Meatball-Erdnusscurry mit Pfifferlingen

meatballs mit erdnuss

Auf besonderen Wunsch schiebe ich noch ein Rezept aus “Sichuan-Pfeffer meets Sauerkraut”hinterher, nämlich dieses hier. Es passt ja gerade toll in die Jahreszeit.

Und abgesehen davon ist es eines der vielen Geniestreiche aus dem Buch: rote Currypaste und Kokosmilch sind klassisch, aber wer hätte gedacht, dass Pfifferlinge da gut dazu passen? Und Erdnussbutter für zusätzliche Cremigkeit und eine nussige Note.

Das Original-Rezept ist mit Kürbis. Ich hatte noch Zucchini, als ich es gekocht habe und habe die verwendet.

Für 4 Personen:

  • 200 g Pifferlinge
  • 300 g Hokkaido-Kürbis (ich hatte Zucchini)

Fleischbällchen:

  • 500 g gemischtes Hackfleisch
  • 1 Bund Thai-Basilikum
  • 2 Schalotten
  • 3 EL Semmelbrösel
  • 1 Ei
  • 1 EL Rapsöl
  • 2 EL Fischsauce
  • 1,5 TL Salz
  • Pfeffer aus der Mühle

Erdnuss-Currysauce:

  • 2 EL Rapsöl
  • 2 TL rote Currypaste
  • 0,5 EL Rohrohrzucker
  • 100 ml Kokosmilch
  • 1 EL Erdnussbutter
  • 6 Kaffir-Limettenblätter
  • 2 Stangen Zitronengras

Zum Garnieren:

  • 50 geröstete Erdnüsse (ungesalzen)
  • etwas Koriandergrün

Für die Fleischbällchen  Thai-Basilikum zupfen und fein hacken, Schalotten schälen und ebenfalls fein hacken. Das Hackfleisch in eine große Schüssel geben. Alle anderen Zutaten dazugeben, alles gut vermengen und dann mit den Händen ca. 4 cm große Fleischbällchen rollen. Klößchen auf einen großen Teller legen und im Kühlschrank aufbewahren.

Pfifferlinge gründlich putzen. Wenn man Kürbis verwendet, diesen aufschneiden, die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch in ca. 3×3 cm große Würfel schneiden. Die Würfel über kochendem Wasser 4-5 min dämpfen. Wenn man Zucchini verwendet, reicht es, sie einfach zu würfeln.

2 EL Öl in einem Wok erhitzen.  Currypaste anrösten, bis sie duftet. Zucker zufügen und karamellisieren lassen. Dann mit Kokosmilch ablöschen. Kaffir-Limettenblätter zugeben. Das Zitronengras längs halbieren und ebenfalls zugeben. Alles bei starker Hitze aufkochen, dann die Erdnussbutter zugeben, die Hitze verringern und das Erdnussmus unter Rühren auflösen.

Die Fleischbällchen in die Sauce geben und 8 min bei mittlerer Hitze kochen. Nach der Hälfte der Kochzeit Pfifferlinge und Zucchini zugeben; die vorgegaren Kürbiswürfel dagegen erst am Schluss.

Kaffirlimettenblätter und Zitronengras entfernen. Die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Servieren mit Erdnüssen und Koriandergrün garnieren.

 

Spinat-Pici mit Zucchini und Tomaten

spinat-pici1

Pici rollen macht Spaß! In diesem Falle sogar besonders viel – die grüne Farbe macht richtig Laune, finde ich.

Pici kennt Ihr, oder nicht? Das sind relativ dicke, handgerollte Nudeln aus der Toskana. Das Rollen mit der Hand sorgt für einen ganz besonderen Biss. Handgerollt mag aufwändig klingen, aber es geht  gut von der Hand. Und man kann ganz viele Helfer einspannen. Das Tolle an Pici ist nämlich, das jede Nudel anders aussieht. Echte Individualisten. Meine liebste Variante sind übrigens die Pici, die innen hohl sind. Dazu werden sie einfach um einen Schaschlickspieß gerollt.

Gut, heute gibt es aber die gefüllte Variante. Die quietschgrüne Farbe darf der Spinat beisteuern – das ist die einzige Flüssigkeit, die an den Teig kommt. Das sieht doch klasse aus, oder?

