Dry Curry Bento

Jetzt aber noch ein Bento aus dem neuen Buch von Makiko Ito*. Das Ganze kann man super vorbereiten, portionsweise einfrieren und sich bei Bedarf ein Essen zusammenstellen.

Das Fleischragput ist ein Soboro – das sind klassische japanische Gerichte aus Hackfleisch oder zerkrümeltem Tofu. Soboros sind sehr vielseitig und lassen sich gut einfrieren – optimal also, um sie für Bentos zu verwenden.

Hier gibt es ein mit Curry und Rosinen gewürztes Soboro, eine Anlehnung an die klassischen japanischen Currys. Das Rezept für das Curry ergibt mehr als eine Portion; man kann es aber sehr gut einfrieren. Und es ist vielseitig verwendbar – man kann es, wie hier, mit Reis servieren, es mit Pasta vermischen, ein Omelett oder Sandwich damit füllen. Dazu gibt es gegarten Reis mit Erbsen und einen kleinen Salat, der dank Joghurt die Curryschärfe etwas ausgleicht.

Dry-Curry-Bento

Bento mit Curry-Soboro, Reis und Salat

Gericht Bento
Länder & Regionen Japan
Keyword Soboro
Portionen 1 Portionen

Zutaten

Dry Curry (ergibt ca. 8 Portionen)

  • etwas Pflanzenöl zum Braten
  • 1 Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 2 cm Ingwer
  • 450 g gemischtes Hackfleisch
  • 2 EL Rosinen
  • 3 EL Wasser
  • 2 EL Currypulver
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 hart gekochtes Ei

Reis mit grünen Erbsen (eine Portion)

  • 2 EL TK-Erbsen
  • 200 g gegarter heißer Reis; am liebsten Sushi-Reis
  • Salz
  • 1/2 EL Butter

Tomaten-Gurken-Salat mit Minze und Joghurt (1 Portion)

  • 2 Kirschtomaten
  • 10 cm Gurke
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 2 EL Naturjoghurt
  • etwas getrocknete Minze

Anleitung

  1. Zuerst zum Curry: Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. 

  2. Das Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel darin glasig anbraten, dann Knoblauch und Ingwer zugeben und kurz mitbraten.

  3. Das Hackfleisch in die Pfanne geben unter Rühren krümelig braten. Dann Wasser und Rosinen zugeben und alles braten, bis alle Flüssigkeit verdampft ist. 

  4. Das Hackfleisch zur Seite schieben. Currypulver in die (leere Seite der) Pfanne geben und kurz anrösten, dann alles wieder vermengen. Curry mit Salz und Pfeffer abschmecken und abkühlen lassen. Ein Teil des Currys kommt in die Box, den Rest kann man (portionsweise) einfrieren oder für 3 bis 4 Tage im Kühlschrank aufbewahren. 

  5. Für den Reis die Erbsen in eine mikrowellengeeignete Schüssel geben und kurz auftauen. Zusammen mit Butter und Salz unter den Reis mischen. 

  6. Für den Salat die Kirschtomaten vierteln. Die Gurke würfeln und mit etwas Salz bestreuen. In Küchenpapier wickeln und die überschüssige Flüssigkeit herauspressen. Alle Zutaten in einer kleinen Schüssel vermischen. 

  7. Zum Packen der Box den Salat in ein kleines Förmchen geben und in die Box stellen. Etwas vom Curry in einen Teil der Box geben. Das Ei schälen, zerkleinern und darüber streuen. Restliche Box mit Reis auffüllen. 

Gefüllter Kohlrabi nach Lisl Wagner-Bacher

Das ist ein Gericht aus der Rubrik “Schnelle Küche” in Lisl Wagner-Bachers Buch*. Der Kohlrabi hat mich sehr angelacht. Und beim Lesen des Rezepts habe ich dann ein bisschen die Stirn gerunzelt – wie, schnelle Küche?

Das Gericht hat schon ein paar Komponenten mehr, so etwas wie “Fünf Zutaten” oder “30 Minuten” kann man getrost vergessen. Es werden Kohlrabis ausgehöhlt, die Zutaten für die Füllung gegart, eine Sauce hergestellt und es gibt noch frittierte Kohlrabistäbchen auf den Teller. Blitzküche ist es nicht.

