Süßkartoffel-Blumenkohl-Auflauf mit Kokosmilch

Das ist mein bisheriges Lieblingsrezept aus Sarah Brittons “Einfach gut essen“*. Ihr wisst ja, ch habe eine gewissen Vorliebe für den klassischen Blumenkohl mit Käsesauce; und dies hier ist ein Auflauf, der ebenso heimelig wirkt, obwohl er ganz anders ist.

Es werden Blumenkohl und Süßkartoffeln geschichtet, mit einer Sauce aus Kokosmilch und Sojasauce übergossen und dazu gibt es eine herzhafte Kruste aus Haferflocken und Nüssen. Das ist würzig und macht satt und zufrieden, ohne dass man hinterher ein Verdauungsnickerchen braucht.

Gewürzt wird mit Nelken, Kardamom und Muskat; alternativ kann man auch getrocknete Kräuter verwenden.

Für 6 Portionen:

  • 400 ml Kokosmilch
  • 2 EL Sojasauce (original: 1 EL Tamari)
  • je 1/4 TL gemahlene Nelken, Kardamom und Muskat
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 27 g Mandelkerne
  • 80 g Sonnenblumenkerne
  • 100 g Haferflocken (original: glutenfreie)
  • 2 EL Rapsöl (original: Kokosöl)
  • 500 g Süßkartoffeln
  • 1 Blumenkohl
  • frische Kräuter für die Deko

Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Kokosmilch mit Sojasauce und Gewürzen verquirlen und  alles mit Salz würzen.

Die Mandeln, Sonnenblumenkerne und Haferflocken mit 1/2 TL Salz im Mixer grob mahlen. Rapsöl und 2 EL der Kokosmilchmischung zugeben und alles nochmals kurz mixen.

Süßkartoffeln schälen (original bleibt die Schale dran) und in 8 mm dünne Scheiben schneiden. Den Blumenkohl vierteln und mitsamt dem Strunk ebenfalls in 8 mm dünne Scheiben schneiden. Blumenkohl und Süßkartoffeln abwechselnd in eine Auflaufform schichten, dabei jede Schicht salzen.

Die Kokosmilchmischung über das Gemüse gießen, dann die Mandelmasse darauf verteilen. Die Form abdecken.

Gemüse ca. 35 min im heißen Ofen braten, dann die Abdeckung entfernen und den Auflauf weitere 10 min braten.

Mit frisch gehackten Kräutern bestreut servieren.

