Gemista-Risotto

Gemista ist ein griechischer Klassiker – gefülltes Gemüse. Das mit Reis oder Hackfleisch gefüllte Gemüse wird in einer reichhaltigen Tomatensauce gemort. Auch für den Klassiker gibt es ein Rezept in der “Neuen griechischen Küche“*: es gibt auch diesen Risotto, der aus den typischen Zutaten des Gerichts etwas Neues macht.

Die Zubereitung ist etwas anders als bei einem klassischen Risotto, funktioniert aber prächtig. Das ist ein leichtes, feines Essen das man auch unter Woche gut auf den Tisch bringen kann. Und zudem noch zufällig glutenfrei und vegan….

Gemista-Risotti

Risotto mit dem Aroma von griechischem gefüllten Gemüse

Gericht Hauptgericht
Länder & Regionen Griechenland
Keyword vegan, glutenfrei

Zutaten

  • 500 g Risottoreis
  • 600 g gehackte Tomaten aus der Dose
  • 25 g Zucker
  • 100 ml Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Aubergine
  • 2 Zucchini
  • 1/2 grüne Paprikaschote
  • 1 Karotte
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 1 Bund Minze
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Den Reis für 15 min in kaltem Wasser einweichen, dann durch ein Sieb abgießen, abbrausen und mit einem Liter Wasser und etwas Salz in einen Topf geben. Bei mäßiger Hitze ca. 20 min garen, bis der Reis gegart und das Wasser aufgenommen wurde. 

  2. Tomaten mit Zucker und 300 ml Wasser pürieren. Die Mischung in einen Topf geben, salzen und alles köcheln lassen, bis es leicht andickt. 

  3. Inzwischen die Zwiebel schälen und fein hacken. Aubergine putzen und würfeln.  Karotte schälen und reiben, Zucchini ebenfalls reiben. Paprikaschote entkernen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden. Kräuter zupfen und hacken. 

  4. Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel, Aubergine, Paprika und Karotte darin ca. 15 min andünsten, bis das Gemüse weich ist. Salzen, Tomatenmark zugeben und kurz mitrösten, dann 100 ml Wasser angießen und alles einkochen lassen. 

  5. In einer großen Schüssel den Reis mit der Gemüsemischung, der Tomatensauce und den gehackten Kräutern vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

  6. Das Gericht schmeckt warm und kalt. 

Fricasé de Pollo Cubano |Kubanischer Hühnereintopf mit Pilaw

Die kulinarische Weltreise macht Station in Kuba. Spontan fiel mir dazu gar nicht so viel…Reis und Bohnen? Cuba libre?

Schlecht sortiert ist mein Kochbuchregal ja nicht, aber zum Thema Kuba war die Ausbeute erstaunlich mager. Fündig wurde ich in der Gran Cocina Latina*, ein wirklich dicker Wälzer, der die lateinamerikanische Küche gut abdeckt.

Unter den kubanischen Rezepten, die da vorgeschlagen wurden, hat mich dieses hier am meisten angesprochen. “Fricasé”, das ist auf Kuba die Bezeichnung für Eintopfgerichte mit Fleisch, Gemüse und Kartoffeln, die in einer knoblauchlastigen Tomatensauce gegart werden. Der spanische Einfluß spiegelt sich in den verwendeten Kapern, Oliven und Rosinen wider.

Der dazu servierte Pilaw war mir auch neu – das kenne ich eher aus dem Nahen Osten. Und tatsächlich brachten die muslimischen Eroberer diese Garmethode nach Spanien; und von dort aus ist sie dann weiter gewandert.

Für den Pilaw wird als Bratfett gerne Schmalz verwendet – ich habe das Fett genommen, das sich nach dem Durchkühlen oben auf der Hühnerbrühe absetzt und fest wird.

Kubanischer Hühncheneintopf

Hüncheneintopf mit den Aromen Kubas

Gericht Hauptgericht
Länder & Regionen Kuba
Keyword Hühnchen
Portionen 6 Portionen

Zutaten

  • 1 Hühnchen, ca. 1,2 kg

Marinade:

  • 6 Zehen Knoblauch
  • 2 EL frisch gepresster Limettensaft
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Pfeffer aus der Mühle

Zum Garen:

  • 3 EL Olivenöl
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 1 Zwiebel
  • 3 grüne Paprikaschoten
  • 1 rote Paprikaschote
  • 125 ml Passata
  • 125 ml helles Bier
  • 20 grüne, mit Paprikapaste gefüllte Oliven
  • 2 EL Kapern
  • 3 EL Rosinen
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 6 mittelgroße Kartoffeln
  • 375 ml Hühnerbrühe
  • einige Zweige glatte Petersilie

Pilaw:

  • 250 ml Langkornreis (ich habe parboiled verwendet)
  • 1 EL Olivenöl oder Hühnerfett
  • 375 ml Wasser
  • Salz

Anleitung

  1. Das Hühnchen in 8 Teile teilen.

  2. Für die Marinade den Knoblauch schälen und grob hacken. Mit allen anderen Zutaten zu einer Paste mixen und die Hühnchenteile damit einreiben. Fleisch abdecken und mindestens 2 Stunden oder bis zu 12 Stunden marinieren. 