Aber feine Alltagsküche, wir waren jedenfalls hingerissen. Ich habe für Euch auf die Uhr geschaut –  eine gute Stunde, dann stehen die Kohlrabi auf dem Tisch. Und es lohnt sich.

Gefüllter Kohlrabi

Kohlrabi, gefüllt mit Kartoffel und Schinken, dazu Schinkensauce und frittierte Kohlrabistäbchen

Gericht Hauptgang
Länder & Regionen Österreich
Keyword Kohlrabi, gefüllt
Portionen 4 Portionen

Zutaten

Gefüllte Kohlrabi:

  • 8 sehr kleine Kohlrabi
  • 100 g gewürfelte Kartoffeln
  • 100 g Erbsen
  • 160 g Kochschinken
  • 1 EL Butter
  • etwas Gemüsebrühe zum Aufgießen
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Butterschmalz zum Anbraten
  • 100 g Ricotta
  • 1 EL geriebener Parmesan
  • Butterflöckchen

Panierte Kohlrabistreifen:

  • 1 kleiner Kohlrabi
  • Salz
  • etwas Mehl
  • 1 Ei
  • Semmelbrösel
  • Öl zum Frittieren

Schinkenfond:

  • 70 g Butter
  • Abschnitte vom Schinken
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 1 Kartoffel, gekocht und zerdrückt
  • Salz

Anleitung

  1. Für die gefüllten Kohlrabi die Kohlrabi schälen und dann aushöhlen. Das Aushöhlen geht mit einem Kugelausstecher am besten, aber ein Kaffeelöffel tut es auch. Das Innere des Kohlrabi in kleine Würfel schneiden. 

  2. Ausgehöhlte Kohlrabi, das Innere der Kohlrabi, Kartoffeln und Erbsen jeweils getrennt voneinander in Salzwasser bissfest kochen. Abgießen und beiseite stellen. 

  3. Schinken in feine Würfel schneiden, Abschnitte für die Sauce beiseite legen. 

  4. Schinkenwürfel in Butterschmalz anrösten. Erbsen, Kohlrabi und Kartoffelwürfel  dazu geben. Butter zugeben, mit ein wenig Brühe aufgießen, kurz köcheln lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

  5. Die Kohlrabi jeweils mit etwas Ricotta, dann mit der Kohlrabimasse füllen. Parmesan darüber streuen und Butterflöckchen aufsetzen. In eine Auflaufform geben und den Backofengrill vorheizen. 

  6. Für die Sauce 50 g Butter langsam erwärmen, bis sie braun wird; dann hat man Nussbutter. 

  7. In der restlichen Butter die Schinkenabschnitte anbraten, mit Gemüsebrühe aufgießen, dann die zerdrückte Kartoffel zugeben und alles erwärmen. Mit dem Stabmixer aufmixen,bis die Sauce bindet, dann mit der Nussbutter verfeinern.

  8. Die gefüllten Kohlrabi im Ofen überbacken, bis die Oberfläche leicht bräunt.

  9. Inzwischen für die Kohlrabistäbchen den Kohlrabi schälen und in sehr feine Stäbchen schneiden. Kurz in Salzwasser blanchieren, dann gut abtropfen lassen und trocken tupfen.

  10. Mehl in eine Schale geben und leicht salzen. Ei in einer zweiten Schale verquirlen und ebenfalls leicht salzen. Semmelbrösel in eine dritte Schale geben. 

  11. Zum Panieren die Kohlrabistäbchen erst in Mehl, dann in verquirltem Ei und schließlich in Semmelbröseln wälzen. 

  12. Kohlrabistreifen in Öl knusprig braun frittieren und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

    Sauce nochmals mit dem Stabmixer aufmixen.

  13. Zum Servieren gefüllten Kohlrabi mit etwas Sauce und Kohlrabistäbchen auf Tellern anrichten; restliche Sauce dazu reichen. 

Spargelrisotto mit Minz-Frühlingszwiebel-Salsa

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Endlich Spargelzeit! Einige Male gab es hier schon Spargel, aber nichts sensationell Neues  – zum Anfang der Saison muss ich immer erst einmal die Klassiker durchkochen. Und wenn die erste Gier gestillt ist, dann ist auch wieder Zeit für Experimente.