Sind die Nudeln erst mal gerollt, steht dieses Pastagericht aus “Genial gesund“* auch schon fast auf dem Tisch. Es müssen nur noch kurz Gemüse und Pasta gegart und alles in der Pfanne zusammengeführt werden.

spinat-pici

Für 4 Portionen:

  • 200 g Babyspinat
  • 300 g Mehl Type 00 (oder 405)
  • Olivenöl
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 1/2 TL Chiliflocken
  • 200 g Zucchini
  • 320 Kirschtomaten
  • 50 g Walnüsse (original: Pinienkerne)
  • 1/2 Töpfchen Basilikum
  • 50 g Parmesan
  • natives Olivenöl extra zum Servieren

Zunächst zum Teig: dafür den Spinat mit dem Mehl im Mixer pürieren. Das geht im Großen und Ganzen von selbst; ich habe den Spinat in den Mixer gegeben und das Mehl oben drauf. Anfangs muss man ein wenig mit dem Spatel nachhelfen, aber schon nach kurzer Zeit entsteht ein Teig. Er sollte nicht kleben und in etwa die Konsistenz von Knetmasse haben. Wenn nötig, noch etwas Mehl zugeben. Zum Formen der Pici ca. 2 cm große Teigbällchen abnehmen und auf der Arbeitsfläche zu langen grünen Würstchen rollen. Pici auf einem sauberen, bemehlten Küchenhandtuch zwischenlagern.

Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Zuchini der Länge nach vierteln und in feine Scheiben schneiden, Kirschtomaten halbieren. Walnusskerne grob hacken. Parmesan reiben.

Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Pici hineingeben. Frisch gerollte Pici benötigen etwa 5 min Garzeit. Nach ca. 4 min immer wieder mal probieren, damit sie am Ende auch al dente sind.

In einer großen Pfanne 2 EL Olivenöl erhitzen. Knoblauch und Chiliflocken hineingeben, Zucchini und Tomaten zufügen und alles ca. 5 min garen, dann Walnüsse zugeben und eine Kelle Nudelwasser angießen.

Pici abgießen und unter das Gemüse mengen. Basilikum zupfen; die großen Blätter in Streifen schneiden, die kleinen beiseite legen. Basilikum-Streifen mit einem Großteil des geriebenen Parmesans unter die Pasta heben.

Pasta auf Teller verteilen und mit restlichem Parmesan und Basilikumblättchen anrichten.

 

Sobanudeln mit Zucchini und Tahinsauce

soba, tahin, zucchini1

Ich liebe Buchweizen. Ich bin ihm verfallen, seit ich im allerersten Bretagne-Urlaub das allererste Galette gegessen habe. Buchweizen ist immer im Haus; frisch gemahlen landet er meist in Brot oder eben in den geliebten Galettes.

Soba-Nudeln aus Buchweizen sind aber auch nicht zu verachten. Wenn ich im Asia-Shop bin, nehme ich gerne eine Packung mit. Genauso gerne vergesse ich sie dann auch in der Vorratskammer. Um so erfreuter war ich, als ich im aktuellen Lieblingskochbuch* über Rezepte für Soba gestolpert bin. Wie es in dem Buch so üblich ist, gibt es ein Grundrezept und dann noch vier Varianten – je eine für Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter. Das Grundrezept sind Soba mit Erdnusssauce (schreibt man das echt so?) und gemischtem Gemüse.  Die sommerliche Variante ist mit Zucchini und Tahinsauce – was genau meine Kragenweite ist. Soba sind toll, Zucchini waren sowieso da und wenn dann noch Tahin mitspielen darf, dann kann das Ganze einfach nur gut sein. War es auch.  Die Sauce ist genial. Die gab es hier nicht zum letzten Mal. Wer Tahin nicht so mag,  nimmt Erdnussbutter oder ein anderes Nussmus.

Ein kurzes Wort zu den Nudeln: die gibt es im Asia-Shop in sehr unterschiedlichen Qualiäten. Der Buchweizenanteil varriiert ganz beträchtlich. Es gibt Soba aus reinem Buchweizen; wer unter Zöliakie leidet, ist damit gut bedient, denn Buchweizen ist ja glutenfrei. Und daher schwer zu verarbeiten. (Ich weiss das….ich hab mal versucht, Buchweizennudeln in Reinform selbst zu machen. Grmpf 😤 ). Standard ist eine Mischung aus Weizen und Buchweizen; manchmal gibt es auch noch andere rätselhafte Zutaten. Also Augen auf beim Einkauf, besonders, wenn es Probleme mit Gluten gibt.

soba, tahin, zucchini

Für 2 Personen:

Nudeln:

  • 200 g Soba-Nudeln
  • 2 EL Sesamsamen
  • 1 Zucchini, mittelgroß
  • 1/2 TL Salz
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • gehackte Petersilie zum Garnieren (original Koriandergrün, aber ich hatte Beschaffungsschwierigkeiten)

Sauce:

  • 2 EL Tahin
  • 60 ml Gemüsebrühe
  • 1 EL Honig
  • 1/2 TL Ingwer, frisch gerieben
  • 1 kleine Zehe Knoblauch
  • 2 EL Sojasauce
  • 2 TL Limettensaft
  • 1 Prise Chiliflocken

Die Zucchini mit dem Spiralschneider zu Spaghetti schneiden. Wer keinen Spiralschneider hat, nimmt den Sparschäler. Gemüse in eine Schüssel geben, mit dem Salz vermengen und 20 min ziehen lassen. Dann in ein feinmaschiges Sieb geben und die überschüssige Flüssigkeit vorsichtig herausdrücken.