  3. Den restlichen Knoblauch schälen und fein hacken, ebenso die Zwiebel. Paprikaschoten putzen und das Fruchtfleisch würfeln. Kartoffeln schälen und in mundgerechte Stücke schneiden.

  4. Olivenöl in einer breiten Pfanne erhitzen. Von den Hühnchenteilen so viel Marinade wie möglich abschaben; die Marinade aber aufbewahren. Hünchenteile im Öl rundherum goldbraun anbraten, dann aus der Pfanne nehmen. 

  5. Jetzt den Knoblauch in die Pfanne geben und kurz braten, dann die Zwiebel hinzugeben und braten, bis sie glasig ist. Nun die Paprikaschoten in die Pfanne geben und drei Minuten mitbraten. 

  6. Passata, die aufbewahrte Marinade und das Bier angießen. Unter Rühren fünf Minuten köcheln lassen, dann Oliven, Kapern, Lorbeerblätter und Kreuzkümmel zugeben, ebenso die Hühnchenstücke, Kartoffeln und Rosinen. Salzen, alles zum Kochen bringen und bei milder Hitze mit aufgelegtem Deckel köcheln lassen, bis das Hühnchen gar und die Kartoffeln weich sind. 

  7. Während das Ragout gart, für den Pilaw die Knoblauchzehe schälen und fein hacken. 

  8. Olivenöl oder Hühnerfett in einem Topf erhitzen und die Knoblauchzehe kurz braten, bis sie duftet. Reis zugeben und unter Rühren anrösten, bis jedes Reiskorn vom Fett überzogen ist. 

  9. Wasser angießen, salzen, Deckel auflegen und alles zum Kochen bringen. Bei mittlerer Hitze kochen, bis das meiste Wasser absorbiert ist und sich kleine Krater auf der Oberfläche des Reises bilden. Dann bei sehr milder Hitze fertig ausquellen lassen. Vor dem Servieren mit einer Gabel auflockern. 

  10. Petersilie zupfen und hacken und die Blättchen gegen Ende der Garzeit zum Fleisch geben. 

  11. Lorbeerblätter aus dem Ragout entfernen, das Ragout mit Salz und Pfeffer abschmecken und gleich mit dem Pilaw auf den Tisch bringen. 

Ich reise nicht alleine nach Kuba. Die Mitreisenden haben tolle Gerichte im Gepäck; schaut mal:

Küchenlatein: Picadillo a la habanero de Rolando

Küchenmomente: Pastel de tre Leches und Mojito

Chili und Ciabatta: Vaca Frita mit Salat von Moros y Christianos und Mango-Salsa

und Creme Café con Leche

Brittas Kochbuch: Moros y Christianos und  Ropa vieja

Zimtkringel: Tostones

Herbs and Chocolate: Arroz Congris

Auch was: Papas rellenas

Volker mampft: Pan Cubano und Arroz con Pescado al Ron

Savory Lens: Picadillo con arroz amarillo cubano

Mein wunderbares Chaos: Huevos habaneros

 

Bohnen-Tostadas mit Nopales und Ei

Im Grunde finde ich die mexikanische Küche und auch die Tex-Mex-Küche wirklich spannend, aber ich koche daraus weniger, als ich möchte. Zutatenprobleme. Es gibt ja hier in München an jeder zweiten Ecke einen Asia-Shop, was auch toll ist. Aber mexikanische Lebensmittel sind leider Mangelware. Einen kleinen, sehr netten Laden gibt es – aber der hat in schöner Regelmäßigkeit exakt das, was ich brauche, nicht.

Insofern habe ich große Augen gemacht und Appetit bekommen, als ich bei Erin Alderson dieses Rezept gesehen habe. Aber hey, Nopales? Also Kaktus? Ich hatte meinen Appetit geistig schon ad acta gelegt, da fand ich doch tatsächlich ganz unerwartet eingelegten Kaktus mit Supermarkt um die Ecke. Mitgenommen, Tostadas gemacht.

Solltet Ihr auch, das schmeckt klasse. Im alleräußersten Notfall vielleicht mit Gurke statt Kaktus, das könnte funktionieren.

Man braucht Mais-Tortillas für dieses Rezept. Eigentlich. Ich habe statt dessen mal wieder meine Schummel-Tortillas benutzt, aber so langsam muss ich eine vernünftige Tortilla-Presse auftreiben und mich mal an den wahren Stoff machen.

