Montagsschweinerei: Biscuits and Gravy

biscuits and gravy

Ich gebe es zu, das ist ein bisschen geschummelt, denn gegessen haben wir diese herzhaften Brötchen mit der Soße an einem Sonntag. Aber es ist ein wenig Schwein drin, also darf dieser Beitrag zum Event “Montagsschweinereien” wandern.

Im Grunde ist das nicht nur eine Schweinerei, weil Schwein drin ist, sondern auch, weil es eine recht üppige Angelegenheit ist – besonders wenn man das Essen, so wie das gedacht ist, zum Frühstück serviert.

Die Idee kommt aus den amerikanischen Südstaaten: die Biscuits sind nicht etwa Kekse, sondern eher eine Art herzhafter Brötchen. Sie bestehen aus einem Backpulverteig, der außerdem Buttermilch, Butter und Käse enthält. Die Biscuits sind üppig und gehen beim Backen blättrig auf.

Gegessen werden die Bisciuts mit einer herzhaften Sauce auf der Basis von Hackfleisch, Hühnerbrühe und Sahne. Danach kann der Tag kommen!

Gemopst habe ich das Rezept aus einem neuen USA-Kochbuch*, das ich Euch demnächst noch näher vorstellen werde.

So, jetzt los. Das Rezept ist für 4:

Für die Biscuits:

  • 300 gr. Mehl (Weizen 550 oder Dinkel 630), plus Mehl zum Arbeiten
  • 2 TL Backpulver
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver (ich hatte edelsüßes)
  • 1/2 TL Salz
  • 85 gr. kalte Butter
  • 60 gr. Käse, ein kräftiger Hartkäse
  • 225 gr. Buttermilch
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Ei, mit 1 EL kaltem Wasser verquirlt

Den Ofen auf 230°C vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen. Den Käse grob reiben.

Das Mehl zusammen mit Salz, Backpulver und Paprika in eine Schüssel sieben. Die Butter in Flöckchen dazu geben und alles zu einem krümeligen Teig verarbeiten. Käse zugeben, pfeffern und alles kurz vermischen. Dann die Buttermilch dazu gießen und alles mit einem Löffel zu einem weichen Teig verarbeiten.

Die Arbeitsfläche mit etwas Mehl bestäuben. Darauf den Teig mit den Händen zu einem Rechteck von ca. 3 cm Dicke formen. Mit einem runden Ausstecher (ca. 6 cm) kleine Kreise ausstechen und diese auf das Blech setzen. Teigreste wieder zu einem Rechteck formen und erneut ausstechen. So weiter machen, bis der ganze Teig aufgebraucht ist.

Die Plätzchen mit dem verquirlten Ei bestreichen und im heißen Ofen ca. 10-12 min backen. Sie sollen schön aufgehen und goldbraun sein. Erst kurz auf dem Blech abkühlen lassen, dann zum weiteren Abkühlen vorsichtig auf ein Kuchengitter geben.

Für die Gravy:

  • 1 EL neutrales Öl zum Braten
  • 250 gr. gemischtes Hackfleisch
  • Salz, Pfeffer, Sojasauce, Muskat
  • 1 EL Mehl
  • 250 gr. Hühnerbrühe
  • 125 gr. Sahne
  • Zitronensaft

Während die Biscuits backen, kann man die Soße vorbereiten. Dafür das Hackfleisch in einer Pfanne im Öl krümelig braten. Kräftig mit Salz, Pfeffer und Sojasauce würzen. Temperatur etwas herunterstellen, das Fleisch mit Mehl bestäuben und kräftig durchrühren. Unter weiterem Rühren nach und nach die Brühe zugießen. Dann die Sahne einrühren und alles ca. 5 min köcheln lassen, bis die Sauce eindickt ist. Mit Muskatnuss würzen und mit einem Spitzer Zitronensaft abschmecken.

Ed Browns Kohl-Lasagne

kohl-lasagne

Ich hatte Euch ja Lasagne versprochen. Bitteschön, hier ist sie also.

Der Grundgedanke ist geradezu erschreckend einfach: Kohlblätter werden abwechselnd mit Tomatensauce und Käse in eine Auflaufform geschichtet und überbacken. Überraschend einfach, und überraschend gut….wie so vieles, was Ed Brown* uns auftischt.

