Ají de Gallina – Cremiges Hühnerragout aus Peru

Im August macht die kulinarische Weltreise Halt in Peru – und das ist eine sehr spannende Station. Klar, Lateinamerika mit all seinen Produkten, es gibt aber ganz viele Einflüsse von anderswo. Und ja, auch Meerschweinchen werden gegessen. Bevor man sich aufregt … es ist quasi das Brathühnchen des Landes. Wer also Fleisch isst, sollte in sich gehen, bevor er sich aufregt. Beides sind Tiere. So weit zum Grundsätzlichen.

Hier gibt es aber erst mal Hühnchen. Und zwar eines  der beliebtesten peruanischen Hühnchengerichte: ein cremiges, recht üppiges Ragout das mit Milch, Brot und Käse angereichert wird.

Für das Ragout wird Hühnchen vorgegart und das Fleisch ausgelöst. Man stellt eine Sauce auf der Basis von Brot und Milch her, in der das Huhn gart. Die peruanische Küche hat ja viele Einflüsse assimiliert, und diese Art des Kochens ist tatsächlich in der Kolonialzeit entstanden; so erzählt es jedenfalls Maricel E. Presilla*, bei der ich das Rezept gefunden habe.  Walnüsse und Käse runden das Ganze ab.

Traditionell wird das Gericht mit einer Dekoration aus hart gekochten Eiern und schwarzen Oliven serviert; dazu isst man Reis.

Das Gericht ist an sich einfach – man braucht aber Mirasol-Chilis, aus denen man erst mal eine Würzsauce herstellt; Mirasol sind gelbe Chilis, die vergleichsweise mild sind, die Chilis gibt es in lateinamerikanischen Spezialitätenläden oder online; zur Not kann man auch eine milde rote Sorte verwenden.


4 Portionen:

  • 160 g Weißbrot ohne Rinde
  • 350 ml Vollmilch
  • 1 Hühnchen
  • 2 EL Olivenöl
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 1 EL Ají Mirasol Würzpaste (Rezept siehe unten)
  • 1 Zwiebel
  • 1/2 TL gemahlene Mirasol-Chili
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1/2 TL getrockneter Oregano
  • 80 g Feta
  • 80 g Parmesan
  • eine Handvoll Walnusskerne
  • 3 Eier
  • 12 schwarze Oliven

Das Hühnchen in 8 Teile teilen. In einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen, die Hühnerteile hineingeben und in ca. 40 min gar kochen. In der Brühe auskühlen lassen.

Das Brot in 120 ml Milch einweichen, dann mit dem Pürierstab oder im Mixer zu einem Püree verarbeiten.

Die Eier hart kochen, kalt abspülen, schälen und in je 8 Spalten schneiden.

Das Fleisch aus der Brühe holen und von den Knochen zupfen. Knochen und Haut werden nicht gebraucht. Brühe aufheben, die brauchen wir für die Sauce.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Walnusskerne grob hacken.

Öl in einer großen Pfanne erhitzen und Zwiebel und Knoblauch darin braten, bis die Zwiebel weich ist. Die Ají-Mirasol-Sauce, gemahlene Ají Mirasol, Salz, Pfeffer und getrockneten Oregano zugeben und alles nochmals kurz rösten.

Brotpüree einrühren, dann die restliche Milch und 350 ml von der Brühe in die Pfanne gießen. 10 min köcheln lassen, dabei immer wieder mal umrühren.

Hühnchen in die Sauce geben. Feta dazubröckeln, Parmesan reiben und zusammen mit den Walnüssen ebenfalls in die Sauce geben. Nochmals köcheln lassen, bis das Fleisch erhitzt und der Käse geschmolzen ist. Mit Salz abschmecken.

Hühnerragout mit Eierspalten und Oliven auf Tellern anrichten und mit gegartem Reis servieren.


Aji Mirasol Würzsauce:

  • 3 getrocknete Mirasol-Chilis
  • 3 EL neutrales Öl
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 1 rote Zwiebel
  • Salz

Die Chilis in eine Schüssel geben, mit 500 ml kochendem Wasser übergießen und 30 min einweichen lassen.

Inzwischen Knoblauch schälen und im Mörser zu einer Paste zerkleinern. Zwiebel schälen und grob hacken.