Bohnen-Toastadas mit Nopales und Ei

Geröstete Tortilla, refried Beans, Kaktus, Ei

Gericht Hauptgericht, vegetarisch
Länder & Regionen Tex Mex
Keyword Tortillas, Nopales
Portionen 3 Portionen

Zutaten

Tortillas

  • 2-3 EL neutrales Öl
  • 4 kleine Maismehltortillas oder 3 größere

Nopales:

  • 1 rote Paprikaschote
  • 1 Glas eingelegter Kaktus
  • 1 EL Limettensaft
  • Salz
  • eine Handvoll Koriandergrün plus etwas zum Servieren

Eier und Bohnen:

  • 2 Eier
  • 2 TL neutrales Öl
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1/2 TL Kreuzkümmel gemahlen
  • Salz
  • 250 g gegarte Kidneybohnen oder Pintobohnen mit Flüssigkeit

Anleitung

  1. Eine Pfanne bei mittlerer Hitze auf den Herd stellen. Einen EL Öl darin erhitzen, eine Tortilla hineingeben und von beiden Seiten knusprig braten. Beiseite stellen. Mit dem restlichen Tortillas ebenso verfahren, dabei, wenn nötig weiteres Öl in die Pfanne geben. 

  2. Paprikaschoten putzen und in Würfel schneiden. Kaktus abtropfen lassen. Koriander zupfen, Blätter und feine Stängel hacken. 

  3. Es sollte noch etwas Öl in der Pfanne sein. Darin Paprika und Kaktus anbraten, bis alles leicht gebräunt ist, dann von der Hitze nehmen, salzen, Limettensaft und Koriandergrün unterheben. In eine Schüssel geben und warm stellen. 

  4. Knoblauch schälen und fein hacken. Etwas Öl in der Pfanne erhitzen. Knoblauch anrösten bis er duftet, dann Bohnen mitsamt der Flüssigekeit und Kreuzkümmel zugeben, alles salzen, dann zum Kochen bringen. Köcheln lassen, bis die Bohnen heiß sind und die Flüssigkeit verdampft ist, dann alles mit einer Gabel zerdrücken.

  5. Jetzt noch die Eier in einer kleinen beschichteten Pfanne als Rührei zubereiten.

  6. Und dann geht es ans Zusammenbauen. Meine Tortillas waren etwas groß, ich habe sie deshalb geviertelt. Kleine kann man auch gut ganz lassen. Jede Tortilla mit etwas Bohnenmasse bestreichen, dann etwas Ei darauf verteilen und schließlich großzügig Nopales-Masse darüber geben. Mit zusätzlichem Koriander bestreuen und gleich servieren. 

Brokkolibällchen mit Paprikasauce und Pasta

Habt Ihr das auch? So eine Nachkochliste? Die Liste ist bei mir eher so im Kopf, ich führe sie nicht tatsächlich. Ich habe da ja so ein paar Kochbücher, und in vielen von denen kleben so ein paar Zettelchen. Gar nicht zu reden von dem, was ich mir so aus Zeitschriften in die Datenbank klöpple oder bei Streifzügen durch Blogs finde. Ein Problem ist das nicht, eher Spaß und Luxus. Ich meine  – hey, wir können uns aussuchen, was wir als nächstes essen wollen. Das ist toll. Und nicht selbstverständlich. Gar nicht.

Die Liste nicht offiziell, aber lang. Kein Wunder bei all den Eindrücken, die es jeden Tag hagelt. Aber manche Ideen setzen sich dann doch mehr im Kopf fest  – so wie diese Bällchen aus Brokkoli, die Micha (nicht ganz) neulich präsentiert hat. Die hatten sich in meinem Hinterkopf festgesetzt. Also, vielen lieben Dank an die Abokiste, die mir neulich einen Kopf Brokkoli spendiert hat. Mir war nämlich auf der Stelle klar, was ich mir ihm anstellen werde.

Es war nicht anders zu erwarten – die Bällchen sind toll. Und die zugehörige Sauce wandert garantiert in mein Standard-Repertoire. Ich habe vorratsbedingt ein bisschen was abgewandelt – für das Originalrezept klickt Ihr bei Micha – das lohnt sich sowieso immer.

Für 4 Personen:

Zutaten Brokkoli-Bällchen:
  • 1 Kopf Brokkoli
  • 75 g Mozzarella
  • 40 g Polenta (keine Instant-Polenta)
  • 80 g gemahlene Mandeln
  • 1 Ei
  • 1 Zehe Knoblauch
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 TL Thymianblättchen
  • Piment d’Espelette

Sauce:

  • 3 rote Paprikaschoten
  • etwas Harissa
  • 1 Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Schuss Granatapfelsirup
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml Sahne
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Zum Servieren:

