Pizza Bianca mit Garnelen, Zucchini und Minze

Eigentlich seltsam, irgendwie kommt hier Pizza meist mit Tomatensauce auf den Tisch; das ist einfach eine Gewohnheit. “Pizza de Luxe“* hat mich da etwas aufgerüttelt; es locken da einfach viele Pizzarezepte ohne Tomatensauce.

Diese hier hat mich besonders angelacht, und das nicht nur, weil noch Garnelen da waren und die Abokiste mir Zucchini spendierte. Mich hat besonders die Kombination mit der Minze gereizt – und die ist wirklich toll, probiert das aus, unbedingt.

Für den Teig habe ich wieder auf eine Mischung von selbstgemahlenem Vollkornmehl und Weizen 550 zurückgegriffen; wer sein Vollkornmehl kauft, kann auch nur Vollkorn nehmen; das selbst gemahlene Mehl ist da wesentlich gröber.

Für eine Pizza von 30 cm Durchmesser:

Boden:

  • 180 g Weizenvollkornmehl
  • 150 g Weizenmehl 550
  • 180 Wasser
  • 1 g Trockenhefe
  • 7 g Salz
  • 10 ml Olivenöl

Belag:

  • 2 EL frische Minze, gehackt
  • 3 EL Olivenöl, plus etwas zum Beträufeln
  • 1 kleiner Zucchino
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 150 g Mozzarella
  • 4 bis 5 Riesengarnelen

Für den Teig die Mehlsorten mit dem Wasser in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Alles grob vermengen und 20 min ruhen lassen. Dann die restlichen Zutaten zugeben und alles zu einem elastischen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Den Teig 30 min bei Zimmertemperatur ruhen lassen, dann die Schüssel gut abdecken und den Teig mindestens 8 h im Kühlschrank ruhen lassen.

Für den Belag die Minze eine Stunde im Olivenöl ziehen lassen.

Wenn es ans Backen geht, den Ofen mitsamt Pizzastein auf 250°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Arbeitsfläche leicht bemehlen und den Teig darauf zu einer Kugel formen. Die Kugel zu einem Kreis flachdrücken, dann mit den Fingern einen Rand formen und den Teig nach außen ziehen, damit sich der Durchmesser vergrößert. Wenn der Durchmesser sich verdoppelt hat, eine Hand seitlich auf dem Teig platzieren  und mit der anderen Hand gegenüber den Teig vorsichtig dehnen und ziehen. Dann auf den leicht bemehlten Pizzaschieber geben.

Nun den Zucchino putzen und der Länge nach in ca. 3 mm dünne Scheiben schneiden; das geht am besten mit einer Mandoline. Die Scheiben salzen, mit etwas Olivenöl bestreichen und in einer heißen Pfanne auf jeder Seite kurz grillen, bis sie gar und appetitlich gebräunt sind.

Garnelen putzen und längs halbieren.

Mozzarella in dünne Scheiben schneiden und gleichmäßig auf dem Pizzaboden verteilen, dabei einen Rand von 3 bis 4 cm lassen. Mit Zucchinischeiben und Garnelen belegen, dann die Pizza vorsichtig vom Schieber auf den Pizzastein gleiten lassen. Backen, bis der Rand schön braun ist und der Käse blubbert. Herausnehmen, mit Minzöl beträufeln und mit Minzeblättern garnieren.

Spargelrisotto mit Minz-Frühlingszwiebel-Salsa

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Endlich Spargelzeit! Einige Male gab es hier schon Spargel, aber nichts sensationell Neues  – zum Anfang der Saison muss ich immer erst einmal die Klassiker durchkochen. Und wenn die erste Gier gestillt ist, dann ist auch wieder Zeit für Experimente.

So wie bei diesem  Risotto, das ich im delicious magazine gefunden habe. Grüner Spargel, Frühlingszwiebel, Erbsen, so weit ist das alles ganz konventionell. Aber dazu gesellen sich auch noch ein Püree aus Erbsen, Spinat, Petersilie und Zitrone, das nicht nur für Aroma, sondern auch für Farbe sorgt.

