Fischcurry mit Auberginen

Es ist April, und diesmal macht die kulinarische Weltreise Station in Südafrika. Und diesmal musste ich nicht lange nach einem Rezept suchen.

Es ist nämlich so, dass die südafrikanische Küche von vielen verschiedenen Einflüssen geprägt ist. Die Einwanderer aus den Niederlanden haben ebenso ihre Spuren hinterlassen wie die Immigranten aus Indien, und genau von denen kommt das Rezept, das ich mir ausgesucht habe  – es gibt Curry.

Das Original-Rezept kommt aus einem Pub in Durban; und die wunderbare Madhur Jaffrey* hat es dort eingesammelt. Spannend ist die besondere Gewürzmischung, die verwendet wird – sozusagen ein rotes Curry auf südafrikanische Art. Uns hat besonders gefallen, dass es so ausgewogen ist – etwas scharf, etwas säuerlich, ein wenig bitter.

Kurz zu den Zutaten – in Südafrika wird eine Fischart verwendet, die man hier nicht kennt. Nehmt, was Ihr zur Verfügung habt, es sollte ein weißfleischiger Fisch mit festem Fleisch sein. Und dann wird da Tamarinde verwendet. Wenn man die fertig kauft, dann ist der Säuregrad sehr unterschiedlich. Also besser langsam an die Menge herantasten. Zuviel Tamarinde habe ich in meinem Leben genau einmal verwendet…..

Fischcurry mit Aubergine

Würziges Curry aus Südafrika

Gericht Hauptgericht
Länder & Regionen Südafrika
Keyword Curry

Zutaten

  • 3 EL neutrales Öl
  • 2 Auberginen
  • 1/4 TL Bockshornkleesaat
  • 150 g Zwiebeln
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 2 Tomaten
  • 1,5 TL südafrikanische rote Gewürzmischung siehe Rezept unten
  • 1/4 TL gemahlene Kurkuma
  • 1/4 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL gemahlene Koriandersamen
  • 1-3 TL Tamarindenpaste
  • 450 g Wolfsbarschfilet oder anderes festes weißfleischiges Fischfilet
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • einige rote und grüne Vogelaugenchilis in Ringe geschnitten
  • etwas gehacktes Koriandergrün für die Garnitur

Anleitung

  1. Die Auberginen putzen und würfeln.  Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Tomaten vierteln und auf der Vierkantreibe reiben, dabei bleibt die Schale übrig, die kann weg. 

  2. 2 EL Öl in einem Topf erhitzen und die Auberginen darin unter Rühren anbräunen. Herausnehmen und beiseite stellen. 

  3. Den letzten EL Öl in den Topf geben, den Bockshornklee zugeben und sofort danach die Zwiebeln. Alles unter Rühren goldgelb anrösten, dann ganz kurz den Knoblauch mitgaren. 

  4. Tomaten, 200 ml Wasser, rote Gwürzmischung, Kurkuma, Kreuzkümmel und  Koriander zugeben, alles salzen und zum Kochen bringen. Deckel auflegen und alles 10 min köcheln lassen. 

  5. Auberginen und weitere 200 ml Wasser zugeben. Tamarindenpaste einrühren, und zwar nach und nach so viel, dass alles angenehm säuerlich schmeckt. Nochmals salzen und alles bei aufgelegtem Deckel weitere 15 min garen, bis die Auberginen weich sind. 

  6. Fisch in mundgerechte Stücke schneiden, leicht salzen und pfeffern und in die Sauce geben. Bei milder Temperatur in 5 bis 10 min garziehen lassen. 

  7. Zum Servieren das Curry auf Teller verteilen und mit Koriandergrün und Chilis bestreut servieren. Dazu passt Reis. 

Südafrikanische rote Gewürzmischung

Gewürzmischung für südafrikanische Currys

Gericht Gewürzmischung
Länder & Regionen Südafrika
Keyword Vorrat
Portionen 250 ml

Zutaten

  • 5 EL Koriandersaat
  • 2,5 EL Kreuzkümmelsaat
  • 2,5 EL Urad Dal
  • 1 TL Bockshornkleesamen
  • 2 TL Pfefferkörner
  • 4 EL scharfes Paprikapulver
  • 2 EL Paprika edelsüß

Anleitung

  1. Koriander- und Kreuzkümmelsamen, Pfefferkörner und Bockshornklee sowie Urad Dal ohne Fett in einer Pfanne anrösten, bis die Gewürze zu duften beginnen. Von der Hitze nehmen und abkühlen lassen. 

