Salat von geröstetem Blumenkohl mit Curry, Ei und Linsen

Wenn ich schon Gastgeberin bei einem Event im Kochtopf sein darf, steuere ich natürlich auch selbst einen Beitrag bei.

Wir haben ja Salat als Thema ausgesucht, und ich gestehe, das Thema zählt nicht zu meinen Stärken. Insofern freue ich mich über massig neue Inspiration; ich kann sie wirklich gebrauchen.

Blog-Event CLIV - Salat satt (Einsendeschluss 15. Juli 2019)Gut, dieser Salat stammt im Prinzip aus der Feder von Yotam Ottolenghi; allerdings mit Einschränkungen. Ottolenghi knüpft an das in den 1950er Jahren in Großbritannien sehr beliebte Coronation Chicken – ein Geflügelsalat mit Curry-Mayonnaise. Bei im wird daraus ein Eiersalat aus ofengeröstetem Blumenkohl; die Mayonnaise wird mit Joghurt verschlankt. Ich habe einen Teil der Eier  ( er nimmt insgesamt neun)  durch Linsen ersetzt. Keine schlechte Entscheidung; so hat man noch eine zusätzliche Konsistenz. Ein weiterer Grund für diesen Salat – man braucht Estragon, und der versucht gerade, in meinem Kräutertopf die Weltherrschaft zu übernehmen und muss dringend in seine Schranken verwiesen werden…

Der Salat ist einfach herzustellen, braucht aber ein bisschen Zeit, weil die gegarten Zutaten abkühlen müssen. Im Falle des Blumenkohls war das für mich eine echte Herausforderung – ich liebe gerösteten Blumenkohl und bin jetzt noch ganz stolz darauf, dass ich nicht alles weggefuttert habe, bevor es in den Salat kam….


Für 4 Personen:

  • 500 g Blumenkohl, ca. bis 4 cm groß
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Olivenöl
  • 3 TL, Currypulver, eine milde Sorte
  • 125 g grüne oder braune Linsen
  • 4 Eier (Größe L)
  • 100 g Joghurt
  • 50 g Mayonnaise
  • 1 TL Pul Biber (türkische Chilflocken)
  • 1 Kreuzkümmelsaat
  • Saft einer Zitrone
  • 10 g Estragon
  • Salz, Pfeffer aus Mühle

Ofen auf 230°C Umluft vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen.

Zwiebel schälen und in Spalten schneiden.

Blumenkohlröschen und Zwiebeln mit Öl, 2 TL Currypulver, 3/4 TL Salz und ordentlich Pfeffer in einer großen Schüssel vermengen. Auf das vorbereitete Blech geben und im heißen Ofen rösten, bis die Röschen goldbraun und weich sind, aber noch etwas Biss haben. Aus dem Ofen holen und abkühlen lassen.

Inzwischen Linsen in ein feinmaschiges Sieb geben, abbrausen und anschließend in leicht gesalzenem Wasser bissfest kochen. In einem Sieb abtropfen lassen und zum Abkühlen beiseite stellen.

Eier in einen Topf mit kaltem Wasser geben, alles aufkochen lassen und die Eier in neun Minuten gar kochen. Aus dem Topf nehmen, kalt abspülen und abkühlen lassen. Sobald die Eier abgekühlt sind, schälen, in eine Schüssel geben und grob zerdrücken.

Kreuzkümmel in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis er duftet. Abkühlen lassen und im Mörser zerstoßen.

Für das Dressing Joghurt und Mayonnaise in eine Schüssel geben. Mit dem restlichen TL Currypulver, Pul Biber, Kreuzkümmel und Zitronensaft verrühren und alles mit Salz würzen.

Estragonblättchen nicht zu fein schneiden.

Blumenkohl, Linsen und die zerdrückten Eier in einer Schüssel vorsichtig vermengen.

Das Dressing und den Estragon dazu geben und alles gut vermengen.


 

Graupen-Kräuter-Suppe

Das ist ein Gericht, das sehr typisch für die persische Küche ist: der Umgang mit Kräutern ist ein ganz anderer, als wir es in Mitteleuropa gewohnt sind. Wir benutzen Kräuter gerne als würzende oder dekorative Elemente, in der persischen Küche sind sie gerne auch einmal die Hauptzutat; man denke nur an den Kräuterteller oder das Omelette mit Kräutern, das gerne auf dem dem Tisch steht.

So ist es auch bei dieser Suppe aus “Persisch vegetarisch“*: es sind Graupen drin und Linsen, das macht wohlig satt. Die Hauptsache aber sind die vielen Kräuter. Das schmeckt nicht nur toll und sorgt für Farbe, sondern gerade im Immer-noch-Winter, wenn frische Grünzeug nicht so toll verfügbar ist wie im Sommer, wirkt das richtig aufmunternd.