So wie bei diesem  Risotto, das ich im delicious magazine gefunden habe. Grüner Spargel, Frühlingszwiebel, Erbsen, so weit ist das alles ganz konventionell. Aber dazu gesellen sich auch noch ein Püree aus Erbsen, Spinat, Petersilie und Zitrone, das nicht nur für Aroma, sondern auch für Farbe sorgt.

Und dann gäbe es auch noch eine Salsa aus Minze, Frühlingszwiebeln, Zitrone und Sardellen, mit der das Risotto serviert wird – das gibt nochmal ordentlich Schwung. Zusammen mit dem Parmesan, der sowieso an das Risotto kommt, ist Geschmack garantiert.

Ich war diesmal ein wenig faul und habe das Risotto von der neu eingezogenen iPrep&Cook * rühren lassen – das funktioniert gut, ist aber eher so eine Art Goodie. Es spart ein bisschen Rührarbeit, aber ich finde, für ein ordentliches Risotto wirft man nicht einfach Zutaten in eine Maschine und lässt sie arbeiten. Ich habe das automatische Rühren also ein paar Mal unterbrochen ;-).  Ich schreibe Euch spaßeshalber mal beide Zubereitungsmethoden auf. So viel Unterschied ist da gar nicht.

  • 2 EL Olivenöl, plus 3 EL extra
  • ein Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 Stange Sellerie
  • 400 g grüner Spargel
  • 1 bis 1,25 l Gemüsebrühe
  • 350 g Risottoreis
  • 200 ml Weißwein
  • ein Bund Minze
  • 3 Sardellenfilets
  • Saft und Schalenabrieb von 1 Zitrone
  • 200 g Erbsen
  • 50 g Butter
  • 75 g Pecorino, gerieben
Für das Püree:
  • 200 g Erbsen
  • 100 g Spinat
  • 2 EL Rapsöl
  • Saft einer Zitrone
  • Petersilienblätter
Grünes und Weißes der Frühlingszwiebeln getrennt voneinander fein hacken. Sellerie ebenfalls fein hacken. Spargel putzen und die Stiele  in feine Scheiben schneiden, die Spitzen beiseite legen. Minze zupfen und die Blättchen hacken.
Für das Püree alle Zutaten in einen Mixer geben und glatt pürieren. Mit Salz und Pfeffer würzen und beiseite stellen.
2 EL Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und das Weiße der Frühlingszwiebeln zusammen mit Sellerie und Spargelstängeln ca. 10 min braten, bis alles weich ist.
Brühe erhitzen und warm halten.
Reis zum Gemüse geben und rühren, bis alles mit Öl überzogen ist. Wein angießen und einkochen lassen. Dann Brühe schöpflöffelweise angießen und immer wieder durchrühren bis der Reis gegart ist.
Während der Reis gart, eine Salsa herstellen: das Grüne der Frühlingszwiebeln zusammen mit der Minze, Anchovis, Olivenöl,  Zitronenschale – und abrieb vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
5 Minuten vor Ende der Garzeit die Spargelspitzen, Erbsen und das Püree  zum Reis geben und alles weitergaren, bis der Reis gar ist.
Dann Butter und Parmesan einrühren.
Ich habe es mir einfacher gemacht: ich habe Frühlingszwiebeln, Spargel und und Sellerie 10 min bei 90°C auf Rührstufe eins gebraten, dann denn Reis zugegeben, eine Minute weiterbraten lassen, den Wein zusammen mit der heißen Gemüsebrühe angegossen und den Risotto 15 min bei 90°C auf Stufe eins rühren lassen. Danach habe ich die Erbsen, Spargelspitzen und das Püree zugeben und nochmal 5 min auf 90°C gegart, schließlich Butter und Parmesan zwei Minuten auf 90°C untergerührt.
Den Risotto auf Teller verteilen und mit der Salsa beträufelt servieren.

Hühnchen mit Erbsen und Lauch aus dem Ofen

Erbsen sind so ein Standardgemüse, das ich immer in der Tiefkühle habe. Kann man immer brauchen. Diesmal war dann noch etwas Lauch in der Abokiste, und meine Rumsucherei in der Kochbuchbibliothek spuckte dieses Gericht aus.