Und dann gäbe es auch noch eine Salsa aus Minze, Frühlingszwiebeln, Zitrone und Sardellen, mit der das Risotto serviert wird – das gibt nochmal ordentlich Schwung. Zusammen mit dem Parmesan, der sowieso an das Risotto kommt, ist Geschmack garantiert.

Ich war diesmal ein wenig faul und habe das Risotto von der neu eingezogenen iPrep&Cook * rühren lassen – das funktioniert gut, ist aber eher so eine Art Goodie. Es spart ein bisschen Rührarbeit, aber ich finde, für ein ordentliches Risotto wirft man nicht einfach Zutaten in eine Maschine und lässt sie arbeiten. Ich habe das automatische Rühren also ein paar Mal unterbrochen ;-).  Ich schreibe Euch spaßeshalber mal beide Zubereitungsmethoden auf. So viel Unterschied ist da gar nicht.

  • 2 EL Olivenöl, plus 3 EL extra
  • ein Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 Stange Sellerie
  • 400 g grüner Spargel
  • 1 bis 1,25 l Gemüsebrühe
  • 350 g Risottoreis
  • 200 ml Weißwein
  • ein Bund Minze
  • 3 Sardellenfilets
  • Saft und Schalenabrieb von 1 Zitrone
  • 200 g Erbsen
  • 50 g Butter
  • 75 g Pecorino, gerieben
Für das Püree:
  • 200 g Erbsen
  • 100 g Spinat
  • 2 EL Rapsöl
  • Saft einer Zitrone
  • Petersilienblätter
Grünes und Weißes der Frühlingszwiebeln getrennt voneinander fein hacken. Sellerie ebenfalls fein hacken. Spargel putzen und die Stiele  in feine Scheiben schneiden, die Spitzen beiseite legen. Minze zupfen und die Blättchen hacken.
Für das Püree alle Zutaten in einen Mixer geben und glatt pürieren. Mit Salz und Pfeffer würzen und beiseite stellen.
2 EL Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und das Weiße der Frühlingszwiebeln zusammen mit Sellerie und Spargelstängeln ca. 10 min braten, bis alles weich ist.
Brühe erhitzen und warm halten.
Reis zum Gemüse geben und rühren, bis alles mit Öl überzogen ist. Wein angießen und einkochen lassen. Dann Brühe schöpflöffelweise angießen und immer wieder durchrühren bis der Reis gegart ist.
Während der Reis gart, eine Salsa herstellen: das Grüne der Frühlingszwiebeln zusammen mit der Minze, Anchovis, Olivenöl,  Zitronenschale – und abrieb vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
5 Minuten vor Ende der Garzeit die Spargelspitzen, Erbsen und das Püree  zum Reis geben und alles weitergaren, bis der Reis gar ist.
Dann Butter und Parmesan einrühren.
Ich habe es mir einfacher gemacht: ich habe Frühlingszwiebeln, Spargel und und Sellerie 10 min bei 90°C auf Rührstufe eins gebraten, dann denn Reis zugegeben, eine Minute weiterbraten lassen, den Wein zusammen mit der heißen Gemüsebrühe angegossen und den Risotto 15 min bei 90°C auf Stufe eins rühren lassen. Danach habe ich die Erbsen, Spargelspitzen und das Püree zugeben und nochmal 5 min auf 90°C gegart, schließlich Butter und Parmesan zwei Minuten auf 90°C untergerührt.
Den Risotto auf Teller verteilen und mit der Salsa beträufelt servieren.

Ingwer-Minze-Shrub

ingwer-minz-shrub

Eigentlich bin ich ziemlich langweilig, was Getränke angeht. Ich trinke Tee. Am liebsten Grünen. Aber ab und zu brauche ich dann doch etwas anderes, und so haben mich Mary Karlins* Rezeptideen für Shrubs angelacht.