Traditionell wird die Suppe mit Kashk, also getrocknetem Joghurt verfeinert. Wer das nicht zur Verfügung hat, kann statt dessen Sauerrahm verwenden. So habe ich es gemacht.


Für 4 Portionen:

  • 75 g grobe Gerstengraupen
  • 2 Zwiebeln
  • Rapsöl zum Braten
  • 100 g glatte Petersilie
  • 100 g Koriandergrün
  • 200 g Blattspinat
  • 1/2 TL gemahlene Kurkuma
  • 75 g grüne Linsen
  • 100 ml Kashk oder 100 g saure Sahne
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 EL getrocknete Minze

Die Graupen in ein feinmaschiges Sieb geben, abbrausen, dann in einen großen Topf geben, 2 cm hoch mit Wasser bedecken und mindestens 2 h einweichen.

Die Linsen ebenfalls abbrausen, dann zu den Graupen in den Topf geben und alles 30 min köcheln lassen. Dabei nach Bedarf weiteres Wasser angießen.

Während alles kocht, die Zwiebeln schälen und fein hacken. Kräuter zupfen, Spinat putzen, alles fein hacken.

Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin goldgelb anbraten. Kräuter, Spinat und Kurkuma zugeben und alles bei mittlerer Hitze unter Rühren weitere 5 min braten.

Kräuter und Zwiebeln und Graupen und Linsen geben, alles bei mäßiger Hitze weitere 30 min köcheln lassen. Wenn die Suppe zu dick wird, weiteres Wasser angießen.

Wer Kashk verwendet, verdünnt ihn mit 100 ml Wasser und läßt die Mischung in einem Topf 20 min köcheln. Danach zur Suppe geben. Sauerrahm einfach am Ende des Kochvorganges zur Suppe geben. Suppe mit Salz und Pfeffer würzen.

Knoblauch schälen und fein hacken. 2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen, den Knoblauch darin goldgelb braten. Minze zugeben und kurz mitbraten.

Suppe in Schalen schöpfen und mit der Knoblauchmischung bestreut servieren


Linsen-Fesenjan

Noch so ein Gericht aus der Kategorie “Schmeckt besser als es aussieht”. Aber gut, wir sprechen ja von Fesenjan. Fesenjan  ist ein Gericht, das aus Persien stammt. Es ist im Wesentlichen ein Eintopf, bei dem die Zutaten mit Granatapfelmelasse und gemahlenen Walnüssen gegart werden. Kein Wunder, dass Braun die vorherrschende Farbe ist ;-).

Wie auch immer, ich liebe Fesenjan. Die Kombination vom Walnuss und Granatapfel ist einfach unschlagbar. Hier findet Ihr die Standard-Variante mit Hühnchen; und da gibt es auch gleich noch das Rezept für den phänomenalen persischen Reis mit der Knusperkruste; der passt nämlich wunderbar dazu. Dieses Rezept hier kommt ohne Fleisch aus – und man vermisst es kein bisschen, das Linsenragout macht richtig Spaß.

Gefunden habe ich das Rezept bei minimalist baker. Da ist es vegan – ich konnte mich aber nicht überwinden, Ahornsirup an ein persisches Gericht zu geben und habe statt dessen lieber Honig verwendet.

Ach, und noch ein Hinweis … das wäre ja ein Gericht für Neujahrsnacht, oder was meint Ihr? Da gibt es ja diesen Volksglauben, der zumindest in Italien besagt, dass man um so mehr Geld im Beutel hat, je mehr Linsen man futtert. Also los;-).

Mit diesem Beitrag entlasse ich Euch in die Weihnachtszeit. Hier wird es etwas ruhiger werden in der nächsten Zeit; ich freue mich auf eine ruhige Zeit mit der Familie. Euch wünsche ich glückliche, entspannte Weihnachten. Macht es Euch schön!


Für 4 Portionen:

  • 120 g Walnüsse
  • 60 ml Granatapfelmelasse
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 600 ml Gemüsebrühe
  • 190 g braune Linsen
  • 15 ml Honig
  • 1/2 TL gemahlene Kurkuma
  • 1/2 TL Zimtpulver
  • Granatapfelkerne und gehackte Petersilie zum Servieren
  • gegarter Reis zum Servieren

Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen und die Walnüsse darauf verteilen. Im heißen Ofen ca. 10 min rösten, dann beiseite stellen und abkühlen lassen. Abgekühlte Nüsse im Mixer fein mahlen.

Zwiebel schälen und fein hacken. Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel zugeben, eine Prise Salz darüber streuen und Zwiebel in ca. 4 min glasig braten.

Gemüsebrühe angießen und alles zum Kochen bringen. Linsen in ein feinmaschiges Sieb geben, abbrausen und abtropfen lassen.