Das Rezept ist von Nigella Lawson*, und das bedeutet wie üblich Folgendes: es ist sehr einfach und trotzdem ist ein besonderer Dreh dabei: das Ganze ist ein sehr einfach zuzubereitendes Gericht, es wird einfach alles zusammen in einer Form im Ofen gegart.  “Traybake” – ist gerade schwer angesagt. Ob es wohl “one pot” ablösen wird? Der Clou ist, dass die Erbsen einfach als unterste Schicht noch tiefgefroren in die Form kommen. Die Erbsen bekommen zwar so eine 70er-Jahre-Dosenerbsen-Farbe durch die lange Garzeit, werden aber genau richtig weich und schön süß. Und außerdem produzieren sie am Anfang der Garzeit beim Auftauen ordentlich Dampf. Das heißt, das Hühnchen wird erst gedämpft und dann gebraten, es ist also butterzart und saftig innen und herrlich knusprig außen.

Klingt gut? Dann los! Aber achtet darauf, dass Eure Auflaufform groß genug ist; zwischen den Hühnchenstücken muss Platz sein, damit das Ganze funktioniert.

Für 4 Personen:

  • 500 g Erbsen, tiefgefroren
  • 200 g Lauch (eine Stange)
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 50 ml trockener Wermut
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Bund Dill
  • 4 Hühnerschenkel

Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Lauch putzen, in 2 cm dicke Ringe schneiden, gründlich waschen und abttropfen lassen. Knoblauch schälen und fein hacken. Dill zupfen und die Blättchen grob hacken. Die Hühnerschenkel im Gelenk teilen.

Die gefrorenen Erbsen auf dem Boden der Auflaufform verteilen. Lauch, Knoblauch, Wermut, 1 EL Olivenöl und einen Großteil des Dills zugeben. Alles gründlich durchmischen und mit Salz würzen.

Hühnchenteile auf das Gemüse legen, salzen und mit dem zweiten Esslöffel Olivenöl beträufeln. Alles für 45 min in den Ofen schieben.

Form herausnehmen und die Erbsen etwas druchmischen. Die Erbsen, die an der Oberfläche liegen, sollen in die Garflüssigkeit, damit sie nicht austrocknen. Der Lauch kann ruhig an der Oberfläche bleiben und ein wenig karamellisieren. Die Form für weitere 30 min in den Ofen schieben, bis das Hähnchen gegart und die Haut knusprig ist.

Zum Servieren den restlichen Dill über das Gericht geben. Dazu passen Kartoffeln oder knuspriges Brot, jedenfalls etwas, um die köstliche Flüssigkeit aufzusaugen, die beim Garen entsteht.

Pasta mit cremiger Blumenkohlsauce

Es ist wirklich faszinierend, was man mit Blumenkohl alles anstellen kann. Erinnert Ihr Euch noch an die Pizzaböden aus Blumenkohl, die es vor einiger Zeit überall zu sehen gab? Das fand ich nicht so überzeugend. In seiner Rolle als “Reis” oder Couscous hingegen gefällt der Blumenkohl mir gut.

Und jetzt bekommt er seinen Einsatz als cremige Pasta-Sauce: Blumenkohl enthält relativ viel Pektin, wenn man ihn also mit Flüssigkeit aufmixt und dabei etwas Öl einfließen lässt – ähnlich wie bei einer Mayonnaise – dann erhält man eine cremige Sauce; die gut zu Pasta passt. Und wirklich wunderbar schmeckt, hier waren alle begeistert. Sogar mein Sohn, der Blumenkohl in Reinform eher nicht so prickelnd findet.

Gefunden habe ich die Idee bei Food 52. Dort heißt dieses Rezept “Blumenkohl-Carbonara”, aber das fand ich dann doch …. sehr mutig. Ich habe ein paar Anpassungen für uns vorgenommen, das Prinzip ist aber natürlich das Gleiche.

Der gegarte Blumenkohl wird ja mit Öl aufgemixt; im Original wird Olivenöl verwendet. Das finde ich schwierig; Olivenöl wird beim Mixen gerne bitter. Ich verwende lieber Rapsöl. Netterweise habe ich vor einiger Zeit von der Teutoburger Ölmühle ein hochwertiges Rapskernöl zum Probieren bekommen; das habe ich verwendet.