Shrubs sind Sirups auf Essigbasis. Sie werden verdünnt benutzt und sind wunderbar erfrischend. Man kann sie einfach mit Mineralwasser aufspritzen (Verhältnis: 5 Teile Wasser zu 1 Teil Shrub), sind aber auch eine schöne Ergänzung für Cocktails oder Limonaden.

Hier ist die Kombination Minze und Ingwer – beides mag ich sehr….ich koche mir auch gerne Tee aus diesem Zutaten. Aber natürlich ist man frei in der Kombination: Basilikum und Zitronenverbene gehen gut, aber auch Rosen- oder Hibiskusblätter.

Für ca. 350 ml

  • 50 g frischer Ingwer
  • eine Handvoll Minzeblätter
  • 180 ml Apfelessig, naturbelassen, ungefiltert (ich nehme den von Alatura)
  • 125 ml Limettensaft, frisch gepresst
  • 125 g Vollrohrzucker

Den Ingwer in feine Scheiben schneiden und zusammen mit den Minzeblättern in ein Einmachglas geben. Alles leicht zerdrücken, bis Saft abgegeben wird. Den Essig angießen, das Glas gut verschließen und dann für ca. 10 sek. Kräftig schütteln. Deckel wieder abnehmen, statt dessen ein Stück Käseleinen über der Öffnung befestigen. (Ein Mulltuch geht auch). Das Ganze jetzt bei Zimmertemperatur  12 h stehen lassen.

Tuch wieder abnehmen und das Glas mit dem Deckel luftdicht verschließen. Bei Zimmertemperatur stehen lassen und das Glas eine Woche lang jeden Tag kurz schütteln. Danach die Flüssigkeit durch ein Sieb abgießen, den Limettensaft und den Zucker zugeben und rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. In eine Flasche umfüllen, einen Zweig Minze dazu geben, fest verschließen und nochmals kurz und kräftig schütteln. Eine Woche lang im Kühlschrank reifen lassen, dabei wie vorher jeden Tag einmal schütteln.

Die Flasche nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren. Der Shrub hält sich ca. 4 Monate.

Zucchini-Polpette mit Minze und Pistazienpesto

zucchini-polpetti

Bällchen und Klösschen, aus was auch immer – das macht sich immer gut auf dem Esstisch. Die sind so variabel – sowohl was die Rezepte angeht, als auch hinsichtlich der Verwendung.

So wie diese hier, die Anna Jones in “A modern way to eat“* vorstellt. Die Klösschen bauen auf auf einer Basis von gekochten Linsen – logischerweise – Zucchini. Das ist aber nicht alles….Ricotta darf mitspielen, und eine schöne Menge Petersilie und Minze.

Die Bällchen sind fluffig und aromatisch. Auch nicht zu schwer, denn sie werden im Ofen gebacken. Das Ganze hat ein wenig Ähnlichkeit mit Falafel. Aber leichter, da eben aus dem Ofen. Sie eignen sich aber auch gut zum Mitnehmen. Oder zu Spaghetti mit Tomatensauce….

Ach, und es gibt einen zusätzlichen Kick bei den Bällchen. Das Pesto nämlich. Hab ich schon mal erwähnt, dass Pistazien in viel zu kleinen Gebinden verkauft werden? Ich liebe sie einfach. An das grasgrüne Pesto kommen außerdem noch Basilikum, Olivenöl und Zitrone. Es gibt eine Option auf Pecorino….aber ich habe das Pesto ohne Käse probiert und beschlossen, dass ich ausnahmsweise mal ohne Käse klarkomme. Basilikum und Pistazien…da möchte ich sonst nichts mehr 🙂

Für 4 Personen:

Für die Polpette:

  • 250 g gegarte Linsen (Rezept: Puy-Linsen, ich hatte Beluga-Linsen)
  • 2 Zucchini (mittlere Größe)
  • 100 g Semmelbrösel
  • 125 g Ricotta
  • 1 Zehe Knoblauch
  • Schalenabrieb von 1 Zitrone (Bio)
  • 40 g Parmesan, frisch gerieben
  • 1 Prise Chiliflocken
  • 1 Bund Minze
  • einige Stängel glatte Petersilie
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Olivenöl

Für das Pesto:

  • ca. 40 g Pistazienkerne
  • 1 Töpfchen Basilikum
  • 4 EL Olivenöl
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • optional: etwas Pecorino, frisch gerieben

Die Zucchini fein reiben. Knoblauch schälen und fein hacken. Von der Petersilie und der Minze die Blättchen abzupfen und hacken.

