Kalinte mit Paprika und Feta

Kalinte ist ein herzhafter Kuchen auf der Basis von Kichererbsenmehl; eine Art Mischung zwischen Rührküchen und herzhafter Quiche.  Eigentlich ist das klassisch marokkanisches Streetfood – mit Paprika und Kreuzkümmel bestreut wird die Kalinte in Baguette serviert.

Nargisse Benkabbou* serviert eine aufgepeppte Variante – sie gibt zusätzlich rote Paprika und Feta an den Teig. Das passt hervorragend und macht das Ganze zu einem Hauptgericht.

Kalinte ist samtig und von eher weicher Konsistenz. Den Geschmack von Kichererbsenmehl sollte man mögen, denn er ist bestimmend. Der Name leitet sich ab von “caliente” – ein netter Hinweis darauf, dass der Kuchen heiß gegessen werden sollte.


Für 4 Portionen:

  • 1 TL Butter, plus etwas für die Form
  • 1 rote Paprikaschote
  • 80 ml Olivenöl
  • 1 Ei
  • Salz
  • 180 g Kichererbsenmehl
  • 100 ml Milch
  • 1 TL Backpulver
  • 50 g Feta

Backofen auf 200°C Ober-und Unterhitze vorheizen. Eine runde Form von 20 cm Durchmesser mit Butter ausstreichen; ich habe statt 4 kleinere Portionsförmchen verwendet.

Paprikaschote putzen und in kleine Würfel schneiden.

Butter in einer Pfanne erhitzen, die Paprikastücke darin ca. 7 min mit aufgelegtem Deckel garen, bis sie weich sind. Salzen und beiseite stellen.

Olivenöl mit Ei und einem Teelöffel Salz in eine Schüssel geben und mit den Quirlen des Handrührers schaumig rühren. Ca. 550 ml Wasser und die Hälfte des Kichererbsenmehls einrühren. Dann die Milch, das restliche Kichererbsenmehl und das Backpulver einrühren. Es soll ein dünner, klümpchenfreier Teig entstehen.

Den Teig in die Form gießen. Paprikastücke darauf verteilen und den Feta darüber bröseln. Im heißen Ofen ca. 25 bis 30 min backen. Die Oberfläche soll schön goldbraun sein und der Kuchen auf Fingerdruck elastisch nachgeben.

Herausholen und vor dem Abkühlen 5 min ruhen lassen.


 

Falafel-Cracker

Der Rezepttitel hat gereicht, und zack, stand ich in der Küche. Naja, nicht ganz. Erst musste ich noch Kichererbsenmehl kaufen. Nachdem ich die letzte Packung endlich aufgebraucht hatte, habe ich mich lange gegen eine Neuanschaffung gewehrt, aber jetzt kam ich nicht mehr drum herum.

Ich liebe ja salzigen Knabberkram, und Falafel mag ich kein Stück weniger. Und das hier, das ist salziger Knabberkram der schmeckt wie Falafel. Erreicht wird das durch eine kleine Menge Kichererbsenmehl im Teig, durch etwas Tahin, Kreuzkümmel und Piment.

Eigentlich ist es unverantwortlich, das Rezept vorzustellen, denn die Cracker haben Suchtpotential. Ich musste mich jedenfalls sehr zusammennehmen, um nicht auf der Stelle alle wegzufuttern.

Das Rezept habe ich im Buch Soframiz* gefunden – ein Buch, das ich immernoch schwer aus der Hand legen kann; dies hier wird bestimmt nicht das letzte Rezept sein, das ich Euch vorstelle. Das Originalrezept besticht durch ein gewisses Kuddelmuddel an Maßangaben – Cups, Unzen, Esslöffel….ich habe umgerechnet, so gut es geht. Die Zubereitung dauert ein wenig, aber das meiste davon sind Ruhezeiten.

Ergibt ungefähr 400 g Cracker:

  • 180 ml Buttermilch
  • 2 EL Tahin
  • 180 g Mehl (Type 405)
  • 60 g Kichererbsenmehl
  • 1 EL Zucker
  • 2 TL Salz
  • 1 EL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1/4 TL Piment, gemahlen
  • 125 g Butter, kalt, in Stückchen
  • 4 EL Polenta
  • 2 EL Sesamsamen

Buttermilch und Tahin in einer kleinen Schüssel gründlich miteinander verrühren.

Die Mehlsorten, Zucker, 1 TL Salz, Kreuzkümmel und Piment in einer Schüssel vermengen. Die Butter in kleinen Stückchen dazugeben und alles mit den Fingerspitzen verreiben, bis die Masse grobem Sand ähnelt. Die Buttermilchmischung zugeben und alles zu einem Teig verkneten. Der Teig ist etwas klebrig.

Die Arbeitsfläche leicht mit Mehl bestäuben. Den Teig darauf geben, zu einem Rechteck zurecht drücken, in Frischhaltefolie packen und über Nacht in den Kühlschrank geben.

Nach der Ruhezeit den Teig in 4 Teile teilen. Immer mit einem Teil arbeiten, den Rest wieder in den Kühlschrank geben. Es ist wichtig, dass der Teig gut gekühlt wird, er ist sonst zu weich und zu klebrig.

Die Arbeitsfläche mit etwas Mehl bestäuben. Ein Stück Teig zu einem ca. 1,5 mm dünnen Rechteck ausrollen. Es muss kein superexaktes Rechteck sein; wichtig ist, dass der Teig dünn ausgerollt wird. Einen Bogen Backpapier auf ein Backblech legen und etwas Polenta darauf streuen. Die ausgerollte Teigplatte  darauf legen. Einen weiteren Bogen Backpapier auf die Teigplatte legen, wieder mit etwas Polenta bestreuen. Die nächste Portion Teig ausrollen und auf das Backpapier legen. So weitermachen, bis aller Teig ausgerollt ist.

Nun hat man insgesamt 4 Lagen ausgerollten Teig, getrennt durch Backpapier, auf dem Blech. Das Blech mit Frischhaltefolie luftdicht abdecken und für ca. 4 h zum Kühlen in den Kühlschrank geben.

Den Ofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Eine Lage Teig mitsamt dem Backpapier auf ein Blech geben. Den Teig mit einer Gabel überall einstechen, damit der beim Backen keine Blasen wirft. Die Teigplatte mit Wasser bepinseln, mit einem Teil des Sesams bestreuen und dann mit einem Teigrad in ca. 7 cm große Quadrate schneiden.

Cracker im heißen Ofen 13 bis 15 min backen, dabei nach der halben Zeit das Blech einmal rotieren. Die Cracker sollen goldbraun sein und knusprig. Mit allen anderen Teigplatten genauso verfahren.

Alternativ kann man auch jeweils 2 Bleche auf einmal auf 160°C Umluft backen, dann geht es schneller.

Cracker auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. In einer luftdicht verschlossenen Dose halten sich die Cracker 3 Tage. Aber glaubt mir, das ist reine Theorie ;-).

 

Austernpilzschnitzel mit lauwarmem Kartoffelsalat

Austernpilze eignen  sich ideal zum Panieren, sagt Claudia in der “Grünen Stadtküche“*. Das stimmt. Aber nachdem ich das Ganze nun probiert habe, neige ich dazu, dieser Aussage noch eines draufzusetzen und zu sagen: das ist die beste Art, Austernpilze zu essen. Die Pilze haben ja eine eher fleischige Konsistenz, und auch der nussige Geschmack passt zur Panierung.