Chilis abgießen, dabei ca. 60 ml Flüssigkeit zurückbehalten und die eingeweichten Chilis mit der Flüssigkeit zu einem Püree mixen.

Öl in einer Pfanne erhitzen. Knoblauchpüree goldbraun anrösten, dann Zwiebel, Chilipüree und Salz zugeben und alles 10 min unter Rühren garen.

Abkühlen lassen und in einem Schraubglas im Kühlschrank aufbewahren. Die Würzsauce halt sich dort ca. 3 Wochen.


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Inspiration:

Geburtstagteigtasche: Pupusas mit schnellem Curtido

Meine Güte, ich war nachlässig. Teigtaschenkrise auf dem Blog. Ok, Krise ist übertrieben, einfach eine gewisse Faulheit Bequemlichkeit. Es war viel los im richtigen Leben und die Muse zum Teigtaschen-Falten fehlte etwas.

Gut, dass es den Bloggeburtstag gibt. Der ist nämlich heute (der siebte schon, hui….).  Und da gibt es ja traditionsgemäß Tasche statt Torte. Zeit also, etwas Neues auszuprobieren. Ich habe eigentlich nach etwas anderem gesucht und bin dabei auf Pupusas gestoßen. Pupusa ist das Nationalgericht von El Salvador – eine Art Tortilla aus Masa Harina mit eingebackener Füllung. In El Salvador ist dem Gericht sogar ein nationaler Feiertag gewidmet. Außerdem sind die Teigtaschen ein richtiger Wirtschaftsfaktor, denn sie werden nicht nur im Land gegessen, sondern auch exportiert – zum Beispiel in den USA – und tragen nicht unerheblich zum Bruttosozialprodukt bei.

Ein Rätsel, wie diese Teigtasche bisher an mir vorbeigehen konnte….aber jetzt. Die Hülle besteht aus Masa Harina, das bekommt ihr in lateinamerikanischen Spezialitätenläden und interessanterweise auch im Asia-Shop. Bei der Füllung gibt es viele Möglickeiten; das reicht von klassischem Bohnenmus über Fisch, Avocado oder Schweineschwarte bis hin zum Käse, den meine Rezeptquelle* vorschlug.

Klassischerweise wird zu den Pupusas Cortido serviert, das ist eingelegter Weißkohl, der mit seiner Säure gut zu den Teigtaschen passt. Ich habe eine schnelle Version mit Chinakohl gebastelt.


Curtido:

  • 100 g Chinakohl
  • 1 Karotte
  • 1 Schalotte
  • 1/2 TL getrockneter Oregano
  • 1/2 TL Salz
  • 50 ml Weißweinessig
  • 50 ml Wasser

Für den Curtido den Chinakohl in feine Streifen schneiden. In ein Sieb geben, mit kochendem Wasser übergießen und gut abtropfen lassen.

Karotte schälen und raffeln, Schalotte schälen und in feine Ringe schneiden.

Gemüse mit Salz, Oregano, Essig und Wasser in eine Schüssel geben und mindestens eine Stunde durchziehen lassen.

Pupusas:

Teighülle:

  • 250 g Masa Harina
  • 1/2 TL Salz
  • 350 ml warmes Wasser

Füllung:

  • 50 g Feta
  • 50 g Cheddar
  • 150 g Mozzarella
  • Chilisauce zum Servieren

 

Für die Teighülle Masa Harina und Salz in einer Schüssel vermengen. Das Wasser dazugießen und rasch unterrühren. Schüssel abdecken und die Mischung 15 min ruhen lassen.

Für die Füllung die Käsesorten zerkleinern. Die Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden. Alle Zutaten in einer Schüssel mit einer Gabel so gründlich vermengen, dass sie zusammenhalten.

Die Masa-Harina-Mischung mit den Händen durchkneten, bis ein Teig entsteht. Das Ganze fühlt sich am Ende etwas an wie Knetmasse und lässt sich gut verarbeiten.

Teig in 12 gleich große Stücke teilen und zu Kugeln formen. Je eine Kugel in die Handfläche legen und mit dem Daumen der anderen Hand in die Mitte der Kugel drücken, so dass eine kleine Tasse entsteht. In den Hohlraum einen Esslöffel der Füllung geben, dann den Teig über der Füllung zusammendrücken und zwischen den Handflächen zu einem ca. 0,5 cm dicken Fladen zurechtdrücken. So weitermachen, bis Teig und Füllung aufgebraucht sind.