Die Linsen in einen Mixer oder Blitzhacker geben und grob pürieren; das geht auch mit dem Pürierstab. Zu den Zucchini in eine Schüssel geben. Alle anderen Zutaten für die Polpette untermischen. Von der Minze nur die Hälfte verwenden, den Rest für später beiseite stellen. die Masse gut verkneten und mit Salz und Pfeffer würzen. Ca. 20 min ruhen lassen, damit alles durchzieht und an Stabilität gewinnt.

Den Backofen auf 220°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Klösschenmasse in 4 Portionen teilen und aus jeder Portion 6 kleine Kugeln formen. Die Kugeln auf das Backblech legen und mit Olivenöl beträufeln. In heißen Ofen goldbraun und knusprog backen.

Inzwischen für das Pesto die Basilikumblättchen abzupfen. Alle Zutaten zusammen mit den restlichen Minzeblättern in einen Cutter geben und zu einer groben Paste mixen. Mit Salz, Pfeffer und Zitrone abschmecken. Wer mag, gibt noch Pecorino dazu.

Polpette aus dem Ofen nehmen und mit dem Pesto anrichten.

Dill-Feta-Küchlein mit Gurken-Minztatar

dill-schafskäseküchlein mit gurken-minztatar

Das ist mein Beitrag für die “Schatzsuche im Vorratsschrank” für dieses Quartal. Ich schwöre, ich habe keine Ahnung, warum ich derartigen Massen an Hirse Asyl in meinem Schrank gegeben habe. Das kann ich mir eigentlich nur so erklären, dass ich nachgekauft habe, obwohl noch jede Menge da war. Gut, jedenfalls ist ein Teil der Hirse jetzt verarbeitet.

Was aber mindestens genauso wichtig ist: das ist ein wirklich tolles Sommeressen. Die Küchlein sind aromatisch und fluffig – ein ideales Hirse-Versteck 🙂 Und der Gurkentatar gehört mit zum Besten, was man im Sommer essen kann: Gurken sind ja sowieso wunderbar erfrischend (es hat wohl einen Grund, dass sie im Sommer Saison haben), aber zusammen mit Minze und Zitrone gibt es nochmal einen Frische-Kick extra.

Die Hirseküchlein werden in Muffinsförmchen gebacken. Bei mir ergab die Masse 12 Küchlein, das war mehr als wir essen konnten. Das ist aber nicht schlimm – die Küchlein schmecken auch kalt und man kann sie super mitnehmen, für als Lunchbox oder zum Picknick.

Das Rezept kommt aus “Gaumenkino“* – das Buch steht hier noch immer hoch im Kurs.

Für 4 Personen:

  • 1 Kaffeetasse Hirse
  • 2 Kaffeetassen Gemüsefond
  • etwas Öl, wenn man keine Silikonförmchen nimmt
  • 150 gr. Feta
  • 1 Bund Dill
  • 5 Eier
  • 100 ml Sauerrahm
  • 1 Salatgurke
  • 1/2 Bund Minze
  • Saft und Schalenabrieb einer Bio-Zitrone
  • etwas Olivenöl
  • Muskatnuss
  • 12  Kirschtomaten
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Die Hirse in ein feines Haarsieb geben und gründlich mit kaltem Wasser abbrausen.

