Spinat-Joghurtsuppe mit Walnuss und Sesamfladen

Die Idee zu dieser Suppe stammt von Saliha Mahmood Ahmed*, und sie hat mich sofort begeistert – schon wegen der Farbe. Als dann Spinat in der Abokiste war, war klar, was sein Schicksal sein würde. Ich war ein wenig misstrauisch – ob das Grün so toll erhalten bleiben würde wie beim Original?

Ja, das tat es. Und das liegt daran, wie die Suppe hergestellt wird: es wird eine Suppenbasis aus langsam karamellisierten Zwiebeln und Hühnerbrühe gekocht, bei der gemahlene Walnüsse für die Cremigkeit sorgen. Der Spinat wird mit dem Joghurt püriert und erst dann in die fertig gegarte Suppe gegeben. Nicht nur die Farbe macht Spaß, sondern auch die angenehme Säure der Suppe und die leichte Bitternoten von Safran und Bockskornklee.

Die Suppe stammt aus der alten Mogul-Küche und heißt dort Eshkinah Shirazi. Spannenderweise gibt es ein gleichnamiges iranisches Rezept, das aber eine völlig andere Suppe ergibt – sie wird aus Zwiebeln, Eiern, Mehl und Kartoffeln gekocht.

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Und weil das thematisch richtig gut passt, schiebe ich die Suppe rüber zu Zorra. Dort sucht nämlich Manuela im laufenden Blogevent Gerichte, bei denen die Farbe Grün den Ton angibt.

Ich habe kleine Fladenbrote zur Suppe serviert. Die bestehen aus einem einfachen Backpulverteig, sind fix gemacht und dank Koriandergrün und Sesamsaat schön würzig.

Für 4 Personen:

Zutaten:

Suppe:

  • 50 g Butter
  • 2 Zwiebeln
  • 50 g Walnusskerne
  • 1 EL Mehl
  • 500 ml Hühnerbrühe
  • 1 Prise Safranfäden
  • 1 TL getrocknete Minze
  • 1 TL Bockskornkleesaat
  • 1/2 TL Chiliflocken
  • 300 g Babyspinat
  • 300 g griechischer Joghurt (Fettgehalt 10%)
  • Salz

Sesamfladen:

  • 275 g Mehl, ich hatte Type 550
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 TL Salz
  • 1 EL frisch gehacktes Koriandergrün
  • 120 ml Milch
  • 2 EL neutrales Öl
  • 6 TL Sesamsaat
  • 2 EL Ghee

Arbeitsschritte:

Für die Sesamfladen Mehl mit Salz, Backpulver und Koriandergrün in einer Schüssel vermengen. Die Milch leicht erwärmen, mit dem Öl verquirlen, die Mischung zum Mehl geben und alles zu einem weichen, geschmeidigen Teig verkneten.

Den Teig in acht gleich große Bällchen teilen. Auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu kleinen, ca. 2 mm dünnen Fladen ausrollen. Fladen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben, mit etwas Wasser bepinseln und mit der Sesamsaat bestreuen. Mit Frischhaltefolie abdecken und 30 min bei ZImmertemperatur ruhen lassen.

Das Ghee schmelzen. Die Teigfladen in einer Pfanne portionsweise auf jeder Seite ohne Fett in ca. 3 bis 4 min goldbraun braten, dann herausnehmen und mit Ghee bestreichen. In ein sauberes Geschirrtuch einschlagen, so bleiben sie weich.

Für die Suppe die Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden. Die Walnusskerne im Blitzhacker mahlen. Safran mit einer Prise Salz mörsern und in etwas warmem Wasser einweichen.

Butter in einem Topf zerlassen und die Zwiebeln darin langsam anbraten, bis sie goldbraun und karamellisiert sind. Das braucht seine Zeit – es kann bis zu 30 min dauern.

Gemahlene Nüsse und Mehl einstreuen und unter Rühren kurz mit anrösten. Brühe unter ständigem Rühren angießen, damit keine Klümpchen entstehen. Safran mitsamt dem Einweichwasser, getrocknete Minze, Bockshornklee und Chiliflocken in die Suppe rühren. Alles zum Kochen bringen und ca. 10 min köcheln lassen. Den Herd ausmachen.

Den Spinat mit dem Joghurt im Mixer fein pürieren. Die Mischung langsam in die Suppe rühren. Original wird die Suppe dann nicht mehr erhitzt, damit nichts gerinnt. Mir war die Suppe so entschieden zu kalt. Ich habe sie auf niedriger Stufe erwärmt. Dabei konstant langsam in eine Richtung rühren, dann gerinnt nichts und man hat trotzdem eine warme Suppe.

Suppe mit Salz abschmecken und gleich mit den Sesamfladen servieren.

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4 Kommentare

  1. Die Farbe ist ja der Hammer. Toll, dass das Spinatgrün so schön erhalten geblieben ist.
    Die Suppe stelle ich mir von den Aromen her richtig lecker vor.

    Liebe Grüße
    Britta

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