Das Gericht ist vegan. Entprechend kommen natürlich keine Eier vor; die werden ersetzt durch mit Wasser angerührtes Kichererbsenmehl. Das funktioniert nicht nur wunderbar, sondern steuert auch nochmal eine besondere Geschmacksnote bei – ein Küchentrick, den ich mir bestimmt merke.

Klassische Beilage zum Schnitzel? Kartoffelsalat! Hier in lauwarm und mit einer harmonisch abgeschmeckten Vinaigrette. Eigentlich mit Gemüseportulak, mangels Masse habe ich Feldsalat genommen.

Für 4 Portionen:

Gewürzmischung:

  • 4 TL Zimtpulver
  • 1,5 TL Kurkuma
  • 1 Msp. gemahlene Gewürznelke

Vermengen und eine in dicht schließende Dose füllen.

Kartoffelsalat:

  • 1 kg Kartoffeln, vorwiegend festkochend
  • 50 g Feldsalat
  • 2 TL Senf (ich hatte meinen geliebten Savora)
  • 1 EL Holunderblütenessig
  • 3 EL Rapsöl
  • 1 EL Ahornsirup
  • 3 EL Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Schalotte
  • 1 EL Petersilienblättchen, fein gehackt

Die Kartoffeln ungeschält gardämpfen, das dauert ca. 20 bis 30 min. Bei mir waren es 10 min im Schnellkochtopf. Herausnehmen, etwas abkühlen lassen, dann je nach Größe halbieren oder vierteln. Warmhalten.

Für die Vinaigrette zunächst Essig und Senf verrühren. Das Öl einrühren, dann den Ahornsirup und schließlich die Brühe. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Schalotte schälen und fein hacken und zusammen mit der Petersilie unter die Vinaigrette rühren.

Schnitzel:

  • 3 gehäufte El Mehl (ich hatte Dinkel 630)
  • 6 EL Kichererbsenmehl
  • 1/2 T der Gewürzmischung von oben
  • 12 gehäufte EL Semmelbrösel (ich hatte Panko)
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 12 große Austernpilze
  • Sonnenblumenöl zum Braten
  • 1 Bio-Zitrone, in Scheiben

Die Austernpilze putzen. Die Stiele abschneiden und anderweitig verwenden. Für die Panierstrasse das Mehl in einen tiefen Teller geben. In einen zweiten Teller das Kichererbsenmehl geben, mit der Gewürzmischung würzen, mit 12 EL Wasser verquirlen und kurz quellen lassen. In den dritten Teller die Semmelbrösel geben.

Pilze im Mehl wenden, dann in der Kichererbsenmasse und schließlich in den Semmelbröseln.

Öl in 2 großen Pfannen erhitzen. Pilze in jeweils ca. 2 min von beiden Seiten goldbraun ausbraten, dabei beim Wenden nochmals etwas Öl in die Pfannen geben. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Während  die Schnitzel in der Pfanne sind, die Kartoffeln vorsichtig mit der Vinaigrette vermengen. Feldsalat putzen und unter die Kartoffeln heben.

Zum Servieren die Schnitzel mit dem Kartoffelsalat auf Tellern anrichten; die Zitronenscheiben dazu reichen.

Indisch inspirierte Zucchini-Kichererbsenköfte in Auberginensauce

zucchini-kichererbsen-koefte1

Wie ist das denn bei Euch? Bei uns ist das so, dass Gerichte mit Bällchen in aller Regel auf Gegenliebe stoßen. Für neue Ideen bin ich da folglich immer zu haben. Und diese hier haben mich aus einem bestimmten Grund ganz besonders angesprochen: man braucht Kichererbsenmehl. Und meine Tüte Kichererbsenmehl, die schon mehr als ein bisschen drüber war, stand schon sehr lange auf der Arbeitsfläche herum. So als allgegenwärtige Mahnung: “Brauch mich endlich auf!”

Also, die Bällchen sind klasse. Sie werden aus Zucchini und – eben – Kichererbsenmehl gemacht. Cashews sorgen für den Biss.  In die Sauce wird eine Aubergine eingemixt und gewürzt ist das Ganze auf indische Art.

Allerdings habe ich mir ein paar Abweichungen von Jacky Kerneys* Originalrezept gegönnt: Die Bällchen sind eigentlich aus Flaschenkürbis; ich habe lieber meine Zucchini aufgebraucht. Und die Auberginen werden eigentlich gebacken, bevor sie an die Sauce kommen, ich habe sie gebraten. Bei den Gewürzen gibt es auch leichte Änderungen.

Ach so, das restliche Kichererbsenmehl ist ja nun endlich weg. Deshalb wandert dieses Gericht auch zur Schatzsuche im Vorratsschrank.

zucchini-kichererbsen-koefte

Für 4 Personen:

Köfte:

  • 60 g Cashewkerne
  • 2 mittlere Zucchini
  • 190g Kichererbsenmehl
  • 1 rote Chilischote
  • 1,5 cm frischer Ingwer
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1/2 Bund Koriandergrün
  • 1 TL gutes Currypulver (ich hatte den letzten Rest  Lemon-Curry)
  • Salz

Soße:

  • 1 Aubergine
  • Salz
  • 1 EL Pflanzenöl
  • 1 Zwiebel
  • 2 cm frischer Ingwer
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1/2 TL Kurkumapulver
  • 1/2 TL gemahlener Cumin
  • 1 TL gemahlener Koriander
  • 1/2 TL Cayennepeffer
  • 1/2 TL Paprika edelsüß
  • 2 grüne Chilischoten
  • 1 Dose stückige Tomaten (400 g)
  • 1/2 TL Garam Masala

Zuerst für die Köfte die Cashews in einer Pfanne ohne Fett unter Rühren goldbraun anrösten. Abkühlen lassen und grob hacken.

Zucchini raffeln, in ein feinmaschiges Sieb geben und die Flüssigkeit gründlich herausdrücken.

Knoblauch und Ingwer schälen und zusammen fein hacken. Chili hacken, Koriandergrün zupfen und ebenfalls hacken.

In einer Schüssel Zucchini, Kichererbsenmehl, Chili, Cashews, Ingwer, Knoblauch und Koriander gründlich vermischen. Mit Salz und Curry abschmecken und zum Durchziehen beseite stellen.

Inzwischen für die Sauce die Zwiebel schälen und fein hacken. Aubergine in Würfel schneiden. Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Chilischoten ebenfalls fein hacken.

Etwas Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer darin anbraten. Dann die Auberginenwürfel zugeben und mitrösten, bis sie Farbe angenommen haben. Kurkuma, Cumin, Koriander, Cayennepfeffer, Paprika und Chiles zugeben, kurz durchrühren, dann die Tomaten zugeben. Salzen, zum Kochen bringen und bei mäßiger Hitze ca. 20 min köcheln lassen bis die Auberginen weich sind und sich die Aromen verbunden haben.

Inzwischen für die Köfte Öl in einer Pfanne erhitzen. Aus der Masse kleine Klopse formen (ca. 4 cm Durchmesser) und sie bei mittlerer Hitze braten, bis sie von allen Seiten goldbraun sind.