Sesam in einer Pfanne ohne Fett anrösten, bis er duftet. Beiseite stellen.

Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden.

Die Nudeln in kochendem Wasser nach Packungsanleitung bissfest garen. Oft ist in den Nudeln schon Salz, also ausnahmsweise Vorsicht beim Salzen des Kochwassers – erst mal auf die Packung schauen. Dann abgießen, kurz kalt abspülen und wieder in den Topf geben.

Für die Sauce die Knoblauchzehe fein hacken. Dann alle Zutaten in einen kleinen Topf geben und mit dem Schneebesen gründlich verrühren. Töpfchen auf den Herd stellen und die Sauce vorsichtig erhitzen, bis sie andickt.

Zucchinispaghetti und Frühlingszwiebeln mit den Nudeln vermengen. Sauce gründlich unterheben. Mit Koriander (oder Petersilie) und Sesamsaat bestreuen.

 

Souffléstrudel mit Zucchini und Käse

zucchini-kaese-strudel

Ihr habt bestimmt mitbekommen, dass hier in München gestern Abend einiges los war. Das Einkaufszentrum, in dem geschossen wurde, liegt ganz in unserer Nähe. Es war ein glücklicher Zufall, dass ich da gestern Abend nichts zu erledigen hatte. Und ein noch viel glücklicherer Zufall, dass keines von unseren Kindern auf die Idee gekommen war, dort eine Runde bummeln zu gehen. Es ist ein sehr seltsames Gefühl, wenn so etwas Grauenvolles in unmittelbarer Nähe stattfindet. Fast surreal.

Ich habe kurz darüber nachgedacht, ob ich Euch heute überhaupt etwas zu Essen auf den Tisch stellen soll. Ja, soll ich. Ich möchte nämlich mein Leben nicht von Mutlosigkeit oder Angst bestimmen lassen. Was auch los ist in unserer Welt – lasst uns mit etwas Schönem gegensteuern. Und wenn es nur ein Strudel ist.

Also, auf diesen Strudel war ich ziemlich gespannt – Souffléteig als Strudelhülle, ob mir das wohl gelingen würde? Nun, es gelang. Und es schmeckte.

Dieser feine Strudel aus dem “Großen Strudelbuch“* setzt auf eine gut abgeschmeckte Füllung aus Zucchini und Champignons. Eingehüllt wird das Ganze von einem Souffléteig, der ebenfalls mit Parmesan gewürzt ist.

Der Strudel kann als Hauptgericht gegessen werden; in kleineren Portionen ist er aber auch eine schöne Vorspeise. Tomatensoße passt gut dazu, finde ich.

Für den Teig:

  • 30 g Butter
  • 30 g Mehl
  • 250 ml Milch
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Muskat
  • 60 g Parmesan, frisch gerieben
  • 5 Eier (Größe L)

Für die Füllung:

  • 300 g Zucchini
  • 1/2 TL Salz
  • 150 g Champignons
  • 1 Schalotte
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 30 g Butter
  • 2 EL Thymianblättchen, gehackt
  • 2 EL glatte Petersilie, gehackt
  • 2 Eier (Größe L)
  • 20 g Butter, geschmolzen
  • 50 g Parmesan, frisch gerieben

Zunächst den Teig zubereiten: dafür den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Butter in einem Topf schmelzen, das Mehl einrühren, kurz anrösten, dann nach und nach die Milch aufgießen und unter ständigem bei niedriger Hitze 2 min köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann in eine Schüssel umfüllen, den Parmesan einrühren und alles kurz abkühlen lassen.

Die Eier trennen. Eiweiß mit einer Prise Salz zu steifem Schnee schlagen. Die Eigelb nach und nach in die Käsesauce rühren, dann den Eischnee unterheben.

Die Masse mit einer Teigkarte gleichmäßig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech streichen. Im heißen Ofen in ca. 20 min goldbraun aubacken.

Dann die gebackene Soufflémasse auf einen Bogen Backpapier stürzen. Das mitgebacken Papier liegt jetzt oben, es wird vorsichtig abgezogen. Die Masse mit Hilfe des darunter liegenden Papiers der Länge nach locker einrollen und so mindestens 20 min auskühlen lassen.

Jetzt zur Fülle: dafür die Zucchini in kleine Würfel schneiden, mit dem Salz vermischen und in einem Sieb etwas Wasser ziehen lassen. Dann mit Küchenpapier die überschüssige Flüssigkeit abtupfen.

Schalotte und Knoblauch schälen und fein hacken. Champignons putzen und ebenfalls fein würfeln.

Butter in einer Pfanne erhitzen und Schalotte, Knoblauch und Pilze darin anbraten, dann die Zucchini zugeben. Mit Thymian würzen und alles 10 min bei ordentlicher Hitze braten. Von der Hitze nehmen und komplett auskühlen lassen.