Linsen in den Topf geben und alles ohne Deckel 20 min köcheln lassen.

Wenn die Linsen weich sind, gemahlene Walnüsse und Granatapfelmelasse zugeben, ebenso Honig, Kurkuma und Zimt. Gut durchrühren und weitere 10 min köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und weiterer Granatapfelmelasse abschmecken.

Zum Servieren mit Granatapfelkernen und Petersilie bestreuen und gegarten Reis dazu servieren.


Süß-saueres Linsen-Shakshouka

Shakshouka – das Wort wirkt fast schon magisch auf mich. Die in Tomatensauce und Paprika pochierten Eier sind echtes Comfort-Food für mich. Eine klassische Shakshouka habe ich Euch noch gar nicht vorgestellt, obwohl es die hier ziemlich oft gibt. In der Abokiste sind  oft rote Paprika und die wandern regelmäßig in eine Shakshouka.

Rote Paprika sind hier auch drin. Klassisch ist es aber wieder nicht. Aber gut, von der Standard-Variante gibt es ja auch genug im Netz zu lesen ;-). Ich habe dieses Rezept hier im Olive Magazine gefunden und für meine Verhältnisse recht schnell umgesetzt. Weil: Linsen – ich liebe Linsen. Wohlschmeckende kleine Kraftpakete, rasch gegart und vielseitig einsetzbar. Und ganz neue Aromen für eine Shakshouka, nämlich die Säure von Tamarinde und ein wenig karamelliger brauner Zucker.

Das hier ist veritables Hauptgericht, das braucht nur noch etwas Brot zum Auftunken der Sauce:

Für 4 Personen:

  • 150 g Linsen, grün oder schwarz
  • 1 EL Rapsöl
  • 1 Zwiebel
  • 2 rote Paprika
  • 2 Zehen Knoblauch
  • je 1 TL gemahlener Kreuzkümmel und gemahlener Koriander
  • 1 Dose Tomaten
  • ca. 2 EL Tamarindenpaste
  • 2 TL Rapadura (oder anderer dunkler Rohrzucker)
  • 100 g Naturjoghurt, plus 150 g zum Servieren
  • 4 Eier
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • je ein TL Kreuzkümmel- und Koriandersaat
  • eine Handvoll Korianderblättchen, gezupft und gehackt
  • Brot zum Servieren
Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein würfeln. Paprika putzen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden.
Linsen in der doppelten Menge Wasser kalt aufsetzen, alles zum Kochen bringen und 10 min köcheln lassen. In ein Sieb abgießen und gut abtropfen lassen.
Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Paprika darin anschwitzen. Salzen und braten, bis die Zwiebel weich ist. Kreuzkümmel und Koriander zugeben und alles weitere 2 min braten, dann die Linsen und die Tomaten  zugeben und mit Zucker und Tamarinde würzen. Tamarinde erst mal vorsichtig dosieren – die Pasten kommen in sehr unterschiedlicher Konzentration daher, also besser nach und nach zugeben und zwischendurch probieren. 300  ml Wasser angießen, einen Deckel auflegen und alles bei milder Hitze 45 min köcheln lassen. Salzen, Joghurt zugeben und weitere 15 min köcheln lassen. Zitronensaft einrühren und mit Salz abschmecken.
Ofen auf 180°C  Ober- und Unterhitze vorheizen. Linsenmasse in eine Auflaufform von ca. 30 cm Durchmesser geben. Mit dem Löffel 4 Mulden  in die Linsenmasse machen und ein Ei in jede Mulde aufschlagen. Mit einer Gabel einmal um jedes Eiweiß fahren; es vermengt sich dann besser mit den Linsen und verläuft beim Backen nicht so. Form abdecken und alles 10 bis 12 min backen.
Inzwischen Kreuzkümmel- und Koriandersaat in einer Pfanne ohne Fett anrösten, bis sie zu duften beginnen. Das Joghurt durchrühren.
Die fertig gebackene Shakshouka mit den gerösteten Gewürzen und den Korianderblättchen bestreuen und mit dem restlichen Joghurt beträufeln.

Momos mit Spinat, Linsen und Joghurt-Zitronen-Dipp

momos4

Ich melde mich dann doch mal kurz zwischen den Jahren. Wie ist denn Eure Planung für Silvester? Habt Ihr vielleicht Lust, Eure Gäste mit einer Teigtaschen-Party zu erfreuen? Das war es, was mich seinerzeit infiziert hat…fröhliches gemeinsames Kneten, Ausrollen, Füllen, Garen und natürlich futtern.

Warum ich das vorschlage, hat einen Grund: die liebe Peggy hat bringt doch monatlich eine neue Geschmacksfrage auf’s Tapet. Und diesen Monat, da dreht sich dort alles um die Teigtasche. Peggy interessiert nicht nur, was für Teigtaschen wir kennen, sondern auch und vor allem, wie man sie möglichst sicher verschlossen kriegt. Dann wollen wir mal ;-).

