Pale Ale oder auch imperial Stout. Und wenn man lieber alkoholfrei bleibt ein salziges Lassi mit etwas pürierter Gurke.

Chicken Tikka Masala

Comfort Food - Britisch-Indisch

Gericht Hauptgang
Länder & Regionen Großbritannien, Indien
Keyword Hühnchen
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 1 Hühnchen
  • 2 TL Garam Masala
  • 150 g griechischer Joghurt
  • 1 rote Paprika
  • 3 Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Ghee oder Butterschmalz
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 20 g Ingwer
  • 1 Stern Anis
  • 1 Prise Zimt
  • 1 TL gemahlene Kurkuma
  • 1 EL Paprika edelsüß
  • 2 EL Honig
  • etwas Sambal Oelek
  • 1 Dose stückige Tomaten
  • 400 ml Hühnerbrühe
  • 1 TL Speisestärke
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Koriandergrün für die Deko

Anleitung

  1. Das Hühnchen zerlegen: dafür Flügel und Schenkel abtrennen, Brüste auslösen. Die Brüste dritteln, die Schenkel im Gelenk halbieren. 

  2. Übrige Karkasse mit der Geflügelschere klein schneiden, in einem Topf mit Wasser bedecken, aufkochen und dann 20 min simmern lassen. Durch ein Sieb abgießen und beiseite stellen. 

  3. Das Garam Masala mit einem EL des Joghurts verrühren, die Hühnerteile damit einreiben. 

  4. Paprikaschoten putzen und in Würfel schneiden, Tomaten ebenfalls würfeln. Zwiebeln schälen und hacken, Knoblauch schälen und fein hacken. Ingwer schälen und fein reiben. 

  5. Butterschmalz in einem Bräter erhitzen. Das Fleisch zusammen mit Paprika und Zwiebeln darin hellbraun anbraten. Knoblauch, Ingwer, den Ansistern, Zimt, Kurkuma und Paprika einrühren, ebenso Honig und Sambal Oelek. Tomatenragout und 400 ml der Hühnerbrühe einrühren, salzen, dann alles zugedeckt bei mittlerer Hitze 20 min kochen lassen, dann Deckel abnehmen und alles weitere 20 min kochen lassen. 

  6. Die Speisestärke mit dem restlichen Joghurt verrühren und in die Sauce rühren, unter Rühren köcheln lassen, damit alles bindet. Mit Salz abschmecken und gleich servieren. Über das Ganze gehört noch etwas gehacktes Koriandergrün; ich hatte leider keines bekommen. 

Lütticher Waffeln

Auf den speziellen Wunsch einer einzelnen Dame gibt es heute Süßkram – nämlich die Lütticher Waffeln aus der “Blauen Stunde“*.

Die Waffeln bestehen aus einem relativ reichhaltigen Hefeteig; und der besondere Clou ist der Perlzucker, mit dem der Teig angereichert wird. Der Zucker karamellisiert beim Backen etwas; das ist klasse. Original Perlzucker bekommt man hier nicht unbedingt, aber man kann problemlos Hagelzucker verwenden.

Serviert werden die Waffeln mit Kirschkompott; original sind Süßkirschen. Die Kirschzeit war vorbei, als ich die Waffeln gebacken habe; ich habe daher Schattenmorellen aus dem Glas verwendet.

Für die Waffeln braucht Ihr ein klassisch geripptes belgisches Waffeleisen*.

Lütticher Waffeln

Hefewaffeln mit Perlzucker und Kirschkompott

Gericht Süßkram+
Länder & Regionen Belgien
Keyword Waffeln
Portionen 4 Portionen

Zutaten

Waffeln:

  • 1 Vanilleschote
  • 20 g Zucker
  • 150 ml Milch
  • 10 g frische Hefe
  • 150 g Butter
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 400 g Mehl (Weizen 405)
  • 150 g Perlzucker oder Hagelzucker

Kirschkompott:

  • 1 Glas Schattenmorellen
  • 1 Streifen Bio-Zitronenschale
  • 1-2 TL Speisestärke

Anleitung

  1. Für die Waffeln die Vanilleschote längs halbieren, das Mark herauskratzen. Mark und Schote mit der Milch in einem Topf handwarm erwärmen und etwas durchziehen lassen, dann die Hefe darin auflösen.