Die Sauce mit dem Stabmixer aufmixen und mit Garam Masala und Salz abschmecken.

Zum Servieren die Köfte auf der Sauce anrichten.

 

Knusprige Okraschoten mit Sumach

knusprige okras

Ich esse unheimlich gerne Okra. Frisch sind die gar nicht mal so leicht aufzutreiben…da war bisher oft ein Päckchen Tiefkühlware aus dem griechischen Laden die Rettung. Aber seit einiger Zeit gibt es in meiner Nähe einen orientalischen Laden….und der hat auch frische Okra. Seither gibt es kein Halten mehr 🙂

Was die meisten Menschen an Okras nicht so mögen, ist ja nicht der Geschmack. Es ist die Konsistenz, die gerne mal ins schleimige abgleitet – dass allerdings nur, wenn man die Schoten beim Putzen verletzt. Und genau deshalb war ich bei diesem Rezept von Anjali Pathak* auch etwas misstrauisch – die Okras werden nämlich in Scheiben geschnitten. Meine Sorgen waren aber unbegründet – die Konsistenz ist prima. Die Okra-Scheibchen werden in Kichererbsenmehl gewälzt und dann knusprig ausgebraten, das ist richtig toll.

Den letzten Schliff gibt Sumach. (Kleine Nebenbemerkung…falls Ihr irgendetwas über Gewürze wissen wollt, die Seite von Gernot Katzer ist dafür die allerallererste Adresse!) Sumach sind die getrockneten Früchte des Essigbaums, sie sind super, wenn man eine feinsäuerliche Note erzielen möchte. Die tiefrote Farbe ist auch toll. Ich habe immer ein Glas davon im Gewürzschrank. Zu kaufen –  im orientalischen oder türkischen Laden.

Dort gibt es auch das Kichererbsenmehl. Wer keines hat, kann auch Weizenmehl 405 verwenden; allerdings fehlt dann der typische Geschmack.

So, jetzt zu den Okra, die sind ein toller Snack für 4 Personen:

  • 200 g Okraschoten
  • 3 EL neutrales Pflanzenöl
  • 2 EL Kichererbsenmehl
  • 1 TL Kurkuma, gemahlen
  • 1/2 TL Cayennepfeffer
  • 1 EL Sumak, gemahlen
  • Salz

Die Okras mit einem feuchten Tuch abwischen und dann in feine, gleichmäßig dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben in eine Schüssel geben, mit Mehl, Kurkuma und Cayennepfeffer bestäuben und alles gründlich vermengen, so dass die Okra gleichmäßig bedeckt sind.

Das Öl in einer großen, flachen Pfanne erhitzen. Okras dazu geben – wenn nötig, portionsweise, und unter Rühren braten, bis die Okra goldbraun und knusprig sind. Das dauert pro Portion ca. 3 Minuten. Wenn man portionsweise vorgeht, ist es günstig, für jede Portion noch etwas Öl in die Pfanne zu geben.

Die fertig gebratenen Okras auf Küchenpapier abtropfen lassen, dann mit Sumach und einer tüchtigen Prise Salz bestreuen.

Gleich servieren – die Okras sind ein wirklich toller Snack.

Pudla mit Tomatenchutney

puddla

Dass ich immer Kichererbsenmehl da habe, ist klar. Dennoch war ich neulich erstaunt – da tummelten sich doch 2 angebrochene Packungen in meinem Schrank. In einer war nur noch ein kleiner Rest. Da hab ich wohl was übersehen….

Also Zeit, endlich mal wieder Pudla zu machen. Pudla kommen aus der indischen Küche; es sind kleine, herzhafte Pfannküchlein auf der Basis von Kichererbsenmehl. Dazu gesellen sich viele Gewürze und Gemüse – was der Kühlschrank so hergibt.  Das ganze ist würzig und wandlungsfähig, und, wenn man nicht gerade Ghee zum Braten nimmt, sogar vegan. Und das überzählige Kichererbsenmehl aus dem Vorratsschrank ist auch beseitigt verwendet.

Ein kleines Sößchen oder einen Dipp dazu kann man gut vertragen – in diesem Fall habe ich mich für ein frisches Tomatenchutney entschieden. Das bringt außerdem eine gesunde Schärfe mit – das weckt die Lebensgeister. Das waren dann wohl die letzten frischen Tomaten dieses Jahr….

Das Rezept ist aus einem Kochbuch mit leicht anrüchigem Background – Vedische Kochkunst*, so heißt es. Nein, ich bin keine Anhängerin der ISKCON. Ich wage sogar die Behauptung, dass ich so verzweifelt gar nicht sein kann, dass ich auf derartige Heilsversprechungen hereinfalle. Aber das Buch ist klasse – bislang mit das Beste, was mir an indisch-vegetarischer Küche untergekommen ist (Also, wenn man das Vorwort großzügig übersieht, das in meiner Ausgabe übrigens von Georg Thomalla stammt: ). Ich greife immer wieder darauf zurück.

Nun aber zum Essen:

Für das Chutney:

  • 8 Tomaten
  • 2 TL Rapsöl
  • 2 EL schwarze Senfsaat
  • 3 frische Chilis, in Ringen
  • 2 Lorbeerblätter
  • 3 Nelken
  • 1 Zimtstange
  • 1 TL Kreuzkümmelsaat
  • 2 TL Korianderpulver
  • 1 EL frisch geriebener Ingwer
  • etwas Asafötida
  • Salz
  • brauner Zucker

Tomaten kreuzweise einritzen, mit heißem Wasser überbrühen, abgießen und die Haut abziehen. Dann pürieren.

Öl in einem Topf bei mittlerer Hitze erwärmen, Senfsaat hineingeben (Deckel auflegen wäre jetzt gut) und Senfsaat anrösten. Wenn die Körner aufhören zu springen, Chilis, Lorbeer, Nelken, Zimtstange, Kreuzkümmelsaat und gemahlenen Koriander zugeben und umrühren. Dann Tomaten, Asafötida und Salz zugeben, nochmals durchrühren, Deckel auflegen und alles bei schwacher Hitze ca. 30 min köcheln lassen. Gegen Ende der Kochzeit immer wieder mal umrühren, damit sich nichts ansetzt.

Nun den Zucker einrühren, die Temperatur erhöhen und alles unter Rühren nochmals 5 min kochen lassen. Wenn nötig, mit zusätzlichem Salz abschmecken. Die groben Gewürze (Nelken, Lorbeer, Zimt) herausnehmen, das Chutney in eine Schale und abkühlen lassen.

Für die Pudla:

  • 200 gr. Kichererbsenmehl
  • 50 gr. Weizenmehl (Type 405)
  • 1 TL Kreuzkümmelsaat
  • 2 frische Chilis
  • 1 Prise Asafötida, gehackt
  • 3/4 TL Kurkuma
  • 1 TL Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 1 TL gemahlener Koriander
  • ca. 275 ml Wasser, kalt
  • 1 TL frisch geriebener Ingwer
  • 2 Tomaten
  • 1 kleine Zucchini
  • Öl zum Braten
  • 3 EL Zitronensaft

In einer Schüssel die beiden Mehlsorten, die trockenen Gewürze und die Chilis vermischen. Unter ständigem Rühren langsam das Wasser einfliesen lassen. Dabei entsteht ein dickflüssiger Teig.