Meine Vorliebe für Teigtaschen begann mit den chinesischen Jiaozi. Ich habe anfangs Teigtaschen hauptsächlich in Asien verortet, aber inzwischen fällt mir kaum eine Region ein, in der es keine Teigtaschen gäbe. OK, bei Schwarzafrika muss ich passen – aber sonst … italienische Ravioli, schwäbische Maultaschen, türkische Manti, russische Pelmeni, marokkanische Sambuseks….Teigtaschen sind universell. Hier solltet Ihr alle Rezepte finden, die ich bisher ausprobiert habe.

Ein paar Buchempfehlungen hätte ich noch: Meine graue Eminenz für Teigtaschen-Fragen ist Andrea Nguyen*. Ihr Buch ist wahnsinnig ausführlich, was Teige, Füllungen und Faltmethoden angeht. Einziger Wermutstropfen….die Rezepte sind in Cups. Da steht man dann als Europäer mit Umrechnungstabelle, Waage und gerunzelter Stirn und kämpft manchmal doch mit der Teigkonsistenz. Mein neuer Stern am Teigtaschenhimmel ist Kenny Lao*. Nicht so vielfältig, was die Teighüllen angeht, dafür aber mit ansteckender Begeisterung und mit Rezepten für Dips, Drinks und vieles andere. Und Gramm-Angaben in den Rezepten. Und wenn er von den Dumpling-Parties seiner Kindheit erzählt, hat man das Gefühl, mit Kenny und seiner Mama in der Küche zu stehen. Wer ein deutschsprachiges Buch zum Thema haben möchte, sollte das Angebot von Haedecke im Auge behalten; leider verschiebt sich der Erscheinungstermin des Buches immer weiter nach hinten. Aber ich werde berichten, wenn das Buch da ist.

Jetzt aber zu den Momos. Das Rezept habe ich bei oben erwähntem Kenny Lao gefunden. Momos sind Teigtaschen aus Nepal und Tibet. Klassischerweise werden sie zu kleinen Säckchen geformt und gedämpft.  Heute gibt es eine andere Variante: kleine Halbmonde, die als Potstickers serviert werden, also erst gebraten, dann gedämpft.

momos5

Für ca. 45 Taschen:

Teighülle:

  • 363 g Mehl (Weizen 405)
  • 180 ml heißes Wasser
  • 1 EL Pflanzenöl
  • 60 ml kaltes Wasser

Zuerst zu den Teighüllen. Das Rezept für die Hüllen ist ein zuverlässig funktionierendes Grundrezept, das man für alle möglichen asiatischen Teigtaschen verwenden kann. Allerdings: in den Tiefkühlen der Asiashops gibt es Dumpling-Wrappers guter Qualität. Es ist durchaus keine Schande, diese zu benutzen. Ich habe immer ein Päckchen davon in der Tiefkühle und benutze sie, wenn es mal schnell gehen soll oder wenn ich schlichtweg zu bequem zum Selbermachen bin.

Wer die Teighüllen selbst machen will, gibt das Mehl in eine Schüssel. Dann unter  dauerndem Rühren (mit Essstäbchen oder einem Kochlöffel) das heiße Wasser angießen. Weiterrühren, dabei das Öl und das kalte Wasser zugießen. Dann den Teig zuerst in der Schüssel, danach auf der Arbeitsfläche kneten. Er soll weich und elastisch werden, aber nicht kleben. Wenn man mit dem Finger in den Teig drückt, soll die Mulde wieder zurückspringen. Man muss wirklich gründlich kneten. Dann entwickelt sich das Gluten und der Teig lässt sich später sehr gut bearbeiten. Fertig gekneteten Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 min bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Jetzt zur Füllung:

  • 45 g Linsen, am besten Puy
  • 250 g Spinat (ich hatte TK-Ware, bei Frischware braucht man 500 g )
  • 35 g Mehl
  • 1 EL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 250 g Hüttenkäse
  • 1 TL Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle, Olivenöl
  • Koriandergrün zum Servieren

Die Linsen in ein feinmaschiges Sieb geben und abbrausen. Dann in einen Topf geben, mit Wasser bedecken und gar kochen. Abgießen und beiseite stellen.

Frischen Spinat in einem Topf mit kochendem Wasser kurz blanchieren, dann abgießen, abtropfen lassen und die überschüssige Flüssigkeit gründlich ausdrücken. Bei TK-Spinat einfach die überschüssige Flüssigkeit gründlich ausdrücken. Spinat fein hacken.

Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen. Das Mehl zugeben und unter Rühren anrösten. Kreuzkümmel einrühren, dann Hüttenkäse und Spinat. Von der Hitze nehmen, Linsen und Zitronensaft zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen und abkühlen lassen.

Jetzt geht ans Zusammenbauen: Dafür die Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben. Ein (sauberes) Geschirrtuch bereitlegen und ebenfalls mit Mehl bestäuben. Ein Viertel des Teiges aus der Folie holen. Zu einer Wurst formen, dann walnussgroße Stücke abzupfen. Jedes Stück zu einer halbwegs runden Teigplatte ausrollen, die ca. 0,5 mm dünn ist.

Auf die Mitte der Teigplatte einen Teelöffel Füllung geben. Das ist so ein Punkt: man kann auch mehr Füllung nehmen. Prall gefüllte Teigtaschen schmecken natürlich besser, sind aber schwieriger zu verschließen. Da muss jeder seinen Kompromiss finden.

Jetzt zum Verschließen: man kann die Ränder mit Wasser bepinseln, damit die Taschen besser zusammenhalten. Bei mir war der Teig diesmal so weich, dass das nicht nötig war.

Ihr habt also einen Teigkreis mit einem Klecks Füllung vor Euch. Da hebt ihr die gegenüberliegenden Ränder an und drückt sie zu einem Halbmond zusammen. Das Ergebnis ist ein Halbmond mit einer kleinen Verdickung; die Tasche steht und kann so später in der Pfanne gebraten werden. Damit die Hülle besser zusammen hält, kneift Ihr nun mit Daumen und Zeigefinger Falten in den oberen Rand.

Fertige Teigtaschen auf dem bemehlten Geschirrtuch zwischenlagern. Mit Ausrollen, Füllen und Falten weitermachen, bis Teig und Füllung aufgebraucht sind. Mit ist etwas Teig übrig geblieben.

Jetzt zum Garen: dafür etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Momos mit der Naht nach oben in die Pfanne stellen. Bei mittlerer Hitze braten, bis die Böden schön gebräunt sind. Dann von der Seite so viel Wasser angiessen, dass der Boden ca. 0,5 cm hoch bedeckt ist. Deckel auflegen und die Momos fertig dämpfen. Sie sind fertig, wenn das Wasser verdampft ist und die Teighüllen durchscheinend sind.

Jetzt fehlt noch der Dipp:

  • 250 ml Joghurt
  • 2 EL Zitronensaft
  • Salz

Dafür Joghurt mit Zitronensaft verrühren und alles mit Salz abschmecken.

Zum Servieren die Momos mit gehacktem Koriandergrün bestreuen und mit dem Dipp servieren.

Ob Ihr eine Dumpling-Party feiert oder nicht, ob Ihr es krachen lasst oder es ruhig angeht –  ich wünsche Euch ein tolles Silvester und einen guten Start ins Jahr 2017! Lasst es Euch gut gehen. Freude, Glück und Gesundheit wünsche ich Euch.

Zucchini-Polpette mit Minze und Pistazienpesto

zucchini-polpetti

Bällchen und Klösschen, aus was auch immer – das macht sich immer gut auf dem Esstisch. Die sind so variabel – sowohl was die Rezepte angeht, als auch hinsichtlich der Verwendung.

So wie diese hier, die Anna Jones in “A modern way to eat“* vorstellt. Die Klösschen bauen auf auf einer Basis von gekochten Linsen – logischerweise – Zucchini. Das ist aber nicht alles….Ricotta darf mitspielen, und eine schöne Menge Petersilie und Minze.

Die Bällchen sind fluffig und aromatisch. Auch nicht zu schwer, denn sie werden im Ofen gebacken. Das Ganze hat ein wenig Ähnlichkeit mit Falafel. Aber leichter, da eben aus dem Ofen. Sie eignen sich aber auch gut zum Mitnehmen. Oder zu Spaghetti mit Tomatensauce….

Ach, und es gibt einen zusätzlichen Kick bei den Bällchen. Das Pesto nämlich. Hab ich schon mal erwähnt, dass Pistazien in viel zu kleinen Gebinden verkauft werden? Ich liebe sie einfach. An das grasgrüne Pesto kommen außerdem noch Basilikum, Olivenöl und Zitrone. Es gibt eine Option auf Pecorino….aber ich habe das Pesto ohne Käse probiert und beschlossen, dass ich ausnahmsweise mal ohne Käse klarkomme. Basilikum und Pistazien…da möchte ich sonst nichts mehr 🙂

Für 4 Personen:

Für die Polpette:

  • 250 g gegarte Linsen (Rezept: Puy-Linsen, ich hatte Beluga-Linsen)
  • 2 Zucchini (mittlere Größe)
  • 100 g Semmelbrösel
  • 125 g Ricotta
  • 1 Zehe Knoblauch
  • Schalenabrieb von 1 Zitrone (Bio)
  • 40 g Parmesan, frisch gerieben
  • 1 Prise Chiliflocken
  • 1 Bund Minze
  • einige Stängel glatte Petersilie
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Olivenöl

Für das Pesto:

  • ca. 40 g Pistazienkerne
  • 1 Töpfchen Basilikum
  • 4 EL Olivenöl
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • optional: etwas Pecorino, frisch gerieben

Die Zucchini fein reiben. Knoblauch schälen und fein hacken. Von der Petersilie und der Minze die Blättchen abzupfen und hacken.