Den Gemüsefond aufkochen. Hirse hineingeben, gut durchrühren und mit Deckel köcheln lassen, bis man die einzelnen Körnchen richtig gut erkennt. Dann Hitze abschalten und die Hirse ausquellen lassen. Dann abkühlen lassen.

Backofen auf 180°c Ober- und Unterhitze vorheizen.

Wer keine Silikon-Muffinförmchen verwendet, pinselt die Mulden einer Muffinform mit Öl aus. Alle anderen stellen die Förmchen in die Mulden 🙂 .

Den Feta grob reiben. Dill zupfen und hacken. 3 Eier mit dem Sauerrahm verrühren und  zusammen mit dem Dill zum Feta geben. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Die gegarte, ausgekühlte Hirse mit 2 Eiern verrühren. Jeweils ca. 2 EL der Hirsemasse in die Förmchen geben, dann mit der Schafskäsemasse bis zum Rand auffüllen. Im heißen Ofen ca. 30-40 min backen.  Dann lauwarm abkühlen lassen.

Für das Tatar die Gurke schälen, längs halbieren und die Kerne entfernen. Fruchtfleisch fein hacken. Minzbeblättchen abzupfen und ebenfalls fein hacken. Gurke mit Minze, Zitronenschale- und saft, Olivenöl und Gewürzen abschmecken und zum Marinieren beiseite stellen.

Die Kirschtomaten auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben, mit Olivenöl beträufeln und im heißen Ofen ca. 10 min backen.

Zum Servieren das Gurkentatar auf Tellern verteilen, die Schafskäseküchlein darauf setzen und mit Kirschtomaten und Minze garnieren.

Spargel mit Sauce Mousseline

spargel

Was weißen Spargel angeht, bin ich im Grunde konservativ. Mit grünem Spargel selle ich gerne alles mögliche an, aber den weißen mag ich am allerliebsten ganz klassisch mit Hollandaise. Kartoffeln dazu – mehr brauche ich gar nicht für das Spargel-Glück. Und auf keinen Fall darf die Spargelsaison vorbeigehen, ohne dass es Spargel mit Hollandaise gab.

Aber trotzdem – ab und zu muss auch was Neues her. Deshalb zog es mich gleich in die Küche, als ich von dieser Sauce Mousseline gelesen habe. Mit der Hollandaise hat die Sauce gemeinsam, dass sie recht gehaltvoll ist, denn im Grunde handelt es sich um Mayonnaise. Allerdings ist die Sauce etwas leichter, denn am Ende wird Eischnee untergehoben. Das besondere an dieser Mousseline ist, dass sie zusätzlich vor Kräutern nur so strotzt. Wirklich fein zum Spargel. Ich glaube, ich habe einen neuen Klassiker gefunden 🙂

Das Rezept kommt aus diesem Buch* und ist   eigentlich als Vorspeise gedacht. Wir haben es als Hauptgericht gegessen – ich sagte ja: zum Spargel brauche ich nur noch ein paar Kartoffeln. Ich schätze mal…die Menge reicht für 2.

  • 1 Bund weißer Spargel (also 500 gr.)
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1/2 Bund glatte Petersilie
  • 1/4 Bund Koriander
  • 1/4 Bund Schnittlauch
  • 1/4 Bund Estragon
  • 1 Ei (ganz frisch, Bioqualität und Zimmertemperatur)
  • 1 TL scharfer Senf
  • 250 ml Traubenkernöl
  • Saft von 1/2 Zitrone

Für die Sauce zunächst die Kräuter waschen, trocknen, die Blättchen abzupfen und fein hacken.

Alle Zutaten sollen Zimmertemperatur haben. Das Ei trennen. Eiweiß mit den Rührern des Handmixers zu Eischnee schlagen. Eigelb und Senf verquirlen. Das Traubenkernöl unter kräftigem Rühren mit dem Schneebesen oder den Quirlen des Handrühreres in einem feinen Strahl einlaufen lassen, bis eine dickflüssige, cremige Mayonnaise entsteht. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Das Eiweiß unter die Mayonnaise heben, dann die Kräuter. Nochmals Abschmecken.