  2. In einem zweiten Topf die Butter schmelzen. Die Eier verquirlen. 

  3. Vanilleschote aus der Milch fischen. Mehl mit einer Prise Salz in eine Schüssel geben. Hefemilch, Butter und Eier zum Mehl geben und alles zu einem elastischen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. 

  4. Teig bedeckt in ca. 1 h zu doppelter Größe aufgehen lassen.

  5. Inzwischen für das Kirschkompott die Kirschen durch ein Sieb abgießen. Sie sollten entsteint sein; wenn nicht dann muss man das jetzt machen.

  6. Den Saft aus den Glas mit der Zitronenschale in einem Topf zum Kochen bringen und ziehen lassen. Die Speisestärke mit etwas Wasser verquirlen. 

  7. Zitronenschale herausholen. Den Saft wieder zum köcheln bringen und dabei so viel von der Stärkemischung einrühren, dass die Sauce abbindet. Kirschen in den Sud geben und alles abkühlen lassen.

  8. Das Waffeleisen vorheizen. Den Hagel- oder Perlzucker unter den Teig kneten. Je einen guten Esslöffel Teig in die Mitte der Backplatten geben, das Eisen verschließen und die Waffeln goldbraun ausbacken.

  9. Mit dem Kirschkompott servieren. 

Kochbuch: Blaue Stunde | Stevan Paul

Die blaue Stunde, das ist die Zeit zwischen Sonnenuntergang und Eintritt der Dunkelheit. Der Tag ist vorbei, die Nacht hat noch nicht begonnen. Die Arbeit des Tages ist geschafft, es ist Zeit sich zu entspannen, sich mit Freunden zu treffen – Feierabend, Zeit für einen Apéro. Nicht nur das Licht ist zu dieser Zeit außergewöhnlich, sondern auch die Stimmung. Und es ist Zeit für ein Buch, das sich mit dieser wunderbaren Tageszeit befasst. Geschrieben hat das Buch Stevan Paul, den ich wohl kaum noch vorstellen muss.

Mit diesem  Buch machen wir eine Weltreise, die dem Lauf der Sonne folgt. Wir starten in Samoa und enden in Mexiko, dazwischen liegen Stationen wie Indien, Ungarn, Dänemark, Marokko oder Brasilien.

Blickfang mit Fernweh-Garantie

Ich fange mal von außen an – das Buch ist ein Blickfang. Covergestaltung und geometrische Elemente im Inneren lassen mich ein wenig an den Jugendstil denken. Und der golden gefärbte Schnitt ist natürlich sehr schick. Die vielen schönen Fotos kommen von Daniela Haug. Die Foodfotos stellen ohne übermäßiges Drumherum das Essen schön in den Vordergrund. Und es gibt eine Menge atmosphärischer Bilder von den besuchten Orten – Menschen, Landschaften, Bars … die Reiselust wird geweckt.

Immer der Sonne nach

Jetzt aber zum Inhalt: unsere Reise beginnt in Samoa, wo wir den Fischsalat Oka I’a essen. Es gibt zum Beispiel geröstete Macademia aus Australien, frittierte Paneer-Röllchen aus Indien, eine spannende Variation des türkischen Imam Bayildi mit Zucchini statt Auberginen. Wir finden Bosna aus Österreich, dänische Leberpastete, Salade Lyonnaise, portugiesisches Brot-Omelette und Chilaquiles aus Mexiko. Die Rezepte sind vielseitig – vom kleinen Häppchen bis zum deftigen Eintopf ist für jeden Feierabend-Wunsch etwas dabei. Und die allermeisten Gerichte, die sind für mich richtiges Comfort Food.

Auch das Kochen ist kein Problem: die Rezepte sind gut aufgebaut. Bei manch kleinen Häppchen sind in einem Text mehrere kleine Rezepte versteckt, aber auch das ist dank fett gedruckt hervorgehobener Zutaten übersichtlich gelöst. Zu den Rezepten gibt es auch immer kleine erklärende Vorreden.

