Linsen-Safran-Suppe mit Zitronenfeta

Wisst Ihr, was heute für ein Tag ist? Ja, klar, Montag. Und der 2. August (Sommerferien, hurra :-)). Ausserdem ist heute aber auch Tag des Safrans. Die liebe Susan ruft auf zum Blogevent, und wenn es um Safran geht, dann beteilige ich mich gerne.

Ich liebe Safran nämlich sehr, ich mag einfach den leicht herben Geschmack, den besonderen Duft und die Farbe. Abgesehen vom Geschmack sagt man ihm auch nach, dass er stabilisierend auf die Psyche wirkt – das verstehe ich sofort, wie sollte man bei dieser Farbe nicht sofort gute Laune bekommen.

Trotzdem nutze ich Safran nicht so wahnsinnig oft, er hat halt seinen Preis. Was durchaus gerechtfertigt ist, wenn man bedenkt, dass in Handarbeit wahnsinnig viele Blüten gepflückt werden müssen, um an begehrten Blütengriffel zu kommen. Ich habe mir zu eigen gemacht, niemals gemahlenen Safran zu kaufen; ich bin etwas misstrauisch, was da drin ist. Lieber kaufe ich Safranfäden und mörsere sie selbst. Der Iran ist tatsächlich der größte Safran-Produzent, und auch ich kaufe gerne den iranischen Safran, meist bei Madavanilla, für mich stimmt da das Preis-Leistungsverhältnis. Und mit so einer Dose komme ich recht weit.

Fälschungen gibt es zuhauf, gerade in Gewürzmischungen muss man aufpassen, dass nicht Färberdistel statt Safran enthalten ist. Die färbt zwar prächtig, schmeckt aber nicht. Vor vielen Jahren war ich zu Gast in einem palästinensischen Dorf und es ist klar, dass ich den nächstgelegenen Gewürzbasar geplündert habe. Der Vater meines Freundes war schockiert, wieviel Geld ich für Safran ausgegeben habe, lief los, und kam mit einer sehr großen Tüte gelber Fäden wieder. Ich war beeindruckt. Heute weiß ich, das war Saflor.

So, jetzt aber zur Suppe. Das Rezept habe ich mir bei Tanja Grandits* abgeschaut. Da gibt es zwei geschmackliche Hauptkomponenten, nämlich Safran und Zitrone, und die beiden sind wirklich ein Dreamteam. Abgesehen davon ist das Feta-Topping toll, das wird hier bestimmt noch an den verschiedensten Gerichten landen.

Für 4 Personen:

Zutaten:

Suppe:

  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 Karotte
  • 1/2 TL gemahlener Koriander
  • 1/2 TL gemahlene Kurkuma
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 300 ml Kokosmilch
  • 150 g rote Linsen
  • Saft und Schalenabrieb von 2 Bio-Zitronen
  • 1 großzügige Prise Safran-Fäden
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Zitronenfeta:

  • 200 g Feta
  • 3 EL Zitronenöl (oder Olivenöl)

Arbeitsschritte:

Für den Feta den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Den Feta auf das Bleck bröckeln, mit 4 EL Zitronensaft und der Hälfte der abgeriebenen Zitronenschale vermischen und im heißen Ofen 20 min rösten.

Inzwischen für die Suppe Zwiebel, Knoblauch und Karotte schälen und fein würfeln. Die Linsen in ein feinmaschiges Sieb geben, abbrausen und abtropfen lassen.

Olivenöl in einem Topf erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Karotte braten, bis sie etwas weicher sind, dann Koriander und Kurkuma unterrühren, Linsen, Kokosmilch und Brühe zugeben und alles bedeckt köcheln lassen, bis die Linsen bissfest sind, ca. 10 bis 12 Minuten.

Den Safran mit einer Prise Zucker mörsern und den Zitronensaft in den Mörser gießen, um allen Safran gut aus dem Mörser zu holen. Mischung zusammen mit der restlichen Zitronenschale in die Suppe geben und diese mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Servieren die Suppe in Teller oder Schalen schöpfen und mit dem gerösteten Feta bestreut servieren.

So hohe Feiertage begeht man nicht allein – deshalb hier die Links zur kleinen, feinen Rezeptauswahl der Bloggerkolleg:innen:

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14 Kommentare

    • Ich habe gleich weniger Flüssigkeit genommen, weil mir die Menge zu groß schien. Und verdünnen ist ja einfach…
      Liebe Grüße!

  1. Liebe Susanne,

    Deine Suppe ist ein Traum und die Komponenten Zitrone 🍋 und Safran wirklich ein Dreamteam. Ich freue mich sehr über deine Teilnahme.

    Herzliche Grüße

    Susan

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