Die Eier schaumig schlagen, dann mit der Zucchinimasse und der Petersilie vermischen.

Jetzt den ausgekühlten Teig vorsichtig auseinander rollen, die Füllung gleichmäßig darauf verteilen, dann mit Hilfe des Papiers wieder der Länge nach einrollen.

Strudel mit Backpapier auf ein Backblech heben. Mit flüssiger Butter bepinseln und mit Parmesan bestreuen und im heißen Ofen 25-30 min backen.

 

Räucherforellen-Pflanzerl

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Kebo richtet das gerade laufende Blogevent im Kochtopf aus – es geht um die Küche der Alpen. Als (wenn auch zuagroaste) Münchnerin bin ich fast Alpenbewohnerin; da ist es klar, dass mir was einfällt zum Thema.

Blog-Event-CXX-Alpenkueche-Einsendeschluss-15.-Juni-2016Immerhin bin ich mit bayerischer Küche aufgewachsen und die bayerische Küche deckt sich ja zum Teil mit der Alpenregion. Für mich sind ganz typisch die verschiedenen Arten von Knödeln, die es da gibt. Da entstehen aus einfachen Zutaten die unterschiedlichsten Gerichte. Und aus einem Semmelknödelteig kann man nicht nur Knödel machen, sondern eben auch Pflanzerl….oder Fritter. Im Rezept* ist die Rede von Bratlingen…aber die kommen mir nicht auf den Tisch. So wie hier: Grundlage ist ein Semmelknödelteig. Der wird angereichert mit geräucherter Forelle und geriebener Zucchini und in der Pfanne gebraten. Die Pflanzerl haben ein feines Räucherfisch-Aroma und sind dank der Zucchini auch schön saftig. Und im Gegensatz zu Knödeln auch noch narrensicher in der Herstellung 😉 . Dazu gibt es einen frischen, leichten Gurkensalat.

Für 4 Portionen:

Pflanzerl:

  • 1 Zucchini (ca. 300 g)
  • 2 Semmeln vom Vortag oder 4 Scheiben Weißbrot
  • 125 ml Milch
  • 1 Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 EL Butter
  • 150 g geräuchertes Forellenfilet
  • 1 Ei
  • 1 EL Senf (ich hatte mittelscharfen)
  • Muskatnuss
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Rapsöl zum Braten

Salat:

  • 1 Salatgurke
  • 1 Handvoll Dill
  • 150 g Joghurt
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 EL Kürbiskernöl

Die Zucchini grob raffeln, in ein Sieb geben, leicht salzen und beiseite stellen.

Die Brötchen in eine Schüssel rupfen;  es müssen richtig kleine Stücke sein. Die Milch lauwarm erhitzen und über die Brötchen geben. Einweichen lassen, dann überschüssige Milch leicht ausdrücken.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Butter in einer Pfanne erhitzen; Zwiebel und Knoblauch darin glasig braten, dann zu der Semmelmasse geben. Den Fisch zerzupfen und ebenfalls zur Semmelmasse geben. Zucchini in ein Küchentuch geben und überschüssige Flüssigkeit ausdrücken, dann ebenfalls zur Knödelmasse geben. Ei zufügen, alles rasch verkneten und mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Senf kräftig abschmecken.

Die Masse ist relativ weich, sie hält aber beim Braten in der Pfanne. Wer dennoch Befürchtungen hat, kann einen Esslöffel Semmelbrösel untermengen.

Für den Salat die Gurke schälen, der Länge nach halbieren und die Kerne herausschaben. Die Hälften schräg in lange, dünne Stücke schneiden, salzen und pfeffern. Dill zupfen und hacken. Joghurt ebenfalls mit Salz und Pfeffer würzen.

Aus der Semmelmasse mit feuchten Händen ca. 8 kleine, flache Pflanzerl formen. Etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Pflanzerl darin (wenn nötig portionsweise) bei mittlerer Hitze ca 8 min braten, dabei mehrmals wenden.

Gurkenstücke mit Joghurt und Dill vermengen und mit Kürbiskernöl beträufeln.

Zum Servieren die Pflanzerl mit dem Salat anrichten.

 

Zucchini-Krapfen an Zucchini-Creme

zucchini-krapfen

Die nächste Zucchini-Schwemme kommt bestimmt, also merkt Euch dieses tolle Rezept aus “Ein Sommer wie damals“* schon mal vor 😉 .

Man könnte sich auch gewählter ausdrücken, was den Rezept-Titel angeht – wie wäre es denn mit “Zweierlei von der Zucchini” 😉 ? Ok, im Ernst. Wir sprechen von Zucchini-Scheiben, die ein Mäntelchen aus Ausbackteig bekommen und dann frittiert werden. Der Teig um die Scheibchen ist knusprig und schön luftig. Dazu gibt es eine cremige Zucchini-Creme; die steuert eine weitere Konsistenz bei und außerdem ein wenig Süße. Zusammen sind die beiden ein Traumpaar.