Das Rezept ist eine Art Grundrezept: Kohl braucht man, klar. Aber Tomatensauce und Käse sind wandelbar, da könnt Ihr nehmen, was Euch behagt. Statt einer gekochten Sauce kann man auch frische Tomaten verwenden, die man in Scheiben schneidet und mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Balsamico würzt.

Ich habe meine allerliebste Standard-Tomatensauce benutzt. Ich koche sie auf Vorrat und habe immer ein paar Gläser davon im Vorratskeller stehen. Die Sauce ist eines meiner allerliebsten Küchenhelferlein. Ihr Clou ist die Würzung….es ist Curry drin und Piment. Ich koche die Sauce außerdem lange ein; so wird sie schön sämig. Macht sich auch sehr gut auf Pizza. Das Rezept ist aus einem Buch, das ich sehr schätze: “Meine Sonnenküche“* von Virginie Besançon. Wer näheres über das Buch wissen möchte, hier bei Claudia gibt es eine schöne Rezension.

Los geht es. Das Rezept reicht für 4-6 Personen:

Für die Lasagne:

  • 1 kleiner Kopf Weißkohl (ca. 750 gr.); ich hatte Spitzkohl
  • 2 l Wasser
  • 1 TL Salz
  • 500 ml Tomatensauce (Rezept unten)
  • 200 gr. gut schmelzender Käse – was der Vorrat hergibt….
  • 5 EL frisch geriebener Parmesan
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Thymianblättchen zum Dekorieren

Für die Tomatensauce: (Lieber Che Foodzeit…hier ist Dein Rezept 🙂 )

  • 1 kg vollreife, aromatische Tomaten (in schlechten Zeiten dann halt gute Dosentomaten…)
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 weiße Zwiebeln
  • 3 Zehen Knoblauch
  • einige Blättchen Oregano
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Zweig Thymian
  • 1 TL Currypulver
  • 1 gute Prise Piment
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 EL Zucker

Zuerst machen wir die Tomatensauce. Dafür  Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Oreganoblättchen ebenfalls hacken.

Die Tomaten am unteren Ende kreuzweise einschneiden, mit kochendem Wasser übergießen, ganz kurz ziehen lassen, dann abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. Tomaten schälen und würfeln, dabei den Stielansatz herausschneiden.

Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch darin glasig andünsten. Tomaten, Oregano, Lorbeer, Thymian, Curry, Piment und Zucker zugeben und alles mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Sauce bedeckt ca. 45 min köcheln lassen. Sie sollte etwas eingedickt und sämig sein. Harte Kräuterstängel herausfischen, dann die Sauce mit dem Stabmixer pürieren.

500 ml der Sauce brauchen wir für die Lasagne. Den Rest kann man in sterilisierte Gläser füllen und aufheben.

So, jetzt zur Lasagne.

Dafür den Ofen auf 190°C vorheizen und eine Auflaufform (ca. 25×35 cm) mit Olivenöl auspinseln. Den Käse reiben.

Ca. 2 l Wasser zum Kochen bringen. Aus dem Kohl den Strunk herausschneiden und die einzelnen Blätter ablösen. Wenn das zu schwer geht, den Kohlkopf kurz in das kochende Wasser legen, dann abtropfen lassen und die Blätter lösen. Wenn die Blätter abgelöst sind, das Wasser salzen und die Kohlblätter portionsweise ca. 1 min blanchieren. Mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser holen und gründlich abtropfen lassen.

Jetzt zum Zusammenbauen: Dafür die Form mit einer Schicht Kohl auslegen. Darauf ca. 1/3 der Tomatensauce verteilen, dann mit ca. 1/4 des geriebenen Käses bestreuen. Diese Schichtung aus Kohl, Tomatensauce und Käse wiederholen, bis alle Zutaten aufgebraucht sind. Die letzte Schicht mit frsich gemahlenem Pfeffer würzen, dann mit Parmesan bestreuen.

Die Lasagne im heißen Ofen ca. 30 min backen, bis die Tomatensauce an den Seiten hochblubbert und der Käse goldbraun ist.

Zum Servieren mit den Thymianblättchen bestreuen.

Kinderlieblingsessen: Überbackene Tortillachips mit Barbecue-Hackfleisch-Sauce.

barbecue mince beef

Yushka möchte gerne wissen, was das Lieblingsessen unserer Kinder ist. Da mache ich natürlich gerne mit. Und das mit einer Schweinerei, die ich mich sonst vielleicht nicht zu posten trauen würde 😉 .