Tomaten und Zucchini in kleine Würfel schneiden und mit dem Ingwer in den Teig geben. Gut duchrühren und den Teig ca. 30 min ruhen lassen.

In einer großen Pfanne etwas Öl erhitzen. Je einen gehäuften Esslöffel Teig in die Pfanne geben und daraus kleine, flache Küchlein formen. Sie müssen nicht perfekt rund sein; aber es sie sollten gleichmäßig dick sein. Langsam unter Wenden backen, bis die Küchlein goldbraun und knusprig sind; das dauert ca. 4-5 Minuten. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren, dabei immer wieder etwas Öl in die Pfanne geben.

Zum Servieren die Küchlein mit Zitronensaft beträufeln und mit dem Tomatenchutney anrichten.

Spinatbällchen in Joghurtsauce

spinatbällchen

Ich konnte mich schwer entscheiden, welches Rezept als Beispiel für das Buch von Vidhu Mittal* veröffentlichen soll. Entschieden habe ich mich dann erst mal für den Auflauf mit Erbsen und Paneer, weil der so ein schönes Beispiel dafür ist, wie Vidhu Mittal indische und europäische Küchentraditionen mischt und in Einklang bringt.

Diese Spinatklösschen hier, die haben mir aber auch sehr gut gefallen. Und bevor tatsächlich noch jemandem der Schlaf geraubt wird, weil das Rezept fehlt – bitteschön, Claudia 🙂

Aber im Ernst, das ist ein wunderbares Essen: die Spinatbällchen sind fluffig und durch das Kichererbsenmehl leicht nussig; die Sauce ist frisch, cremig und würzig – ein aromatischer Basmati dazu, und alles ist gut.

Für die Spinatbällchen:

  • 750 gr. Spinat
  • 200  gr. Kartoffeln
  • 3 EL Kichererbsenmehl
  • etwas neutrales Öl zum Bepinseln

Für die Sauce:

  • 400 gr. Naturjoghurt
  • 2 EL Kichererbsenmehl
  • ein Stück Ingwer
  • 1 grüne Chili
  • 1 Prise Zucker
  • 1/4 TL Kurkuma
  • Salz
  • einige Zweige Koriandergrün

Zum Fertigstellen:

  • 1 EL Ghee (Butterschmalz)
  • 1 Prise Asant (Asafötida)
  • 1/2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1/2 TL Chili, gemahlen
  • 2 getrocknete rote Chilis

Die Kartoffeln in der Schale garen, dann abgießen, schälen und reiben.

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen.

Den Spinat verlesen, waschen, grobe Stiel entfernen und fein hacken. Eine große Pfanne stark erhitzen, den Spinat darin ca. 2 min dünsten, bis er zusammengefallen ist. Abkühlen lassen und alle überschüssige Flüssigkeit ausdrücken.

Spinat mit Kartoffeln und Kichererbsenmehl vermischen und die Masse mit Salz würzen. Masse in ca. 20 – 25 gleich große Bällchen formen. Bällchen auf das Blech legen, dabei darauf achten, dass sie sich nicht berühren. Mit Öl bestreichen und ca. 15 min backen.

Inzwischen für die Sauce Joghurt und Kichererbsenmehl glatt rühren. Ingwer schälen und zusammen mit den Chili fein hacken. Die so enstandene Paste unter das Joghurt rühren. Zucker, Kurkuma, Salz und ca. 200 ml Wasser einrühren. Die Sauce in eine Pfanne füllen und bei schwacher Hitze unter gleichmäßigem Rühren erhitzen; ca 10 min bei ständigem Rühren ganz leicht köcheln lassen.

Die Spinatbällchen in die Sauce legen und alles nochmal kurz aufkochen lassen. Korianderblättchen abzupfen, fein hacken und in die Sauce rühren.

Zum Servieren das Ghee in einer kleinen Pfanne erhitzen. Asant, Kreukümmel, gemahlene Chilis hinzufügen und die Chilischoten dazukrümeln. Über die Joghurtsauce gießen und alles gleich servieren.

Veggie – Französisch vegetarisch und ein Rezept für ganz grüne Cannelés

Veggi_Franzoesisch_Vegetarisch-cover-gross

Für die nächste Runde im Rezensionsmarathon “Jeden Tag ein Buch” reisen wir nach Frankreich. Und wir nehmen einen richtig dicken Wälzer mit.

Ehrlich gesagt  habe ich lange auf so ein Buch Buch gewartet. Ich liebe Frankreich und seine Küche. Aber obwohl ich keine Vegetarierin bin, kommt hier relativ wenig Fleisch auf den Tisch. In der klassischen französischen Küche aber – und damit auch in den meisten Kochbüchern – steht ja oft der Fleischgang im Mittelpunkt. Da wurde es Zeit für etwas Neues.

Hier ist es nun, das Neue. Und es kommt von Clea, einer französischen Bloggerin. Ich denke, man kann sie als Institution in der französischen Blogger-Szene bezeichnen. Das Buch ist nicht ihr erstes, wohl aber das erste, das ins Deutsche übersetzt wurde.

Das Buch ist erschienen im Verlag der Stiftung Warentest. Das Layout ist übersichtlich und praktisch – und trotzdem hübsch. Es kommt daher mit zweifarbigen Rezepttiteln und ebenso schönen wie realistischen Fotos. Wo es auf einer Seite mehrere Rezepte gibt, sind die Seiten in Spalten unterteilt. Zusätzliche Kapitel-Überschriften und Tipps sind in farbig unterlegten Sprechblasen eingestreut – das Schmökern im Buch macht Spaß. Ach so – es gibt nicht zu jedem Gericht ein Foto.

Das wäre auch ein wenig viel, denn das Buch umfasst 500 Rezepte – eine Fundgrube. Man findet französische Klassiker, ins vegetarische abgewandelt ebenso wie Rezepte aus aller Herren Länder. Vor den Rezepten geht es erst einmal an die Basics: es gibt eine Einführung zu den ökologischen und gesundheitlichen Vorteilen von vegetarischer Ernährung, zu Einkauf, Vorratshaltung und Lagerung von Lebensmitteln, zur Organisation der Mahlzeiten, zur Küchenausstattung und es gibt einen Saisonkalender. Damit Ihr wisst, womit Ihr es bei dem Buch zu tun habt, zitiere ich kurz aus der Liste mit Cléas Lieblingszutaten, die  dieses Kapitel abschließt: Mandelmus, Olivenöl, Haferflocken, Hafersahne, Weizenmehl Type 812, Umeboshi-Paste, Agar-Agar, Sesamkörner, Reismilch, Schafsjoghurt. Ihr merkt was? Wir sprechen nicht über ein veganes Kochbuch. Es werden durchaus Eier und Milchprodukte verwendet – Kuhmilch allerdings kommt nicht vor, dafür verschiedene Sorten Pflanzenmilch- und Sahne und Produkte aus Ziegenmilch. Warum? Das wird nicht erwähnt; vermutlich geht es um laktosefreie Mahlzeiten. In Backrezepten wird Butter gerne durch Nussmus ersetzt. Auch Produkte wie Tofu, Seitan oder Tempeh haben ihren Platz. Alle Rezepte wirken ausgewogen und fast schon erschreckend gesund. Dem Buch verdanke ich eine Neuentdeckung: Weizenmehl Type 812 hatte ich bislang nicht auf dem Plan, jetzt verwende ich es sehr gerne. Man merkt den Rezepten außerdem  an, dass Clea einige Zeit in Japan gelebt hat.