  2. Gewürze in einer Gewürz- oder Kaffeemühle mahlen, dann mit den Paprikasorten vermischen. 

  3. Mischung gut verschlossen, kühl und dunkel aufbewahren. 

Rezept-Anmerkungen

Für die Gewürze lohnt sich der Gang in den Asia-Shop. Dort bekommt man auch Urad dal, das sind kleine, im geschälten Zustand blassgelbe Bohnen, die immer zusammen mit Gewürzen verwendet werden. In Öl gebraten, färben sie sich rot und geben ein nussiges Aroma ab. 

Wie üblich reise ich nicht allein, das würde ja auch keinen Spaß machen. In Gesellschaft schmeckt es besser – schaut mal, was alles aufgetischt wird:

Küchenlatein: Erdnusssuppe

Küchenmomente: Melktert

Backmädchen: Malva-Pudding

Zimtkringel: Biltong

Chili und Ciabatta: Hertzog Koekies

Kapmalaiisches Hühnchencurry

Brittas Kochbuch: Monkey Gland Steak

Cornfritters mit Gurke-Koriander-Sambal

Langsam kocht besser: Pig and Fig Brai Broodjes

Volker mampft : Bobotje

Gourmandise: Bunny Chow

Kurkuma-Tamarinden-Tonic

Das ist sozusagen die Mutter aller Tonics Tanita de Ruijts “Natürlichen Booster-Drinks“.* Es ist das bekannteste Tonic der indonesischen Heilkunde Jamu. Zubereitet wird es meist zu Hause nach Familienrezepten, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Tanita de Ruijt hat ein Rezept bekommen, und das war für sie der Anlass, sich näher mit Tonics zu beschäftigen.

Das Tonic wird in Indonesien getrunken, weil es entgiftet und heilt: Über Kurkuma muss man heutzutage ja nicht mehr so viel sagen, das ist ja sprichwörtlich in aller Munde und seine entgiftende, entzündungshemmende Wirkung wird gerne genutzt. Tamarinde wirkt kühlend und anti-oxidativ, sie regt den Stoffwechsel an und senkt den Blutzuckerspiegel. Das Pandanblatt ist eine optionale Zutat – ich würde aber nicht darauf verzichten, denn der Geschmack ist einfach sensationell. Außerdem wirkt Pandan positiv auf Cholesterinspiegel und Blutgefäße. Pandan gibt es im Asiashop. Man kann die langen Blätter sehr gut einfrieren.

Die Farbe ist sehr intensiv, aber tatsächlich schmeckt das Tonic angenehm mild. Und noch etwas: ich rate bei der Verarbeitung von Kurkuma dringend zu Handschuhen. Und bei Kurkuma und Ingwer zu Bio-Ware, denn die Knollen werden ungeschält verwendet.

Kurkuma-Tamarinden-Tonic

Aus der indonesischen Volksmedizin

Portionen 2 Liter

Zutaten

  • 160 g frische Kurkumawurzel ungeschält
  • 40 g frischer Ingwer ungeschält
  • 80 g Tamarindenmark ohne Kerne
  • 80 g Kokosblütensirup
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Prise Salz
  • 1 Pandanblatt
  • 2 l Wasser

Anleitung

  1. Kurkuma und Ingwer unter fließendem Wasser gründlich abschrubben. 

  2. Das Tamarindenmark in kleine Stücke brechen und in einen großen Topf geben. Kokosblütensirup, Salz, ordentlich Pfeffer aus der Mühle und 500 ml Wasser zugeben. Zum Kochen bringen, dann bei niedriger Temperatur 20 simmern lassen, bis das Tamarindenmark zerfallen ist. 

  3. Kurkuma und Ingwer in kleine Stücke schneiden und mit 500 ml Wasser im Mixer pürieren. 

  4. Jetzt das Wurzelpüree und den restlichen Liter Wasser zur Tamarindenmischung geben. Das Panadanblatt einmal knoten und ebenfalls zugeben. Alles 30 min simmern lassen, dabei hin und wieder umrühren. 

  5. Die Mischung durch ein feines Sieb abgießen und in sterilisierte Flaschen füllen.  

  6. Das Tonic hält sich im Kühlschrank bis zu drei Wochen und kann warm oder kalt getrunken werden. 

Sri-lankischer Käsetoast

Es gab eine Zeit, da habe ich oft und gerne “Cheese and Chutney Toast” gegessen: Brot, darauf Mangochutney, Käse darüber, überbacken, fertig. Daran musste ich denken, als ich dieses Rezept von Emily Dobbs* gelesen habe.