Die Linsen in einen Mixer oder Blitzhacker geben und grob pürieren; das geht auch mit dem Pürierstab. Zu den Zucchini in eine Schüssel geben. Alle anderen Zutaten für die Polpette untermischen. Von der Minze nur die Hälfte verwenden, den Rest für später beiseite stellen. die Masse gut verkneten und mit Salz und Pfeffer würzen. Ca. 20 min ruhen lassen, damit alles durchzieht und an Stabilität gewinnt.

Den Backofen auf 220°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Klösschenmasse in 4 Portionen teilen und aus jeder Portion 6 kleine Kugeln formen. Die Kugeln auf das Backblech legen und mit Olivenöl beträufeln. In heißen Ofen goldbraun und knusprog backen.

Inzwischen für das Pesto die Basilikumblättchen abzupfen. Alle Zutaten zusammen mit den restlichen Minzeblättern in einen Cutter geben und zu einer groben Paste mixen. Mit Salz, Pfeffer und Zitrone abschmecken. Wer mag, gibt noch Pecorino dazu.

Polpette aus dem Ofen nehmen und mit dem Pesto anrichten.

Linseneintopf mit Wiener Würstchen

linseneintopf

Wir essen unheimlich gerne Linsen. Als klassischer Eintopf allerdings stehen sie nicht so oft auf dem Tisch – zu Unrecht, wie ich festgestellt habe, als dieser klassische Eintopf aus “Deutsche Küche 2.0“* den Weg auf unsere Teller fand.

Gut, ein wenig optimiert im Vergleich zum ganz traditionellen Original ist der Eintopf schon: da wird Balsamico verwendet, die Karotten werden karamellisiert und das Ganze wird mit Butter aufmontiert. Vielleicht hat uns der Eintopf ja gerade deshalb so gut geschmeckt. Aber seht selbst:

Für 4 Personen:

  • 200 g braune Linsen
  • 50 g geräucherter Bauchspeck
  • 1 Zwiebel
  • 2 Karotten
  • 3 EL Butter, kalt
  • 1 TL Tomatenmark
  • 1 l warme Hühnerbrühe
  • Zucker
  • 4 EL Balsamicoessig
  • 300 g Kartoffeln, festkochende Sorte
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 2 Paar Wiener Würstchen
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Den Speck in kleine Würfel schneiden. Zwiebel und Karotten schälen und ebenfalls würfeln.

Etwas Butter in einem großen Topf zerlassen und die gewürfelte Zwiebel darin ca. 3 min glasig dünsten, dann den Speck zugeben und nochmals 3 min weiterbraten. Anschließend das Tomatenmark 5 min mit anrösten. Karotten zugeben, kurz mitdünsten. Dann 1/2 TL Zucker darüber streuen und alles karamellisieren lassen. Mit 2 EL Essig ablöschen, einkochen lassen.

Die Linsen kurz abbrausen, dann mit in den Topf geben und mit 250 ml Brühe angießen. Bei niedriger Temperatur je nach Packungsanleitung auf den  Linsen,  ca. 60 min köcheln lassen.

Inzwischen die Kartoffeln schälen, waschen und in Würfel schneiden. Nach ca. 20 min Garzeit zu den Linsen geben, die restliche  Brühe nach und nach zugießen und alles fertig garen.

Petersilie waschen, trocken schütteln, Blättchen abzupfen und hacken. Würstchen schräg in Scheiben schneiden.

Gegen Ende der Garzeit die Würstchen im Eintopf erwärmen. Den Eintopf mit Salz und Pfeffer und dem restlichen Balsamico und 1 bis 2 Prisen Zucker abschmecken. Die restliche kalte Butter würfeln und dann zur Bindung in den Eintopf rühren. Die Petersilie unterheben den Eintopf servieren.

Nordische Lebenskunst: Linsen-Pastete

linsenpastete

Im Original* heißt die Pastete ja Weihachtspastete – aber ich hatte keine Lust, so lange zu warten, bis ich das Rezept ausprobiere. Pasteten habe ich noch nie gemacht….obwohl ich es schon länger im Hinterkopf hatte.

