Malloredus mit Tomaten-Kichererbsen-Sauce

Ok, ich gebe es zu. Eigentlich ist das hier das Protokoll eines Scheiterns. Ich wollte nämlich ganz andere Pasta machen. Aber tja, nun….

Grundsätzlich bin ja fasziniert von der Idee, Pasta selbst zu machen. Und die vielen schönen Formen, die es da gibt – das ist ein ganz großer Spielplatz für mich. Völlig klar, das das Buch der Pasta-Grannies bei mir wohnt. So richtig viel aus dem Haus will ich gerade auch nicht, und da klingt es verlockend, eine Nudelgericht auf den Tisch zu stellen, das mit Bordmitteln auf den Tisch kommt: Hartweizenmehl, Dosentomaten, Kichererbsen.

Gab es ja auch. Aber halt nicht die anvisierten Manate. Weil, ich bin wohl doch keine Pasta-Grannie. Ich brauche noch etwas Übung, von Enkeln wollen wir nicht reden, mein Ältester ist grade 17 und nein, ich möchte das nicht.

Das sah gar nicht so schwer aus mit den Manate. Ok, das Lesen des Rezepts hat mir nicht gereicht, ich habe mir das zugehörige Video angesehen. Ich schaue so gut wie nie Videos, das hätte reichen sollen, um mich zu warnen. Sah eigentlich ganz einfach aus, aber Hochmut kommt vor dem Fall. Zweimal habe ich den Hartweizenteig zu einem Ring gerollt, um den Arm geschlungen und versucht, das Ganze zu Manate in die Länge zu ziehen. Dann kam ich zu dem Schluss, dass der Teig und ich etwas anderes wollen.

Hartweizenteig ist geduldig, und so hat er es mir nicht übel genommen, dass ich ihn nochmal bearbeitete  – von dem misslungenen Strang habe ich Stückchen abgeschnitten und sie über das Gnocchi-Brett gerollt – zack, Malloredus fertig. Malloredus kann ich. Was Manate angeht, so muss ich wohl noch etwas an meinen Nonna-Fertigkeiten arbeiten.

Weswegen ich Euch das Rezept vorstelle, obwohl es nicht so ausging, wie ich wollte? Weil die Sauce toll ist. Sehr einfach und sehr toll: Ihr braucht Dosentomaten, Kichererbsen und Basilikum, das kann man ganz entspannt aus dem Vorrat kochen. Und trotz oder gerade wegen der wenigen Zutaten ist die Sauce etwas Besonderes – also, ab in die Küche mit Euch.

Und wer die Pasta nicht selber machen mag, der kann auf robuste kurze Nudeln wie Penne zurückgreifen.

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5 Kommentare

  1. Sehr schön aus den Vorräten gekocht!
    Bei selbstgemachter Pasta beschränke ich mich eigentlich mehrheitlich auf Formen, die meine Pasta-Walze «kann», also Tagliatelle, Pappardelle, Taglierini…

    • Das mache ich auch gerne, aber wenn ich irgendwo eine ungewöhnliche Form sehe, dann kann ich nur schwer widerstehen und möchte das probieren. Es klappt halt nicht immer….

  2. Also tiefstapeln kannste, Susanne!
    Bevor ich den Text gelesen habe, war ich schon neidisch, WIE toll schon wieder Deine Pasta aussieht. Also scheitern… ich hätte nix bemerkt. Dann schaue ich mir mal an, in welchen Pastahimmel du eigentlich rauskommen wolltest 😉
    liebe Grüße…

    • Also aussehen tuts ja wirklich simpel: bißchen rollen, bischen durch die Hand ziehen, kurz scheiden – fertig 😉 Soweit die Theorie :))

      • Also, tiefgestapelt habe ich nicht. Malloredus sind wirklich nicht schwer zu machen.
        Gell, sieht machbar aus in dem Video. Ist es vermutlich auch, wenn man 50 Jahre Übung hat…..

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