Allerdings ist das hier eine bessere Versions dieses Essens: es darf nämlich ein Tamarinden-Dattel-Chutney mitspielen, und das ist wirklich genial. Und die Tamarinde ist auch das, was dem Toast den Bezug zu Sri Lanka verschafft. Hier wird eine fertige Paste verwendet, man kann das Mark aber auch aus eingeweichter und dann ausgedrückter Tamarinde selbst herstellen.

Das Chutney verleiht dem Ganzen Schwung und Würze, die Tomaten machen es saftig. Und wenn das Chutney gemacht ist, steht der Toast auch rasch auf dem Tisch.  So mag ich Fusion Food….

Sri-lankischer Käsetoast

Cheese and Chutney Toast - Luxusversion

Gericht Snack
Länder & Regionen Sri Lanka, Großbritannien
Portionen 2 Personen

Zutaten

  • 2 Scheiben Brot
  • Butter
  • 2 EL Tamarinden-Dattel-Chutney, plus etwas zum Servieren Rezept siehe unten
  • 2 Tomaten
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 170 g alter Cheddar oder Gruyère
  • 2 Eier
  • 1 TL Senfpulver
  • 1 TL gemahlene Kurkuma
  • 1 TL Cayennepfeffer
  • 4 Frühlingszwiebeln

Anleitung

  1. Den Backofengrill vorheizen.

  2. Tomaten in Scheiben schneiden. Käse grob reiben. Frühlingszwiebeln putzen und in Röllchen schneiden.

  3. Die Brotscheiben toasten, dann buttern und mit je 1 EL Tamarindenchutney bestreichen. Mit den Tomatenscheiben belegen und leicht salzen.

  4. Die restlichen Zutaten in einer Schüssel vermengen und mit Salz würzen. Einige Frühlingszwiebelröllchen für die Deko zurückbehalten. Die Masse auf den Tomatentoasts verteilen. 

  5. Alles unter den heißen Backofengrill schieben und ca. 5 min überbacken, bis der Käse geschmolzen ist und zu blubbern beginnt. 

  6. Die Toasts mit den restlichen Frühlingszwiebeln bestreuen und gleich auf den Tisch bringen; das restliche Chutney dazu servieren. 

 

Tamarinden-Dattel-Chutney

Ein süß-saueres, scharfes Chutney nach Sri-Lanka-Art

Portionen 1 Liter

Zutaten

  • 2 EL Kokos- oder Erdnussöl
  • 1 TL schwarze Senfsaat
  • 1 Handvoll Curryblätter
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 TL Salz
  • 7 Zehen Knoblauch
  • 30 g frischer Ingwer
  • 1 TL Cayennepfeffer
  • 50 ml Kokos- oder Reisessig
  • 85 g Rohrohrzucker
  • 400 g getrocknete Datten entsteint gewogen
  • 200 g Tamarindenpaste

Anleitung

  1. Zwiebel schälen und in feine Streifen schneiden. Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Ingwer schälen und hobeln.

  2. Das Öl in einem großen Topf erhitzen. Senfsaat hineingeben, dann gleich die Curryblätter. Wenn alles zu knistern beginnt, Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Salz zufügen. Alles bei mäßiger Hitze 3 min unter Rühren anbraten.

  3. Cayennepfeffer, Essig und Zucker einrühren, dann die Datteln, das Tamarindenmark und 100 ml Wasser zugeben. Alles 5 min köcheln lassen, bis die Datteln fast verkocht sind und die Mischung dick und sämig ist. 

  4. Vom Herd nehmen und kurz etwas abkühlen lassen, dann in ein trockenes, sterilisiertes Glas füllen. 

Rezept-Anmerkungen

In einem trockenen, sterilisierten Glas hält sich das Chutney etwa ein Jahr. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren.

Süß-saueres Linsen-Shakshouka

Shakshouka – das Wort wirkt fast schon magisch auf mich. Die in Tomatensauce und Paprika pochierten Eier sind echtes Comfort-Food für mich. Eine klassische Shakshouka habe ich Euch noch gar nicht vorgestellt, obwohl es die hier ziemlich oft gibt. In der Abokiste sind  oft rote Paprika und die wandern regelmäßig in eine Shakshouka.