Der Rezeptteil startet mit Gerichten für Frühstück und Brunch. Es gibt Gebäck, Brotaufstriche, Getränke, Müsli, Porridge, vegane Joghurts und Smoothies. Weiter geht es mit ausgewogenen Gerichten ohne Fisch und Fleisch – hier werden in sich ausbalancierte Menüs vorgestellt, Beilagen für ein Plus an Mineralstoffen präsentiert gefolgt von Gerichten mit saisonalen Gemüsen. Es gibt deftige Gerichte ohne Fleisch für Fleischliebhaber, ein Kapitel mit Tofu, Seitan und Konsorten, Kindergerichte, Gerichte für die Verwertung von Resten, solche, die man aus dem Vorrat zusammenstellen kann und solche, mit denen man Vorratsschrank und Tiefkühle leer bekommen soll.

Im nächsten Kapitel dreht sich alles um Tellergerichte – es sollen Gerichte präsentiert werden, die alle notwendigen Komponenten in einem Gang in sich vereinen. Ein schnelles Essen also, wenn mal keine Zeit für das Menü ist. Es geht um vollwertige Suppen und Beilagen dazu, um Salate, die eine ganze Mahlzeit hergeben, um nahrhafte und wandelbare Gerichte aus Gemüse und Getreide, um Pasta und Gnocchi und um Gerichte, wie Kinder sie lieben – einschließlich Babybrei.

Es geht noch weiter – mit Gerichten für Eilige: Aperitif, Buffet, Picknick, Tapas, Meze und Lunchbox sind hier die Themen. Auch findet man Bentos, Sandwiches und Burger.

Dann folgt ein Kapitel, in dem Gäste bewirtet werden: Sommermenüs, Vorspeisen, Kochen für die Freunde der Kinder, Crêpes, Pizza, Grillen….. Familienfeste, Gerichte aus aller Welt.

Und natürlich gibt es zum Schluß etwas Süßes. Desserts mit einem Anteil an Getreide, Ölfrüchten oder Obst, Kuchen, Ideen für die Kaffeepause, besonders festliches und Schokolade.

Ihr seht schon – das Buch deckt alles ab. Ich habe ja gar nicht so wenig gekocht, und dennoch…es ist nur die Spitze des Eisberges. Die Rezepte sind übersichtlich strukturiert und funktionieren größtenteils; für Anfänger könnten sie vielleicht manchmal etwas detaillierter sein. Die meisten Dinge sind auch recht schnell hergestellt. Aber es gibt Schwächen. Die eine sind die Zutaten. Bei den Gerichten aus dem Vorrat fallen zum Beispiel Zutaten wie tiefgekühltes Karottenpüree, tiefgekühlte gegrillte Auberginenscheiben oder “zwei Gläser Reisgeschnetzeltes mit Kastanien”. Man braucht Knoblauchpaste, kandierte Zitronenschale, in Salz konservierte frische Algen……es wäre schön, wenn bei der Übersetzung des Buches Rücksicht auf hiesige Gegebenheiten genommen worden wäre. Man hätte auch Bezugsquellen für so manche Zutat angeben können. Manchmal sind die Rezepte auch nicht so genau lektoriert. Da stehen schon mal Flocken in der Zutatenliste – und im Rezept dann Mehl. Oder es gibt ein Kartoffelrisotto mit Zucchini ganz ohne Zucchini, dafür aber mit Kürbis. Trockene Zutaten wie Flocken, Getreide oder Mehl werden gerne mal (aber nicht immer) in Gläsern angegeben – ein großes Glas Flocken, ein kleines Glas Flocken. Wieviel das wohl sein soll?

Die Gerichte sind oft sehr zurückhaltend gewürzt. Einerseits ist es ja so, dass wirklich gute Grundprodukte gar nicht so viel Beiwerk brauchen. Trotzdem – im Laufe des Kochens und Abschmeckens habe ich mich immer wieder dabei ertappt, dass ich “einen Hauch von diesem” und “eine Prise von jenem” dazugegeben habe, weil ich den Geschmack sonst relativ flach und langweilig fand.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Den Anfang machten die Quinoa-Gnocchi. Die Gnocchi aus Kartoffeln und gekochtem Quinoa waren eine schöne Möglichkeit, den/die/das (wie jetzt eigentlich?) Quinoa zu verwerten, das im Küchenschrank immer weiter nach hinten rutschte. Der Teig war etwas zu weich, obwohl ich keine Milch drangegeben habe, wie es im Rezept stand. Ich habe mehr Mehl gebraucht. Das Ergebnis waren aber fluffige Gnocchi mit leicht nussiger Note – klasse. Und ein echter Ritterschlag: Töchterchen, die mehr als heikel ist, was Essen angeht, verlangte Nachschlag!

Gästen habe ich die Tarte Tatin vorgesetzt. Den Teigboden mit Nussmus fand ich etwas trocken – die Gäste nicht….

Um Teig ging des auch bei den Blätterteigtartelettes mit Pilzen und Ziegenkäse. Der Teig besteht aus Mehl, Frischkäse und Olivenöl. Die Tartelettes waren sehr lecker, der Teig wunderbar zu verarbeiten. Aber während ich noch dachte: “Naja, aber Blätterteig ist das ja nicht”, schob mein Sohn sich den nächsten Bissen in den Mund und meinte: “Oh, Klasse, mit Blätterteig”.

Die Einkornpuffer aus Flocken, Ei und etwas Käse sind eigentlich Törtchen, die im Ofen gebacken werden. Grün und luftig sind sie geworden. Avocado-Mayonnaise mit schön viel Basilikum gab es dazu. Ein schönes Mittagessen für den Frühling.

Als ich den Rezepttitel “Hirse kantonesisch” las, mußte ich grinsen. “Riz cantonaise”….das ist so ein Fertigprodukteding, über das man ständig stolpert, wenn man französische Supermarktregale absucht. Im Grund ist es gebratener Reis. Die gesunde Version kommt mit Hirse daher, einem Omlett, Räuchertofu und Karotten. Das ganze war leider ein wenig trocken und recht langweilig gewürzt – nur etwas Salz und Zitronenschale und -saft.

Ein richtiger Knaller waren dafür aber die salzigen Cannelés mit grünem Gemüse. Die kleinen Happen auf der Basis von  püriertem grünen Gemüse, Kichererbsenmehl und Parmesan haben wirklich Suchtpotential.

Bisher war mir nicht klar, dass man Sojajoghurt genauso einfach herstellen kann wie Joghurt aus Kuhmilch. Das mag wohl daran liegen, dass ich kaum Sojajoghurt esse 🙂 . Für das Kräutertee-Joghurt wird Sojamilch mit Tee aufgekocht, ziehen gelassen und dann mit Sojajoghurt zu Joghurt verarbeitet. Das Joghurt mit Tee-Aroma war eine schöne Abwechslung auf dem Frühstückstisch.