Für 2 bis 3 Portionen:

Blumenkohl-Grundsauce:

  • 200 g Blumenkohl (Röschen und Stiele), zerteilt
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 125 ml Rapsöl
  • Salz

Pasta:

  • 1 EL Rapsöl
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 150 g Erbsen
  • Salz, Pfeffer
  • eine Handvoll glatte Petersilie
  • 20g Parmesan
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 250 g trockene Pasta, eine Sorte, die Saucen gut aufnimmt

Für die Sauce den Blumenkohl in der Gemüsebrühe in ca. 20 min sehr weich kochen. Dann alles in einen Mixer geben und pürieren. Dabei in dünnem Strahl das Öl einlaufen lassen. Mit Salz abschmecken.

Pasta in reichlich Salzwasser nach Packungsanleitung al dente kochen.

Frühlingszwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Knoblauch schälen und hacken.

Öl in einer Pfanne erhitzen, Frühlingszwiebeln braten, bis sie weich und dunkelgrün werden, dann den Knoblauch zugeben und kurz mitbraten. Die Sauce angießen und die Erbsen zugeben und alles 3 bis 4 min köcheln lassen, bis die Erbsen gegart sind. Käse reiben. Petersilie zupfen und hacken; beides ebenfalls zu Sauce geben. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Pasta abgießen, unter die Sauce mischen und alles sofort servieren.

Erbsen-Basilikum-Suppe mit Zitronen-Cashewcreme und Kakao-Dukkah

Ich gebe zu, dies ist eine abgespeckte Version des Originalrezeptes aus der “Grünen Stadtküche“*.

Die Erbsen werden eigentlich frisch aus der Schote gepult, das ist im Winter etwas schwierig. Ich mag Erbsen sehr und habe immer ein Päckchen Tiefkühlware da; das habe ich verwendet.

Und dann ist das Rezept für sehr viele Personen berechnet und bietet ganz viele unterschiedliche Toppings an: Croutons, eine Cashew-Zitronencreme, Crème Fraîche, ein Chipotle-Öl, Frühlingszwiebeln, Kakao-Dukkah…wir waren nur zu zweit; ich habe also ein wenig Frühlingszwiebeln in die Suppe gegeben, die Cashew-Creme und Dukkah dazu serviert. Und statt Baguette die Sauerteig-Pitta.

Ich gebe Euch also hier das Rezept für eine große Portion Suppe und für Dukkah und Zitronencreme, beide haben es mir angetan:

Für 6 Personen:

Suppe:

  • 1,5 kg Erbsen, TK-Ware
  • 1 EL Sonnenblumenöl
  • 4 Zwiebeln
  • 1,5 l Gemüsebrühe
  • 500 g Kartoffeln
  • 1 TL Rohrohrzucker
  • 1 Bund Basilikum
  • 300 ml Milch (original: Reismilch)
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 3 Frühlingszwiebeln

Cashew-Zitronencreme:

  • 3 EL Cashewmuss (Bioladen)
  • 1 TL Saft und Schalenabrieb von 1 Bio-Zitrone
  • Salz

Kakao-Dukkah:

  • 25 g frisch geröstete Mandeln (original: Haselnüsse)
  • 1 TL Kakao-Nibs
  • 1 TL Korianderkörner, frisch geröstet
  • 1 TL Fenchelsaat, frisch geröstet
  • 1 Msp. Kreuzkümmelpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 1 TL Pfeffer aus der Mühle
  • 1 großzügiger TL Sesamsaat, frisch geröstet

Für die Suppe die Zwiebeln schälen und fein hacken. Kartoffeln schälen und würfeln.

Das Öl in einem großen Topf erhitzen. Die Zwiebeln darin anbraten, bis sie ein wenig Farbe annehmen. Die Gemüsebrühe angießen, dann die Kartoffeln zugeben. Aufkochen und alles ca. 5 min köcheln lassen. Erbsen und Zucker zugeben, dabei eine Handvoll Erbsen für die Dekoration zurückbehalten. Aufkochen, dann die Temperatur reduzieren und alles bei geschlossenenem Deckel 10 min köcheln lassen.

Inzwischen das Basilikum zupfen. Die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Für die Cashew-Zitronencreme alle Zutaten mit 2 bis 3 EL Wasser in einem kleinen Schälchen verquirlen.