Rote Paprika sind hier auch drin. Klassisch ist es aber wieder nicht. Aber gut, von der Standard-Variante gibt es ja auch genug im Netz zu lesen ;-). Ich habe dieses Rezept hier im Olive Magazine gefunden und für meine Verhältnisse recht schnell umgesetzt. Weil: Linsen – ich liebe Linsen. Wohlschmeckende kleine Kraftpakete, rasch gegart und vielseitig einsetzbar. Und ganz neue Aromen für eine Shakshouka, nämlich die Säure von Tamarinde und ein wenig karamelliger brauner Zucker.

Das hier ist veritables Hauptgericht, das braucht nur noch etwas Brot zum Auftunken der Sauce:

Für 4 Personen:

  • 150 g Linsen, grün oder schwarz
  • 1 EL Rapsöl
  • 1 Zwiebel
  • 2 rote Paprika
  • 2 Zehen Knoblauch
  • je 1 TL gemahlener Kreuzkümmel und gemahlener Koriander
  • 1 Dose Tomaten
  • ca. 2 EL Tamarindenpaste
  • 2 TL Rapadura (oder anderer dunkler Rohrzucker)
  • 100 g Naturjoghurt, plus 150 g zum Servieren
  • 4 Eier
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • je ein TL Kreuzkümmel- und Koriandersaat
  • eine Handvoll Korianderblättchen, gezupft und gehackt
  • Brot zum Servieren
Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein würfeln. Paprika putzen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden.
Linsen in der doppelten Menge Wasser kalt aufsetzen, alles zum Kochen bringen und 10 min köcheln lassen. In ein Sieb abgießen und gut abtropfen lassen.
Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Paprika darin anschwitzen. Salzen und braten, bis die Zwiebel weich ist. Kreuzkümmel und Koriander zugeben und alles weitere 2 min braten, dann die Linsen und die Tomaten  zugeben und mit Zucker und Tamarinde würzen. Tamarinde erst mal vorsichtig dosieren – die Pasten kommen in sehr unterschiedlicher Konzentration daher, also besser nach und nach zugeben und zwischendurch probieren. 300  ml Wasser angießen, einen Deckel auflegen und alles bei milder Hitze 45 min köcheln lassen. Salzen, Joghurt zugeben und weitere 15 min köcheln lassen. Zitronensaft einrühren und mit Salz abschmecken.
Ofen auf 180°C  Ober- und Unterhitze vorheizen. Linsenmasse in eine Auflaufform von ca. 30 cm Durchmesser geben. Mit dem Löffel 4 Mulden  in die Linsenmasse machen und ein Ei in jede Mulde aufschlagen. Mit einer Gabel einmal um jedes Eiweiß fahren; es vermengt sich dann besser mit den Linsen und verläuft beim Backen nicht so. Form abdecken und alles 10 bis 12 min backen.
Inzwischen Kreuzkümmel- und Koriandersaat in einer Pfanne ohne Fett anrösten, bis sie zu duften beginnen. Das Joghurt durchrühren.
Die fertig gebackene Shakshouka mit den gerösteten Gewürzen und den Korianderblättchen bestreuen und mit dem restlichen Joghurt beträufeln.

Hähnchen mit Pandanusblättern

Pandanblätter kennt Ihr bestimmt alle. Sie sind in der südostasiatischen Küche sehr verbreitet; den Geschmack aber habt Ihr möglicherweise von anderswo her auf der Zunge. Das Aroma der Blätter ist leicht nussig und blumig und erinnert an Vanille; es passt zu süßen Gerichten ebenso gut wie  zu herzhaften. Pandan wird auch gerne verwendet, um nicht ganz so hochwertige Reissorten zu aromatisieren. Es ist also gut möglich, dass der Duftreisbruch, den Ihr Euch im Chinarestaurant ins Schälchen geschaufelt habt, etwas Pandanextrakt in sich hatte ;-).

Aber das machen wir nicht; wir servieren einen ordentlichen Duftreis zu diesem Gericht. Das ist nämlich ein echter Knaller. Ich habe das Rezept aus dem Buch “Pacific Food“*; das Buch stelle ich Euch später noch genauer vor, aber das Rezept ist dringend, das kann nicht warten. Butterweiches Fleisch in einer Sauce, die man auch einfach pur löffeln könnte.

Also, wird marinieren Hühnchen kurz in Kurkuma, stellen eine Paste aus Zitronengras, Knoblauch, Schalotten, Ingwer und Chili her. Wir kochen eine Sauce aus der Paste, süßer  Sojasauce, Hühnerbrühe und Pandan und schmecken alles mit Tamarinde ab. Gemüse ist auch schon dabei – wir brauchen nur noch Reis dazu.

