Hähnchen mit Pandanusblättern

Pandanblätter kennt Ihr bestimmt alle. Sie sind in der südostasiatischen Küche sehr verbreitet; den Geschmack aber habt Ihr möglicherweise von anderswo her auf der Zunge. Das Aroma der Blätter ist leicht nussig und blumig und erinnert an Vanille; es passt zu süßen Gerichten ebenso gut wie  zu herzhaften. Pandan wird auch gerne verwendet, um nicht ganz so hochwertige Reissorten zu aromatisieren. Es ist also gut möglich, dass der Duftreisbruch, den Ihr Euch im Chinarestaurant ins Schälchen geschaufelt habt, etwas Pandanextrakt in sich hatte ;-).

Aber das machen wir nicht; wir servieren einen ordentlichen Duftreis zu diesem Gericht. Das ist nämlich ein echter Knaller. Ich habe das Rezept aus dem Buch “Pacific Food“*; das Buch stelle ich Euch später noch genauer vor, aber das Rezept ist dringend, das kann nicht warten. Butterweiches Fleisch in einer Sauce, die man auch einfach pur löffeln könnte.

Also, wird marinieren Hühnchen kurz in Kurkuma, stellen eine Paste aus Zitronengras, Knoblauch, Schalotten, Ingwer und Chili her. Wir kochen eine Sauce aus der Paste, süßer  Sojasauce, Hühnerbrühe und Pandan und schmecken alles mit Tamarinde ab. Gemüse ist auch schon dabei – wir brauchen nur noch Reis dazu.

Wie viele andere Zutaten auch, die man für dieses Gericht braucht, bekommt Ihr Pandanblätter im Asia-Shop. Die werden in ziemlich großen Gebinden verkauft, man kann sie aber hervorragend einfrieren und hat habt Ihr dann einen guten Vorrat.

Für 2 Personen:

  • 1 frische grüne Thai-Chili (original: 3 getrocknete)
  • 3 kleine Schalotten
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 20 g Ingwer
  • 1 Stängel Zitronengras
  • 350 g Hähnchenbrust
  • 1 TL Kurkumapulver
  • 1 Karotte
  • 100 g Zuckerschoten
  • 2 Pandanusblätter
  • 2 EL neutrales Öl
  • 75 ml süße Sojasauce
  • 1 EL Austernsauce
  • 75 ml Hühnerbrühe
  • 1 EL Sesamsaat
  • 3 Stängel Dill
  • 1-3 EL Tamarindenpaste

Das Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden, in eine Schüssel geben und mit dem Kurkumapulver vermengen. Beiseite stellen.

Für die Würzpaste die Chilischote in Ringe schneiden. Schalotten, Ingwer und Knoblauch schälen und grob hacken. Vom Zitronengras die harten, äußeren Blätter entfernen und dann das untere Drittel hacken. Alle Zutaten in den Blitzhacker geben und zu einer Paste mixen.

Die Karotte schälen und in Stifte schneiden, Zuckerschoten putzen und schräg halbieren.

Etwas Öl in einem Wok oder einer großen Pfanne erhitzen und das Fleisch darin von allen Seiten goldbraun anbraten. Herausnehmen, dann wieder ein wenig Öl in die Pfanne geben. Die Karotte in ein bis zwei Minuten bissfest garen, dann die Zuckerschoten zugeben und 1 min unter Rühren weiterbraten. Gemüse herausnehmen.

Das restliche Öl erhitzen. Die Pandanblätter verknoten, damit sie ihr Aroma abgeben können. Die Gewürzpaste und die Pandanblätter ca. 3 min anbraten, dann Hühnerbrühe, Sojasauce und Austernsauce zugeben. Deckel auflegen und alles bei kleiner Hitze ca. 10 min simmern lassen.

Inzwischen die Sesamsamen in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Dill zupfen und die Spitzen grob hacken.

Hühnchenwürfel in die Sauce geben und 2 bis 3 min mitgaren. Dann das Gemüse zugeben und mit Tamarindenpaste abschmecken. Dabei vorsichtig vorgehen und die Paste nach und nach zugeben, Tamararindenpasten sind sehr unterschiedlich, was die Säure angeht. Die Pandanblätter entfernen.

Das Gericht mit Sesam und Dill bestreut servieren. Dazu passt Duftreis.

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5 thoughts on “Hähnchen mit Pandanusblättern

  1. Pandan habe ich noch nie gegessen. Glaube ich zumindest. Die Blätter kommen auf die nächste Einkaufsliste für den Asia-Laden. Ich schmecke schon die Säure der Tamarinde und Süße der süßen Sojasoße mit der Chili-Schärfe auf der Zunge und bin gespannt auf das i-Tüpfel-Aroma der Pandanblätter …

    1. Ich muss gestehen, bewusst mit Pandan gekocht habe ich auch zum ersten Mal; gegessen habe ich es sicher schon öfter. Ich habe jetzt einen großzügigen Vorrat in der Tiefkühle – das lädt zum Experimentieren ein :-).

  2. Endlich eine Ausrede Pandanblätter zu kaufen 😉
    Das gibts gleich zum Abendessen – nur mit Tempeh statt Hühnchen.

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