  • Pasta nach Wunsch
Für die Sauce die Paprikaschoten halbieren, putzen und unter dem Backofengrill garen, bis die Haut schwarz wird und Blasen wirft. Herausnehmen, in einen Topf geben, den Deckel auflegen und die Paprika auskühlen lassen, dann die Haut abziehen.
Brokkoli in Röschen teilen. Den Strunk schälen und in Scheiben schneiden. Alles in einen Dämpfkorb geben und über Salzwasser gar dämpfen, dann herausnehmen und in einem Sieb gründlich ausdampfen und abtropfen lassen.
Knoblauch schälen und fein hacken.
Brokkoli in den Blitzhacker der Küchenmaschine geben und pürieren. Alle anderen Zutaten zugeben und mixen, bis eine homogene Masse entsteht. Mit Salz und Piment d’Espelette abschmecken und die Masse 30 min durchziehen lassen. In dieser Zeit quillt die Polenta auf und die Masse wird fester.
Den Backofen auf 180 Grad Ober/Unterhitze vorheizen.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Aus Brokkolimasse kleine Bällchen formen, auf das Blech legen und im heißen Ofen ca. 25 min garen.
Inzwischen für die Sauce Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Das Olivenöl in einem Topf erhitzen. Paprikastücke, Zwiebel und Knoblauch darin andünsten. Mit etwas Granatapfelsirup ablöschen, dann  Brühe und Sahne angießen und alles bedeckt 20 min köcheln lassen. Mit dem Stabmixer aufmixen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Pasta in reichlich Salzwasser bissfest garen, abgießen und abtropfen lassen.
Zum Servieren die Pasta mit der Sauce vermischen, auf Teller geben und die Bällchen darauf verteilen.

Kroatischer Paprikaeintopf mit Hähnchen

Man kann bei uns eine Vorliebe für Hähnchengerichte beobachten; ich habe jetzt nicht direkt statistische Erhebungen gemacht, aber ich glaube, Hühnchen steht bei uns im Vergleich zu anderen Fleischsorten recht oft auf dem Tisch.

Kein Wunder also, dass mich das Paprikahähnchen aus Ino Kuvacics Kochbuch* gleich angelacht hat. Das Rezept verwendet ganz einfache Zutaten, braucht aber ein paar Arbeitsschritte: erst mal kochen wir eine Tomatensauce. Das Saucenrezept ist ein wandelbares Basisrezept, es wird im Buch öfter verwendet. Das Hühnchen wird erst mit den Aromaten gebraten, dann kommen Sauce und Brühe dazu und es wird fertig geschmort.

Und ich habe noch etwas gelernt aus diesem Kochbuch: in die kroatische Küche sind ja ganz verschiedene Länderküchen eingeflossen; das reicht von der Türkei bis Österreich. Ich hatte mir das früher nicht bewusst gemacht, aber es ist kein Wunder, dass man gerne Knödel isst in Kroatien. Oft werden sie aus Kartoffeln gemacht, aber zu diesem Hühnchen hier gibt es eine spezielle Variante. Die Knödel bestehen aus einer Mischung von Polenta und Kartoffeln; aus der Masse werden einfach Nocken abgestochen, die dann so  – also ohne weiteren Garvorgang –  serviert werden.

Das Rezept verwendet Hähnchenunterschenkel; ich habe statt dessen ein Hähnchen zerlegt.

Für 4 Portionen:

  • Olivenöl zum Braten
  • 150 g Räucherspeck
  • 3 Zwiebeln
  • 1 grüne Paprikaschote
  • 1 EL Paprika edelsüß
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 kleines Hähnchen
  • 250 ml dalmatinische Tomatensauce (Rezept unten)
  • 250 ml Gemüsebrühe (oder Hühnerbrühe)

Polentaklösschen:

  • 250 g Polenta (Bramata)
  • 500 g Kartoffeln
  • 2 EL Olivenöl

Tomatensauce:

  • 400 g Tomaten
  • Olivenöl zum Braten
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1 TL gehackte Chilischote
  • optional: 1 EL Zucker

Erst mal zur Tomatensauce: dafür die Tomaten kreuzweise einritzen und kurz in kochendes Wasser legen. Herausholen, die Schale abziehen. Den Rest in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Knoblauch schälen und hacken, Chilischote ebenfalls hacken. Wer es nicht so scharf mag, entfernt die Kerne. Olivenöl in einem Topf erhitzen. Knoblauch ganz kurz farblos anbraten. Tomaten und Chili zugeben und alles mit Salz und Pfeffer würzen. Auf kleiner Hitze ca.  1 h köcheln lassen. Die Temperatur soll gering sein, damit die Tomaten nicht an Aroma verlieren. Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken; Zucker nur verwenden, wenn sie wirklich zu sauer ist.

Für das Hähnchen den Speck würfeln. Die Zwiebeln schälen und hacken. Paprika putzen und in kleine Würfel schneiden. Das Hähnchen in 8 Stücke teilen.

Olivenöl in einem weiten Bräter erhitzen. Den Speck darin braten, bis er durchsichtig wird. Zwiebeln, Paprikaschote und Paprikapulver zugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Alles ca. 10 min braten, bis die Zwiebeln beginnen zu bräunen und die Paprikaschote weich wird. Dann das Hähnchen zugeben und wenden, so dass es von allen Seiten von der Würzmischung überzogen ist. Deckel auflegen und alles 30 min bei geringer Hitze schmoren. Dann Tomatensauce und Brühe angießen und alles weitere 30 min schmoren lassen.