Da kam die einfache Linsenpastete gerade recht. Ich bin keine große Freundin von Ersatzprodukten, aber ich finde, sie kann es durchaus mit einer Leberpastete aufnehmen. Durch die verwendeten Gewürze ist sie wirklich wunderbar aromatisch. Der Clou sind die Lorbeerblätter, die nicht nur hübsch aussehen, sondern beim Garen auch ordentlich Aroma abgeben.

Die Pastete ist schnittfest. Man kann sie gut mitnehmen; auf einem Buffet macht sie sich auch gut. Luftdicht verpackt hält sie sich im Kühlschrank ein paar Tage. Die Menge kann man gut verdoppeln und eine dann Pastete verschenken.

Für eine kleine Pastete:

  • 125 gr. Linsen (ich hatte meine geliebten Puy-Linsen)
  • Gemüsebrühe zum Garen
  • 1 Schalotte
  • 1 große Karotte
  • Muskatnuss
  • 1/2 TL Piment
  • Piment d’Espelette
  • Salz
  • 3 Eier
  • Lorbeerblätter für die Deko

Zunächst die Linsen in der doppelten Menge Gemüsebrühe gar kochen. Das ist ein wenig schwierig, weil die Linsen ja durch das in der Brühe enthaltene Salz länger zum Garen brauchen. Aber das Aroma zieht am besten in die Linsen ein, wenn man sie in der Brühe gart. Ich gare die Linsen im Schnellkochtopf, da werden sie auch in Brühe rasch gar. Die Linsen müssen übrigens nicht bissfest sein, sie dürfen ruhig etwas zerfallen.

Schalotte schälen und fein würfeln, dann im Olivenöl glasig andünsten. Die Karotte schälen und fein raffeln. Die Eier verquirlen.

Eine passende Backform (sie sollte etwa einen Liter fassen) mit Backpapier auskleiden und den Ofen auf 200°C vorheizen.

Alle Zutaten mit Ausnahme der Lorbeerblätter vermengen und mit dem Stabmixer zu einer homogenen Masse verarbeiten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Masse in die Form füllen und die Oberfläche mit den Lorbeerblättern belegen.

Eine Auflaufform, in der die Pastetenform Platz hat, mit heißem Wasser füllen. Die Form hineinstellen, alles in den Ofen schieben und die Pastete im heißen Ofen ca. 45 min backen.

Herausnehmen und abkühlen lassen.

Garnelen-Sayadeya mit Linsenreis

garnelen-sayadeya

Es ist mir gar nicht mal so leicht gefallen, ein Gericht aus “Rosenwasser und Granatapfelkerne“* auszusuchen. Irgendwie mochte ich fast alles gleich gern.

Letztendlich habe ich mich für dieses Garnelengericht entschieden. Weil es uns gut gefallen hat. Und weil es ein ägytischer Klassiker ist: Sayadeya, so heißen Gerichte, bei denen Fisch oder Meeresfrüchte in einer mit Knoblauch und Kreuzkümmel gewürzten Tomatensauce serviert werden. Dazu gibt einen Linsenreis – das ist eine der Kuschari-Variationen aus dem Buch; das Kuschari nach der Art von Alexandria. Die Linsen verleihen dem Reis Struktur.  Die beiden Komponenten harmonieren wunderbar.

Das Rezept ist für 4 Personen. Ich habe allerdings die Menge des Kushari halbiert. Im Original werden 500 gr. Reis und 250 gr. Linsen verwendet – da würden wir heute noch dran essen.

Für die Garnelen:

  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Schalotte
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 kleine rote Paprika
  • 1 rote Chili
  • 1/2 TL Kreuzkümmelsaat, ganz
  • 500 gr. Garnelen, roh, ohne Schale
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1/2 TL Piment, gemahlen
  • einige Zweige Koriandergrün

Für das Kushari:

  • 250 gr. Risottoreis
  • 125 gr. Rote Linsen
  • 3 El neutrales Öl
  • 1/2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • Salz

Für die Tomatensauce:

  • 1 Dose Tomaten (in der Saison 500 gr. frische)
  • 2 TL neutrales Öl
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 Prise gemahlener Kreuzkümmel
  • 2 TL Tomatenmark
  • 1/2 EL Zucker
  • Salz

Für das Kushari Linsen und Reis zusammen ca. 30 min in kaltem Wasser einweichen. Dann abgießen, abtropfen lassen und 3-4 mal waschen, bis das Wasser klar bleibt.

Für die Tomatensauce den Knoblauch schälen und fein hacken. Das Öl in einem Topf erhitzen, den Knoblauch kurz anrösten. Tomaten, Kreuzkümmel, Tomatenmark und Zucker zugeben und alles in ca. 20 min zu einer dicken Sauce einkochen. Mit Salz abschmecken.