Keema Pie

Hachis Parmentier oder Shepherd’s Pie, also mit Kartoffelpüree überbackene Fleischsauce, das ist für uns hier das ultimative Comfort Food. Meist sammle ich in der Tiefkühle Reste von gegartem Fleisch, und wenn ich genug zusammen habe, dann ist es mal wieder soweit – es gibt Lieblingsessen. Allerdings muss man nicht unbedingt so lange warten; man kann das Ganze auch mit Hackfleisch machen. Wie das geht, habe ich hier schon gezeigt.
Aber gut, nichts ist in Stein gemeisselt und auch Lieblingsessen darf mal variiert werden. An dieser Variante ist der Umstand schuld, dass noch eine Süßkartoffel im Gemüsefach herumlungerte; auf der Suche nach Inspiration stieß ich auf dieses Rezept. Es kommt aus einer britischen Food-Zeitschrift; dem Sainsbury’s Magazine.
Keema – das ist klassischerweise ein indisches Hackfleischgericht. In dieser Variante ist es typisch angloindisches Fusion-Food; Shepherd’s Pie, indisch angehaucht. Statt einer Kartoffelhaube gibt es eine Haube aus Kartoffeln und Süßkartoffeln, in der Hackfleischsauce versteckt sich noch etwas Gemüse und gewürzt wird mit Curry und Garam Masala. Uns hat das richtig gut gefallen.
Für 4 Portionen:
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 große Karotte
  • 500 g Rinderhack
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Stück Ingwer
  • 1 EL Currypulver
  • 150 ml Rinderbrühe
  • 150 ml Passata
  • 1 EL Tomatenmark
  • 2 TL Garam Masala
  • 90 g Erbsen, TK
  • 500 g Kartoffeln
  • 500 g Süßkartoffeln
  • 75 g Cheddar, frisch gerieben
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
Kartoffeln und Süßkartoffeln schälen, würfeln und in Salzwasser gar kochen. Abgießen und zerdrücken.
Zwiebel, Knoblauch und Karotte schälen und fein hacken. Ingwer schälen und reiben.
Ofen auf 200°C vorheizen.
Öl in einer großen Pfanne erhitzen und Zwiebel und Karotte anbraten, bis die Karotte weich wird. Hackfleisch und ordentlich schwarzen Pfeffer zugeben. Hackfleisch krümelig braten, dann Knoblauch, Currypulver  und Ingwer zugeben. Durchmischen, dann Passata, Tomatenmark und Brühe angießen. Deckel auflegen, alles 20 min köcheln lassen. In den letzten 5 Minuten die Erbsen zugeben, den Deckel abnehmen und die Flüssigkeit einkochen lassen. Garam Masala zugeben und mit Salz abschmecken.
Die Mischung in eine Auflaufform geben und mit der Kartoffelmasse bedecken. Ich verwende gerne individuelle Portionsförmchen. Oberfläche aufrauen, dann mit dem Käse bestreuen.
20 bis 30 min backen, dann servieren.

Süßkartoffelwaffeln mit Bacon und Spiegelei

Ich melde mich zwischen den Jahren. Wir lassen es uns hier in aller Geruhsamkeit gut gehen, und ich hoffe, Ihr macht das auch.

Wir sind viel mit Herumlungern beschäftigt – keiner muss irgendwas. Dazu gehört auch, dass wir ausführlich und in aller Ruhe frühstücken und dafür das Mittagessen ausfallen lassen. Da darf das Frühstück dann schon mal üppiger sein. Man muss ja Energie zum Herumlungern aufladen ;-). Diese herzhaften Waffeln, die ich hier gefunden habe,  sind ein guter Kandidat.  Genauso gut kann man sie aber zum Abendessen verzehren. Oder sie einer Horde Gäste vorsetzen. Zum Beispiel zum Neujahrsbrunch.

Zu welcher Gelegenheit auch immer – ich lasse Euch eine Portion Waffeln da. Macht es Euch schön!

Für 4 Personen:

  • 100 g Bacon
  • 140 g Mehl
  • 100 g Maismehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 1/2 TL Salz
  • 3 Eier, Größe L
  • 150 g Süßkartoffelpüree
  • 375 ml Buttermilch
  • 2 EL geschmolzene Butter
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • Öl für das Waffeleisen

Für die Spiegeleier:

  • Butter zum Braten
  • 4 Eier oder mehr; mindestens eines pro Person
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Ein Wort zum Süßkartoffelpüree: Ihr könnt dafür Süßkartoffeln rundherum mit einer Gabel einstechen, bei 200°C im Ofen garen, bis sie weich sind, dann halbieren, das Fruchtfleisch herauskratzen und mit einer Gabel zerdrücken. Ich habe die Süßkartoffeln im Schnellkochtopf gedämpft. Wie auch immer, das Püree kann  man gut auf Vorrat herstellen.
Als erstes den  Bacon braten: dafür eine große Pfanne erhitzen und die Baconscheiben, wenn nötig portionsweise, braten, bis sie gebräunt und knusprig sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und in Stücke brechen.
Das Waffeleisen vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen. Den Ofen auf 50°C Ober- und Unterhitze vorheizen und das Blech hineinstellen. 

Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden.
Die trockenen Zutaten in einer großen Schüssel vermischen.
Die Eier trennen: Eiweiß mit einer großzügigen Prise Salz zu Eischnee schlagen. Die Eigelbe  mit Buttermilch, Süßkartoffelpüree und geschmolzener Butter verrühren. Die flüssige Masse zur Mehlmischung geben und alles gründlich vermengen. Die Frühlingszwiebeln einarbeiten – ein paar zum Anrichten aufheben -,  dann den Eischnee vorsichtig unterheben.
Je eine Portion Teig in das heiße, gefettete Waffeleisen geben und mit etwas zerkrümeltem Baon belegen. Waffeln braun und knusprig ausbacken, dann zum Warmhalten in den Ofen geben.
Für die Spiegeleier Butter in einer Pfanne erhitzen, die Eier vorsichtig am Rand der Pfanne aufschlagen, hineingleiten lassen und bei mittlerer Hitze braten. Immer wieder etwas Butter über den Rand schöpfen und braten, bis die gewünschte Konstenz erreicht ist. Übrigens ein Streitpunkt bei uns – Sohn und ich mögen den Dotter flüssig, für Mann und Tochter sollte es eher double burnt sein.
Zum Servieren die Waffeln mit je einem Ei belegen und mit dem restlichen Bacon und den restlichen Frühlingszwiebeln bestreuen.

Kartoffelgratin mit Süßkartoffeln und Champignons

kartoffelgratin mit süßkartoffel

Das ist das Lieblingsrezept aus “World Food Café Quick and Easy“*: ein sahniges Kartoffelgratin aus Namibia. Laut den Autoren ist das Gericht eine nicht wegzudenkende Beilage beim Braai, dem berühmten Barbecue aus dem südlichen Afrika.

Wir haben das Gratin mit einem einfachen Salat dazu als Hauptgericht gegessen. Natürlich ist es aber auch eine schöne Beilage zu gebratenem Fleisch oder Fisch.

Wie das bei Gratins ja meist leider so ist, ist es nicht besonders fotogen. Aber zum gerechten Ausgleich schmeckt es dafür um so besser 🙂

  • 3 mittelgroße Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 Zweige Thymian
  • Muskat, frisch gerieben
  • Salz, Pfeffer
  • 1 große Süßkartoffel
  • 225 gr. Champignons
  • 200 ml Sahne
  • 125 ml Gemüssebrühe
  • etwas Butter

Den Backofen auf 190°C vorheizen.

Die Kartoffeln schälen und in feine Scheiben hobeln. Süßkartoffel ebenfalls schälen, dann in etwas dickere Scheiben als die Kartoffeln schneiden. Zwiebel schälen, halbieren und in Scheibchen schneiden. Knoblauchzehen abziehen und fein hacken. Champignons putzen und blättrig schneiden; Thymianblättchen abzupfen und kurz durchhacken.

Eine Auflaufform mit Butter ausstreichen. Den Boden der Form mit Kartoffelscheiben auslegen. Dann je ein Drittel der Zwiebeln, des Knoblauch und des Thymians darüberstreuen und alles mit Salz, Pfeffer und frisch geriebenem Muskat kräftig würzen. Darauf Süßkartofffeln und Champignons geben und alles wieder mit Zwiebeln, Knoblauch, Thymian, Salz und Pfeffer würzen. So fortfahren, bis alle Zutaten aufgebraucht sind. Mit den restlichen Kartoffel- und Süßkartoffelscheiben abschließen.

Dann Sahne und Brühe gleichmäßig über den Auflauf gießen und Butter in Flöckchen darauf setzen. Die Form mit Alufolie abdecken und alles zunächst 45 min im heißen Ofen backen. Dann die Folie abnehmen, die Temperatur auf 210°C erhöhen und den Auflauf nochmals 15 min backen, bis er appetitlich gebräunt ist.