Eine große, schwere Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Pupusas hinlegen und von jeder Seite 4 bis 5 min braten, bis sie trocken sind und braune Flecken haben. Fertige Pupusas unbedingt warm halten.

Pupasas heiß mit Curtido und Chilisauce servieren.

 


Inspiration:

Wirsingrouladen mit Basmati und roter Bete

Ich gestehe, Wirsing ist mein Favorit, wenn es um eine Hülle für Krautwickel geht. Ich mag den Geschmack und die Farbe, und es ist relativ einfach, die Blätter vom Kopf zu lösen und als Hülle zu benutzen. Weißkohl ist da schon viel anspruchsvoller; da werde ich manchmal etwas….unentspannt.

Rote Bete war in der Abokiste, und da bin ich immer dankbar für neue Ideen. Erschwerend kam hinzu, dass diese Röllchen in “Kohlrouladen & Krautwickel”* einfach hinreissend aussahen – es ist das Rezept vom Titelbild, und die pinkfarbene Füllung schimmert ganz schick durch die gegarte Hülle.

Gut, ganz so schick sieht meine Variante nicht aus, aber geschmacklich ist das Ganze dennoch ein Traum: rote Bete und Feta, das reicht doch als Hinweis, oder? Ein bisschen Zeit braucht das Ganze, aber die Herstellung geht gut von der Hand.

Für 4 Portionen:

  • 12 Blätter Wirsing
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 2 mittelgroße rote Bete
  • 150 g Basmati
  • 2 Zwiebeln
  • 3 EL Olivenöl
  • 50 g Feta
  • 1 TL Kümmel
  • 1/2 l Gemüsebrühe

Rote Bete in Salzwasser bissfest garen. Dann abgießen, etwas abkühlen lassen, die Schale abziehen und die Bete klein würfeln.

Reis ein feinmaschiges Sieb geben, abspülen, in Salzwasser bissfest kochen, dann abgießen und abkühlen lassen.

Zwiebel schälen und fein würfeln. 1 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin glasig anschwitzen.

Rote Bete, Reis und Zwiebelwürfel in einer Schüssel vermischen. Feta dazu krümeln. Kümmel mörsern und ebenfalls in die Schüssel geben. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und gründlich vermischen.

Blätter vom Wirsing lösen. In kochendem Salzwasser blanchieren – je nachdem, wie zart oder bissfest man die Blätter haben möchte zwischen zwei und vier Minuten. Ich bin eher auf der 2-Minuten-Seite; immerhin werden die Röllchen ja später nochmals gegart.

Wirsingblätter abgießen, kalt abspülen und gründlich trocken tupfen. Flach auf die Arbeitsfläche legen und die dicken mittleren Blattrippen flach schneiden.

Blättern salzen und pfeffern und auf jedes Blatt ein Zwölftel der Füllung geben. Die Seiten der Blätter über der Füllung einschlagen, dann die Blätter aufrollen und mit einem Zahnstocher verschließen.

Restliches Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und die Rouladen darin rundherum anbraten. Gemüsebrühe angießen, Deckel auflegen und alles bei milder Hitze 30 min schmoren.


 

Kalinte mit Paprika und Feta

Kalinte ist ein herzhafter Kuchen auf der Basis von Kichererbsenmehl; eine Art Mischung zwischen Rührküchen und herzhafter Quiche.  Eigentlich ist das klassisch marokkanisches Streetfood – mit Paprika und Kreuzkümmel bestreut wird die Kalinte in Baguette serviert.

Nargisse Benkabbou* serviert eine aufgepeppte Variante – sie gibt zusätzlich rote Paprika und Feta an den Teig. Das passt hervorragend und macht das Ganze zu einem Hauptgericht.

Kalinte ist samtig und von eher weicher Konsistenz. Den Geschmack von Kichererbsenmehl sollte man mögen, denn er ist bestimmend. Der Name leitet sich ab von “caliente” – ein netter Hinweis darauf, dass der Kuchen heiß gegessen werden sollte.