Kein Feierabend ohne Drinks und Musik

Das ist jetzt aber nicht alles; wir sprechen ja von einem Buch für den Feierabend, und zu einem ordentlichen Feierabend gehören Drinks und Musik, oder was meint Ihr? Entspechend gibt es zu jedem Rezept auch eine Getränkeempfehlung; eigentlich zwei, nämlich eine alkoholische und eine alkoholfreie. Und auch Musikempfehlungen gibt es eine Menge – das reicht von Jazz über Funk bis hin zu Chansons. Einen QR-Code mit Link zur Playlist findet man im Buch.

Nun wäre da hier kein Buch von Stevan Paul, wenn es nicht auch Geschichten gäbe. Er ist gereist für dieses Buch, der Herr Paulsen, und er hat nicht nur Rezepte und Fotos mitgebracht, sondern erzählt auch mitreißend und mit Begeisterung von von Menschen, Ländern, Menschen, Essgewohnheiten und Gerichten. Und wer mehr über die besuchten Orte und Lokale erfahren oder sie besuchen möchte, der findet am Ende des Buches eine passende Linkliste.

Schon mal ausprobiert

“Das beste Pörkölt der Welt” – das ist natürlich eine Ansage, die überprüft werden muss. Und ja, es ist verdammt gut: gekocht wird es aus Beinscheiben, die beim Garen herrrlich zart werden. Angebraten wird mit Knochenmark und der Knochen darf mitköcheln und sorgt für zusätzliches Aroma.

Ich weiß ja gar nicht, wie lange ich schon Lütticher Waffeln machen wollte, also habe ich die Gelegenheit endlich mal beim Schopf ergriffen – bitte, einmal Hefewaffeln mit Perlzucker drin und Kirschkompott. Die Begeisterung war groß und allgemein.

Und noch so ein Gericht, das ich länger im Hinterkopf hatte: Chicken Tikka Masala; trotz meiner Vorliebe für die angloindische Küche habe ich das noch nie gemacht. Aber jetzt. Zartes Hühnchen in einer cremigen, mild-aromatischen Sauce.

Bitterballen sind kleine Kroketten aus den Niederlanden – klassischerweise trinkt man einen Bitter dazu; daher der Name. Basis ist eine dicke Bechamelsauce, angesetzt mit Rinderbrühe und angereichert mit Corned Beef. Das Ganze wird zu Kugeln geformt, paniert und frittiert, wandert anschließend wie von selbst in den Mund und schmeckt nach mehr.

Tortas ahogadas – Ertränkte Brötchen. Mein Mann hat sich das ausgesucht, und er war dann auch so hingerissen, dass er meinte, das könnte es am nächsten Tag gleich nochmal geben. Wir sprechen von Brötchen, gefüllt mir gegartem, gezupftem Fleisch und Krautsalat und einem Topping aus Salsa Roja.

Fazit

Ein schönes Buch – und zwar nicht nur für den Feierabend. Man findet abwechslungsreiche, gut umsetzbare Anregungen für die Feierabendküche, die gut gästetauglich sind. Und die schönen Bilder und Geschichten nehmen uns mit auf eine Reise durch die Feierabend-Gepflogenheiten dieser Welt.

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Brandstätter Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 978-3710601972
  • 35,00

Soda Chan Muoi – Vietnamesische salzige Limettenlimonade

Softdrinks sind meine Sache nicht. Mit brauner Brause kann man mich einmal um den Block jagen, danach bin ich dann auch ohne Koffein-Zucker-Gemisch hellwach. Ich trinke tatsächlich hauptsächlich Tee und Wasser.

Was ich aber auch gern mag, sind selbstgebraute Getränke wie Shrubs, Wasserkefir oder Kombucha, auch “Limo” mit Kurkuma-Starter…ob das am Getränk liegt oder am hexenhaften Brauvorgang in der Küche…wer weiß ;-).

Irgend so etwas blubbert immer in meiner Küche vor sich hin. Für die Limettenlimo habe ich ganz schön lange gebraucht – die Idee stammt aus diesem Buch*; (hier geht es zur Rezension) und ich habe mich erst wieder daran erinnert, als ich im Bioladen vor einem Korb Limetten stand. Und deshalb gibt es jetzt keine sommerliche Limo, sondern halt eine herbstliche.