Süßkartoffelküchlein mit Kichererbsen-Relish

süßkartoffelplätzchenIndische Kartoffelküchlein wollte ich schon seit langer Zeit mal kochen, also los. Das Rezept ist von der Hübschen mit dem Schuhtick*, die nebenbei auch noch richtig gut kochen kann. Eine Rezension zum Buch gibt es bei Valentinas Kochbuch.

Ich hole mir gerne Anregungen in dem Buch, die indisch-englische Mischung gefällt mir. Diesmal fiel meine Wahl auf die Süßkartoffelküchlein, und ich wurde nicht enttäuscht. Ich bin keine allzu große Anhängerin von Süßkartoffeln, aber in diesen Küchlein machen Sie sich gut. Allerdings habe ich die Küchlein auch nur zum Teil mit Süßkartoffeln gemacht. In Verbindung mit den nussigen Kichererbsen und der Säure der Tamarinde haben die Küchlein richtig Spaß gemacht.

  • 2 Süßkartoffeln
  • 2 mehlig kochende Kartoffeln; im Original nur Süßkartoffeln
  • 1 Stück Ingwer
  • 1 Zwiebel
  • 2 grüne Chilies
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL gemahlener Koriander
  • ein paar Blättchen Koriandergrün
  • 50 gr. Semmelbrösel
  • 1 EL Kichererbsenmehl
  • Saft einer halben Limette
  • Neutrales Pflanzenöl zum Braten
  • Joghurt zum Servieren

Für das Kichererbsen-Relish:

  • 100 gr. trockene Kichererbsen, oder 1 Dose gekochte
  • 1 Zwiebel
  • Salz
  • 1/2 TL Kreuzkümmelsaat
  • Samen von 2 grünen Kardamomkapseln, gemörsert
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 1 El Tomatenmark
  • 2 TL Tamarindenpaste (Frau Bhogal empfiehlt 3 EL; ganz bestimmt ist ihrre Paste viiiiel dünner als meine – oder sie mag es extrem sauer)
  • 50 ml Wasser
  • ein paar Stängel Koriandergrün
  • 1 Stange Zimt, zerstoßen

Wenn Ihr wie ich, frische Kichererbsen verwendet, diese erst mal über Nacht einweichen. Am nächsten Tag das Einweichwasser abgießen, mit frischem Wasser, einem Lorbeerblatt und einer Zimtstange in einen Topf geben und köcheln lassen, bis sie weich sind, dann abgießen und beiseite stellen. (Das ist einer der wenigen feierlichen Anläße, für die ich meine Dampfkochtopf aus dem Keller hole – damit dauert es nur 15 Minuten).

Süßkartoffeln und Kartoffeln schälen, würfeln und weich dämpfen. Knoblauch, Ingwer, Zwiebel und Chilis fein hacken und in eine Schüssel geben. Kartoffeln, Süßkartoffeln und Gewürze zugeben und alles mit einer Gabel zerdrücken. Korianderblättchen hacken und mit Semmelbröseln und Kichererbsenmehl unter die Kartoffelmasse mischen. Alles mit Salz, Pfeffer und Limettensaft würzen und zu einer homogenen Masse verarbeiten. Von der Masse etwa walnussgroße Portionen abnehmen, zu Küchlein formen und 30 min kühl stellen, damit die Masse etwas fester wird.

Inzwischen für das Relish die Zwiebel fein hacken und im Öl in einer Pfanne anschwitzen. Gewürze zugeben und etwa 2 min mit anrösten. Tomatenmark, Tamarinde und Wasser einrühren, Kichererbsen gründlich untermengen und alles 5 min köcheln lassen. Koriandergrün hacken und zum Relish geben.

Für die Küchlein in einer Pfanne etwas Öl erhitzen und die Küchlein portionsweise von beiden Seiten knusprig braun braten.

Zum Servieren mit Kichererbsen-Relish anrichten und mit einem Klecks Joghurt garnieren.

Und natürlich macht dieses Gericht mit bei Kerstins Veggi-Tag.