Kinderlieblingsessen – was ist das denn bei uns? Spontan fallen mir Pfannkuchen ein. Käsespätzle. Topfennocken. Backhendl und Pommes. Bratkartoffeln und Spiegelei. Mein Sohn mag am liebsten Schweinebraten; den wünscht er sich zu jedem Geburtstag. In aller Regel mögen Kinder, jedenfalls meine, am liebsten einfache Gerichte ohne viel Chichi. Also, eigentlich wollte ich Euch an dieser Stelle Bratkartoffeln servieren. Mit Spiegelei und Rahmspinat. Na gut, der Spinat, der ist dann eher für mich….Aber dann habe ich für ein anderes Gericht Staudensellerie gebraucht und mir fiel schlagartig wieder ein, wie toll meine Kinder eben dieses Gericht hier finden. Zugegebenermassen: nicht gesund, und auch optisch keine Augenweide. Man könnte etwas Grünes drüberstreuen, Koriander zum Beispiel. Das würde ein wenig Abhilfe schaffen – aber jedenfalls bei uns wäre es dann kein Kinderlieblingsessen mehr….

Die Sauce ist eine Hackfleischsauce, die von der Machart her Ähnlichkeit mit einer Bolognese hat. Allerdings wird das Gemüse in mikroskopisch kleine Bestandteile zerlegt. Und die Gewürze stammen etwas aus der Barbecue-Schiene. Die Sauce wird weich und sämig und leicht süß. Was das Servieren angeht, gibt es mehrere Möglichkeiten: wer starke Nerven hat und sich vor Geklecker nicht scheut, füllt das Ganze in Burger-Buns. Ich muss aber gestehen, dass bei uns die Variante beliebt ist, bei der überbackene Tortilla-Chips zur Sauce serviert werden. Zum Einen: wann gibt es schon mal Chips zum Abendessen? Und zum anderen…..man braucht noch nicht mal Messer und Gabel…..Und womöglich könnte man die Sauce auch mit Pasta essen.

Und weil es grade noch so passt: das wäre doch ein Essen für einen Fußball-Abend, oder? 🙂

Für 4:

Für die Sauce:

  • 1 Stange Sellerie
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1 Zwiebel
  • 2 Karotten
  • 1 EL Sonnenblumenöl
  • 2 EL brauner Zucker
  • 1 Prise gemahlene Nelken
  • 1/2 TL gemahlener Piment
  • 500 gr. Rinderhack
  • 1 Dose Passata
  • 200 ml Wasser
  • 3 EL Worcestershire-Sauce
  • 2 EL Tomatenmark
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Zum Servieren:

  • 1 Packung Tortilla-Chips (in meiner waren 200 gr.)
  • 175 gr. reifer Cheddar oder ein anderer würziger Käse

Sellerie in grobe Stücke schneiden. Zwiebel, Knoblauch und Karotten schälen und gob würfeln. Alle Gemüsesorten im Mixer klein häxseln.

Öl in einem großen Topf erhitzen. Das zerkleinerte Gemüse zugeben und bei schwacher Hitze ca. 20 min braten. Ab und zu mal umrühren nicht vergessen.

1 EL Zucker zusammen mit Nelken und Piment in den Topf geben, kurz durchrühren, dann das Hackfleisch einrühren. Unter Rühren weiterbraten, dabei alle Klümpchen zerdrücken, die sich im Hackfleisch bilden.

Jetzt die Passata, das Wasser, Worcestershiresauce, Tomatenmark und den restlichen Zucker einrühren. Alles mit Salz und Pfeffer würzen, zum Kochen bringen, Deckel auflegen und bei niedriger Hitze weitere 25 min köcheln lassen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Käse grob reiben. Die Tortillachips auf dem Blech verteilen, den Käse darüber streuen und alles im heißen Ofen rösten, bis der Käse geschmolzen ist. Das sollte nicht länger als 5 – 10 Minuten dauern.

Die Sauce nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dann zusammen mit den überbackenen Chips servieren.