Ach so, Ihr wisst das ja bestimmt ohnehin….kleine Zucchini nehmen, nicht diese Knüppel, die man in der Saison gerne mal antrifft. Die kleinen  haben Aroma, die großen….lassen wir das. Einfach vorher ernten. Und die großen Keulen beim Gemüsehändler liegen lassen.

Mir ist von der Creme etwas übrig geblieben. Am nächsten Tag mit Gemüsebrühe verdünnt und nochmals erhitzt, gibt sie eine feine kleine Zucchinicremesuppe ab 🙂 .

Für die Creme:

  • 4 kleine Zucchini
  • 1 kleine Zwiebel
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 gekochte Kartoffel, mittelgroß
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Für die Krapfen:

  • 4 kleine Zucchini
  • 1 Eigelb
  • 100 g Mehl (ich hatte Weizen 405)
  • 2 g Backpulver
  • 150 ml eiskaltes Wasser
  • Olivenöl zum Frittieren
  • Salz

Für die Creme die Zucchini waschen, trockenreiben und in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden.

Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig andünsten; sie soll nicht bräunen. Zucchiniwürfel zugeben, kurz mit anschwitzen. Bis zur Hälfte mit Wasser bedecken und in ca. 15 min weich garen. Inzwischen die Kartoffel schälen und in feine Würfel schneiden. Gegen Ende der Garzeit zu den Zucchini geben. Die Creme fein pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und warm halten.

Jetzt zu den Krapfen: dafür die Zucchini waschen und in 3 mm dünne Scheiben schneiden.

Das Öl in einem kleinen Topf langsam auf 160°C erhitzen (Thermometer!).

Mehl und Backpulver in eine Schüssel sieben. Das eiskalte Wasser nach und nach angießen und alles mit dem Schneebesen zu einem zähflüssigen Teig verarbeiten, dann unter Rühren das Eigelb einarbeiten.

Die noch feuchten Zucchinischeiben einzeln durch den Teig ziehen und portionsweise im heißen Öl goldgelb ausbacken. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Salz bestreuen.

Zum Servieren die Krapfen auf Tellern verteilen und jeweils etwas Creme daneben anrichten.

Zucchini-Polpette mit Minze und Pistazienpesto

zucchini-polpetti

Bällchen und Klösschen, aus was auch immer – das macht sich immer gut auf dem Esstisch. Die sind so variabel – sowohl was die Rezepte angeht, als auch hinsichtlich der Verwendung.

So wie diese hier, die Anna Jones in “A modern way to eat“* vorstellt. Die Klösschen bauen auf auf einer Basis von gekochten Linsen – logischerweise – Zucchini. Das ist aber nicht alles….Ricotta darf mitspielen, und eine schöne Menge Petersilie und Minze.

Die Bällchen sind fluffig und aromatisch. Auch nicht zu schwer, denn sie werden im Ofen gebacken. Das Ganze hat ein wenig Ähnlichkeit mit Falafel. Aber leichter, da eben aus dem Ofen. Sie eignen sich aber auch gut zum Mitnehmen. Oder zu Spaghetti mit Tomatensauce….

Ach, und es gibt einen zusätzlichen Kick bei den Bällchen. Das Pesto nämlich. Hab ich schon mal erwähnt, dass Pistazien in viel zu kleinen Gebinden verkauft werden? Ich liebe sie einfach. An das grasgrüne Pesto kommen außerdem noch Basilikum, Olivenöl und Zitrone. Es gibt eine Option auf Pecorino….aber ich habe das Pesto ohne Käse probiert und beschlossen, dass ich ausnahmsweise mal ohne Käse klarkomme. Basilikum und Pistazien…da möchte ich sonst nichts mehr 🙂

Für 4 Personen:

Für die Polpette:

  • 250 g gegarte Linsen (Rezept: Puy-Linsen, ich hatte Beluga-Linsen)
  • 2 Zucchini (mittlere Größe)
  • 100 g Semmelbrösel
  • 125 g Ricotta
  • 1 Zehe Knoblauch
  • Schalenabrieb von 1 Zitrone (Bio)
  • 40 g Parmesan, frisch gerieben
  • 1 Prise Chiliflocken
  • 1 Bund Minze
  • einige Stängel glatte Petersilie
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Olivenöl

Für das Pesto:

  • ca. 40 g Pistazienkerne
  • 1 Töpfchen Basilikum
  • 4 EL Olivenöl
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • optional: etwas Pecorino, frisch gerieben

Die Zucchini fein reiben. Knoblauch schälen und fein hacken. Von der Petersilie und der Minze die Blättchen abzupfen und hacken.

Die Linsen in einen Mixer oder Blitzhacker geben und grob pürieren; das geht auch mit dem Pürierstab. Zu den Zucchini in eine Schüssel geben. Alle anderen Zutaten für die Polpette untermischen. Von der Minze nur die Hälfte verwenden, den Rest für später beiseite stellen. die Masse gut verkneten und mit Salz und Pfeffer würzen. Ca. 20 min ruhen lassen, damit alles durchzieht und an Stabilität gewinnt.