Basilikum und Milch zur Suppe geben und alles mit dem Stabmixer aufmixen. Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Dukkah die Nüsse im Blitzhacker zerkleinern. Alle anderen Zutaten mit Ausnahme des Sesams zugeben und so hacken, dass die Mischung noch etwas stückig bleibt. Sesam untermischen.

Zum Servieren die Suppe auf Schalen verteilen. Mit Erbsen, Frühlingswiebelröllchen und Zitronen-Cashewcreme garnieren, Brot und Dukkah dazu reichen.

Halloumi im Speckmantel auf Erbsensalat


Halloumi! Wir nennen ihn auch gerne Quietschekäse. Und wir mögen Geschmack und Konsistenz einfach zu gerne. Insofern  ist dieses Rezept aus dem Olive-Magazine stante pede auf meiner imaginären Nachkochliste gelandet.
Und dann noch Erbsen dazu! Und Erbsensprossen! Erbsensprossen ziehe ich regelmäßig; die haben so ein tolles Aroma und sind wunderbar knackig. Gerade, wenn es saisonbedingt nicht so viel Grünzeug gibt, sind sie ein wunderbares Trostpflaster.
Es ist ziemlich einfach, diese Microgreens zu ziehen: Ihr füllt einen Blumentopf mit Erde, gebt Erbsensamen darauf, deckt diese dünn mit Erde ab. Den Topf mit Frischhaltefolie abdecken, um ein Gewächshaus zu simulieren und die Erde einmal am Tag mit einer Blumenspritze befeuchten. nach einer guten Woche könnt Ihr ernten.
Und natürlich dieses kleine Gericht zubereiten – für ein wenig Sommergefühl an diesen Tagen mit wenig Licht….


Für 2 Personen:

  • 200 g Erbsen, TK-Ware
  • 1/2 TL Senf
  • 1 EL Rotweinessig
  • 1 EL Olivenöl
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 6 Scheiben Bacon
  • 1 Packung Halloumi
  • 50 g Erbsensprossen
Erbsen in ein Sieb geben und zum Auftauen mit kochendem Wasser übergießen. Gut abtropfen lassen.
Senf und Essig in einer kleinen Schüssel verquirlen, Öl einrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Frühlingszwiebeln putzen, in feine Ringe schneiden und zum Dressing geben.
Speckscheiben auf ein Schneidbrett geben. Mit dem Rücken eines Messers leicht an ihnen langfahren, um sie etwas zu strecken. Halloumi in 6 Stücke schneiden und jedes Stück in eine Scheibe Speck wickeln.
Eine beschichtete Pfanne erhitzen. Halloumi von allen Seiten braten, bis der Speck knusprig ist.
Erbsen und Erbsensprossen zum Salat geben. Salat auf 2 Teller verteilen, den Halloumi darauf anrichten und alles gleich servieren.

Ousi – Gefüllter Blätterteig aus Palästina

Es gibt ein paar Teigtaschenrezepte in “Jaan“* – klar, dass ich zumindest eines ausprobieren musste.

Ousi sind Blätterteigtaschen aus Palästina; es ist also eines der Schwiegersohnrezepte aus dem Buch. Das Rezept ist ein Klassiker, der in jedem arabischen Land anders zubereitet wird. In Alis Familie besteht die Füllung aus Rinderhack, gegartem Reis, Karotten, Erbsen und Rosinen und gewürzt wird mit Kurkuma, Zimt und Kardamom.

Wir haben die Taschen noch warm gegessen, sie schmecken aber auch kalt sehr gut und sind prima zum Mitnehmen.

Im Original wird auf gekauften Blätterteig zurückgegriffen; ich habe statt dessen den bewährten Topfenblätterteig verwendet.

Für 8 Teigtaschen:

  • Topfenblätterteig aus 200 g Mehl, hergestellt wie hier beschrieben oder 1 Rolle Blätterteig (275 g)
  • 20 g Pinienkerne
  • 20 g Mandelstifte
  • 2 EL Olivenöl
  • 50 g Basmatireis
  • 50 g Butterschmalz
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Karotte
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 150 g Rinderhack
  • 50 g Erbsen (TK)
  • 2 TL Gemüsebrühpulver
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Zimt
  • 1 Msp Kardamompulver, frisch gemörsert
  • 60 g Rosinen
  • 1 Eigelb
  • 1 EL Schwarzkümmel oder Sesamsaat
  • Öl zum Arbeiten

Pinienkerne in der Pfanne ohne Fett anrösten.