Das Prinzip ist einfach – Limetten werden in starker Salzlake eingelegt. Und landen dann zerdrückt mit Mineralwasser im Glas. Wer mag, kann Zucker zugeben – ich mag das Ganze lieber pur. Das Getränk ist nicht nur erfrischend, sondern  bringt auch den Elektrolythaushalt wieder ins Lot, zum Beispiel nach dem Sport.

Das Ganze dauert ein wenig – die Limetten werden kurz gegart, dann getrocknet und müssen dann noch 4 Wochen in Salzlake reifen. Original ist da auch noch Alaun im Spiel – das lassen wir lieber weg…

Chanh Muoi

Salzige vietnamische Limettenlomo

Gericht Getränk
Länder & Regionen Vietnam
Keyword Limetten
Portionen 1 Liter

Zutaten

Eingelegte Limetten:

  • 500 g Limetten Bioware
  • unbehandeltes Meersalz

Soda Chanh Muoi:

  • 1/4 vietnamesische Salzlimette
  • 150 ml Mineralwasser mit Kohlensäure
  • Puderzucker nach Bedarf

Anleitung

  1. Zuerst zu den eingelegten Limetten: dafür die Limetten waschen und trocknen lassen. Dann die Schale mit grobem Salz abreiben, damit sie glatt wird.

  2. Einen großen Topf Wasser zum Kochen bringen. Die Limetten eine Minute darin garen, dann gleich abgießen und kalt abspülen. Trockentupfen.

  3. Limetten auf ein Kuchengitter oder Ähnliches legen und für 2 Tage in die Sonne oder an einen hellen Ort stellen. Es muss nicht warm sein; nur hell. Die Schale bleicht in dieser Zeit aus. 

  4. Jetzt die Salzlake herstellen: wir brauchen eine 30%ige Lake, also 300 g Salz auf einen Liter Wasser. Das Salz im Wasser durch Rühren auflösen, das kann schon ein wenig dauern; die Sättigung ist recht hoch.

  5. Limetten in ein Glas geben, die Salzlösung darüber gießen. Ggf. mit einem Gewicht beschweren, damit die Limetten nicht an der Oberfläche treiben.Bei mir schwimmen sie zwar, aber die Form des Glases hat sie in der Lake gehalten.

  6. Limetten 4 Wochen bei Zimmertemperatur stehen lassen, danach sind sie verzehrbereit. 

Für das Limettensoda:

  1. Eine Limette das dem Glas nehmen (sauberer Löffel!) kurz abtropfen lassen, dann vierteln.


  2. Ein Limettenviertel in ein Glas geben und mit dem Löffel energisch zerdrücken. Die Limette gibt dabei ihren Geschmack ab, also keine Scheu :-). 

  3. Mit Mineralwasser auffüllen. Wer mag, gibt noch etwas Puderzucker und Eiswürfel dazu. 

Pain du Soleil

Es ist World Bread Day. Unermüdlich wie immer organisiert Zorra dieses tolle Event. Und natürlich gibt es auch von mir ein Brot dazu.

Ich habe diesmal recht früh gebacken – mich verfolgte nämlich eine Pechsträhne; ich habe den ganzen Sommer über derart viele breitgelaufene Brote aus dem Ofen gezogen, dass ich irgendwann schlichtweg nur noch die Kastenform bemüht habe; obwohl ich freigeschobene Brote eigentlich viel lieber mag. Ich habe also damit gerechnet, dass ich mehrere Anläufe brauche, bis ich ein präsentables Brot aus dem Ofen holen kann.

Aber dann hat dieses Brot nach einem Rezept von Sarah Owens* doch gleich funktioniert, hurra! Pain du soleil heisst es, weil eine ansehnliche Menge Sonnenblumenkerne im Teig stecken. Maismehl und Roggen mischen auch mit – das ist ein charaktervolles Brot, das zu herzhaften und süßen Belägen gleichermaßen passt.

