Tebirkes – Dänisches Plundergebäck mit Marzipan und Mohn

Dänemark kenne ich bisher nur vom Durchfahren – auf dem Weg zur Fähre nach Norwegen. Mal richtig Zeit in dem Land zu verbringen, habe ich bisher nicht geschafft. Gut, dass Dänemark in diesem Monat die Station der kulinarischen Weltreise ist, dann reise ich halt erst mal auf dem Teller nach Dänemark.

Neben anderem verbinde ich das kulinarische Dänemark mit Plunderteilchen – und ich liebe Plunderteilchen, traue mich aber nur selten daran, sie selbst zu machen. Und das war jetzt die Gelegenheit. In Trine Hahnemanns Buch über die Küche Kopenhagens* gibt es nämlich ein Rezept, das ich schon lange ausprobieren wollte, nämlich dieses mit Marzipan gefüllte Plundergebäck mit reichlich Mohn. Trine Hahnemann schreibt, dass sie das Plundergebäck gerne zum Frühstück isst – da würde ich eine ungefüllte Variante vorziehen, mit der Füllung esse ich die Teilchen lieber als etwas Süßes zum Nachmittag. Eine ungefüllte Version findet Ihr in Petras älterem Brot-Blog – die muss ich unbedingt auch noch ausprobieren.

Trine Hahnemanns Buch habe ich Euch hier näher vorgestellt. Und an dänischen Gerichten findet Ihr die brennende Liebe auf dem Blog, die Hot Dogs und außerdem Traumkuchen – und natürlich das berühmte Roggenbrot.

Für 20 Stück:

Zutaten:

Füllung:

  • 150 g Marzipanrohmasse
  • 125 g Butter, Zimmertemperatur
  • 1 Prise Salz
  • 3 EL Zucker

Teig:

  • 10 g frische Hefe
  • 150 ml lauwarmes Wasser
  • 1 Ei
  • 1/2 TL Salz
  • 1 EL Zucker
  • 325 g Mehl (Weizen 550), plus etwas zum Arbeiten
  • 300 g Butter

Zum Fertigstellen:

  • 1 Ei
  • 50 bis 100 g Mohnsamen

Arbeitsschritte:

Für den Teig die Butter in dünne Scheiben schneiden und in den Kühlschrank stellen.

Das Mehl mit Zucker und Salz in eine Schüssel geben, dann die Hefe dazubröseln. Wasser und Ei zugeben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Schüssel abdecken und den Teig in ca. 60 min zu doppelter Größe aufgehen lassen, dann für 15 min in den Kühschrank stellen.

Nun den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Quadrat (ca. 45 x 45 cm) ausrollen. In die Mitte des Quadrates ein Quadrat aus den gekühlten Butterscheiben legen. Die Ränder des Teiges über die Butter falten, erst oben und unten, dann die Seiten. Die Butter muss bedeckt sein. Nähte gut festdrücken und den Teig zu einem Rechteck ausrollen; dabei ist wichtig, dass die Butter nicht herausquillt. Eine Schmalseite um ein Drittel zur Mitte falten, die andere Schmalseite ebenso; das ergibt 3 Lagen. Teig in Frischhaltefolie packen und für 30 min in den Kühlschrank stellen. Das Ausrollen und Falten noch zweimal wiederholen, dazwischen immer wieder kühlen.

Inzwischen für die Füllung alle Zutaten glatt rühren und bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Nun den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck (55×35 cm) ausrollen. Der Länge nach halbieren und über die gesamte Länge jedes Teigstreifens mittig je die Hälfte der Füllung verteilen. Die Teigkanten über die Füllung falten und gut festdrücken, dann die Teigstreifen wenden; die Naht liegt jetzt unten.

Das Ei verquirlen. Die Teigstreifen damit bepinseln, großzügig mit Mohn bestreuen und in 5 cm breite Stücke schneiden. Stücke auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und 30 min ruhen lassen.

Den Ofen rechtzeitig auf 220°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Tebirkes 5 min backen, dann die Temperatur auf 200 °C reduzieren und die Tebirkes in 15 min fertig backen.

Und wie immer kommt hier der Blick in die Kochtöpfe der Reisegesellschaft – schaut unbedingt vorbei, es lohnt sich:

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40 Kommentare

    • Ich bin da lange drumherum geschlichen – obwohl ich Plundergebäck liebe. Aber wenn man sich mal drüber traut, ist es gar nicht so dramatisch :-).

  1. […] Brittas Kochbuch: Hotdog-Brötchen + Sylteder Agurker Salat – eingelegter Gurkensalat | Chili und Ciabatta: Skagenslapper – Brötchen mit Sonnenblumenkernen und Mohn + Dänisches Apfel-Schichtdessert – Gammeldags æblekage + Dänisches Sauerteig-Roggenbrot – Rugbrød | Küchenmomente: Dänischer Traumkuchen – Drømmekage |magentratzerl: Tebirkes […]

  2. Die Tebirkes stehen bei mir auch schon lange auf der Liste und für den Event wollte ich sie eigentlich machen – aber ich komme ja zu nix. 😉
    Deine Exemplare sind wunderschön geworden, Kompliment!

  3. Hallo Susanne, leider habe ich keine Tebirkes in Dänemark gekauft und versucht. Dann „muss“ ich wohl mal dein Rezept ausprobieren, um in den Genuss zu kommen. Lg, Ulrike

  4. Mohn und Marzipan sind genau mein Geschmack. Bisher bin ich auch vor Plunderteig zurückgeschreckt, aber vielleicht ist das mal ein schönes Programm für ein verregnetes Herbstwochenende?

    Liebe Grüße
    poupou

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