Alltagsküche: Quesadillas mit Ofengemüse

Heute bringe ich mal Alltagsküche vorbei – es gibt das, was ich mache, wenn das Gemüsefach mit Resten aufwartet: ich habe ein Gemüseabo und nehme beim Einkaufen auf noch gerne interessante Sachen mit. Es ist der umgekehrte Weg von „ich möchte etwas kochen und kaufe dafür ein“; das mache ich auch, aber nicht so oft.

Ich habe ja ein paar Kochbücher und sammle auch sonst aus den unterschiedlichsten Quellen Rezepte. Nachdem ich neulich mitbekommen habe, dass manche Menschen Schwierigkeiten haben, da das passende herauszufiltern, sage ich Euch mal, wie ich das mache: meine Kochbücher, habe ich, so gut es geht, bei eat your books eingestellt. Das ist nicht kostenlos, aber unbezahlbar: man gibt die Zutat ein, die man verarbeiten möchte und die Seite spuckt die Rezepte aus den erfassten Kochbüchern aus, mit den wichtigsten Zutaten und der Seitenzahl, an der sich die Rezepte im Buch befinden. Rezepte aus anderen Quellen erfasse ich über evernote, auch dort kann ich problemlos nach Schlagwörtern suchen. Dieses zutatenbezogene Vorgehen ist übrigens auch der Grund dafür, weshalb ich bei Kochbüchern so viel Wert auf ein gutes Zutatenregister lege – und weshalb ich auch gerade an einem für diesen Blog arbeite.

Das war Tipp eins für das laufenden Event im Kochtopf. Die liebe Dorothée ist da auf der auf der Suche nach Tipps und Tricks aus unseren Küchen.

Blog-Event CCV - Aus dem Küchenkästchen (Einsendeschluss 15. März 2024)

Manchmal sammeln sich dann doch Reste in der Gemüseschublade an – an dann gibt es gerne Ofengemüse. Man kann alle möglichen Gemüsesorten verwenden; sie sollten nur etwa die die gleiche Garzeit haben. Das Gericht nimmt es auch nicht übel, wenn das Gemüse nicht mehr so ganz taufrisch ist. Ich hatte diesmal Lauch, Karotten, eine einsame Pastinake, einen Rest Radieschen und einige vorbereitete Artischocken, die ich in der Tiefkühle zwischengelagert hatte. Was bei mir immer dabei ist: eine Zwiebel und ungeschälte Knoblauchzehen. Und auch der Schluck Essig am Ende für noch mehr Geschmackstiefe.

Wenn es ums Vorbereiten der Gemüse geht, ist es wichtig, dass alles in nicht zu kleine Stücke geschnitten wird, sonst trocknet das Gemüse beim Rösten aus. Und wir kommen zu Tipp Nummer zwei: längliche Gemüse wie Karotten oder Pastinaken schneide ich gerne im Rollschnitt. Das ergibt diagonale, etwas ungleichmäßige Stücke, die hübsch aussehen. Und wenn man sie brät, kleben sie im Gegensatz zu Scheiben nicht zusammen.

Karotte auf das Schneidbrett legen, das Messer leicht schräg ansetzen und ein Stück in der gewünschten Dicke abschneiden.

Der Karotte nun eine Vierteldrehung geben und den nächsten Schnitt ca. in einem 45°-Winkel zum ersten Schnitt ansetzen.

So weiter machen, bis das gesamte Gemüse geschnitten ist. Die Stücke könnt Ihr dicker oder dünner, größer oder kleiner machen, je nachdem, wie ihr den Schneidwinkel ansetzt.

So, jetzt aber zum Essen. Das sollte für 4 Personen reichen. Die Ofengemüse-Quesadilla-Kombination ist bei uns im Laufe der Jahre zum Klassiker geworden.

Ofengemüse:

Zutaten:

  • 4 mittlere Karotten
  • 1 Pastinake
  • 1 Stange Lauch
  • 6 Radieschen
  • 4 vorbereitete Baby-Artischocken
  • 1 Zwiebel
  • einige Zehen Knoblauch, ca. 2 pro Person
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 2 bis 3 TL Balsamico Bianco, Zitronensaft oder was immer ihr vorrätig habt, ich hatte noch Melfor*
  • Microgreens zum Servieren

Arbeitsschritte:

Die Gemüsesorten sind variabel, was ich hatte, ist nur ein Beispiel. Das Gemüse jeweils vorbereiten: Karotten und Pastinaken schälen und im Rollschnitt in grobe Stücke schneiden. Lauch putzen und in dicke Scheiben schneiden, Radieschen je nach Größe halbieren. Zwiebel schälen und in Spalten schneiden, Knoblauch in Zehen teilen.

Alles Gemüse in eine Auflaufform geben, mit dem Olivenöl vermengen und mit Salz und Pfeffer würzen.

In den Ofen schieben, auf 180°C Umluft stellen und das Gemüse in ca. 45 min gar rösten, dabei hin und wieder umrühren. Ich achte seit einiger Zeit verstärkt auf unseren Energieverbrauch – und Ofengemüse braucht kein Vorheizen und verträgt Umluft wunderbar.

Wenn man Gemüse hat, das schneller gart, wie Zucchini oder Pilze, gibt man es erst nach ca. 20 min Garzeit in die Form.

Wenn das Gemüse fertig ist, die Knoblauchzehen aus den Schalen drücken. Alles mit dem Essig vermengen und nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Quesadillas:

Zutaten:

  • 4 Weizentortillas (meine waren mit Leinsamen)
  • 200 g geriebener Käse, es kann eine Mischung von allem sein, was ihr da habt
  • 1 Avocado
  • 4 EL Joghurt
  • Salz, Cayennepfeffer
  • etwas Zitronensaft

Arbeitsschritte:

Während das Gemüse gart, kann man die Quesadillas vorbereiten:

Dafür die Tortillas auf der Arbeitsfläche ausbreiten. Jeweils eine Hälfte mit Käse bestreuen, dann Halbkreisen zusammenklappen.

Die Tortillas nacheinander in einer schweren Pfanne bei mittlerer Hitze goldbraun ausbacken, dabei immer wieder mal wenden.

Inzwischen die Avocado halbieren, den Stein herausholen (bei reifen Früchten braucht man dazu nur den Daumen), das Fruchtfleisch aus der Schale löffeln und mit einer Gabel zerdrücken. Mit einen Spritzer Zitronensaft und dem Joghurt vermengen und mit Salz und Cayennepfeffer würzen.

Quesadillas mit dem Ofengemüse und dem Avocadodip anrichten und alles mit Microgreens bestreut servieren.

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9 Kommentare

  1. Freut mich sehr, dass es endlich noch jemand gibt, der den „energetischen Schnitt“ gerne angwendet 🙂.
    Und über Deine Tipps zur Recherche denke ich mal nach, da ich es völlig anders mache. Vielen Dank, dass Du dabei bist.

  2. Das mit eat your books ist ja super, ich glaube damit würde ich meine Kochbücher auch öfter nutzen. Das Ofengemüse klingt lecker und den Rollschnitt kannte ich schon von Dorothee. 😉 Danke für deine Tipps und frohe Ostern.

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