
Keema ist ein traditionelles indisches Gericht aus stark gewürztem Hackfleisch – Lamm, Rind oder Hühnchen. Gerne gesellen sich Erbsen und Kartoffeln dazu und man isst die würzige Hackfleischsauce dann zu Reis.
Und wenn etwas übrig bleibt? Zumindest in den USA vermischen findige Köch*innen dann die Reste gerne mit etwas Tomatensauce und servieren das Ganze zu Pasta. So jedenfalls erzählt es Khushbu Shah*; und bei mir hat sie damit einen Nerv getroffen.
Diese Version hier verwendet Pilze statt Hackfleisch und ist damit vegan – wenn man Öl zum Braten verwendet. Die Pilze werden schlicht im Mixer zu einer hackfleischartigen Konsistenz verarbeitet; das funktioniert wunderbar und bringt auch ordentlich Geschmackstiefe mit. Wer keine Pilze mag, kann auch Veggie-Hack nehmen – oder eben Hackfleisch nach Wahl. Das gut gewürzte Ragout passt sehr gut zu Nudeln; es ist aber auch eine schönes Keema-Basis-Rezept: Tomaten weglassen und Reis dazu servieren – ein Multifunktionsrezept und egal in welcher Version auch echtes Comfort Food.

Für 3-4 Personen:
Zutaten:
- 600 g gemischte Pilze
- 1 Zwiebel
- 4 EL Butter oder Rapsöl
- 3 Zehen Knoblauch
- 2,5 cm frischer Ingwer
- 1 grüne Chilischote
- 2 EL Tomatenmark
- 1 EL Garam Masala
- 2 TL Kashmiri-Chilipulver
- Salz
- 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
- 1 TL gemahlener Koriander
- 1/2 TL gemahlene Kurkuma
- 1/4 TL gemahlener Kardamom
- 1/4 TL Zimtpulver
- 60 ml Milch (gerne pflanzliche)
- 250 ml Passata
- 1 EL Sojasauce
- 100 g Erbsen, TK-Ware
- 225 g kurze Pasta (ich hatte Casarecce)
- frisch geschnittenes Koriandergrün zum Servieren
Arbeitsschritte:
Pilze putzen und im Blitzhacker ggf. portionsweise grob hacken, bis die Konsistenz Hackfleisch ähnelt. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Ingwer schälen und reiben. Chilischote putzen und fein würfeln.
Butter oder Öl in einem Topf erhitzen und die Pilze darin bei guter Hitze anbraten, bis sie ihre Flüssigkeit abgegeben haben. Zwiebel zugeben und braten, bis sie glasig ist, ca. 2 bis 3 min.
Ingwer, Knoblauch und Chili kurz mitbraten, dann das Tomatenmark unterrühren und kurz anrösten. Die gemahlenen Gewürze zugeben und braten, bis es duftet, dann salzen und die Milch einrühren. Kurz köcheln lassen, dann die Passata und die Erbsen zugeben – ich taue sie vorher nicht auf. Alles durcherhitzen und mit Salz abschmecken.
Während das Keema kocht, die Pasta nach Packungsanleitung in reichlich Salzwasser al dente kochen. Abgießen, mit der Sauce vermengen und mit Koriandergrün bestreut servieren.

