
In diesem Monat macht der Tross der kulinarischen Weltreise Halt in Paraguay; und ich serviere Euch dazu ein typisches Frühstücksgericht.
Mbejú bedeutet auf guarani (die Sprache der indigenen Bevölkerung, die auch eine Amtssprache in Paraguay ist) „Kuchen“ und es ist ein herzhafter Pfannkuchen auf der Basis von Maniok- und Maismehl, der zusätzlich mit Käse angereichert wird. Traditionell gibt es ihn mit bitterem Mate-Tee zum Frühstück. Es gibt verschiedene Variante der Pfannkuchen, unter anderem eine mit höherem Fettgehalt und eine Version die Maniok- und Maisstärke verwendet und nicht die entsprechenden Mehlsorten.
Das Rezept von Virgilio Martinez* verwendet Maniokmehl und Maismehl, und das war ein wenig schwierig; der Teig war, nach Rezept gemacht viel zu trocken; wir sprechen von Streuseln, und im Gegensatz zum Teig aus Stärke ließ der sich dann auch nicht in der Pfanne zu einem Pfannkuchen zusammendrücken, auch wenn es so im Rezept stand; ich habe mir das alles zurecht gebastelt und entsprechend mehr Flüssigkeit zugegeben.
Der verwendete Käse ist queso Paraguay, ein leicht brökeliger Kuhmilchkäse. Als Ersatz soll Havarti dienen können, den habe ich verwendet; eine Mischung aus Tilsiter und Butterkäse geht auch. Maniokmehl gibt es im Bioladen oder in der Bio-Abteilung des Supermarktes.
Die Pfannkuchen sind ganz schön sättigend; ich habe eine leichte Tomatensalsa mit Koriander, Chili und Limettensaft dazu gereicht.

Für 4 bis 6 Personen:
Zutaten:
- 75 ml Milch, ggf. mehr
- 150 ml Wasser, ggf. mehr
- 420 g Maniokmehl
- 100 g Maismehl
- 1 TL Salz
- 90 ml geschmolzene Butter, plus etwas zum Braten
- 1 Ei
- 225 g Havarti (oder eine Mischung aus Tilsiter und Butterkäse)
Arbeitsschritte:
Mehlsorten in einer Schüssel mit dem Salz vermengen. Eine Vertiefung in die Mitte machen; die Butter und das Ei hineingeben, ebenso Milch und Wasser und alles zu einem Teig verkneten; die Flüssigkeitsmenge ggf. anpassen, der Teig ist relativ trocken, aber Streusel sollten es nicht sein. Den Käse grob zerkleinern und untermengen.
Etwas Butter in einer Pfanne schmelzen. Vom Teig Stücke abnehmen und mit einem Pfannenwender oder Spatel zu ca. 1 cm dicken Fladen flach drücken. In je ca. 3 min pro Seite goldbraun braten und noch warm servieren.
Übrige Pfannkuchen kann man gut in der Mikrowelle aufwärmen.
Und nun freue ich mich auf die Rezepte der Mitreisenden:
Wilma von Pane-Bistecca mit Caipirinha Britta von Brittas Kochbuch mit Guiso de Gallina – Hähncheneintopf aus Paraguay Wilma von Pane-Bistecca mit Chipa So’o – gefuelltes Brot aus Paraguay Jenny von Jenny is baking mit Mbeju – glutenfreie Käsepfannkuchen Regina von bistroglobal mit Lomito Arabe Friederike von Fliederbaum mit Sopa paraguaya (Maisauflauf) und Salsa criolla Tina von Küchenmomente mit Pastafrola de Guayaba aus Paraguay Britta von Brittas Kochbuch mit Chipas – Käsesnack aus Paraguay Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Sopa Paraguaya Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Fleischbällchen in Brühe – Albondigas en Caldo

Ich fand es auch schwierig mir vorzustellen, dass Streusel zu einem Pfannkuchen ausgebacken werden können. Ich habe geriebenen Mozzarella verwendet und nur Stärke, das hat erstaunlich gut geklappt, aber ich musste auch etwas mehr Milch zu meinem Rezept hinzufügen.
Da stand wirklich ganz ausdrücklich, auf keinen Fall die Stärke verwenden – beim nächten Mal ignoriere ich das gepflegt.
[…] Susanne von Magentratzerl mit Mbejú – Paraguayanische Käse-Fladenbrote […]
Liebe Susanne, ich muss gestehen, dass ich noch nie Maniok-Mehl benutzt habe. Dein Rezept macht mir Mut! Viele Grüße, Regina
[…] Susanne von magentratzerl mit Mbejú – Käsepfannkuchen […]
Ich habe Chipas gemacht, die ebenfalls mit Maniokmehl hergestellt werden sollten. Das war aber nirgends zu bekommen – weder im Bioladen noch im Bioregal. Ich habe meinen Mann dann in den einzigen Asialaden am Ort geschickt und er kam mit Tapiokastärke zurück. Die Chipas sind toll geworden, auch wenn sie bei uns eher aussehen wie Deine Pfannkuchen statt wie Brötchen.
Deine Salsa passt bestimmt bestens sowohl zu den Mbeju als auch zu meinen Chipas.
Liebe Grüße
Britta
Das Maniokmehl gibt es hier im Supermarkt, Superfood-Abteilung. Ich würde in Zukunft aber trotzdem lieber auf Stärke zurückgreifen, da gefällt mir die Konsistenz viel besser.
[…] mit Chipa So’o – gefuelltes Brot aus Paraguay Susanne von magentratzerl mit Mbejú – Käsepfannkuchen Jenny von Jenny is baking mit Mbeju – glutenfreie Käsepfannkuchen Regina von bistroglobal […]
Wir haben mal bei einer Veranstaltung in Brasilien „Beiju“ an einem Food-Stand gekauft, die wurden allerdings mit polvilho azedo, also saurer Tapiocastärke gemacht. Dazu gab es verschiedene Beläge, u.a. Käse. Vom Namen her klingt das ja schon sehr ähnlich…
Das klingt tatsächlich sehr ähnlich. Die saure Tapiocastärke klingt spannend, die Säure passt bestimmt sehr gut dazu.
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Spannend, das so ein vermeintlich „einfaches Rezept“ einen an den Rand der Verzweiflung bringen kann, oder? Ich kenne das nur zu gut 😉 . Aber das Ergebnis kann sich ja wirklich sehen lassen. Ende gut, alles gut.
Liebe Grüße
Tina
Ja, sowas passiert halt hin und wieder, man lernt eben nie aus ;-).
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