Gegrillter Halloumi mit Honig und Minze

Käse! Halloumi ist hier so gut wie immer im Vorrat, und gerne landet er auch mal auf dem Grillrost. Um ehrlich zu sein, ist Halloumi eines meiner Laster, ich gebe den gern auch statt Parmesan über Pasta…

Gut, jetzt ist es raus. Ich bin ein Junkie. Und heute wird der Halloumi mal wieder gegrillt. Die Idee ist angelehnt an das klassische Saganaki, nur dass hier nicht in einem Pfännchen gegrillt wird, sondern gleich über der Glut.

Und ganz ehrlich – dieses Rezept von Steven Raichlen* ist ein Highlight – Minze und Honig dazu sind einfach eine unschlagbare Kombination. Durch das Grillen bei direkter Hitze auf dem Rost bekommt der Käse außerdem eine leichte Kruste und schöne Raucharomen – perfekt.

  • Öl für den Rost
  • 4 EL Butter
  • 15 g frische Minzeblätter
  • 400 g Halloumi
  • etwas Zitronensaft
  • flüssiger Honig

Grill für direktes Grillen vorbereiten und auf höchste Stufe hochheizen. Rost säubern und ölen.

Minzblättchen fein hacken. Die Butter in einem Topf bei hoher Temperatur schmelzen. Minze zugeben und 2 Minuten anbraten, dann gleich von der Hitze nehmen.

Den Käse in 4 flache Scheiben schneiden und von beiden Seiten mit etwas von der Minzbutter bepinseln.

Käse auf den Rost legen und von jeder Seite ca. 3 bis 4 min grillen.

Käse auf eine Servierplatte geben, die restliche Minzebutter darüber gießen und alles mit Honig und ein wenig Zitronensaft beträufelt servieren.


 

Halloumi im Speckmantel auf Erbsensalat


Halloumi! Wir nennen ihn auch gerne Quietschekäse. Und wir mögen Geschmack und Konsistenz einfach zu gerne. Insofern  ist dieses Rezept aus dem Olive-Magazine stante pede auf meiner imaginären Nachkochliste gelandet.
Und dann noch Erbsen dazu! Und Erbsensprossen! Erbsensprossen ziehe ich regelmäßig; die haben so ein tolles Aroma und sind wunderbar knackig. Gerade, wenn es saisonbedingt nicht so viel Grünzeug gibt, sind sie ein wunderbares Trostpflaster.
Es ist ziemlich einfach, diese Microgreens zu ziehen: Ihr füllt einen Blumentopf mit Erde, gebt Erbsensamen darauf, deckt diese dünn mit Erde ab. Den Topf mit Frischhaltefolie abdecken, um ein Gewächshaus zu simulieren und die Erde einmal am Tag mit einer Blumenspritze befeuchten. nach einer guten Woche könnt Ihr ernten.
Und natürlich dieses kleine Gericht zubereiten – für ein wenig Sommergefühl an diesen Tagen mit wenig Licht….


Für 2 Personen:

  • 200 g Erbsen, TK-Ware
  • 1/2 TL Senf
  • 1 EL Rotweinessig
  • 1 EL Olivenöl
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 6 Scheiben Bacon
  • 1 Packung Halloumi
  • 50 g Erbsensprossen
Erbsen in ein Sieb geben und zum Auftauen mit kochendem Wasser übergießen. Gut abtropfen lassen.
Senf und Essig in einer kleinen Schüssel verquirlen, Öl einrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Frühlingszwiebeln putzen, in feine Ringe schneiden und zum Dressing geben.
Speckscheiben auf ein Schneidbrett geben. Mit dem Rücken eines Messers leicht an ihnen langfahren, um sie etwas zu strecken. Halloumi in 6 Stücke schneiden und jedes Stück in eine Scheibe Speck wickeln.
Eine beschichtete Pfanne erhitzen. Halloumi von allen Seiten braten, bis der Speck knusprig ist.
Erbsen und Erbsensprossen zum Salat geben. Salat auf 2 Teller verteilen, den Halloumi darauf anrichten und alles gleich servieren.

Manakish – Libanesische Pizza mit Zucchini

Na, könnt Ihr noch? Sehr schön, dann gibt es jetzt das (vorläufig) letzte Zucchini-Rezept. Ich arbeite mich ja immer noch weiter durch das tolle Soframiz*; von dort stammt auch dieses Gebäck.