Ihr wisst ja sicher um meine Schwäche für Teigtaschen. Trotzdem habe ich noch nie Empanadas gemacht….irgendwas hat mir immer nicht gepasst; meist ein wirklich zu fettiger Teig. Cleas Empanadas sind gefüllt mit Radieschenblätter, Seitan und Rosinen. Der Teig besteht aus Mehl, Cashewmus und Wasser. Die Füllung war saftig und würzig, der Teig traumhaft zu bearbeiten, aber nach dem Backen dann leider doch etwas trocken.

Tempeh mag ich immer noch nicht. Trotzdem – oder gerade deswegen  – lagerte in der Tiefkühle noch ein Rest. Der wanderte in den panierten Tempeh. Ich hatte die Hoffnung, dass die würzige Marinade aus Sojasauce, Ingwer und Knoblauch diesen schimmlig-muffigen Tempeh-Geschmack übertüncht. Dem war leider nicht so – trotzdem, es war das beste, was ich bislang aus Tempeh hergestellt habe. (Und auch das letzte, aber da kann das Rezept nichts dafür).

Genau wie herzhafte Rührkuchen sind salzige Crumbles ziemlich schick in Frankreich. Und dieses mit herzhaften Streuseln überbackene Gemüse mag ich sehr – den Tomaten-Crumble musste ich also ausprobieren: Tomaten, überbacken mit Streuseln aus Mehl, Cashewmus und geriebenem Hartkäse; in meinem Fall Parmesan. Der Clou ist der dazu servierte Dipp aus (Ziegen)quark und Ziegenfrischkäse – jederzeit gerne wieder.

Die versunkenen Linsenbällchen aus roten Linsen und altbackenem Brot waren klasse. Nur am versinken hat es ein wenig gehapert – viel zu wenig von der feinen Joghurt-Erdnussbutter-Sauce.

Ein Reinfall waren die Körnerbrötchen. Nur Trockensauer war da als Triebmittel angegeben. Ich habe das erst für einen Druckfehler gehalten, dann aber bemerkt, dass alle Brotrezepte entweder Trockensauer oder Hefe als Triebmittel benutzen. Das Ausprobieren hätte ich mir sparen können. Die Brötchen sind nicht aufgegangen, waren flach und klitischig.

Ich hatte zu viel Seitan gekauft, deswegen gab es noch den Seitan auf baskische Art mit Vollkornreis – mit Paprika und Tomaten eine Hommage an Poulet au Basque. Da gab es nichts zu meckern.

Jetzt fehlt das Fazit; und das ist durchwachsen. Zugegeben, das Buch hat Schwächen. Aber dennoch – es steckt voller Ideen und ist einfach eine riesige Inspiratonsquelle. Deswegen werde ich sicher noch oft darauf zurückgreifen. Allerdings werde ich etwas tiefer in die Gewürzkiste greifen und auch viele der pflanzlichen Produkte durch Milchprodukte ersetzen, denn mit Sojamilch und ihren Kolleginnen werde ich einfach nicht so recht warm.

Interessenten schauen mal in den Shop der Stiftung Warentest. Dort kann man auch schon mal vorab im Buch blättern.

cannelés mit grünem gemüse

So, und jetzt zum versprochenen Rezept: die Cannelés mit grünem Gemüse, mit nussigem Kichererbsenmehl und würzigem Za’atar sind ein Knaller. Ich bin wirklich stolz auf mich, dass ich noch welche für das Foto übrig gelassen habe. Ach so….erschreckend gesund sind sie auch noch….

Für 12 Cannelés:

  • 40 gr. Kichererbsenmehl
  • 40 gr. geriebener Parmesan
  • etwas Salz
  • 100 ml ungezuckerte, pflanzliche Milch (ich gestehe…ich habe Kuhmilch genommen)
  • 1 TL Za’atar
  • 300 gr. Püree von grünem Gemüse (ich hatte Spinat und Erbsen)

Förmchen fetten. Ofen auf 180°C vorheizen.

Alle Zutaten in der angegebenen Reihenfolge in einer Schüssel vermischen. In Cannelés-Formen oder Muffinförmchen füllen und im heißen Ofen ca. 20 min backen.

Die Cannelés können lauwarm oder kalt serviert werden.

Leon – Fast Food vegetarisch – und zur Stärkung Kartoffelpancakes mit Rote-Bete-Salat

Dann wollen wir mal starten. Denn heute beginnt sie, die große Rezensionswoche “Jeden Tag ein Buch” . Wir starten mit einem vegetarischen Kochbuch.

Die Leon-Bücher muss ja in Grunde nicht mehr vorstellen. Ich tue es trotzdem mal kurz: vor 10 Jahren haben die Autoren unter dem Motto “Naturally Fast Food” ihr erstes Restaurant eröffnet. Das Ziel war, schnelles Essen auf den Tisch zu bringen, das sich vom üblichen Fastfood unterscheidet. Essen, das gut schmeckt und gut tut, sollte auf den Tellern der eiligen Menschen landen. Gelungen!  Die Restaurants sind eine Institution. Auch Kochbücher gibt es inzwischen einige, und ich wage einfach mal zu behaupten, dass sie Kultstatus haben.

Was in der Sammlung noch fehlte, war ein vegetarisches Kochbuch – nun, hier ist es. Ich habe mich erfreut darauf gestürzt. Es ist ja so: ich koche viel; oft zweimal am Tag. Ich bin also immer offen für schnelle Gerichte, die man im Alltag gut umsetzen kann und die trotzdem abwechslungsreich sind und etwas hermachen. Und gute vegetarische Bücher sind immer willkommen, denn so viel Fleisch steht bei uns nicht auf dem Tisch.

Das Buch ist bunt und fröhlich. Zu jedem Rezept gibt es ein  – oft ganzseitiges – Foto. Die Seiten sind gespickt mit Familienfotos der Autoren, kleinen Grafiken und Zeichnungen, mit farbig hinterlegten Info-Kästchen und gerahmten Küchentipps. Das Ganze erinnert an ein Poesie-Album, zaubert einem beim Blättern ein Grinsen aufs Gesicht und ist dennoch nicht überladen. Ein Gesamtkunstwerk. Ach so, womöglich sollte ich noch die zwei Lesebändchen und das matte Papier erwähnen.

Bei aller Schwärmerei für die Aufmachung: ich weiß, das es Leute gibt, die anders denken, aber für mich sind das Herzstück eines Kochbuches die Rezepte. Und die stimmen hier. Jedes Rezept nimmt eine Buchseite ein. Links gibt es eine Spalte mit den benötigten Zutaten (alle Zutaten sind problemlos zu besorgen), daneben steht das Rezept, ordentlich in Absätze gegliedert. Damit man sich seine Zeit einteilen kann, sind Vorbereitungszeit und Garzeit angegeben. Oft gibt es Alternativen und zusätzliche Küchentipps. Nützlich sind auch Angaben wie weizenfrei, glutenfrei, milchfrei, niedriger Glyx oder üppige Schlemmerei. Das wichtigste ist aber, dass die Rezepte stimmig sind und funktionieren. Fast Food allerdings ist relativ. Man muss schön mal ein Stündchen einplanen. Allerdings sind die Gerichte unaufwändig und die Zubereitung läuft gerne einfach mal so nebenher. Bohnen garen schließlich alleine vor sich hin und auch der Auflauf im Ofen muss lediglich noch rechtzeitig herausgenommen werden.