Den Spargel gründlich schälen und holzige Enden abschneiden. In einem Topf, der so groß ist, dass man die Spargelstangen hineinlegen kann, Wasser zum Kochen bringen. Pro Liter 10 gr. Salz zugeben. Spargel ins kochende Wasser geben und ca. 12 min bei sanfter Hitze garen.  Im Original wird der Spargel dann abgeschreckt und kühl gestellt. Wir haben ihn lieber warm gegessen. Dazu aus dem Wasser nehmen und gründlich abtropfen lassen.

Den Spargel auf einem Teller mit der Sauce anrichten.

Lasst es Euch schmecken!

Pasta auf iranische Art

pasta persisch

So, also, nach den vielen fleischlastigen Festessen der letzten Wochen wird es Zeit für ein Festessen der anderen Art: Es gibt Wortkombinationen in einem Rezept, die schicken mich unmittelbar in die Küche. “Pasta” und “Iran” ist so eine. Aubergine ist auch mit von der Partie. Das Rezept ist von Ottolenghi* – und der ist für mich sowieso der ungekrönte König der Auberginenrezepte.

Pastagerichte sind ja nicht nur in Italien zuhause, auch wenn diese das Gros dessen stellen, was man landläufig kennt. Gerade im Iran gibt es eine ausgeprägte Liebe zur Nudel….wenn ich nur an die berühmte Nudelsuppe denke, läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Eigentlich bräuchte man für dieses Gericht persische Nudeln. Reshteh heißen sie, und es sind lange, dünne, eifreie Weizennudeln. Wenn der nächste persische Laden zu weit weg und man zu träge zum Selbermachen ist, dann kann man Linguine nehmen.

Eigentlich bräuchte man auch noch Kashk, also getrocknetes Joghurt. Wenn der nächste persische Laden….Ihr wisst schon….dann nimmt man eine Mischung aus Crème fraîche und Parmesan.

Es ist leider so, dass dieses Gericht keinen Schönheitspreis gewinnt – aber eine Laudatio für den Geschmack, das ist ihm sicher: milde, geröstete Auberginen, säuerliches Joghurt-Topping, Safran, zwei Sorten Minze – wunderbar.

Für 4 Personen:

  • 3 Auberginen (insgesamt  ca. 1 kg)
  • 200 gr. Kashk (oder 140 gr. Crème fraîche, vermischt mit 60 gr. geriebenem Parmesan)
  • Olivenöl zum Braten und Beträufeln
  • 1 große Zwiebel
  • 2 TL Kreuzkümmelsamen
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 2 EL Limettensaft
  • 150 gr. Joghurt, am besten ist der dicke griechische
  • 2 TL getrocknete Minze
  • 500 gr. persische Nudeln oder Linguine
  • 1/2 TL Safranfäden
  • einige Zweige frische Minze
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Backofen auf 230°C vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen.

Die Auberginen mit einem Messer mehrfach einstechen, auf das Blech legen und dann im heißen Ofen rösten, bis das Fruchtfleisch weich ist. Das dauert ca. 1 h. Dann ein wenig abkühlen lassen, längs halbieren und das Fruchtfleisch herausschaben und beiseite stellen. Die Schale wegwerfen. Fruchtfleisch in einem Sieb ca. 30 min abtropfen lassen.

Wer Kashk verwendet, kocht es in einem kleinen Topf mit 75 ml Wasser kurz auf. Alle anderen vermischen Crème fraîche und Parmesan in einem kleinen Topf.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel und Kreuzkümmel unter Rühren anbraten, bis die Zwiebel weich ist. Auberginen-Fruchtfleisch, Knoblauch, 1 TL Salz und etwas schwarzen Pfeffer zugeben. Unter Rühren weiterbraten, dann Limettensaft einrühren, noch 1 min weiterkochen und vom Herd nehmen.

Die Pasta nach Packungsanweisung bissfest garen. Dann abgießen, wieder in den Topf geben und mit 2 EL Olivenöl mischen.

