Kohlrabisalat in sauer-scharfer Sauce

Man denkt bei Kohlrabi nicht unbedingt an chinesische Küche – sollte man aber hin und wieder. Tatsächlich gibt es den in manchen Regionen Chinas, und im Gegensatz zu dem profanen Namen, den er hierzulande hat, heißt er dort „Jaderübe“, weil das Fruchtfleisch so herrlich grünlich leuchtet.

Sagt jedenfalls Fuchsia Dunlop, von der ich das Rezept für diesen Salat gemopst habe. Ich möchte Euch übrigens hiermit „Every Grain of Rice„*, aus dem das Rezept stammt, wirklich ans Herz legen – da gibt es authentische chinesische Rezepte, die nicht schwer nachzukochen sind und man merkt sehr deutlich, wie tief Fuchsia Dunlop in der Materie steckt. Ich kann nicht verstehen, warum dieses Buch noch nicht ins Deutsche übersetzt wurde.

Gut, ich war beim Kohlrabi. Eigentlich muss ich ja nur sagen, dass der Salat mehrfach hintereinander bei uns auf dem Tisch stand. Das kommt nicht oft vor und ist ein Adelsprädikat. Der Kohlrabi hat eine schöne Konsistenz und das Dressing ist so ausgewogen sauer-scharf, es passt alles. Ich habe mir auch erlaubt, das Ganze mit Fenchel und Radieschen nachzubauen – es scheint einen gewissen Suchtfaktor zu geben.

Für 4 Portionen im Rahmen von mehreren Gerichten (oder für mich allein ohne alles 🙂 ):

Zutaten:

  • 1 Kohlrabi (ca. 400 g)
  • 1 1/4 TL Salz
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1 TL helle Sojasauce
  • 1 TL fein gehackter Knoblauch
  • 3 TL Chinjiang-Essig*(dunkler chinesischer Reisessig)
  • eine gute Prise Zucker
  • 1 TL Sesamöl
  • 1,5 EL Chiliöl, plus etwas von dem Satz in der Flasche

Arbeitsschritte:

Den Kohlrabi schälen, dann in sehr dünne Scheiben schneiden und die Scheiben in schmale Stifte. Kohlrabi in eine Schüssel geben, das Salz zugeben, alles gründlich verkneten und mindestens 10 min durchziehen lassen.

Frühlingszwiebel putzen und in feine Ringe schneiden.

Dann den Kohlrabi in ein Geschirrtuch geben und die überschüssige Flüssigkeit gut herauspressen. In eine Schüssel geben und mit allen anderen Zutaten vermischen.

Man kann den Salat gleich servieren, er kann aber auch vorbereitet werden und gut auf seinen Einsatz warten.

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9 Kommentare

  1. Ich sehe es wie du. Ihre Bücher sind es so wert, übersetzt zu werden.
    Das Gericht und die Varianten sprechen mich sehr an.
    Liebe Grüße!

    • Das freut mich, Martina, danke :-).
      Und mal sehen, ob die Verlage mal ein Einsehen haben und sich an die Übersetzung wagen.

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