Für 4 Portionen:

  • 1 TL Butter, plus etwas für die Form
  • 1 rote Paprikaschote
  • 80 ml Olivenöl
  • 1 Ei
  • Salz
  • 180 g Kichererbsenmehl
  • 100 ml Milch
  • 1 TL Backpulver
  • 50 g Feta

Backofen auf 200°C Ober-und Unterhitze vorheizen. Eine runde Form von 20 cm Durchmesser mit Butter ausstreichen; ich habe statt 4 kleinere Portionsförmchen verwendet.

Paprikaschote putzen und in kleine Würfel schneiden.

Butter in einer Pfanne erhitzen, die Paprikastücke darin ca. 7 min mit aufgelegtem Deckel garen, bis sie weich sind. Salzen und beiseite stellen.

Olivenöl mit Ei und einem Teelöffel Salz in eine Schüssel geben und mit den Quirlen des Handrührers schaumig rühren. Ca. 550 ml Wasser und die Hälfte des Kichererbsenmehls einrühren. Dann die Milch, das restliche Kichererbsenmehl und das Backpulver einrühren. Es soll ein dünner, klümpchenfreier Teig entstehen.

Den Teig in die Form gießen. Paprikastücke darauf verteilen und den Feta darüber bröseln. Im heißen Ofen ca. 25 bis 30 min backen. Die Oberfläche soll schön goldbraun sein und der Kuchen auf Fingerdruck elastisch nachgeben.

Herausholen und vor dem Abkühlen 5 min ruhen lassen.


 

Pasta mit Moussaka-Fleischbällchen

Ich koche ja wirklich jeden Tag, und ich außer mir sitzen noch drei andere Personen am Tisch. zwei davon sind Teenager (keine Kinder mehr, yeah! Die Zeit schreitet voran, und das ist toll).

Super ist natürlich, wenn man etwas auf den Tisch bringt, was alle gleichermaßen goutieren – aber das ist ein hehres Ziel, das klappt nicht immer. Pasta ist so ein gemeinsamer Nenner und Fleischbällchen sind es auch. Also gibt es das  hin und wieder.

Ich bin ja die, die am liebsten zu allem Gemüse hat. So kommt uns dieses Gericht allen entgegen, denn die Aubergine fügt sich ganz brav ein. Das “Moussaka” in Rezepttitel ist auch der Aubergine zu verdanken – zusammen mit Kreuzkümmel, Zimt und Oregano, die für Würze sorgen. Der Geschmack von Moussaka auf einem Teller Nudeln….


Für 4 Portionen:

  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL Zimt
  • 1,5 TL getrockneter Oregano
  • 500 g Lammhack
  • 350 g kurze Pasta
  • 1 Dose Tomaten (400 g)
  • 100 g Feta
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Ofen auf 220°C Ober- und Unterhitze vorheizen.  Die Aubergine putzen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Mit 1 EL Olivenöl in einer Auflaufform vermischen, salzen und im heißen Ofen ca. 20 min rösten.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. 1 EL Öl in einem Topf erhitzen und Zwiebel und Knoblauch darin glasig anbraten. Kreuzkümmel und Zimt zugeben und kurz mitrösten.

Die Hälfte der Mischung in eine Schüssel geben. Den Topf wieder auf den Herd stellen, Tomaten  und 1 TL Oregano zugeben und salzen. Alles zum Kochen bringen und 20 min bei milder Hitze köcheln lassen.

Inzwischen für die Fleischbällchen das Lammhack zu Zwiebel und Knoblauch in die Schüssel geben. Mit Salz und Pfeffer würzen den restlichen Oregano zugeben, alles gut durchmischen und zu ca. 18 Bällchen rollen.

Den letzten EL Öl in einer Pfanne erhitzen und die Fleischbällchen rundherum appetitlich braun anbraten.

Pasta in reichlich Salzwasser nach Packungsanleitung al dente kochen.

Auberginen und Fleischbällchen in die Tomatensauce geben und alles noch 5 min köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Servieren die Pasta mit der Sauce vermengen, auf Tellern verteilen und mit zerkrümeltem Feta bestreut auf den Tisch bringen.