Wie viele andere Zutaten auch, die man für dieses Gericht braucht, bekommt Ihr Pandanblätter im Asia-Shop. Die werden in ziemlich großen Gebinden verkauft, man kann sie aber hervorragend einfrieren und hat habt Ihr dann einen guten Vorrat.

Für 2 Personen:

  • 1 frische grüne Thai-Chili (original: 3 getrocknete)
  • 3 kleine Schalotten
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 20 g Ingwer
  • 1 Stängel Zitronengras
  • 350 g Hähnchenbrust
  • 1 TL Kurkumapulver
  • 1 Karotte
  • 100 g Zuckerschoten
  • 2 Pandanusblätter
  • 2 EL neutrales Öl
  • 75 ml süße Sojasauce
  • 1 EL Austernsauce
  • 75 ml Hühnerbrühe
  • 1 EL Sesamsaat
  • 3 Stängel Dill
  • 1-3 EL Tamarindenpaste

Das Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden, in eine Schüssel geben und mit dem Kurkumapulver vermengen. Beiseite stellen.

Für die Würzpaste die Chilischote in Ringe schneiden. Schalotten, Ingwer und Knoblauch schälen und grob hacken. Vom Zitronengras die harten, äußeren Blätter entfernen und dann das untere Drittel hacken. Alle Zutaten in den Blitzhacker geben und zu einer Paste mixen.

Die Karotte schälen und in Stifte schneiden, Zuckerschoten putzen und schräg halbieren.

Etwas Öl in einem Wok oder einer großen Pfanne erhitzen und das Fleisch darin von allen Seiten goldbraun anbraten. Herausnehmen, dann wieder ein wenig Öl in die Pfanne geben. Die Karotte in ein bis zwei Minuten bissfest garen, dann die Zuckerschoten zugeben und 1 min unter Rühren weiterbraten. Gemüse herausnehmen.

Das restliche Öl erhitzen. Die Pandanblätter verknoten, damit sie ihr Aroma abgeben können. Die Gewürzpaste und die Pandanblätter ca. 3 min anbraten, dann Hühnerbrühe, Sojasauce und Austernsauce zugeben. Deckel auflegen und alles bei kleiner Hitze ca. 10 min simmern lassen.

Inzwischen die Sesamsamen in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Dill zupfen und die Spitzen grob hacken.

Hühnchenwürfel in die Sauce geben und 2 bis 3 min mitgaren. Dann das Gemüse zugeben und mit Tamarindenpaste abschmecken. Dabei vorsichtig vorgehen und die Paste nach und nach zugeben, Tamararindenpasten sind sehr unterschiedlich, was die Säure angeht. Die Pandanblätter entfernen.

Das Gericht mit Sesam und Dill bestreut servieren. Dazu passt Duftreis.

Zander mit Kurkuma-Kartoffeln in Rasam-Brühe

rasam

Im Großen und Ganzen bin ich hier im Haushalt verantwortlich für das, was täglich so auf den Tisch kommt. Kein übler Job, im Grunde 🙂 . Aber dennoch…manches passt mir nicht. Zum Beispiel gibt es definitiv zu selten Fisch. Und indisches Essen könnte ich auch öfter mal vertragen. Da traf es sich richtig gut, dass ich in NOPI* auf ein indisch angehauchtes Gericht mit Fisch gestoßen bin. Zweimal Sehnsucht, erfüllt mit einem Gericht.

Im Original wird das Gericht mit Loup de mer zubereitet – bei mir landete statt dessen Zander in der Pfanne. Der Fisch wird recht einfach mit Salz und Pfeffer gewürzt. Dazu gibt es Kartoffeln, die erst vorgegart und dann mit Kurkuma und Curryblättern aromatisiert werden – die werden hier bestimmt noch öfter auf dem Tisch stehen, denn ich liebe Kurkuma. Serviert wird das Ganze in Rasam. “Rasam” heißt “Essenz” und ist eine Brühe, die mit Tamarinde aromatisiert wird. Dazu gesellen sich Tomate, Curryblätter und  Chili  – ein Klassiker aus Südindien.