Inzwischen Joghurt zum Kashk oder Crème fraîche in den Topf geben und unter Rühren vorsichtig erhitzen. Dabeibleiben und aufpassen, damit das Joghurt nicht ausflockt.

Getrocknete Minze mit 1 EL Olivenöl verrühren. Safranfäden in 1 EL lauwarmen Wasser einweichen. Frische Minze zupfen und in Streifen schneiden.

Zum Servieren Pasta auf Tellern verteilen. Mit dem Minzöl beträufeln, dann etwas von den Auberginen darauf geben, danach etwas von der Joghurt-Mischung. Mit Safran-Wasser beträufeln und mit frischer Minze garnieren.

Falscher Blumenkohl-Couscous für den Tierfreitag

blumenkohl-couscous

Endlich mal wieder ein Beitrag für den Tierfreitag: es gibt Couscous – allerdings nicht aus Weizen, sondern aus Blumenkohl.

Das ist ein wirklich geniales Gericht – das reinste Wunder, könnte man sagen. Die zerkleinerten Blumenkohl-Röschen haben tatsächlich nicht nur dieselbe Optik, sondern auch dieselbe Konsistenz wie Couscous. Der Geschmack ist natürlich auch nicht zu verachten 🙂 . Zudem sind sie schön leicht und liegen nicht im Magen.

Die Blumenkohlkrümel müssen nur ganz kurz gegart werden, danach sind sie einsatzbereit: man kann sie als Salatbasis verwenden oder als Beilage, kann sie warm oder kalt essen. Das Gericht ist natürlich für Variationen offen: Man könnte Pinienkerne hinzugeben oder kleingehackte rote Paprika, Schnittlauch oder Trüffelöl…..

Für 4:

  • 1 Blumenkohl
  • 1 EL Olivenöl
  • 1/2 TL Currypulver
  • 1 EL Weißweinessig
  • 1 EL Ahornsirup
  • das Grün von 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • einige Blätter Minze
  • einige Blätter Koriandergrün

Den Blumenkohl in Röschen teilen und diese dann fein hacken – das geht von Hand, aber schneller mit einem Blitzhacker.

Frühlingszwiebelgrün in feine Röllchen schneiden, die Blättchen von Minze und Koriandergrün abzupfen und fein hacken.

Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und rasch das Currypulver einrühren. Blumenkohl, Essig und Ahirnsirup zugeben und alles rasch durchrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann ca. 5 min braten, bis der Blumenkohl gar, aber noch bissfest ist.

Von Herd nehmen, die übrigen Zutaten einrühren und nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Rezept adaptiert aus: Leon, Fast Food Vegetarisch*

Rote-Linsen-Suppe mit Aubergine und Minze

linsensuppe mit aubergine

Gleich am kommenden Montag  startet ja wieder große Rezensionswoche “Jeden Tag ein Buch”. Bevor es aber so richtig los geht, stärken wir uns mit einer schönen Suppe.

Die vegetarische Weltreise auf der Tomateninsel macht nämlich Station in der Türkei. Da muss ich mitmachen. Nicht, dass ich jemals dagewesen wäre, aber ich liebe die türkische Küche. Ich mag einfach die verwendeten Zutaten und die Aromen. Diese Küche ist für mich ein wunderbares Beispiel dafür, dass man aus recht einfachen Zutaten wunderbare Dinge kochen kann, und so etwas gefällt mir einfach.

So ist es auch bei dieser Suppe: sie hat alles, was man braucht: cremige Linsen, eine schöne Würze durch Minze, Knoblauch und Paprika und als Extra gebratene Auberginen. Eigentlich bin ich ja die einzige Auberginenliebhaberin in diesem Haushalt – aber diesmal gab es kein Gemecker. Ein einfaches Fladenbrot dazu – und die Mahlzeit ist komplett.