Das Buch startet mit einer kleinen Einführung: Es wird erklärt, wie man auch auf kleiner Fläche viele Zutaten selbst anbauen kann. Dann kommen Tipps für den Vorratsschrank: was sollte ich zuhause haben, damit ich immer schnell ein Essen aus dem Hut zaubern kann? Klasse finde ich das Kapitel “Glückliche Familien”: hier wird ein Überblick gegeben, welche Hauptzutaten durch etwas Ähnliches ersetzt werden können und mit welchen Zutaten sie noch harmonieren. Tipps zur Gemüsezubereitung, zur ersten Hilfe bei Küchenpannen und zur Resteverwertung schließen die Einleitung ab.

Im eigentlichen Rezeptteil gibt es erst mal Frühstück. Naja, eher Brunch. Das meiste daraus würde ich furchtlos auch mittags oder abends auf den Tisch stellen: die Pfannkuchen-Pie mit ihrer Füllung aus frischen und getrockneten Pilzen zum Beispiel oder den Rührtofu mit dem vielen Gemüse. Ok. Die Zimttoasts….die sind dem Frühstück vorbehalten.

Dann gibt es Suppe. Bärlauch-Kartoffelsuppe mit Mandeln zum Beispiel oder indisches Rasam. Manches, wie die Suppe mit Emmer oder die Ribollita, gehen auch als Eintopf durch.

Nach der Suppe kommt der Salat. Es gibt sättigende Salate wie den Jackson-Pollock-Salat mit rotem Reis, dicken Bohnen und Pistazien, Salat mit Frühlingszwiebeln und Emmer oder gegrillte Karotten und Pastinaken mit Linsen und Brunnenkresse, aber auch nette Beilagen: Aubergine, Granatapfel und Minze zum Beispiel.

Das nächste Kapitel ist überschrieben mit “Frittiertes und Bratlinge”. Frittiert klingt erst mal fettig und Bratling nach 80er-Jahre-Vollwert-Getreideklops? Irrtum. Diese gefüllten Chilischoten mit Käse und Mais, paniert mit Kichererbsenmehl und Tortillachips, die werden im Ofen gebacken. Die Käseküchlein mit Erbsen und Minze landen in der Pfanne, ebenso wie das Rote-Bete-Rösti mit Halloumi und Spinat. Zu fett oder zu langweilig ist da nichts.

Im Alltag stehen bei uns oft genug Pasta, Hülsenfrüchte oder Getreide auf dem Tisch. Inspiration kann ich da also immer brauchen. Die Inspiration kommt mit Risotto-Variationen, lauwarmem Salat mit Soba und Gemüse, marokkanischem Bessara und Auberginen-Jambalaya.

Das Kapitel mit dem Kinderessen ist auch interessant: Dicke-Bohnen-Burger, selbstgemachte Orechiette mit Tomatensauce, Schoko-Chili – zum Beispiel.

Aufläufe finde ich für den Alltag recht praktisch: während sie im Ofen vor sich hin garen, kann man sich anderen Dingen widmen oder schon mal die Küche aufräumen. Im Herbst wird daher sicher der Spinat-Kürbis-Auflauf hier auf dem Tisch stehen, im Sommer das Zucchini-Tomaten-Gratin und im Winter der Wurzelgemüseeintopf mit gebackenen Knödeln.

Typisch britisch – es gibt ein extra Kapitel mit Curries 🙂  – und mit Reisgerichten. Wie klingt Rote-Bete-Curry? Es gibt auch Pfannengemüse mit Frühkohl, Tandoori-Blumenkohl oder einfaches Dhal.

Natürlich braucht man auch Snacks und Beilagen. Mit einem Augenzwinkern stellen die Autoren fest, dass die Beilagen natürlich auch zu einem Stück Fleisch passen 🙂 : es gibt verschiedene Dressings, Gemüsebeilagen wie Brokkoli in Miso-Butter-Sauce oder gedünsteten Romana-Salat, verschiedene Kartoffelpüree-Varianten oder Varianten von Coleslaw,  aber auch reizvolle Snacks: Maisküchlein mit Guacamole, Auberginen-Involtini, Spinat-Sesam-Bällchen….

Abgeschlossen wir der Rezeptteil mit Pickles und Chutneys  – und natürlich Desserts und Kuchen: Feuerbohnen-Chutney, Kimchi, Pastinaken-Kokos-Torte mit Cashews…..es gibt Auswahl.

Für mich ist ein Kochbuch nicht komplett ohne ein gutes Register. Hier gibt es gleich zwei: einmal die Rezepte nach Kategorien; wobei ich nicht der Typ bin, der nach Rezepten mit wenig gesättigten Fettsäuren, niedrigem glykämischen Index und ähnlichem sucht.. Das macht aber nichts. Ich nehme dann einfach das nach Zutaten geordnete Register.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Das erste Gericht war gleich ein Volltreffer: erstaunlich luftige Kartoffelpancakes mit einem würzigen Salat aus roter Bete und einem Topping aus Meerettichsahne. Praktisch auch, dass sie allen geschmeckt haben: für mich gab es sie mit der roten Bete, mein Sohn aß sie mit Apfelmus und Töchterchen mit Zimtzucker. Mittagessen ohne Meckern 🙂

Das apulische Bohnenpüree, das zu gebratenen Pimentos gegessen wird kam gerade recht, denn Bohnen und Pimentos mussten weg. Das Püree ist mir etwas zu fest geraten; es wäre wohl gut gewesen, es mit ein wenig Kochwasser zu verdünnen.

Die Kohlküchlein habe ich mit Mangold gemacht statt Kohl. Die Gemüsestreifen kommen zusammen mit Feta in einen mit Kreuzkümmel, Kurkuma und Paprika abgeschmeckten Teig aus Kichererbsenmehl und werden in der Pfanne gebraten. Dazu gab es ein schnelles Tomatenchutney, das im Grunde nichts anderes ist, als mit Ingwer kurz gegarte Kirschtomaten – eine perfekte Ergänzung!

Angeblich kann man ja Kinder dazu bringen, alles zu essen, wenn man dem Ganzen nur einen möglichst originellen Namen gibt. Meine sind ja nicht so. Bei Gerichten mit originellen Namen kommt auf der Stelle die mißtrauische Frage: “Was ist da drin?” Mimas Marsmethoeriten, frittierte Gemüseküchlein in einem Ausbackteig aus Kichererbsenmehl haben glücklicherweise trotz des originellen Namens geschmeckt.

Eine gute Idee sind die Orecchiette mit Erbsen und Spinat. Die Gemüse werden zum Teil gemixt, so wird die Sauce schön sämig. Die Orecchiette habe ich brav nach Anleitung gemacht; das waren dann ziemliche Riesenohrwaschel. Beim nächsten Mal würde ich sie halb so groß machen.

Das Pilz-Mapo-Tofu hat, was mich angeht, das Zeug zum neuen Lieblingsgericht. Eine Schale Reis dazu und mein Glück ist perfekt mit diesem schnellen Wokgericht. Pilze statt Hackfleisch und eine gesunde Schärfe, das macht zufrieden.