Für das Kushari Öl in einem Topf erhitzen. Linsen und Reis zugeben, Kreuzkümmel einrühren und 375 ml kochendes Wasser zugießen. Salzen und bei schwacher Hitze mit aufgelegtem Deckel ca. 20 min köcheln lassen, bis Reis und Linsen gar sind.

Für die Garnelen die Schalotte schälen und fein hacken. Die Frühlingszwiebeln putzen und in Röllchen schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Paprika entkernen und in feine Streifen schneiden. Chilischote fein hacken. Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Schalotte und Frühlingszwiebel kurz andünsten, dann Knoblauch, Paprika, Chili und Kreuzkümmelsamen einrühren. Tomatensauce angießen, dann die Garnelen zugeben, alles aufkochen und die Garnelen ca. 5-7 min in der Sauce garen.

Korianderblättchen abzupfen und fein hacken.

Zum Servieren die Garnelen mit dem Linsenreis anrichten und alles mit Koriandergrün bestreuen.

Pasta e lenticchie

pasta e lenticchie

Hier kommt mein ultimatives Lieblingsgericht für traurige Schmuddelwettertage: Linsensuppe mit Nudeln. Es ist alles drin, was fröhlich stimmt….Kohlehydrate nämlich in Form von Pasta, und Linsen, Linsen mag ich sowieso immer. Ein wenig Tomate hat es noch, als Remineszenz an dem Sommer und ein Hauch Chili, um die Lebensgeister weiter zu wecken.

Die Herstellung macht auch Spaß…..winzig kleine Nüdelchen zu schnippeln, das beruhigt die Nerven. Also, meine jedenfalls.Wer sich die Schnippelarbeit sparen möchte, der kann frische Tagliatelle kaufen und zu kleinen Quadraten schneiden oder getrocknete Tagliatelle in Stückchen brechen.

Das Rezept ist, wie könnte es anders sein, aus “Italien vegetarisch“*. Es gehört zu diesen Rezepten, die mit wenig Zutaten auskommen und aus diesen etwas ganz Besonderes machen. Die wenigen Zutaten sind ein weiterer Seelenfutter-Vorteil – denn das Einkaufen kann man sein lassen, die Suppe geht auch aus dem Vorrat.

Die Suppe schicke ich zu  Sabine. Die sucht nämlich auch dieses Jahr wieder Seelenfutter, das einem über den Winter hilft.

Seelenfutter_veg_Banner_quer

Das Rezept ist für 3-4 Personen. Ich habe das Originalrezept halbiert – und für uns hat das gut gereicht.

Für die Pasta:

  • 200 gr. Weizenmehl Type 405
  • 2 Eier
  • Salz
  • Mehl zum Arbeiten

Für die Suppe:

  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Peperoncino
  • 1 Stange Sellerie
  • 100 gr. Linsen (Claudio nimmt braune Berglinsen, ich hatte Alb-Leisla)
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 Lorbeerblatt
  • 4 EL Passata
  • Salz
  • Pfeffer aus Mühle

Zuerst die Pasta vorbereiten. Dazu das Mehl auf die Arbeitsfläche sieben, eine Mulde hineinmachen. Die Eier in die Mulde geben und mit einer Gabel verschlagen. Mit der Hand zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten, dabei wenn nötig etwas Wasser zugeben. In Frischhaltefolie wickeln und 30 min ruhen lassen.

Den Teig portionsweise ca. 1 mm dünn ausrollen. Claudio macht das von Hand, ich habe die Nudelmaschine genommen. Den Teig dann in Streifen schneiden – ich habe wieder die Maschine genommen und den Tagliatelle-Aufsatz verwendet. Anschließend die Streifen in kleine Quadrate schneiden; das Ziel sind 5×5 mm. Quadrettini auf ein Küchentuch legen und mit Mehl bestäuben, damit sie nicht zusammenkleben. Mit einem Tuch abdecken.

Für die Suppe den Knoblauch schälen fein hacken. Peperoncino waschen, trocknen und in feine Ringe schneiden. Sellerie waschen, Fäden ziehen und die Stangen in grobe Stücke schneiden. Linsen abbrausen und abtropfen lassen.

Öl in einem Topf erhitzen und bei milder Hitze mit Peperoncino, Sellerie und Knoblauch aromatisieren. Der Knoblauch soll keine Farbe annehmen.

Linsen und Tomaten mit in den Topf geben. Kaltes Wasser angießen, es soll de Linsen mehr als doppelt hoch mit Wasser bedecken. Die Linsen in ca. 20-30 min bissfest kochen. Erst am Ende der Garzeit mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Pasta in reichlich Salzwasser bissfest kochen. Beim Abgießen das Kochwasser auffangen. Quadrettini zu den Linsen geben und so viel Kochwasser zugießen, bis man eine schöne Suppe mit Einlage hat.