Inzwischen für die Polenta 1 1/4 l Salzwasser zum Kochen bringen. Die Polenta mit dem Schneebesen einrühren und alles ca. 50 min bei geringer Hitze ausquellen lassen, dabei immer wieder mal umrühren. Die Kartoffeln schälen und grob würfeln, dann in Salzwasser garkochen. Abgießen und abdampfen lassen, dann mit einer Gabel ganz fein zerdrücken. Zerdrückte Kartoffeln zusammen mit dem Olivenöl unter die gegarte Polenta mischen, alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und dann mit zwei (Tee)löffeln aus der Masse Klößchen formen.

Das Hühnchen mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Hühnchen, Sauce und Klößchen auf Tellern anrichten und servieren.

 

Fisch-Tacos mit Kiwi-Limetten-Salsa

fisch-tacos

Da habe ich tatsächlich mal das richtige Timing – es ist Karfreitag, und es gibt Fisch 🙂

Diese Tacos aus “Jamies Superfood für jeden Tag“* haben uns nachhaltig beeindruckt. Der Knüller ist die frech abgeschmeckte Salsa. Ich hab sie erst mal für sich probiert und hatte meine Zweifel – aber zu den Tacos passt sie wirklich super und verleiht dem ganzen erst den richtigen Schwung.

Die Kombination macht insgesamt Spaß: sättigende Fladen, milder Fisch, frischer Salat, freche Salsa.

Eine kleine Abwandlung habe ich mir erlaubt: im Original wird der Salat aus Rotkohl gemacht. Den hatte ich nicht da; ich habe den Chinakohl benutzt, der in der Gemüsekiste war.

Ein paar kluge ernährungstechnische Worte zum Gericht gefällig? Jamie macht uns darauf aufmerksam, dass ein Stück Schellfisch 7 essentielle Vitamine und Mineralstoffe liefert. Und das Gericht bedenkt uns mit 3 der 5 erwünschten Portionen Gemüse und Obst am Tag.

Na dann mal los. Das Rezept ist für 2 Personen berechnet.

Für die Tacos:

  • 100 g Vollkornmehl (ich hatte Weizen)
  • 1 Prise Salz
  • 60 ml Wasser
  • 2 weißfleischige Fischfilets, z.B. Schellfisch
  • 1 rote Paprika
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Für die Salsa:

  • 2 reife Kiwis
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 1 frische grüne Chilischote
  • 1/2 Bund Koriandergrün
  • 2 Limetten
  • Tabasco-Chipotle-Sauce
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Für den Salat:

  • 150 g Chinakohl (original: Rotkohl
  • 1 EL Apfelessig (original: Rotweinessig)
  • 1/2 Orange
  • 1/2 Bund Koriandergrün
  • Salz, Pfeffer

Für die Tacos das Mehl mit einer Prise Salz in eine Schüssel geben. Wasser angießen und alles zu einem festen Teig verkneten, das dauert ungefähr 2 min. In Frischhaltefolie wickeln und 30 min ruhen lassen.

Jetzt zur Salsa: die Kiwis schälen, halbieren und zusammen mit den grünen Teilen der Frühlingszwiebeln und der klein geschnittenen Chilischote in einer Pfanne ohne Fett anbräunen. In einen Mixer geben. Die Hälfte der Korianderblättchen dazu zupfen, den Saft einer Limette auspressen und dazu geben. Alles glatt mixen und mit etwas Tabasco, Salz und Pfeffer würzig abschmecken.

Den Kohl in feine Streifen schneiden. Mit dem restlichen Korinadergrün, dem Essig und dem Saft einer halben Orange vermengen und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Nun für die Tacos aus dem Teig 4 gleich große Kugeln formen und diese auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Die Fladen in einer beschichteten Pfanne von jeder Seite jeweils ca. 1 min braten, bis sie weich sind. Dabei wenden, sobald Blasen entstehen. Zum Warmhalten mit einem Geschirrtuch bedecken.

Jetzt den weißen Teil der Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Paprikaschote putzen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Fisch ebenfalls würfeln, dann mit Frühlingszwiebeln, Paprika Pfeffer und 1 EL Öl mischen. Die Mischung in einer heißen Pfanne ca 4 min braten, bis der Fisch gar und leicht gebräunt ist.

Zum Servieren Fisch und Gemüse auf den Fladen verteilen und alles mit Salat und Salsa anrichten.

Ein Nachmittag bei Dorling Kindersley – kleine Stärkung inklusive

DK
Fotos: Dorling Kindersley

Vor einiger Zeit rief Dorling Kindersley zum Pressetag, und so durfte ich einen spannenden Nachmittag im Verlag verbringen.