Den Backofen auf 220°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Klösschenmasse in 4 Portionen teilen und aus jeder Portion 6 kleine Kugeln formen. Die Kugeln auf das Backblech legen und mit Olivenöl beträufeln. In heißen Ofen goldbraun und knusprog backen.

Inzwischen für das Pesto die Basilikumblättchen abzupfen. Alle Zutaten zusammen mit den restlichen Minzeblättern in einen Cutter geben und zu einer groben Paste mixen. Mit Salz, Pfeffer und Zitrone abschmecken. Wer mag, gibt noch Pecorino dazu.

Polpette aus dem Ofen nehmen und mit dem Pesto anrichten.

Pudla mit Tomatenchutney

puddla

Dass ich immer Kichererbsenmehl da habe, ist klar. Dennoch war ich neulich erstaunt – da tummelten sich doch 2 angebrochene Packungen in meinem Schrank. In einer war nur noch ein kleiner Rest. Da hab ich wohl was übersehen….

Also Zeit, endlich mal wieder Pudla zu machen. Pudla kommen aus der indischen Küche; es sind kleine, herzhafte Pfannküchlein auf der Basis von Kichererbsenmehl. Dazu gesellen sich viele Gewürze und Gemüse – was der Kühlschrank so hergibt.  Das ganze ist würzig und wandlungsfähig, und, wenn man nicht gerade Ghee zum Braten nimmt, sogar vegan. Und das überzählige Kichererbsenmehl aus dem Vorratsschrank ist auch beseitigt verwendet.

Ein kleines Sößchen oder einen Dipp dazu kann man gut vertragen – in diesem Fall habe ich mich für ein frisches Tomatenchutney entschieden. Das bringt außerdem eine gesunde Schärfe mit – das weckt die Lebensgeister. Das waren dann wohl die letzten frischen Tomaten dieses Jahr….

Das Rezept ist aus einem Kochbuch mit leicht anrüchigem Background – Vedische Kochkunst*, so heißt es. Nein, ich bin keine Anhängerin der ISKCON. Ich wage sogar die Behauptung, dass ich so verzweifelt gar nicht sein kann, dass ich auf derartige Heilsversprechungen hereinfalle. Aber das Buch ist klasse – bislang mit das Beste, was mir an indisch-vegetarischer Küche untergekommen ist (Also, wenn man das Vorwort großzügig übersieht, das in meiner Ausgabe übrigens von Georg Thomalla stammt: ). Ich greife immer wieder darauf zurück.

Nun aber zum Essen:

Für das Chutney:

  • 8 Tomaten
  • 2 TL Rapsöl
  • 2 EL schwarze Senfsaat
  • 3 frische Chilis, in Ringen
  • 2 Lorbeerblätter
  • 3 Nelken
  • 1 Zimtstange
  • 1 TL Kreuzkümmelsaat
  • 2 TL Korianderpulver
  • 1 EL frisch geriebener Ingwer
  • etwas Asafötida
  • Salz
  • brauner Zucker

Tomaten kreuzweise einritzen, mit heißem Wasser überbrühen, abgießen und die Haut abziehen. Dann pürieren.

Öl in einem Topf bei mittlerer Hitze erwärmen, Senfsaat hineingeben (Deckel auflegen wäre jetzt gut) und Senfsaat anrösten. Wenn die Körner aufhören zu springen, Chilis, Lorbeer, Nelken, Zimtstange, Kreuzkümmelsaat und gemahlenen Koriander zugeben und umrühren. Dann Tomaten, Asafötida und Salz zugeben, nochmals durchrühren, Deckel auflegen und alles bei schwacher Hitze ca. 30 min köcheln lassen. Gegen Ende der Kochzeit immer wieder mal umrühren, damit sich nichts ansetzt.

Nun den Zucker einrühren, die Temperatur erhöhen und alles unter Rühren nochmals 5 min kochen lassen. Wenn nötig, mit zusätzlichem Salz abschmecken. Die groben Gewürze (Nelken, Lorbeer, Zimt) herausnehmen, das Chutney in eine Schale und abkühlen lassen.

Für die Pudla:

  • 200 gr. Kichererbsenmehl
  • 50 gr. Weizenmehl (Type 405)
  • 1 TL Kreuzkümmelsaat
  • 2 frische Chilis
  • 1 Prise Asafötida, gehackt
  • 3/4 TL Kurkuma
  • 1 TL Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 1 TL gemahlener Koriander
  • ca. 275 ml Wasser, kalt
  • 1 TL frisch geriebener Ingwer
  • 2 Tomaten
  • 1 kleine Zucchini
  • Öl zum Braten
  • 3 EL Zitronensaft

In einer Schüssel die beiden Mehlsorten, die trockenen Gewürze und die Chilis vermischen. Unter ständigem Rühren langsam das Wasser einfliesen lassen. Dabei entsteht ein dickflüssiger Teig.

