
Die Variationen von Pasta in Kombination mit Hülsenfrüchten kann man gar nicht alle durchspielen, es gibt unendlich viele Möglichkeiten. Dies hier ist eine Variante von Pasta e ceci, die in der ursprünglichen Version aus Pasta, Tomatensugo und Kichererbsen besteht. Gut genug: Ich habe schon eine etwas wildere Version mit Löwenzahn ausprobiert und eine Version von Cettina Vicenzino gibt es auch bereits.
Machen wir an der Stelle weiter, denn dieses Rezept kommt aus dem neuen Pasta-Buch* von Cettina Vicenzino. Es ist ein Eintopf auf der Basis von Gemüse, Kartoffeln, Kichererbsen und Pasta, zu dem sich ein Topping aus frittierter Pasta gesellt. Man kennt den apulischen Eintopf auch als Cìceri e Trìa. Normalerweise nimmt zum Kochen und zum Frittieren die gleiche Pastasorte; Cettina hat das abgewandelt: die frittierte Pasta wiederholt das Kichererbsen-Thema, denn im Teig ist etwas Kichererbsenmehl; außerdem ist er mit Zitronenabrieb und Pfeffer gewürzt, das ist sehr fein.
Der Eintopf selbst ist ein richtiges Wohfühlessen: lange geschmort und durch die enthaltenen Kartoffeln angenehm gehaltvoll. Einzig mit der Garzeit war ich nicht ganz einverstanden; meine Kichererbsen haben keine zwei Stunden gebraucht, bis sie gar waren.
Vom klassisch italienischen Gewürz-Kanon weicht das Rezept etwas ab – es werden auch Currypulver und Five Spice verwendet; das harmoniert prächtig mit den Kichererbsen.

Für 4 Personen:
Zutaten:
Eintopf:
- 200 g getrocknete Kichererbsen
- Olivenöl
- 2 Schalotten
- 1 Zehe Knoblauch
- 2 getrocknete Tomaten in Öl
- 1 Karotte
- 1 Stange Staudensellerie
- 200 g Kartoffeln, mehlig kochende Sorte
- 1 Handvoll glatte Petersilie
- 1 bis 2 Handvoll Kräuter nach Wahl (ich hatte Rosmarin und Thymian)
- 1 Lorbeerblatt
- 1 TL Currypulver
- 1 TL Five Spice
- Salz, Pfeffer aus der Mühle
- 200 g Tubetti rigati
- 4 EL Pecorino, frisch gerieben
Frittierte Pasta:
- 60 g Kichererbsenmehl
- 40 g Semola di grano duro rimacinata
- 40 bis 45 ml lauwarmes Wasser
- Salz, Pfeffer aus der Mühle
- etwas Zitronenabrieb
- neutrales Pflanzenöl zum Frittieren
Arbeitsschritte:
Kichererbsen über Nacht in reichlich kaltem Wasser einweichen.
Am nächsten Tag die Kichererbsen abgießen. Schalotten und Knoblauch schälen und fein würfeln. Tomaten abtropfen lassen und klein schneiden. Karotte und Kartoffeln schälen und jeweils würfeln, Sellerie putzen und ebenfalls würfeln. Petersilie mit den feinen Stängeln fein schneiden.
Olivenöl in einem Topf erhitzen und Schalotten, Knoblauch, Tomaten, Karotte und Sellerie kurz anschwitzen, dann Kichererbsen und Kartoffeln zugeben und so viel Wasser zugießen, dass alles 1 cm hoch mit Wasser bedeckt ist. Kräuter und Gewürze zugeben, leicht salzen, alles zum Kochen bringen und köcheln lassen, bis die Kichererbsen gar sind, ca. 1 bis 1,5 h.
Inzwischen für die Pasta die Mehlsorten mit etwas Salz und Zitronenabrieb vermengen, dann nach und nach das Wasser einarbeiten und alles zu einem elastischen Teig verkneten. In Folie packen und 30 min ruhen lassen.
Den Teig nun ganz dünn ausrollen und in Streifen schneiden. Wer mag, kann die Streifen auch noch um einen Kochlöffelstiel wickeln für kleine Löckchen; ich habe das gemacht.
Ca. 500 ml Frittieröl in einen Wok oder passenden Topf erhitzen und die Pasta portionsweise goldbraun frittieren. Auf Küchenpapier abtropfen lassen, mit Salz und Pfeffer würzen und warm halten.
Die Suppe mit Salz abschmecken. Die ganzen Kräuter herausfischen, die Tubetti rigati hineingeben und nach Packungsanleitung bissfest kochen, dabei nach Bedarf noch etwas heißes Wasser zugießen.
Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken, auf tiefe Teller verteilen, mit etwas Olivenöl beträufeln, die frittierte Pasta darauf geben, mit Pecorino bestreuen und servieren.