Manakish (Singular: Manoushe) ist ein belegtes Fladenbrot aus dem Libanon; man sagt gern auch libanesische Pizza. Klassisch sind Füllungen mit Za’atar, Hackfleisch oder Käse, aber wie das so ist bei Pizza – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ähnlichkeiten mit dem türkischen Lahmacun sind übrigens nicht von der Hand zu weisen…..und klassischerweise werden die Fladen zusammen mit dem Brot für den täglichen Bedarf im öffentlichen Backofen gebacken.

Hier besteht der Belag aus geriebener Zucchini (man kann auch gut eine dieser Monster-Keulen verwenden), zwei Sorten Käse und Nüssen – das ist klasse und wird wiederholt werden.

Im Original-Rezept wird Yufka-Teig verwendet und die Manakish werden in der Pfanne gebacken. Ich habe lieber einen klassischen Hefeteig verwendet. Durch die lange kalte Gare ist er schön aromatisch.

Für 6 Manakish:

Für den Teig:

  • 50 g Kamut, frisch gemahlen (oder Hartweizengriess)
  • 325 g Dinkel 630 (oder Weizen 550)
  • 2 g frische Hefe
  • 30 g Olivenöl
  • 230 g Wasser
  • 7,5 g Salz

Für den Belag:

  • 500 g Zucchini
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Zwiebel
  • 3 EL Olivenöl
  • 25 g Walnusskerne
  • 100 g Halloumi
  • 100 g Feta (oder Mozarella)
  • 1 EL Granatapfelmelasse
  • 1/4 TL Chiliflocken (original Maras, ich hatte Isot Pul Biber)
  • 2 EL Sesamsaat
  • eine Handvoll glatte Petersilie
  • 1 Handvoll Basilikumblätter

Für den Teig die Mehlsorten in eine Schüssel geben. Hefe dazukrümeln und die Flüssigkeit angießen. Alles grob vermischen, dann 30 min zur Autolyse stehen lassen. Jetzt das Salz zugeben und alles zu einem elastischen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Die Schüssel luftdicht abdecken und den Teig ca. 8 h kühl stellen.

Für den Belag die Zucchini putzen und grob raspeln. In ein Sieb geben, mit dem Salz vermischen und 10 min stehen lassen, damit sie Wasser ziehen. Dann alle Flüssigkeit gut ausdrücken.

Zwiebel schälen und fein hacken. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Zwiebel und Zucchini darin braten, bis sie weich sind. In eine Schüssel geben und auskühlen lassen.

Walnüsse rösten, abkühlen lassen und dann im Blitzhacker mahlen. Sesamsaat rösten.

Beide Käse grob reiben. Petersilie und Basilikum zupfen. Petersilie hacken, Basilikum in Streifen schneiden.

Ofen auf 250 °C Ober- und Unterhitze (Umluft 230°) vorheizen.

Alle Zutaten für den Belag (einschließlich des restlichen Olivenöls) gründlich vermischen. Es soll eine streichfähige Masse entstehen.

Den Teig in 6 Teile teilen und auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche rund ausrollen. Auf jeden Fladen etwas von der Füllung verstreichen. Auf mit Backpapier belegte Bleche verteilen.

Die Fladen im heißen Ofen backen, bis die Ränder goldbraun und knusprig sind. Ich hatte zwei Bleche voll, die ich bei Umluft gebacken habe.

Kohlrabipfannküchlein mit Halloumi und Speck

Ich hatte ja schon berichtet, dass “Soframiz“* so ein Buch ist, aus dem ich am liebsten alles probieren möchte. Ich bin hingerissen von den Ideen und Aromen.

Trotzdem haben die Rezepte auch ihre Tücken – das liegt zum einen an dem munteren Kuddelmuddel an Angaben in Cups, Unzen und anderen Maßeinheiten. Und manchmal sind die Angaben einfach nicht so ganz stimmig. So wie bei diesen Küchlein. Beim ersten Mal haben die gnadenlos fehlgeschlagen – viel zu wenig Bindemittel.

Ich habe den kleinen Dingern trotzdem eine zweite Chance gegeben. Ich liebe Kohlrabi, aber oft fehlt es mir an guten Ideen. Und die Vorstellung, ihn mit Halloumi, dem geliebten Quietschekäse, zu kombinieren, war einfach reizvoll. Und zum Speck muss ich ja nichts sagen ;-). Und ja, die Küchlein sind toll. Wer keinen Kohlrabi hat oder mag, kann statt dessen auch Zucchini nehmen. Statt des Spinats geht auch Mangold. Aber an Käse geht wirklich nur Halloumi :-).