DK wohnt ganz in der Nähe des Münchener Hauptbahnhofs. Ursprünglich in London gegründet, gibt es den Verlag in Deutschland nun schon seit 15 Jahren. Ich wage einmal die Behauptung, dass die Kochbuchsparte des Verlages hierzulande berühmt wurde, als man begann die Bücher von Jamie Oliver zu veröffentlichen.

Aber um Jamie Oliver ging es nicht an diesem Nachmittag. Nach einer netten Begrüßung durch  Nathalie Knauer von der Presseabteilung durften wir erst etwas über die Geschichte des Verlages erfahren. Und wir bekamen erklärt, wie ein Buch entsteht – von der ersten Idee bis hin zur Auslieferung. Eine spannende Sache, bei der viele Hand in Hand arbeiten müssen. Eine kleine Führung durch den Verlag gab es obendrein.

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Foto: DK

Im Mittelpunkt stand aber das (Koch)Buchprogramm des kommenden Herbstes. Es gab also viele Bücher, in denen man schon vor ihrem Erscheinen schon mal blättern konnte. Eines davon hat mich sehr überrascht – darauf komme ich bestimmt zurück, wenn das Geheimnis gelüftet und das Buch auf dem Markt ist. Und man ist im Verlag zu Recht stolz darauf, dass man neben Lizenztiteln und Übersetzungen aus dem englischen Mutterhaus auch in zunehmenden Maße Eigenproduktionen anbietet.

Da gibt es ein paar spannende Projekte diesen Herbst: das “Oktoberfest Kochbuch” von Julia Skowronek ist schon erschienen – man kann sich also schon kulinarisch auf die Wiesn vorbereiten. Von Katharina Dimitriadis gibt es ein Buch mit schönen Ideen für die Lunchbox. Meine Kinder sind ja langsam aus dem Alter heraus, in dem sie unbedingt fancy gestylte Kuchen zum Geburtstag haben wollen. Ich bin mir aber echt sicher, dass ich so manche Pleite auf diesem Sektor hätte vermeiden können, hätte ich mich von Annik Weckers “Geburtstagkuchen” anleiten lassen können. Ja, und dann gibt es diesen Herbst noch mein perönliches Highlight unter den deutschsprachigen Büchern – die Wiener Küche von Susanne Zimmel, die Ihr bestimmt alle unter “Ziii kocht…was” kennt.

Die Autorinnen dieser Bücher waren da. Sie haben nicht nur Kostproben mitgebracht, damit man sich schon mal einen Eindruck verschaffen kann, was einen so erwartet in ihren Büchern, sondern es gab auch interessante und lustige Gespräche – Speed Dating mal anders 😉

obatzter

In der Tüte, mit der wir schließlich den Verlag verliesen, war nicht nur jede Menge Infomaterial, sondern auch ein Buch – das Oktoberfest Kochbuch. Julia Skowronek hatte als Kostprobe Obatzdn mit gebracht – und genau den bekommt Ihr jetzt als kleine Stärkung. Schließlich geht es ja um Kochbücher, da kann ich Euch nicht hungrig nach Hause gehen lassen:

  • 200 gr. Camembert (reifer)
  • 200 gr. Frischkäse
  • 1 EL Paprika edelsüß
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 rote Zwiebel

zum Servieren: Brezen, Salzstangen, Radieschen

Den Camembert mit einer Gabel zerdrücken. Den Frischkäse ebenfalls mit der Gabel unterrühren und das Paprikapulver einarbeiten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zwiebel in Ringe schneiden und den Obatzdn damit garnieren.

Brezen, Salzstangen und Radieschen sind zum Tunken gedacht 🙂

Gefülltes getrocknetes Gemüse

gefüllte paprika und auberginen

Heute werden wir schon mal ganz sommerlich. Es gibt nämlich gefüllte Auberginen und Paprika.

Es ist aber nicht so, dass ich den Sommer nicht mehr abwarten kann und kiloweise Auberginen und Paprika gekauft habe. Die eine oder andere wandert mir schon mal ins Körbchen; aber zur Hauptsache mache ich sie um diese Zeit noch nicht. Nein, ich habe von einer Freundin eine großzügige Portion getrocknete Auberginen und Paprika geschenkt bekommen.

Ein Rezept habe ich bei Andi Harris* gefunden. Die Füllung besteht im Wesentlichen aus Reis, aromatisiert mit Tomatenmark, Paprikapaste, Kreuzkümmel, Piment und Minze. Das Ganze ist recht einfach und schmeckt wunderbar. Aber im Grunde kann man das Gemüse mit allem füllen, wonach einem der Sinn steht. Ich habe noch Paprika und Auberginen übrig und werde bestimmt noch eine Hackfleischfüllung ausprobieren, oder eine mit Bulgur. Vielleicht auch was mit Käse, mal sehen 🙂

Wer nicht das Glück hat, mit getrocknetem Gemüse beschenkt zu werden, der findet vielleicht welches beim türkischen Lebensmittelhändler. Da müßt Ihr sowieso hin, denn Ihr braucht Paprikapaste, Pul Biber und Granatapfelsirup.