Mac & Cheese auf griechische Art

Also, wenn ich schon ein Blogevent im Kochtopf organisieren darf (danke 🙂 ), dann mache ich natürlich auf selbst mit: Mac & Cheese gehen hier immer. Die klassische Version kommt gerne mal auf den Tisch, aber es gibt ja auch genug Möglichkeiten, das Gericht abzuwandeln. Für dieses Mal habe ich mir eine griechisch inspirierte Version herausgesucht:

Die Pasta landet in einer Bechamelsauce, die mit  Feta und Mozzarella angereichert wurde, außerdem mit Spinat. Kirschtomaten und Oliven sind auch mit von der Partie. Uns hat das gut gefallen – es ist käselastiges Comfort Food, aber durch den Gemüseanteil trotzdem etwas leichter und schön frisch.

À propos leichter – im Original stammt das Rezept von hier; und weil die Autorin sich der schlanken Küche verschrieben hat, werden fettarme Milch und fettarmer Mozzarella verwendet; ich habe hier jeweils auf die Normalversion zurückgegriffen.


Für 4 Portionen:

  • 250 g Nudeln, eine kurze, geringelte Sorte
  • 30 g Butter, plus etwas für die Form
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 30 g Mehl
  • 500 ml Milch
  • 1 Kugel Mozzarella
  • 150 g Feta
  • Oregano
  • Majoran
  • 250 g Kirschtomaten
  • 10 Kalamata-Oliven
  • 200 g Spinat
  • gehackter Dill zum Bestreuen
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine große oder 4 kleine Auflaufformen mit Butter ausstreichen.

Pasta in reichlich Salzwasser al dente kochen, dann abgießen und beseite stellen.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken.

Butter in einem Topf schmelzen. Zwiebel und Knoblauch darin glasig andünsten, dann das Mehl darüber streuen und unter Rühren weiterbraten. Die Milch unter Rühren nach und nach angießen, alles zum Kochen bringen und bei milder Hitze köcheln lassen, bis sich der Mehlgeschmack verliert.

Tomaten halbieren. Oliven ebenfalls halbieren. Feta und Mozzarella zerkleinern. Die  Sauce von der Hitze nehmen, Spinat, Tomaten und Kräuter zugeben. Den gesamten Mozzarella und die Hälfte des Feta in die Sauce geben, rühren bis alles geschmolzen ist und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Pasta und Sauce in die vorbereitete Form geben und mit dem restlichen Feta bestreuen.

Im heißen Ofen ca. 20 min backen, bis die Sauce blubbert und die Oberfläche knusprig ist.

Zum Servieren mit gehacktem Dill bestreuen.


Granatapfel-Hähnchen mit Süßkartoffeln

Das ist ein supereinfaches Gericht, bei dem einfach alles zusammen in den Ofen geschoben wird. “sheet pan”, so nennt man das dann im angelsächsischen Sprachraum und auch im delicious magazine, aus dem ich das Rezept gemopst habe. Ist ja grade total hip, und ich mache mal mit.

Wie auch immer – es ist nicht nur einfach, sondern es schmeckt auch richtig toll. Das Hähnchen wird mit Granatapfelmelasse gewürzt, landet mit den Süßkartoffeln im Ofen und später gesellt sich noch etwas Brokkoli dazu. Sozusagen Eintopf aus dem Ofen ;-).

Das Ergebnis ist ein saftiges Hühnchen mit schönem Granatapfelaroma und Süßkartoffeln, die sehr vom herabtropfenden Bratensaft profitieren. So lasse ich mir einfache Gerichte gerne schmecken.

Granatapfelmelasse gibt es im orientalischen Lebensmittelladen, oder Ihr macht sie selbst, Christine hat da ein Rezept….


Für 4 Personen:

  • 3 EL Granatapfelmelasse
  • 500 g Süßkartoffeln
  • 4 Hühnerbeine
  • 200 g Brokkoli
  • 80 g Feta
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

    Granatapfelmelasse mit 2 EL Olivenöl vermischen.

    Süßkartoffeln schälen und in 2 cm große Stücke schneiden. In eine große Auflaufform geben, mit etwas Olivenöl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Hühnerbeine auf die Kartoffeln legen, salzen und mit der Granatapfelmischung beträufeln; die Mischung kräftig mit den Händen einmassieren.

    Für 30 min im heißen Ofen rösten.

    Inzwischen Brokkoli in Röschen teilen, die Stiele schälen und in Scheiben schneiden. Brokkoli auf den Kartoffeln platzieren, salzen und alles weitere 15 min rösten, bis das Hühnchen gar und appetitlich gebräunt und das Gemüse weich ist.