Pain du Soleil

Ein herzhaftes Brot mit Sonnenblumenkernen und Mais

Gericht Brot
Keyword Sonnenblumenkerne
Portionen 1 Laib

Zutaten

Anstellsauer:

  • 20 g Starter vom Weizensauerteig
  • 55 g Wasser
  • 55 g Weizenvollkornmehl

Quellstück:

  • 65 g Maismehl
  • 130 g kochendes Wasser

Teig:

  • gesamter Anstellsauer
  • 365 g Wasser
  • Quelleinlage
  • 265 g Weizenmehl 812
  • 200 g Roggenvollkornmehl
  • 135 g Weizenvollkornmehl
  • 12 g Salz

Einlage:

  • 100 g Sonnenblumenkerne
  • 20 g Mohn

Anleitung

  1. Für den Anstellsauer alle Zutaten mischen und ca. 10 Stunden bedeckt bei Zimmertemperatur gären lassen.

  2. Für die Quelleinlage das Maismehl mit dem kochenden Wasser zu einer Paste verrühren und ebenfalls bedeckt bei Raumtemperatur quellen lassen. 

  3. Für den Teig alle Mehlsorten, den Anstellsauer und die Quelleinlage zusammen mit dem Wasser in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Grob zu einem Teig vermengen, dann 30 min ruhen lassen (Autolyse).

  4. Die Sonnenblumenkerne in einer Pfanne trocken rösten, dann abkühlen lassen. 

  5. Das Salz auf den Teig streuen, Sonnenblumenkerne und Mohn ebenfalls zugeben. Alles zu einem elastischen Teig kneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Schüssel luftdicht abdecken und den Teig 3 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lassen. 

  6. Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem länglichen Laib formen und mit Schluss nach oben in ein bemehltes Gärkörbchen geben. Luftdicht verpacken und im Kühlschrank 4 bis 6 Stunden ruhen lassen, bis der Laib wieder prall aufgegangen ist.  

  7. Den Teigling aus dem Kühlschrank holen, damit er Zimmertemperatur annehmen kann. Ofen auf 250°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Wer hat, schiebt einen Schamottstein mit ein. 

  8. Laib vorsichtig aus dem Gärkörbchen auf den Stein oder ein mit Backpapier belegtes Blech kippen. Mehrfach einschneiden, einschieben und schwaden. Nach 15 min die Hitze auf 220°C reduzieren. Gesamtbackzeit: 50 min 

  9. Brot auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. 

Karotten-Paté

Ach, die gute, zuverlässige Karotte. In jeder Abokisten-Lieferung sind Karotten, und manchmal wachsen sie mir etwas über den Kopf. Das ist dann meist der Punkt, an dem ich sie im Ofen röste und dann für die weitere Verwendung im Kühlschrank parke.

Diesmal sind sie nach dem Rösten in dieser würzigen Paté, gelandet, die sich sowohl als Brotaufstrich als auch als Dipp richtig gut macht. Hugh-Fearnley-Whittiingstall*, von dem das Rezept stammt, schlägt außerdem noch eine Menge Abwandlungen vor: skandinavisch inspiriert mit Räucherfisch und zusätzlichem Dill, etwas würziger mit Chiliflocken oder Curry – oder aber mit Pastinaken statt Karotten.

Und ich denke, wer sich am Kümmel stört, der kann ohne Weiteres auch Kreuzkümmel verwenden.

Karotten-Paté

Brotaufstrich aus übrig gebliebenen Karotten

Gericht Brotaufstrich
Keyword Karotten
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 1/4 TL Kümmel ganz
  • 150 g Frischkäse
  • ca, 150 g gegarte Karotten
  • Schalenabrieb von 1/2 Zitrone, plus ein wenig Saft
  • einige Stängel Dill
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Den Kümmel in einer kleinen Pfanne ohne Fett anrösten, bis er zu duften beginnt. Abkühlen lassen, dann grob mörsern. 

    Dill zupfen und grob hacken.

  2. Frischkäse zusammen mit Karotten, Kümmel sowie Schale und Saft der Zitrone im Blitzhacker kurz mischen. Das Ganze soll noch etwas Struktur haben.

  3. Dill untermischen und die Masse mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

  4. Passt zu Brot, aber auch Dipp für zum Beispiel Rohkost.