Tomaten und Zucchini in kleine Würfel schneiden und mit dem Ingwer in den Teig geben. Gut duchrühren und den Teig ca. 30 min ruhen lassen.

In einer großen Pfanne etwas Öl erhitzen. Je einen gehäuften Esslöffel Teig in die Pfanne geben und daraus kleine, flache Küchlein formen. Sie müssen nicht perfekt rund sein; aber es sie sollten gleichmäßig dick sein. Langsam unter Wenden backen, bis die Küchlein goldbraun und knusprig sind; das dauert ca. 4-5 Minuten. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren, dabei immer wieder etwas Öl in die Pfanne geben.

Zum Servieren die Küchlein mit Zitronensaft beträufeln und mit dem Tomatenchutney anrichten.

Gefüllte Zucchini mit Reis

gefüllte zucchini mit reis

Gefüllte Zucchini sind doch der Sommerklassiker, nicht wahr. Ich bin da immer dankbar für neue Ideen. In iesem Fall kommt die Idee aus dem Buch “Zeit der Feigen“* – und ich habe sie gerne aufgegriffen. Das Gericht ist typisch für die Hausmannskost, wie sie in dem Buch präsentiert wird.

Die Füllung basiert auf Rundkornreis und viel Petersilie – so ist sie mild, aber aromatisch. Man braucht eine spezielle Gewürzmischung für das Gericht, die ist aber rasch auf Vorrat zusammengemischt.

In seiner  ursprünglichen Version ist das Gericht vegan – wenn man, so wie ich, einen Joghurtdipp mit Minze und Knoblauch dazu serviert, dann natürlich nicht mehr. Wer ein veganes Gericht haben möchte, serivert alles statt mit Joghurt mit einer Sauce aus Minze und Knoblauch, dafür einfach 3-4 Zehen Knoblauch fein hacken, mit 1 El getrockneter Minze und dem Saft von 2 Zitronen vermischen.

Für 4 Personen:

Für die Gewürzmischung:

  • 6 TL gemahlener Piment
  • 6 TL schwarzer Pfeffer, gemahlen
  • 3 TL Zimtpulver
  • 1 TL Mahleb* (gemahlene Kerne der Steinweichsel, im orientalischen Lebensmittelhandel)
  • 1 TL gemahlener Ingwer
  • 1 TL Nelkenpulver
  • 1 TL Muskatnuss, frisch gerieben

Für die Zucchini:

  • 1 kg kleine Zucchini
  • 200 gr. Rundkornreis (ich: Arborio)
  • 4 Tomaten
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 EL getrocknete Minze
  • 1 EL Sieben-Gewürzmischung
  • Saft von 1 Zitrone
  • Salz
  • Olivenöl

Für das Knoblauch-Minz-Joghurt:

  • 250 gr. Naturjoghurt (am besten den dicken, griechischen)
  • 1 Zehe Knoblauch
  • Salz
  • 1-2 TL getrocknete Minze

Für die Gewürzmischung alle Zutaten gründlich miteinander vermengen. Luftdicht und dunkel aufbewahrt, bleibt die Mischung ein paar Wochen aromatisch.

Den Reis in kaltem Wasser einweichen.

Die Zucchini waschen, dann Kopf und Strunk abschneiden. Zucchini der Länge nach halbieren, das Fruchtfleich mit einem Teelöffel herausschaben. Das Fruchtfleisch anderweitig verwenden.

Zwei der vier Tomaten in feine Würfel schneiden. Frühlingszwiebel putzen, Petersilienblättchen abzupfen. Beides sehr fein würfeln. Knoblauchzehen schälen und fein hacken.

Den Reis durch ein Sieb abgießen und in eine Schüssel geben. Mit Tomaten, Petersilie und Frühlingszwiebeln vermischen, dann die Gewürzmischung, Minze, Knoblauch und 4 EL Olivenöl einrühren und alles mit etwas Zitronensaft und Salz abschmecken.

Die Zucchini zu 3/4 mit der Reismischung, dann in einen Topf oder in eine Pfanne legen, in der sie alle nebeneinander Platz haben.

Die restlichen Tomaten in feine Scheiben schneiden und diese auf den Zucchini verteilen.

Soviel Wasser angießen, dass die Zucchini ganz knapp bedeckt sind, salzen, kurz aufkochen lassen, dann bei schwacher Hitze köcheln lassen, bis Reis und Zucchini gegart und fast das ganze Wasser verdampft ist. Das dauert ca. 30 bis 45 Minuten.

Inzwischen für die Sauce den Knoblauch mit etwas Salz im Mörser zu einer Paste verreiben. Zusammen mit der Minze zum Joghurt geben, alles gründlich verrühren und, wenn nötig mit noch etwas Salz abschmecken.