Zwei Zutaten braucht es unbedingt: zum einen frische Curryblätter – es gibt sie im Asiashop. Ich werde nicht müde, es zu sagen: bitte nehmt die frischen, die getrockneten haben kein Aroma. Die Blätter werden in großen Bündeln verkauft, aber das ist kein Problem. Was übrig bleibt, wartet gern in der Tiefkühle auf den nächsten Einsatz. Und dann braucht es Tamarinde; es wird Tamarindenmark verwendet, das eingeweicht und durch ein Sieb gestrichen wird. Tamarindenmark gibt es auch im Asia-Shop – was übrig bleibt, hält im Kühlschrank richtig lange. Es gibt auch schon fertige Tamarindenpaste zu kaufen….da weiß man aber nie, wie sauer es ist; das hat was von Roulette 🙂

Für 6 Personen:

Für den Fisch:

  • 50 g Ghee (oder geklärte Butter – ich habe Kokosöl genommen..)
  • 6 Fischfilets mit Haut – original Wolfsbarsch, bei mir Zander
  • 1 EL Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Für die Kartoffeln:

  • 650 g Kartoffeln (vorwiegend festkochend)
  • 15 g Ghee (ich: Kokosöl)
  • ca. 20 g frische Curryblätter
  • 1 1/2 EL Senfsaat (ich hatte schwarze)
  • 1 Zwiebel
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 1 TL Kurkuma
  • 2 Tomaten
  • 10 g Butter
  • Salz

Für das Rasam:

  • 100 g Tamarindenmark
  • 900 ml kochendes Wasser
  • 1 EL Sonnenblumenöl
  • 2 Zwiebeln
  • 8 Zehen Knoblauch
  • 1 1/2 EL Garam Masala
  • 25 g frische Curryblätter
  • 2 getrocknete rote Chilischoten
  • 3 Tomaten
  • Salz

Zuerst für das Rasam das Tamarindenmark mit dem kochenden Wasser übergießen. 30 min stehen lassen, dabei ab und zu durchrühren. So löst sich das Mark von den Samenkapseln. Dann die Mischung durch ein feines Sieb gießen, die festen Bestandteile wegwerfen.

Die Kartoffeln schälen und in ca. 2,5 cm große Würfel schneiden. Kartoffeln in Salzwasser ca. 10 min kochen, bis sie gerade eben gar sind. Abgießen und beseite stellen.

Eine Zwiebel schälen fein würfeln, 4 Zehen Knoblauch schälen und ebenfalls fein würfeln. 2 Tomaten halbieren, die Samen herauskratzen und den Rest grob hacken.

Den Topf trocken wischen, Ghee oder Kokosöl hineingeben und bei mittlerer Temperatur schmelzen. 20 g Curryblätter und die Senfsamen hineingeben und alles kurz anrösten, bis es zu duften beginnt. Knoblauch und Zwiebel zugeben und alles ca 4 min  anschwitzen, bis Knoblauch und Zwiebeln weich werden. Kurkuma, Tomaten und die vorgegarten Kartoffeln unterrühren, alles zusammen erhitzen, dann die Butter einrühren und alles salzen und pfeffern. Beiseitestellen.

Jetzt zum Rasam: 2 Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Streifen schneiden. 8 Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Drei Tomaten in je 6 Spalten schneiden.

Sonnenblumenöl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel und Knoblauch bei mittlerer Temperatur anschwitzen, bis sie weich und glasig werden. Garam Masala, 25 g frische Curryblätter und die Chilis zugeben, einmal durchrühren, dann die Tomaten zugeben und das Tamarindenwasser angießen. Alles ca. 15 min bei schwacher Hitze ziehen lassen, aber nicht kochen, damit nichts ausflockt. Mit Salz würzen und beiseite stellen. Es gibt 2 Möglichkeiten, das Rsam zu servieren: wer es feiner mag, gießt alles durch ein Sieb ab und serviert nur die Brühe. Man kann die groben Bestandteile aber auch drin lassen. Meine Version ist in der Mitte: ich habe alles abgeseiht und dann die Tomaten wieder in die Brühe gegeben.

Für den Fisch das Ghee (oder was Ihr nehmt…) in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. Die Filets auf der Hautseite mit Salz und Pfeffer würzen. Wenn das Fett geschmolzen ist, die Filets mit der Hautseite nach unten in die Pfanne legen und  – ja nach Größe der Filets – ca. 3 min braten. Die Fleischseite ebenfalls mit Salz und Pfeffer würzen, die Filets umdrehen und noch ca. 1 min braten. Mit Zitronensaft beträufeln.

Kartoffeln und Rasam nochmals erwärmen. Zum Servieren die Kurkuma-Kartoffeln auf Portionsschalen verteilen. Den Fisch darauf oder daneben anrichten und das Rasam dazu schöpfen.