Reis mit 20 g Butterschmalz und etwas Salz in einem Topf unter Rühren anrösten, dann 150 ml Wasser angießen und den Reis zudeckt bei schwacher Hitze ausquellen lassen. Vom Herd nehmen.

Karotte schälen und fein würfeln. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken. Zwiebel im restlichen Butterschmalz glasig anbraten, dann Knoblauch und Karotte zugeben und 5 min mitbraten.

Hackfleisch, Erbsen und Brühpulver zugeben und das Fleisch unter Rühren krümelig braten. Mit Kurkuma, Salz, Pfeffer, Zimt und Kardamom würzen. 100 ml Wasser angießen und alles kochen, bis das Wasser verkocht ist.

Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Reis und Nüsse unter die Hackfleischmasse rühren.

Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem nicht zu dünnen Rechteck ausrollen und dieses dann in 8 gleich große Quadrate schneiden. Ein nicht zu tiefes Dessertschälchen mit Öl auspinseln, ein Teigquadrat hineinlegen, gut 2 EL der Füllung hineingeben, die Ecken des Teiges nach innen klappen und die Ränder gut zusammendrücken.Teigtasche auf das Blech setzen und weitermachen, bis Teig und Füllung aufgebraucht sind.

Eigelb verquirlen, Teig damit bestreichen und mit dem Schwarzkümmel bestreuen. Im heißen Ofen ca. 30 min backen.

Dazu passt Joghurt.

Paratha mit Erbsenfüllung

Es gibt in “India Streetfood“* natürlich eine Menge Rezepte, die etwas mit Teig zu tun haben – gerne Dinge, die man zu Fladenbrot oder Brötchen isst oder auch Gefülltes. Das hat eine gewisse Logik; man kann so etwas halt gut “auf der Hand” essen.

Ich wollte unbedingt eines der gefüllten Fladenbrote ausprobieren. Die Vorratslage schrie dann nach Paratha mit Erbsen. (Bin ich eigentlich die Einzige, die in sehr kurzen Abständen das Gefühl hat, dass die Tiefkühle un-be-dingt ausgemistet gehört, weil sonst der Überblick komplett futsch ist?).

Ach, wie auch immer. Das Gericht kommt aus Delhi, dort gibt es zahlreiche Varianten dieser gefüllten Brote; es gibt sogar süße. Bei den Streetfood-Ständen werden sie auf Bestellung frisch zubereitet und frittiert. In dieser Version hier sind sie etwas leichter – aber nicht minder gut.

Die Füllung wird mit Amchoor * gewürzt. Das ist ein säuerliches Pulver aus unreifen Mangos. Man kann im Notfall statt dessen etwas Zitronensaft verwenden, aber Amchoor hat ein ganz eigenes Aroma, es lohnt sich, eine Packung davon anzuschaffen.

Für 8 Parathas:

Teig:

  • 300 g Atta-Mehl (Mischung für indisches Fladenbrot; ich hatte statt dessen 150 g Weizenvollkorn und 150 g Weizen 550)
  • 1/4 TL Salz
  • 1 EL Sonnenblumenöl
  • 160 ml Wasser

Füllung:

  • 400 g Erbsen (TK-Ware)
  •  Salz
  • 1 TL Kreuzkümmelsaat
  • 1/2 TL Cayennepfeffer
  • 1 TL Amchoor
  • Ghee (geklärte Butter) oder Sonnenblumenöl zum Braten

Für den Teig die Mehlsorten mit dem Salz in einer Schüssel mischen. Das Öl zugeben, dann unter Kneten so viel von den 160 ml Wasser zufügen, bis ein weicher, aber nicht klebriger Teig entsteht. Teig 2 min durchkneten, dann die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und den Teig mindestens 15 min ruhen lassen.

Inzwischen die Erbsen in fünf bis sieben Minuten in Salzwasser weich kochen. Abgießen, in eine Schüssel geben und etwas abkühlen lassen. Mit Kreuzkümmel, Cayennepfeffer und Amchoor würzen, gut vermengen und mit Salz abschmecken. Dann mit dem Kartoffelstampfer etwas zerdrücken.