Die gegarten Zucchini vorsichtig aus dem Topf heben und mit der Joghurtsauce anrichten.

Die Zucchini schmecken warm und kalt.

Pastel mit Tomaten-Sambal

pastel

Der Herbst steht vor der Tür. Und Herbst, das ist immer auch Bücherherbst – es gibt viele Neuerscheinungen, und die Frankfurter Buchmesse rückt näher.

Und langsam wird es eine kleine Tradition, dass Claudia zu einem Kochevent zur Messe aufruft. Gekocht werden Gerichtes aus dem Land des Ehrengastes – dieses Jahr ist das Indonesien.

Äh….ja. Ich bin ja ein großer Fan aller möglichen asiatischen Kochrichtungen, aber ich muss gestehen, Indonesien, da war erst mal tabula rasa. Na gut, das legendäre Bami Goreng oder Nasi Goreng, aber nun, das war mir dann doch zu einfach. Und manches, was mir durch den Kopf ging, wie lemper, die mit Klebreis gefüllten Bananenblätter, oder die Frühlingrolle Lumpia, das kommt gar nicht aus Indonesien. Leicht grummelnd stellte ich fest, dass dafür Singapur und Malaysia zuständig sind.

Aber was ich jetzt in einem meiner liebsten Kochbücher* gefunden habe, das passt immerhin voll zum Thema: Pastel sind ein klassisches Streetfood. Und serviert werden sie mit einem sehr würzigen Sambal. Getroffen 🙂

Die Teigtaschen haben mir gut gefallen: der Teig läßt sich gut bearbeiten und wird schön knusprig und die Füllung aus Glasnudeln und Gemüse ist aromatisch – und war bei uns mehrheitsfähig. Der scharfe Dipp ist auch toll – ich muss mich wohl mal näher mit der indonesischen Küche befassen. Danke also für den Anstupser.

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Für 4 Personen:

Für den Teig:

  • 50 gr. Butter
  • 75 gr. Wasser
  • 1/2 TL Salz
  • 250 gr. Mehl
  • 1 Ei

Für die Füllung:

  • 40 gr. Glasnudeln
  • 3 Schalotten
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 kleine Karotte
  • 100 gr. Kartoffeln
  • 200 gr. Zucchini
  • 5 EL Wasser
  • 1 EL Ketjab manis (süße Sojasauce, Asia-Shop)
  • 1 TL Sambal Olek
  • Salz

Für das Sambal:

  • 3 Tomaten
  • 1 Schalotte
  • 3 Blätter Kaffirlimette
  • rote Chilischoten – im Rezept stehen 10, ich habe 2 genommen…
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 2 TL Zucker
  • etwas Salz

Die Butter zusammen mit dem Wasser und dem Salz erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist. Das Mehl in eine Schüssel geben, Ei und Buttermischung zugeben und alles zu einem homogenen Teig verarbeiten. In Frischhaltefolie wickeln und ca. 30 min im Kühlschrank ruhen lassen.

Die Glasnudeln ca. 10 min in lauwarmem Wasser einweichen.

Schalotten und Knoblauch schälen und fein hacken. Kartoffeln und Karotten schälen und ganz fein würfeln, Zucchini ebenfalls in feine Würfel schneiden.

Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen. Schalotten und Knoblauch bei kleiner Hitze glasig anbraten, dann das restliche Gemüse zugeben und kurz durchrühren. Wasser zugeben und alles schmurgeln lassen, bis das Gemüse weich und das Wasser verkocht ist. Mit Salz, Sojasauce und Sambal würzen.

Glasnudeln abtropfen lassen, mit einer Schere in kleine Stücke schneiden und zur Füllung geben. Nochmal probieren und, wenn nötig, nachsalzen.

Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 2 mm dünn ausrollen und dann ca. 10 cm große Kreise ausstechen. Teigreste erneut ausrollen und ebenso verarbeiten. Auf jeden Kreis einen Klecks Füllung geben, die Kreise zu einem Halbmond zusammendrücken und die Ränder gut verschließen.

Im Original werden die Pastel frittiert; ich habe sie statt dessen in der Pfanne gebraten. Dazu etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Teigtaschen portionsweise von beiden Seiten braten, bis sie goldbraun und knusprig sind.

Für das Sambal die Tomaten kreuzweise einritzen, in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen. Kurz ziehen lassen, dann herausholen und die Haut abziehen. Kleinschneiden und dabei die Strünke entfernen.

Schalotte und Knoblauch schälen und fein hacken, Limettenblätter in ganz feine Streifen schneiden. Chilis grob zerkleinern. Chili und Knoblauch im Mörser zu einer Paste reiben.

Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Paste unter Rühren anbraten, bis sie etwas dickflüssig wird. Restliche Zutaten zugeben und alles bei schwacher Hitze 15 min köcheln lassen.

Pastel mit dem Sambal servieren.

Selamat makan 🙂