Garnelencurry mit Ananas

In diesem Monat trifft sich die Truppe der kulinarischen Weltreise in Singapur. Uff, das ist schwierig. Singapure ist ein melting pot – es treffen sich die Küchen einiger chinesischen Regions, Indiens, Malaysias und Indonesiens. Mag ich alles, wie soll ich mich da bitte entscheiden?

Ich habe hin und her überlegt und was mich erst mal am meisten angesprochen hat, ist dieses Curry. Es ist angenehm scharf, aber auch mild und cremig. Die Ananas darf ruhig noch etwas unreif sein, damit das Ganze nicht zu süß wird. Basis des Ganzen ist eine Gewürzpaste – rempah – wie sie in der malaiischen und indonesischen Küche gern verwendet wird. Und wenn man die Paste erst mal zusammengemixt hat, dann steht das Curry echt schnell auf dem Tisch.

Das Rezept habe ich bei Elisabeth Haigh gefunden. Sie ist in Singapur geboren, hat bereits einen Stern erkocht und führt heute ein Restaurant am Londoner Borough Market. Ein Buch kann ich Euch leider nicht verlinken, es wurde vom Markt genommen, weil Elisabeth Haigh es mit dem Abschreiben übertrieben hat – sie hat wohl nicht nur Rezepte, sondern auch ganze Familiengeschichten aus einem anderen Buch übernommen. Nun ja.

Für 4 Portionen:

Zutaten:

  • 2 EL neutrales Öl
  • 1 Dose Kokosmilch (400 g)
  • 500 g große Garnelen, geschält und entdarmt
  • 1/2 kleine Ananas
  • 2 grüne Chilis
  • 2 rote Chilis
  • Salz
  • etwas Zucker
  • frisch gehacktes Koriandergrün zum Servieren

Rempah:

  • 2 Kemiri-Nüsse oder Macadamia-Nüsse
  • 2,5 cm frische Kurkuma (oder 2 TL gemahlene)
  • 1 Stängel Zitronengras
  • 4 Schalotten
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 1 EL belachan (fermentierte Krabbenpaste; zur Not statt dessen mit Fischsauce abschmecken)

Arbeitsschritte:

Für das Rempah Kurkuma, Schalotten und Knoblauch schälen und in grobe Stücke schneiden. Vom Zitronengras die trockenen Enden entfernen, den Rest grob hacken. Alle Zutaten im Blitzhacker zu einer Paste mixen.

Ananas schälen, putzen und in mundgerechte Würfel schneiden. Chilis halbieren, die Samen entfernen und die Chilis in Scheiben schneiden.

Öl in einem Wok oder einem Topf erhitzen und die Gewürzpaste darin anbraten, bis sie zu duften beginnt. Die Hälfte der Kokosmilch und 100 ml Wasser* zugeben und unter Rühren zum Kochen bringen.

Garnelen, Chilis und Ananas zugeben, alles zum Kochen bringen und 10 min köcheln lassen. Mit Salz und Zucker abschmecken, die restliche Kokosmilch angießen und alles nochmal kurz erhitzen. Wenn das Curry zu dick ist, noch etwas Wasser zugeben.

Nochmals mit Salz abschmecken und mit frischem Koriander bestreut servieren. Dazu passt Reis, am besten Duftreis.

*Original werden 500 ml Wasser verwendet – was viel zu viel ist.

Dieses mal bin ich besonders gespannt, was für Leckereien die Mitreisenden auftischen. Die Liste wird laufend ergänzt:

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38 Kommentare

  1. Die Geschichte von Elisabeth Haigh hatte ich in einemZeitungsartikel gelesen, bei dem es um Rezeptcopyright ging – Stück aus dem Tollhaus 😉 Aber das Curry liest sich super 🙂

    • Ja, wirklich. Wie wir wissen, ist es ja so eine Sache mit Rezepten und Copyright, aber sich dazu gleich noch die Geschichten zu mopsen ist starker Tobak. Ich denke mal, sich selbst hat sie da auch keinen Gefallen getan.

  2. […] Britta von Brittas Kochbuch mit Korean Popcorn Chicken Britta von Brittas Kochbuch mit Shiok Singapur – Ein Buch und ein paar Gedanken zum Reiseziel Cornelia von SilverTravellers mit SINGAPUR Essen und Trinken (+Rezept Singapore Sling) Sonja von fluffig & hart mit Nasi goreng Singapore-Style Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Singapur Nudeln Wilma von Pane-Bistecca mit Singapore Style Noodles, ein Gericht, das den falschen Namen traegt Britta von Backmaedchen 1967 mit Strawberry Mousse Jelly Cake Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Gedämpfter Klebreis nach Hokkien-Art Simone von zimtkringel mit Asem-Asem Daging Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Freestyle-Spare Ribs mit scharfer Honigglasur und Sprossenbrokkoli Susanne von magentratzerl mit Garnelencurry mit Ananas […]

    • Ich musste echt über der Frage grübeln :-), aber ich denke Mango könnte gut gehen, sie sollte halt eher noch etwas unreif sein.

  3. Oh ha da hat die Dame das wohl sehr übertrieben mit abschreiben, dein Curry kann ja nix dafür und hat den Platz auf deinem Teller voll verdient. Ich würde es mit Hühnchen machen, du weißt ja alles was aus dem Meer kommt ist nüscht für mich 😉

  4. Ich mag diese fruchtigen Currys wirklich sehr gern und würde jetzt gern eine Portion probieren. Gleich mal auf dem Einkaufszettel die Zutaten notieren, dann wird das demnächst mal nachgekocht.

  5. Hallo Susanne,

    bei dem Curry würde ich auch gerne zugreifen. Ich glaube, ich habe da jetzt schon richtig Lust zu, es mit Fischfilet abzuwandeln.

    Dieser Kochbuchklau ging ja richtig durch die Presse, ist schon etwas dämlich und peinlich, wenn man gleich ganze Lebensgeschichten klaut… War es aber nicht so, dass es sogar überwiegend aus nur einem anderen Buch stammte. Vielleicht muss man mal schauen, ob man das „Original“ irgendwie auf English bekommt.

    Na ja, hier geht es ja zum Glück nur ums essen :-).

    Gruß Volker

    • Ja, es stammt alles aus einem Buch; ich meinte, ich hätte das so formuliert :-). Bei Rezepten finde ich die Abgrenzung ja schwierig, aber Geschichten sind eine andere Nummer. Sie hat sich wohl bei Rasa Malaysia bedient und bei einem Buch von Sharon Wee – Growing up in a Nonya Kitchen.

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