Für 4 Personen:

  • 600 g Kohlrabi, geschält und gerieben
  • 1 TL Salz
  • 100 g Rächerspeck
  • 1 Schalotte
  • je eine schöne Handvoll Petersilie und Minze
  • 150 g Halloumi
  • 1 Ei (Größe L)
  • 3 EL Joghurt
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 2 EL Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 200 g Spinat
  • Olivenöl oder Rapsöl zum Braten
  • Joghurt zum Servieren

Im Originalrezept wird die doppelte Menge Kohlrabi verwendet, aber weniger Joghurt und auch nur ein Ei. Das gab bei mir nur eine lose Masse. Ich habe das Rezept entsprechend umgemodelt.

Den geriebenen Kohlrabi in ein Sieb geben, mit dem Salz vermischen und beiseite stellen, damit er Flüssigkeit ziehen kann.

Den Spinat in eine Pfanne geben, bei großer Hitze zusammenfallen lassen. Dann die Flüssigkeit gut ausdrücken und die Blätter hacken.

Den Speck fein würfeln und in einer Pfanne bei mäßiger Hitze knusprig ausbraten. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen und beiseite stellen.

Schalotte schälen und fein hacken, Kräuter zupfen und ebenfalls fein hacken.

Den Halloumi fein reiben.

Kohlrabi gut ausdrücken.

In einer großen Schüssel Kohlrabi, Spinat, Schalotte, die Kräuter und zwei Drittel des Käses vermischen. Mehl mit Backpulver mischen und darüber sieben, dann Ei und Joghurt dazugeben. Alles gut vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Esslöffelgroße Häufchen in die Pfanne geben, zu kleinen Fladen flachdrücken und bei mäßiger Hitze von beiden Seiten goldbraun ausbraten. Die Puffer sind ziemlich fragil, man braucht etwas Geduld, Feingefühl und einen guten Pfannenwender; Ich habe am liebsten diesen hier*. Fertig gebackene Küchlein in Ofen warmhalten.

Zum Servieren die Kohlrabiküchlein mit Speck und übrigem Halloumi bestreuen und mit Joghurt servieren.

 

Ofengerösteter grüner Spargel mit Halloumi und kleinen Strauchtomaten

grüner spargel mit halloumi

Schnell ein letztes Mal Spargel, ehe die Saison ganz um ist? Aus dem Ofen und mit Quietschekäse?

Ich liebe nämlich Halloumi, den salzigen, minzigen Käse mit der quietschigen Konsistenz. Ich habe immer eine Packung davon im Kühlschrank. Er macht sich nicht nur in der Bratpfanne oder auf dem Grill gut, sondern ich benutze ich auch, um ihn zum Beispiel über Pasta zu reiben.

Und er passt zum Spargel, wie ich feststellen durfte – zum grünen mit seinem kräftigen Geschmack. Der Spargel wird mit Kreuzkümmel und Balsamico gewürzt und im Ofen gegart, das gibt ihm nochmal eine andere Dimension. Dazu gibt es kleine Strauchtomaten, auch im Ofen geröstet. Das ist ein rasch zubereitetes, frische Gericht, gefunden bei Pascale Naessens*. Das Ganze schmeckt nicht nur, sondern man kriegt es auch hin, wenn man grade einhändig kocht. Eine Rezension zum Buch gibt es auch noch…später 🙂

Ich verabschiede mich für ein paar Tage – mein Arm wird heute gerichtet. Ich darf noch ein, zwei Tage Vollpension genießen und melde mich am Wochenende zurück…..ich habe da ja ein bisschen was vorbereitet 😉 .

Für 2:

  • 1 Bund grüner Spargel
  • 1/2 TL Kreuzkümmelsamen
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 2 EL Olivenöl
  • Aceto Balsamico (ich habe Granatapfel-Balsamessig verwendet)
  • 15 kleine Rispentomaten
  • Thymianblättchen (im Rezept getrockneter, ich hatte frischen)
  • 250 gr. Halloumi
  • Rucola zum Anrichten

Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Den Spargel waschen, dann die unteren, holzigen Teile wegschneiden. Spargel in eine ofenfese Form legen, mit Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer würzen und mit Olivenöl und Aceto Balsamico vermischen. Dabei darauf achten, dass die Spitzen des Spargels mit Öl benetzt sind.