Es gibt ja Gerichte, die sehen schrecklich aus, schmecken aber hervorragend. Das Curry aus gefüllten Zucchini gehört dazu. Diese Füllung aus gerösteten, gemahlenen Erdnüssen erinnert optisch an….ich sags lieber nicht. Geschmeckt hat das ganze wunderbar. Und das Original aus dem Buch mit den gefüllten Auberginen, das sieht auch nicht besser aus.

Noch ein Curry: diesmal mit grünen Bohnen und Cashews in einer cremigen Kokosmilch-Sauce. Die Herstellung – geradezu lächerlich einfach: erst die Zutaten für die Sauce 10 min köcheln lassen, dann Bohnen zugeben und nochmals 10 min köcheln lassen. Das Ergebnis – einfach nur klasse: mild und cremig, etwas scharf und von den Cashews etwas Biss.

Fazit? Dieses Buch macht einen Riesenspaß. Ich werde es bestimmt nicht wieder hergeben. Wer “Leon – Fast Food” vegetarisch haben möchte, muß es schon hier bei Dumont bestellen.

kartoffelpancakes

Und weil Ihr bis hierher tapfer durchgehalten habt, gibt es jetzt zur Belohnung die tollen Kartoffel-Pancakes:

Diese kleinen Kartoffelküchlein waren ein Überraschungserfolg. Nicht, dass ich davon ausgegangen wäre, dass sie schlecht schmecken. Aber das so etwas Feines dabei herauskommt, hätte ich nicht gedacht. Die kleinen gehen in der Pfanne schön auf und zergehen auf der Zunge. Darüber hinaus stehen sie in einer halben Stunde auf dem Tisch; vorausgesetzt, man hat die Kartoffeln schon fertig gekocht. Frisch schmecken sie am besten, aber man kann sie auch gut aufwärmen.

Mir hat auch der Rote-Bete-Salat besonders gut gefallen: ich esse gerne Salat aus geriebener Roter Bete, und dieser hier mit seiner leicht süßen Orangennote war besonders schön.

Das Rote-Bete-Topping passt wunderbar, ist aber natürlich auch variabel. Mir fällt grade ein, Auberginen-Kaviar wäre bestimmt auch eine Option….

Für die Pancakes (ca. 20 Stück):

  • 350 gr. Kartoffeln, gekocht und zerstampft
  • 50 gr. Reismehl
  • 50 gr. Kichererbsenmehl
  • 2 Eier
  • 2 Eigelb
  • 100 ml Milch
  • 1 EL Crème fraîche
  • etwas Cayennepfeffer
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Olivenöl zum Braten

Für den Salat:

  • 300 gr. Rote Bete
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 2 EL Kümmel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 5 EL Orangensaft
  • 2 EL Crème fraîche
  • 1 EL Meerrettich, frisch gerieben
  • 1 EL Schnittlauchröllchen

Die Kartoffeln mit den Mehlsorten in eine Schüssel geben und vermischen, dann die Eier und das Eigelb einrühren. Milch und Crème fraîche einarbeiten, zuletzt dann Natron und Cayennepfeffer. Das geht alles auch mit dem Handrührer, dabei aber aufpassen, dass man den Teig nicht zu sehr bearbeitet, damit er nicht zäh wird.Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Jeweils einen guten Esslöffel Teig in die Pfanne geben und auf jeder Seite 2-3 min braten, bis die Pancakes schön goldbraun sind. So weiter verfahren, bis der ganze Teig aufgebraucht ist. Fertig gebratene Pancakes warm halten.

Für den Salat die rote Bete schälen und fein raffeln. Knoblauch schälen fein hacken. Mit Salz und Pfeffer würzen. Öl in einer  kleinen Pfanne erhitzen. Den Kümmel darin kurz anrösten, dann den Knoblauch und den Zucker zugeben und mit Orangensaft ablöschen. Alles zum Kochen bringen, dann sirupartig einkochen lassen. Das Dressing zur Roten Bete geben und alles gut durchmischen. Dann  mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Crème fraîche mit Meerrettich in einer Schüssel verrühren.

Zum Anrichten den Salat auf den Pancakes drapieren, mit Meerrettichsahne garnieren und mit etwas Schnittlauch bestreuen.

Besan laddu – Konfekt aus geröstetem Kichererbsenmehl

laddu

Anna Purna vom Blog Himmlische Süßigkeiten feiert Bloggeburtstag. Was wünscht sie sich? Süßigkeiten!

Obwohl ich gar nicht so sehr auf der süßen Seite stehe, fiel mir sofort ein, was es am Geburtstag zu naschen geben soll. Etwas Indisches. Ich liebe indische Süßigkeiten – allein die Namen lösen schon wohlige Gefühle aus: Burfi, Ras Malai, Jalebi, Kulfi….herrlich!

Auf der Party gibt es Laddu. Das ist ein Konfekt aus geröstetem Kichererbsenmehl, wahlweise aromatisiert mit Zimt oder Kardamom, ein wenig Kokos und Nüssen. Die Laddu schmecken nussig und schmelzen auf der Zunge. Sie sind außerdem das Attribut der Hindu-Gottheit Ganesha, einer naschhaften, schelmischen Gottheit. Sofern man Kichererbsenmehl im Hause hat, sind Laddu schnell und einfach hergestellt. Nur einen winzigen Nachteil haben sie….es besteht eine gewisse Suchtgefahr.

In einer dicht schließenden Dose verpackt, halten sich die Laddu theoretisch ein paar Tage.

  • 350 gr. Butter
  • 400 gr. Kichererbsenmehl
  • 2 EL Kokosraspeln, plus etwas zum Bestreuen
  • 2 EL geschälte Mandeln
  • 1/2 TL Kardamomsamen, frisch gemörsert
  • 275 gr. Puderzucker
  • Öl für die Form

Mandeln hacken.

Die Butter in einer großen Pfanne bei schwacher Hitze schmelzen. Das Kichererbsenmehl zugeben und mit einem Kochlöffel gründlich einrühren. Es muss nun ca. 15 min bei schwacher Hitze gerührt werden. In dieser Zeit wird das Kichererbsenmehl angeröstet und sein nussiger Geschmack wird intensiviert. Wenn es richtig schön nussig riecht, Koksraspeln, gehackte Mandeln und Kardamom zugeben und alles noch kurz unter Rühren anrösten. Dann die Pfanne vom Herd nehmen, den Puderzucker auf die Masse sieben und alles mit einer Gabel gründlich verrühren. Eventuelle Klümpchen dabei mit der Gabel zerdrücken.

Eine Auflaufform mit ein bisschen neutralem Öl auspinseln, die Kicherbsenmasse hineingeben und mit einem Spatel glatt streichen. Mit etwas Kokosraspeln bestreuen und auskühlen lassen. Dann die Masse in Quadrate oder Rauten schneiden und wegnaschen. Alternativ kann man auch mit den Händen kleine Kugeln aus der Masse formen.

Zum festlichen Anlass würde es bestimmt gut passen, die Laddu mit etwas essbarer Silberfolie zu verzieren, aber wie das so ist…..ich hatte leider keine da.

Happy Blog-Birthday!