    Zum Servieren den Feta darüber krümeln.


 

Süßkartoffelgeröstel mit Hühnchen, Feta und Harissa

Süßkartoffelgeröstel stimmt ja eigentlich nicht; Dan Dohertys Originalrezept* spricht von “Hash”, also müsste da wohl “Haschée” stehen. Das ist aber ehrlich gesagt ein Wort, das nicht gerade meinen Appetit weckt, also nehme ich lieber ein anderes ;-). In Bayern, oder zumindest in meinem Elternhaus ist “Gröstl” so ein typisches Montagsgericht, da werden die Fleischreste vom Sonntagsbraten zusammen mit kleingeschnittenen Knödeln oder Salzkartoffeln  und am in der Pfanne geröstet und am Ende noch mit Ei gebraten.

Das hier ist ein wenig feiner ;-). Und die Idee kommt nicht aus Bayern, sondern aus Großbritannien. Das Gröstl meiner Kindheit heißt da “Bubble and Squeak“, was die Situation beim Braten schön lautmalerisch darstellt. Auch das ist ein Resteessen – klassischerweise mit Kohl, Bratenresten und Kartoffelpüree. Und ich mag es genauso gern wie die einheimische Variante.

Diese Abwandlung hier geht so: gegarte Süßkartoffeln wandern mit Mais und Harissa in die Pfanne, dazu in Harissa mariniertes Hühnchen und Feta. Man kann das auch aus Resten machen, wobei ich denke, dass es mit frisch gegartem Hühnchen etwas saftiger ist.


Für 2 Portionen:

  • 2 Hühnerbeine
  • 3 EL Harissa
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 große Süßkartoffeln
  • Olivenöl
  • 200 g Maiskörner, frisch vom Kolben oder TK
  • 25 g Butter
  • 2 Eier
  • Schalenabrieb von 1 Bio-Zitrone
  • 50 g Feta
Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.
Die Hühnerbeine im Gelenk trennen, in eine Schüssel geben und mit 2 EL Harissa einreiben. Mit Salz würzen und auf das Blech legen. Die Süßkartoffel rundherum mit einem spitzen Messer einstechen und ebenfalls auf das Blech legen. Beides im heißen Ofen 45 min backen. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen.
Die Frühlingszwiebeln putzen und in feine Röllchen schneiden.
Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Frühlingszwiebeln andünsten, bis sie weich werden, aber keine Farbe annehmen. Dann den Mais und die restliche Harissa zugeben und alles noch 2 min weiter braten.
Von der Süßkartoffel die Schale abziehen und das Fruchtfleisch in ca. 1,5 cm große Würfel schneiden. Das Hühnchenfleisch von den Knochen lösen und zusammen mit der knusprigen Haut zerzupfen. Alles mit in die Pfanne geben und weitere 5 min braten, dabei immer wieder mal umrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Butter in einer weiteren Pfanne schmelzen und die Eier als Spiegeleier braten.
Kartoffelmischung auf zwei Teller verteilen, den Feta darüber bröseln und Zitronenschale über alles reiben. Das Spiegelei auf die Mischung legen, mit Salz und Pfeffer würzen und gleich servieren.

Riesenbohnen mit Feta aus dem Instant Pot

Bohnen sind ja ein klassisches Einsatzgebiet für den Schnellkochtopf und damit auch für den Instant Pot. Und das hier ist ein Bohnengericht, das uns besonders gut gefallen hat: die Bohnen werden vorgekocht und dann in einer Tomaten-Oregano-Sauce fertig gegart. Dazu noch etwas Feta, und fertig ist ein herzhaftes, und doch sommerliches Essen.

Im Original heißt das Rezept “Griechische Gigantes mit Feta”; entsprechend verwendet Coco Morante* auch die weißen Gigantes. Ich hatte noch bunte Riesenbohnen da und habe die verwendet, das ist nicht originalgetreu, schmeckt aber genauso gut.

Das Rezept ergibt eine ziemliche Menge; man kann es aber problemlos halbieren. Andererseits: Reste schmecken am nächsten Tag fast noch besser…

Natürlich kann man das Gericht auch in einem normalen Schnellkochtopf zubereiten; die Garzeit ist dann etwas kürzer, da der Druck höher ist als beim Instant Pot.