Den Teig in 8 gleich große Portionen teilen. Jede Portion auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Fladen von ca. 7,5 cm ausrollen. Die Füllung in 8 gleich große Portionen aufteilen und auf die Mitte jedes Fladens eine Portion davon geben. Die Ränder übereinander legen und so festdrücken, dass die Füllung eingeschlossen ist.

Jedes Teil vorsichtig zu einem Kreis von 15 cm ausrollen. Nicht zu sehr drücken, damit die Füllung nicht herausgedrückt wird.

Eine Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen. Parathas von von jeder Seite ca. 2 min backen, bis sie etwas Farbe bekommen. Dann je einen TL Ghee oder Sonnenblumenöl über die Fladen träufeln und weitere 1 bis 2 min backen.

Zu den Parathas passt ein beliebiges Chutney. Ich hatte noch etwas Füllung übrig, weil ich 2 Parathas anders gefüllt habe. Die Füllung habe ich mit Joghurt, Chili und Kurkuma vermischt und dazu serviert.

 

Erbsenrisotto mit Zitronenricotta und Schinkenchip

Erbsen! Früher, also ganz früher, mochte ich ja keine Erbsen. Das musste wohl daran liegen, dass sie in meinem Elternhaus immer aus der Dose kamen. Die armen Erbsen! Meine Einstellung zu Ihnen hat sich grundlegend geändert, als ich sie “in frisch” kennengelernt habe. Und ich finde, TK-Ware ist hier ein guter Ersatz.

Das Rezept habe ich in einer Ausgabe der Essen & Trinken erspäht, und die Idee, ein Risotto mit ganzen Erbsen und Erbsenpüree zu machen ist doch klasse. Aber wie das so ist – selbstverständlich ist das Risotto auf dem Zeitschriftenfoto quietschgrün. Manchmal würde mich ja durchaus interessieren, mit was für Tricks da gearbeitet wird….

Dazu Ricottanocken mit Zitrone – das macht das Risotto schön frisch. Im Originalrezept war es das dann auch; es gesellen sich noch gerösteter, gemörserter Koriander dazu und frische Minze. Ich hatte von hier netterweise ein Carepaket mit Prosciutto San Daniele und Grana Padano bekommen und hatte die Idee, den Schinken aufgeknuspert zum Risotto zu servieren. Das mache ich jetzt öfter :-).

Für 4 Portionen:

Schinkenchips:

  • 4 hauchdünne Scheiben Rohschinken

Risotto:

  • 1 Schalotte
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 2 EL Olivenöl
  • 200 g Risottoreis
  • 150 ml Weißwein
  • 300 g Erbsen
  • Schalenabrieb von 1 Bio-Zitrone
  • 200 g Ricotta
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • einige Blättchen Estragon

Für die Schinkenchips die Schinkenscheiben so in eine Pfanne legen, dass sie sich nicht überlappen. Den Herd auf mittlere Hitze stellen und den Schinken langsam knusprig braten. Er ist fertig, wenn er sich etwas dunkler gefärbt hat und es in der Pfanne aufhört, zu knistern. Den Schinken auf Küchenpapier abtropfen lassen; er wird beim Abkühlen knusprig. In mundgerechte Stücke brechen und beiseite stellen.

Für den Risotto die Schalotte schälen und fein hacken. Die Gemüssebrühe erhitzen.

Das Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Schalottenwürfel darin glasig anbraten, dann den Reis dazu geben. Mitbraten, bis alle Körner vom Öl überzogen sind und glasig glänzen, dann mit dem Wein ablöschen. Einkochen lassen, dann nach und nach immer wieder Gemüsebrühe angießen. Zwischendurch immer wieder mal umrühren.

100 g Erbsen mit 150 ml heißer Gemüsebrühe pürieren. Den Ricotta mit dem Zitronenabrieb verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Estragonblättchen hacken.

Das Erbsenpüree unter den Risotto rühren und alles weiter einkochen lassen. Kurz vor Ende der Garzeit die ganzen Erbsen ebenfalls zugeben. Den Risotto mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Servieren den Risotto auf tiefe Teller verteilen. Vom Zitronenricotta mit einem nassen Teelöffel Nocken abstechen und auf den Risotto setzen. Mit Schinkenchips und Estragon garnieren und gleich servieren.