Spargel im Ofen 20 min garen.

Inzwischen die Tomaten halbieren und mit der Schnittfläche nach oben in eine zweite Auflaufform legen. Großzügig mit Thymian bestreuen und mit Salz und Pfeffer würzen. Nach 10 min die Tomaten zum Spargel in den Ofen schieben.

Halloumi in dicke Scheiben schneiden und in einer beschichteten Pfanne ohne weiteres Fett auf beiden Seiten kurz anbraten.

Wenn alles gegart ist, auf 2 Tellern je ein Bett aus Rucola legen. Spargel und Tomaten darauf anrichten, dann den Halloumi darüber verteilen. Nochmals mit etwas Olivenöl und Aceto beträufeln und servieren.

Ravioli mit Halloumi

ravioli mit halloumi

Griechische Rezepte hatte ich Euch versprochen. Nun, dieses hier kommt grade recht zum Veggie-Day.

Der zwischen den Zähnen quietschende Halloumi, der diese Ravioli füllt, hätte eigentlich schon vor einigen Wochen bei uns auf dem Grill landen sollen. Dazu ist es nicht gekommen. Und seitdem lag er im Kühlschrank. Nun hat er als Raviolifüllung seine Bestimmung gefunden – und da gefällt er mir fast noch besser als auf dem Grill. Der ohnehin schon minzige Käse kriegt außerdem druch eine Zusatzdosis Minze einen zusätzlichen Frischekick.

Ungewöhnlich ist, dass die Ravioli nicht einfach in Salzwasser gegart werden, sondern dass dafür Brühe verwendet wird. Auch das hat mir gut gefallen, macht es die Ravioli doch noch einen Tick aromatischer.

Update: Veggie-Day-Rezept…ursprüngliche hatte ich Hühnerbrühe als Garflüssigkeit angegeben. Melanie hat mich freundlich darauf aufmerksam gemacht, dass das nicht so schlau ist…also…die Ravioli werden in Brühe gegart. Gemüsebrühe ist eine prima Idee und macht die Teigtäschchen wunderbar aromatisch 🙂

Für den Teig:

  • 225 gr. Mehl (ich nehme 150 gr. Type 405 75 gr. Hartweizenmehl)
  • 1/4 TL Salz
  • 1 Ei
  • 2 EL Olivenöl

Für die Füllung:

  • 250 gr. Halloumi
  • 2 EL frische gehackte Minze
  • 2 Eier

Zum Fertigstellen:

  • 1,5  l Hühnerbrühe oder Gemüsebrühe
  • etwas geschmolzene Butter
  • gerieber Halloumi und gehackte Minze zum Bestreuen

Zunächst für den Nudelteig alle Zutaten zu einem elastischen Teig verkneten. Je nach größe des Eis müßt Ihr vielleicht noch etwas Wasser zugeben, damit der Teig nicht zu trocken wird. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 min bei Raumtemperatur ruhen lassen.

Für die Füllung den Käse fein reiben und die Eier verschlagen. Käse, Eier und Minze gut mischen. Wenn es ans Ravioli-Machen geht, den Teig in zwei bis drei Teile teilen. Nicht benötigte Teile wieder in Folie wickeln, damit nichts austrocknet. Teig mit der Nudelmaschine dünn ausrollen. Zum Ravioli-Machen nehme ich noch immer die praktischen Maultaschen-Former: kleine Kreise ausstechen, einen halben TL Füllung in die Mitte geben, Teig mittels des Formers zusammenklappen und zum Verschließen kräftig drücken. So weiter verfahren, bis Teig und Füllung aufgebraucht sind.

Zum Kochen die Hühnerbrühe in einem großen Topf zum Kochen bringen. Ravioli zugeben und al dente kochen. Ich habe nicht auf die Uhr geschaut – die Ravioli sind gar, wenn sie an der Oberfläche schwimmen. Fertige Ravioli mit einem Schaumlöffel aus dem Topf holen und gut abtropfen lassen.

Zum Anrichten die geschmolzene Butter unterheben die alles mit geriebenem Halloumi und zusätzlicher Minze bestreuen.

0011

Rezept adaptiert aus: Vefa Alexiadou, Vefa’s Kitchen