Sardinen-Keftedes, dazu Stifado-Kartoffeln und Karotten mit Tahin-Sauce

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Ich habe ja schon ein Kochbuch 😉 . Manchmal muss ich dann aber doch noch ein neues haben, und zwar ganz pronto. So ging es mir, als ich Tinas Artikelserie ĂŒber ihr Kochtreffen mit dem Schwerpunkt „Griechische KĂŒche“ gelesen habe; hier geht es zum ersten Artikel.

Gekocht wurde aus Smashing Plates*. Das Buch ist von Maria Elia. Von der habe ich Euch ja hier schon ausreichend vorgeschwÀrmt. Und wenn ich dann lese, dass es von ihr, die griechisch-zypriotische Wurzeln hat, ein Buch gibt, in dem griechische Aromen neu interpretiert werden, dann setzt der Habenwollen-Reflex ein.

Nun, ich habe das Buch nicht bereut. Genaugenommen, weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Erstmal gab es Nudeln. Und jetzt dieses hier: als erstes sind mir die Kartoffeln ins Auge gefallen – was fĂŒr eine tolle Idee, die in den Aromen zu garen, die man sonst fĂŒr ein Stifado verwendet. Die Kartoffeln saugen FlĂŒssigkeit, Aromen und Butter auf und schmelzen fast im Mund. Und die Keftedes aus Kichererbsen und Ölsardinen passen wunderbar dazu. Also los. Ich fange mit den Karotten an, die lassen sich vorbereiten, weil sie kalt serviert werden.

FĂŒr die Karotten:

  • 400 g Karotten
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 TL Salz
  • 60 ml Tahin
  • 1/2 Zitrone, der Saft
  • etwas gemahlener KreuzkĂŒmmel
  • 125 ml Joghurt, die dicke, griechische Sorte, oder die doppelte Menge „normales“ Joghurt, in einem mit KĂŒchenkrepp ausgelegten Sieb abgetropft

Die Karotten schĂ€len, in etwas dickere Stifte schneiden und ĂŒber Wasserdampf bissfest garen. In eine SchĂŒssel geben und abkĂŒhlen lassen.

FĂŒr die Sauce die Knoblauchzehe schĂ€len und mit dem Salz zu einer Paste mörsern. Tahin, Zitronensaft und Joghurt einrĂŒhren und alles mit KreuzkĂŒmmel wĂŒrzen. Wenn die Sauce zu dick ist, etwas Wasser zugeben. Karotten mit der Sauce vermengen. Bis zum Servieren beseite stellen.

FĂŒr die Kartoffeln:

  • 125 ml Rotwein
  • 375 ml HĂŒhnerbrĂŒhe
  • 1 Stange Zimt
  • 1 Lorbeerblatt
  • 500 g große Kartoffeln
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 Zweige Thymian
  • 50 g Butter
  • Salz, Pfeffer aus der MĂŒhle
  • ein Spritzer  Rotweinessig
  • einige StĂ€ngel glatte Petersilie

Ofen auf 180°C vorheizen.

Die Kartoffeln schĂ€len und in ca. 2 cm breite Scheiben schneiden. Knoblauch schĂ€len und fein hacken. ThymianblĂ€ttchen zupfen. Kartoffeln in einen BrĂ€ter oder eine Auflaufform geben. Das BehĂ€ltnis sollte genau so groß sein, dass die Kartoffeln genau nebeneinander hineinpassen.

Rotwein und BrĂŒhe zusammen mit Zimt und Lorbeer in einen kleinen Topf geben und einmal aufkochen. Soviel FlĂŒssigkeit zu den Kartoffeln geben, dass sie bis zur HĂ€lfte davon bedeckt sind. Zimt und Lorbeer ebenso wie Knoblauch und Thymian ebenfalls mit in die Bratreine geben. Alles leicht salzen und pfeffern und die Butter in Flöckchen auf die Kartoffeln setzen. FĂŒr ca. 50 min im Ofen backen, dabei einmal wenden, damit die Kartoffeln auch von der anderen Seite FĂŒssigkeit aufnehmen. Die genaue Garzeit hĂ€ngt von der GrĂ¶ĂŸe und Sorte der Kartoffeln ab, am besten nach 30 min schon einmal probieren, ob sie gar sind.