….und jetzt noch ein kleines Update hinterher: die Suppe ist nicht nur köstlich, sondern auch vegan. Deshalb schicke ich sie auf Kathas nette Anregung hin zum Tierfreitag.

Für 4:

  • 300 gr. rote Linsen
  • 1 Zwiebel
  • 5 EL Olivenöl
  • 1 1/4 L Gemüsebrühe
  • 1 EL Meersalz
  • 30 ml Zitronensaft
  • 250 gr. Aubergine (ich hatte kleine, lange)
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 TL getrocknete Minze
  • 1 TL Paprika edelsüß
  • frische gehackte Minze zum Servieren
  • Salz, Pfeffer aus Mühle

Zwiebel schälen und fein hacken. Linsen in ein Sieb geben, waschen und abtropfen lassen.

Die Aubergine waschen und in ca. 1 cm lange Stücke schneiden.

Mit Salz bestreuen und in ein Sieb geben. Knoblauch schälen und fein hacken. Frische Minze ebenfalls fein hacken.

2 EL Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig andünsten. Dann die Linsen und die Brühe zugeben, alles zum Kochen bringen und bei niedriger Temperatur köcheln lassen, bis die Linsen gar sind. Den anfangs hochsteigenden Schaum mit einem Schaumlöffel abschöpfen.

Die Auberginen abspülen und gründlich trockentupfen.

Das restliche Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Auberginenstücke hineingeben und garen, bis sie weich und gebräunt sind, dabei immer wieder mal rühren. Knoblauch zugeben und garen, bis es duftet, dann mit getrockneter Minze und  Paprika würzen und weitere 2 min garen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wenn die Linsen gar sind, die Suppe mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Zum Servieren die Suppe in Teller oder Schalen gießen, auf jede Portion etwas von den gebratenen Auberginen geben und alles mit frisch gehackter Minze bestreuen.

Rezept adaptiert aus: Leanne Kitchen, Pismek*

Gurkensuppe mit Minze – Rezept von Volker Mehl

gurkensuppe mit minze

Hier ist es also, das Rezept für Volker Mehls Gurkensuppe. Ich hatte ja schon in der Rezension erwähnt, wie toll ich die fand.

Für so manchen ist die Vorstellung “Gurke” und “warm” ja eher fragwürdig. Ich mag das aber schon lange sehr gerne. Es fing irgendwann mit einem sommerlichen Gurkengemüse mit Tomate an….und geht immer weiter. Eine warme Suppe mit Gurke hatte ich aber merkwürdigerweise noch nie gemacht, sondern immer kalte Suppen. Aber nun war das bestimmt nicht das letzte Mal.

Diese Suppe ist leicht und frisch durch Minze und Limette, cremig dank der Kartoffeln und kriegt nochmal extra Geschmack und eine wärmende Komponente durch Muskatnuss. Gurke und mein geliebtes Muskat….da hätte ich ja eigentlich auch selber drauf kommen können…

Also hier schnell das Rezept, damit Ihr es noch nachbasteln könnt, bevor die Saison für Gurken noch ganz zu Ende ist:

  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 500 gr. Kartoffeln
  • 1 Salatgurke
  • eine gute Handvoll Minzeblättchen
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 1,2 l Gemüsebrühe
  • 1/4 TL frisch geriebene Muskatnuss
  • 2 TL Limettensaft
  • Salz, Pfeffer

Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in Ringe schneiden. Kartoffeln schälen und würfeln. Gurke schälen, längs halbieren, die Kerne mit einem Teelöffel herauskratzen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden.

Minze abbrausen, trockenschütteln und kleinzupfen. Kartoffeln schälen und  würfeln.

Öl in einem Topf erhitzen, Frühlingszwiebeln, Kartoffeln und Gurke in dieser Reihenfolge anschwitzen, dann Gemüsebrühe angießen und alles ca. 45 min köcheln lassen.

Alles mit geriebener Muskatnuss, Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken, mit dem Pürierstab aufmixen, Minze und grob zerzupfte Basiliumblättchen zugeben und gleich servieren.