Ich sagte es ja, die Füllung besteht aus Reis. Deswegen schicke ich dieses Gericht auch zum gerade laufenden Event in Zorras Kochtopf.

Für 4 Personen als Hauptgericht – wenn Ihr das ganze als Vorspeise serviert, reicht es für 8:

  • 8 getrocknete Auberginen
  • 8 getrocknete Paprikaschoten
  • 4 TL Granatapfelsirup
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Für die Füllung:

  • 6 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • einige Stängel glatte Petersilie
  • 250 gr. Langkornreis
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 EL rote Paprikapaste (biber salcasi)
  • 1/2 TL pul biber (getrocknete scharfe Paprikaflocken)
  • 1/2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1/2 TL Piment, gemahlen
  • 1 EL getrocknete Minze

Das getrocknete Gemüse in eine große Schüssel geben, mit kochendem Wasser übergießen und einige Stunden quellen lassen. Dann abgießen, mit frischem Wasser in einem Topf geben, alles zum Kochen bringen und bei milder Hitze 5 min kochen lassen. Abgießen und zum Abkühlen beiseite stellen.

Für die Füllung die Zwiebel schälen und fein hacken. Petersilienblättchen abzupfen und ebenfalls fein hacken. Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen. Zwiebel und Petersilie anbraten, bis die Zwiebel weich und glasig ist. Dann Reis, Tomatenmark, Paprikapaste, Paprikaflocken, Kreuzkümmel, Piment und Minze zugeben und unter Rühren weitere 5 min anbraten. 150 ml Wasser angießen und alles noch kurz köcheln lassen, bis das Wasser aufgesogen ist. Zum Abkühlen in eine Schüssel füllen und großzügig mit Salz und Pfeffer würzen.

Zum Fertigstellen das Gemüse jeweils mit einer guten Portion der Masse füllen. Aber darauf achten, dass oben ein Rand von ca. 1 cm frei bleibt, denn die Füllung dehnt sich beim Garen noch aus. Das Gemüse dicht an dicht in einen passenden Topf setzen.

In einer Schüssel 250 ml Wasser mit Granatapfelsirup und dem restlichen Olivenöl verrühren, die Mischung über das Gemüse gießen. Fall nötig, noch etwas mehr Wasser angießen; das Gemüse sollte gut in Flüssigkeit stehen. Das Gemüse mit einem hitzebeständigen Teller beschweren, zur Not noch etwas Schweres auf den Teller legen; das Gemüse muss untergetaucht bleiben.

Alles zum Kochen bringen, dass bei mäßiger Temperatur mit aufgelegtem Deckel ca. 40 min köcheln lassen, bis die Füllung gar ist.

Von der Hitze nehmen. Vor dem Entfernen des Tellers etwas abkühlen lassen. Das Gemüse könnt Ihr kalt oder warm servieren.

Lasst es Euch schmecken!

Gefüllte Paprika mit Tomaten und Sardellen

gefüllte paprika

Noch ganz schnell die letzten Früchte des Sommers ausnutzen ! Bald sind sie weg, die Paprika und die Tomaten und sie machen Platz für herbstlichere Genüsse.

Also gibt es noch einmal gefüllte Paprika – aber anders als gewohnt. Oft werden die Schoten ja mit Hackfleisch und/oder Reis gefüllt und relativ ausgiebig gebacken oder geschmort, bis sie weich sind. Hier nicht. Es kommen Tomaten rein, außerdem etwas Knoblauch und Thymian und die Garzeit ist eher kurz – alles bleibt frisch und knackig.

Das Ganze ist sehr gemüsig – aber es ist kein Gericht für Vegetarier. Auf die Paprikaschoten muss nämlich unbedingt eine Sardelle – die kitzelt die Aromen aus dem Gemüse und machen das Gericht zu dem, was es ist. Ohne Sardelle schmeckt es….langweilig.

Die Paprika schmecken heiß aus dem Ofen oder bei Zimmertemperatur.

Das Rezept ist von Arthur Potts Dawson* – Rezension demnächst hier in diesem Theater 🙂

Für 4 Personen:

  • 4 rote Paprika
  • 400 gr. Tomaten
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Thymianblättchen
  • 8 Sardellenfilets
  • 75 ml Olivenöl
  • ein paar Blättchen Basilkum
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Die Paprikaschoten längs halbieren, Scheidewände und Kerne entfernen.Die Paprikaschoten mit den Öffnungen nach oben auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.

Die Tomaten in mundgerechte Stücke schneiden und in eine Schüssel geben. Knoblauch schälen und fein hacken. Die Tomaten mit einem Großteil des Thymians, Knoblauch, Salz und Pfeffer vermischen. Die Tomatenmischung in die Paprika füllen und alles mit dem Olivenöl beträufeln. Auf jede Paprika 1 Sardellenfilet legen.

