
Ich koche mich für die kulinarische Weltreise noch ein wenig durch die maltesische Küche: es gibt ein gerne gegessenes Streetfood. Quassatat sind kleine gefüllte Mürbteig-Pasteten, die ein wenig an Körbchen erinnern. Die Pasteten sind fast so beliebt wie die legendären Pastizzi aus Blätterteig, aber etwas einfacher zu machen. Für Pastizzi hat mir etwas die Motivation gefehlt, aber hier bei mrs. flax gibt es ein erprobtes Rezept.

Qassatat basieren auf einem buttrigen Mürbeteig, der wirklich prima zu verarbeiten ist. Die klassische Füllung ist eine mit Käse, genau genommen Ricotta. Simon Bajada* bietet in seinem Buch außerdem eine Füllung mit Spinat, Oliven und Sardellen an; ich habe beides beides gemacht, also ein ganzes Rezept Teig und je ein halbes Rezept Füllung.

Sowohl Teig als auch Füllungen lassen sich gut vorbereiten und sollten Pasteten übrig bleiben, schmecken sie auch kalt – und lassen sich gut einfrieren.

Für ca. 10 Pasteten:
Zutaten:
Teig:
- 500 g Weizenmehl 550, plus etwas zum Arbeiten
- 1 TL Salz
- 250 g kalte Butter
- 2 Eier (Größe M)
- 60 ml Eiswasser
Ricottafüllung:
- 10 g Butter
- 25 g Hartweizengrieß
- 1 Ei (Größe S)
- Salz, Pfeffer aus der Mühle
- 250 g Ricotta
Spinatfüllung:
- 400 g Blattspinat
- 1 Schalotte
- 1 Zehe Knoblauch
- 25 g grüne Oliven ohne Stein
- 2 TL Olivenöl
- 3 Sardellenfilets in Öl, plus 2 TL vom Öl
- 1 Ei (Größe S)
- 1 TL Speisestärke
- Salz, Pfeffer aus der Mühle
Arbeitsschritte:
Für den Teig Mehl mit Salz in einer Schüssel vermengen. Die Butter in Würfeln zugeben und alles mit den Fingern zu Streuseln verarbeiten. 1 Ei und das Eiswasser zugeben, alles zu einem Teig verarbeiten, in Frischhaltefolie packen und mindestens 45 min kalt stellen.
Inzwischen für die Ricotta-Füllung 75 ml Wasser mit der Butter aufkochen. Den Grieß einrühren und alles von der Hitze nehmen. Das Ei mit etwas Salz und Pfeffer verquirlen, dann den Ricotta untermengen. Die Grießmassse unterrühren und alles in den Kühlschrank stellen.
Für die Spinatfüllung den Spinat putzen und grob schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Oliven ebenfalls fein schneiden. Beide Öle in einer Pfanne erhitzen und Zwiebel, Knoblauch und Sardellen darin weich braten. Spinat und Oliven zugeben und braten, bis der Spinat zusammenfällt. Füllung abkühlen lassen, dann die Flüssigkeit gut ausdrücken. Das Ei mit der Speisestärke verquirlen und unter die Spinatmasse rühren, dann alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.
Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 3 mm dünn ausrollen und ca. 15 cm große Kreise ausstechen; Teigreste können rasch zusammengeknetet und wieder ausgerollt werden. In die Mitte jedes Teigkreises einen gehäuften EL Füllung setzen. Die Teigränder mit etwas Wasser bestreichen und die Ränder über die Füllung klappen, sie sollte aber noch sichtbar sein. Ränder in Falten legen und etwas andrücken. Fertige Pies auf das Blech geben.
Das restliche Ei verquirlen und die Pasteten damit bepinseln. Im heißen Ofen in ca. 25 bis 30 min goldbraun backen.
Und hier könnt Ihr wie immer in den Rezepten der restlichen Reisegesellschaft schmöckern:
Simone von zimtkringel mit Bragioli , Rinderrouladen aus Malta