8 Portionen:

  • 600 g getrocknete Riesenbohnen
  • 2 l Wasser
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Zwiebel
  • 1 Stange Sellerie
  • 800 g stückige Tomaten aus der Dose
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • einige Stängel glatter Petersilie
  • 100 g Feta
Die Bohnen mit Wasser und 1 TL Salz in den Innentopf des Instant Pot geben und 10 bis 12 Stunden einweichen.
Den Deckel schließen, den Dampfablass verriegeln. Das Programm “Bean/Chili” wählen, die Garzeit auf 15 min bei hohem Druck stellen. Nach der Garzeit den Topf 15 min langsam abdampfen lassen, dann das Ventil öffnen und den restlichen Dampf ablassen. Den Innentopf herausnehmen, die Bohnen abgießen, dabei 250 ml Kochwasser auffangen.
Zwiebel und Knoblauch schälen und hacken; Sellerie in feine Würfel schneiden.

Das Programm “Sauté” wählen und das Olivenöl in den Einsatz des Instant Pot geben. Zwiebel, Sellerie und Knoblauch im Öl ca. 4 min andünsten, dann die Bohnen mitsamt dem zurückbehaltenen Kochwasser, Tomaten und Oregano zugeben, alles mit Salz und Pfeffer würzen und den Deckel auflegen und verriegeln. Dampfablass verriegeln, das Sauté-Programm abbrechen und das Programm “Bean/Chili” wählen. Garzeit auf 5 min bei hohem Druck setzen.

Nach Ablauf der Garzeit den Druck 15 min langsam entweichen lassen, dann das Ventil öffnen und den restlichen Druck entweichen lassen.

Bohnen in eine Servierschüssel geben. Petersilie zupfen und hacken. Bohnen mit der Petersilie bestreuen, den Feta darüber krümeln und alles servieren.
Dazu passt gut Fladenbrot zum Auftunken der Sauce.

Kleine Quiches mit Feta, schwarzem Pfeffer und Thymian

Diese niedlichen kleinen Quiches, die in Muffinförmchen gebacken werden, haben mich  beim Blättern durch “Orientalia“* gleich angesprochen. Weil: sie sind mit Blumenkohl und Käse gefüllt, und diese Kombination mag ich einfach sehr.

Im Original wird Anari verwendet; das ist ein milder Käse aus Zypern. Damit konnte ich nicht dienen, man kann aber statt dessen auch Feta verwenden. Die Teighülle besteht aus Filoteig – kauft man diesen, dann ist das hier ein echtes Blitzrezept. Wer mehr Zeit hat, kann den Teig auch gut selbst machen – hier gibt es ein Rezept.

Für 12 Quiches:

  • 1/2 Blumenkohl (Original:  ein ganzer)
  • Olivenöl
  • einige Zweiglein Thymian
  • 400 g Schlagsahne
  • 75 g Feta
  • 3 Blätter Filoteig (oder Strudelteig)
  • 3 Eier, Größe L
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Den Blumenkohl mitsamt dem Strunk in kleine Würfel schneiden.  Eine Pfanne auf den Herd stellen und den Blumenkohl zunächst unter Rühren trocken anbraten, damit er seine überschüssige Flüssigkeit abgibt. Dann mit etwas Olivenöl beträufeln und unter Rühren weiterbraten. Thymian zupfen, zusammen  mit der Sahne zum Blumenkohl geben und sehr großzügig Pfeffer über das Ganze mahlen. Kurz aufkochen, dann von Herd nehmen, den Käse dazubröckeln, alles gut vermengen und mit Salz abschmecken. Abkühlen lassen.

Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Vertiefungen eines 12er-Muffinblechs mit Olivenöl auspinseln. Jedes Filoteigblatt in 8 Quadrate schneiden. Je 2 der Quadrate versetzt übereinanderlegen, so dass eine Sternform entsteht und diese Sterne dann in die Muffinförmchen drücken.

Die Eier unter die abgekühlte Blumenkohlmischung rühren, dann die Mischung gleichmäßig auf die Muffinförmchen verteilen.

Im heißen Ofen ca. 30 min backen und noch warm auf den Tisch bringen.