Paprika im heißen Backofen ca. 25 min backen. Herausnehmen, mit dem restlichen Thymian und den Basilikum-Blättchen bestreuen und servieren.

Nicht nur für die Niederlande: Hirsepfannkuchen mit Paprikagemüse

hirsepfannkuchen

Mit Fußball habe ich im Grunde nichts am Hut. Gut, ich weiß im Groben, dass das Runde ins Eckige sollte und dass Messi(e) nicht nur ein psychologisches Problem ist. Aber sonst…

Was ich aber mag, sind Gerichte aus den unterschiedlichsten Ländern. Deshalb habe ich mich fröhlich auf Peters Event zur Fußball-WM gestürzt. Und bin für Holland auf den Zug gesprungen.

Was isst man da? Ein Blick ins Kochbuch* hätte beinahe dazu geführt, dass ich Euch etwas Indonesisches vorgesetzt hätte. Aber halt…..Käse – Käse aus Holland, das ist so bekannt, das tut fast schon weh 😉 . Ach, und Pfannkuchen. Ob man viel Gemüse isst, weiß ich nicht (mein Kochbuch sagt da eher nein…), aber jedenfalls exportiert man es.

Die Pfannkuchen haben mich darauf gebracht, dass ich öfter mal was mit Hirse machen sollte – ich hatte vergessen, wie gut sie schmeckt. Die Pfannkuchen werden schön leicht und luftig, der milde Geschmack passt gut zu den gegrillten Paprika und dem würzigen Käse. Und für Fussballer und Fussballfans bietet Hirse mit ihrem Gehalt an Silicium, Eisen und Magnesium (zur Entspannung 😉 ) eine Extraportion Fitness.

Gegrillte Paprika mit ihren leicht süßen, rauchigen Aroma mag ich sowieso. Und Käse geht immer – Ihr müßt aber einen richtig guten, alten Gouda nehmen, sonst macht das Ganze keinen Spaß.

Also los, Pfannkuchen mit Topping für 4:

Für den Teig:

  • 150 gr. Hirse
  • 600 ml Wasser
  • Salz
  • 2 Eier
  • 1 EL Schnittlauchröllchen
  • 2 EL Petersilienblättchen, gehackt
  • 40 gr. Grieß, Weichweizen
  • Muskatnuss
  • Pfeffer
  • etwas Mehl
  • neutrales Öl oder Butterschmalz zum Ausbacken

Für den Belag:

  • 1 rote Paprika
  • 1 grüne Paprika
  • 1 gelbe Paprika
  • 1 Schalotte
  • 1 Zehe Knoblauch
  • etwas Pflanzenöl
  • 1 Zweig Thymian
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 200 gr. alter Gouda

Zunächst für den Teig die Hirse in ein Sieb geben, abbrausen, dann mit dem kalten Wasser in einen Topf geben und mit etwas Salz zum Kochen bringen. Dann zurückschalten und alles bei ganz geringer Hitze ca. 30 min ausquellen lassen. Von Herd nehmen, auskühlen lassen.

Dann Grieß, Eier und Kräuter zur Masse geben, alles unterheben und den Teig mit den Gewürzen abschmecken. Zum Ausquellen beiseite stellen.

Für den Belag den Backofengrill auf 220°C vorheizen. Die Paprikaschoten waschen, längs halbieren, von Scheidewänden und Samen befreien und mit der Hautseite nach oben auf ein mit Alufolie belegtes Backblech geben. Unter dem heißen Grill garen, bis die Haut dunkel wird und Blasen wirft. Die Schoten dann in eine Schüssel geben, mit der Alufolie abdecken und abkühlen lassen. Dann die Haut abziehen und das Fruchtfleisch in mundgerechte Stücke schneiden.

Schalotte und Knoblauch schälen und fein würfeln. Thymianblättchen abzupfen und grob hacken. Öl in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch und Zwiebeln darin glasig dünsten. Dann die Paprikastücke zufügen und kurz mitschwitzen lassen. Thymian zugeben, alles mit Salz und Pfeffer würzen und dann von der Hitze nehmen.

Den Käse in feine Scheiben hobeln.

Für die Pfannkuchen etwas Öl in einer Pfanne ( beschichtet wäre gut) erhitzen. Darin nacheinander 8 Pfannkuchen backen. Es empfiehlt sich, erst einen kleinen Probepfannkuchen zu machen. Wenn der zerfällt, noch etwas Mehl unter den Teig rühren. Ich habe das getan, danach ließen die Pfannkuchen sich gut ausbacken.

Zum Servieren jeweills einen Pfannkuchen auf einen Teller geben, mit etwas von der Paprika-Mischung belegen, den Käse darauf geben und alles unter dem Backofengrill bei 180°C überbacken, bis der Käse geschmolzen ist. Ein kräftiger Salat dazu ( in meinem Fall Rucola) schadet auf keinen Fall.

Adaptiert aus: Vegetarisch, Die 100 besten Rezepte aus aller Welt*