Aus dem Ofen holen, mit etwas Essig besprenkeln und mit gehackten PetersilienblÀttchen bestreuen.

WĂ€hrend die Kartoffeln garen, kann man die Keftedes machen:

FĂŒr die Keftedes:

  • 400 g gegarte Kichererbsen
  • einige StĂ€ngel glatte Petersilie und Minze
  • 2 EL Tahin
  • 2 Dosen Ölsardinen
  • 1 Prise Zimtpulver
  • 1 TL KreuzkĂŒmmel, gemahlen
  • 1/2 TL Paprika edelsĂŒĂŸ
  • 50 g Kefalotiri (Parmesan oder Pecorino gehen auch)
  • 1 Ei
  • Salz, Pfeffer aus der MĂŒhle
  • 60 g frische Semmelbrösel
  • Olivenöl zum Braten
  • zum Servieren: Sumach

KrÀuter zupfen und grob hacken. Sardinen abtropfen lassen. KÀse reiben.

Kichererbsen zusammen mit den KrĂ€utern und dem Tahin in den Blitzhacker geben und grob zerkleinern. Alles in eine SchĂŒssel geben. Die Sardinen dazu zupfen, dann die GewĂŒrze, Semmelbrösel, KĂ€se und Ei zugeben. Alles grĂŒndlich vemengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Masse mit den HĂ€nden zu 12 Frikadellen formen. Man muss dabei ein wenig drĂŒcken und Kraft aufwenden, aber es hĂ€lt alles gut zusammen. Die Keftedes können bis hierhin gut vorbereitet werden und im KĂŒhlschrank auf ihren Einsatz warten.

Zum Braten etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Keftedes hineinlegen, mit einem Pfannenwender ein wenig flach drĂŒcken und von beiden Seiten goldbraun ausbraten. Das dauert ca. 3 min pro Seite.

Zum Servieren die Keftedes mit etwas Sumach bestreuen und mit Kartoffeln und Karottensalat auf Tellern anrichten.

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15 Kommentare

  1. 🙂 Die Stifado-Kartoffeln stehen auch noch auf meiner Nachkochliste. Ich sehe, sie mĂŒssen da dringend nach vorne rutschen.
    Der Garnelencocktail mit Ouzo-Mayonnaise kam auch sehr gut an – beim Kochtreffen und auch bei den Schwiegereltern, die ihn Weihnachten geniessen durften.
    Ein tolles Buch und ich bereue es nicht, dich angefixt zu haben 😉

  2. Liebe Susanne ein wunderbares Essen alles gefĂ€llt mir sehr gut, die Kartoffeln so ganz köstlich, die Karotten das Richtig fĂŒr mich und die Keftendes genau richtig und fischig fĂŒr den #Freitagsfisch bei mir. Ich werde das, mit Deiner Erlaubnis ?, bei meiner #Blogparty #Freitagsfisch verlinken. Ja und einen Einkaufszettel muss ich auch machen, denn das Buch interessiert mich sehr :). Danke und ein schönes Wochenende.
    Ingrid

  3. Lese ich da Maria Elia? 😉 Du weckst auch in mir große Begehrlichkeiten! Das Rezept klingt schon einmal fantastisch. Zu dumm, dass wir das Wochenende fern des heimischen Herds verbringen mĂŒssen…

    • Ja, da liest du richtig. Das Ganze ist genial…..mir gefallen sogar die Desserts 😋 Aber ein Wochenende fern des Herdes ist auch nicht zu verachten…..das schafft Raum fĂŒr neue Ideen.

  4. Du hast schon ein Kochbuch? Das versteckst du aber sehr gut. 😉 Hab ich ein GlĂŒck, dass du dir so ein Feines wie dieses als Zweitexemplar ausgesucht hast.

  5. Warum haben wir unsere Kartoffeln noch nie so zubereitet? Das hört sich herrlich an. Das Buch muss auf die Wunschliste, sofort!
    Viele GrĂŒĂŸe aus Ye Olde Kitchen, Eva und Philipp

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