Nicht nur für die Niederlande: Hirsepfannkuchen mit Paprikagemüse

hirsepfannkuchen

Mit Fußball habe ich im Grunde nichts am Hut. Gut, ich weiß im Groben, dass das Runde ins Eckige sollte und dass Messi(e) nicht nur ein psychologisches Problem ist. Aber sonst…

Was ich aber mag, sind Gerichte aus den unterschiedlichsten Ländern. Deshalb habe ich mich fröhlich auf Peters Event zur Fußball-WM gestürzt. Und bin für Holland auf den Zug gesprungen.

Was isst man da? Ein Blick ins Kochbuch* hätte beinahe dazu geführt, dass ich Euch etwas Indonesisches vorgesetzt hätte. Aber halt…..Käse – Käse aus Holland, das ist so bekannt, das tut fast schon weh 😉 . Ach, und Pfannkuchen. Ob man viel Gemüse isst, weiß ich nicht (mein Kochbuch sagt da eher nein…), aber jedenfalls exportiert man es.

Die Pfannkuchen haben mich darauf gebracht, dass ich öfter mal was mit Hirse machen sollte – ich hatte vergessen, wie gut sie schmeckt. Die Pfannkuchen werden schön leicht und luftig, der milde Geschmack passt gut zu den gegrillten Paprika und dem würzigen Käse. Und für Fussballer und Fussballfans bietet Hirse mit ihrem Gehalt an Silicium, Eisen und Magnesium (zur Entspannung 😉 ) eine Extraportion Fitness.

Gegrillte Paprika mit ihren leicht süßen, rauchigen Aroma mag ich sowieso. Und Käse geht immer – Ihr müßt aber einen richtig guten, alten Gouda nehmen, sonst macht das Ganze keinen Spaß.

Also los, Pfannkuchen mit Topping für 4:

Für den Teig:

  • 150 gr. Hirse
  • 600 ml Wasser
  • Salz
  • 2 Eier
  • 1 EL Schnittlauchröllchen
  • 2 EL Petersilienblättchen, gehackt
  • 40 gr. Grieß, Weichweizen
  • Muskatnuss
  • Pfeffer
  • etwas Mehl
  • neutrales Öl oder Butterschmalz zum Ausbacken

Für den Belag:

  • 1 rote Paprika
  • 1 grüne Paprika
  • 1 gelbe Paprika
  • 1 Schalotte
  • 1 Zehe Knoblauch
  • etwas Pflanzenöl
  • 1 Zweig Thymian
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 200 gr. alter Gouda

Zunächst für den Teig die Hirse in ein Sieb geben, abbrausen, dann mit dem kalten Wasser in einen Topf geben und mit etwas Salz zum Kochen bringen. Dann zurückschalten und alles bei ganz geringer Hitze ca. 30 min ausquellen lassen. Von Herd nehmen, auskühlen lassen.

Dann Grieß, Eier und Kräuter zur Masse geben, alles unterheben und den Teig mit den Gewürzen abschmecken. Zum Ausquellen beiseite stellen.

Für den Belag den Backofengrill auf 220°C vorheizen. Die Paprikaschoten waschen, längs halbieren, von Scheidewänden und Samen befreien und mit der Hautseite nach oben auf ein mit Alufolie belegtes Backblech geben. Unter dem heißen Grill garen, bis die Haut dunkel wird und Blasen wirft. Die Schoten dann in eine Schüssel geben, mit der Alufolie abdecken und abkühlen lassen. Dann die Haut abziehen und das Fruchtfleisch in mundgerechte Stücke schneiden.

Schalotte und Knoblauch schälen und fein würfeln. Thymianblättchen abzupfen und grob hacken. Öl in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch und Zwiebeln darin glasig dünsten. Dann die Paprikastücke zufügen und kurz mitschwitzen lassen. Thymian zugeben, alles mit Salz und Pfeffer würzen und dann von der Hitze nehmen.

Den Käse in feine Scheiben hobeln.

Für die Pfannkuchen etwas Öl in einer Pfanne ( beschichtet wäre gut) erhitzen. Darin nacheinander 8 Pfannkuchen backen. Es empfiehlt sich, erst einen kleinen Probepfannkuchen zu machen. Wenn der zerfällt, noch etwas Mehl unter den Teig rühren. Ich habe das getan, danach ließen die Pfannkuchen sich gut ausbacken.

Zum Servieren jeweills einen Pfannkuchen auf einen Teller geben, mit etwas von der Paprika-Mischung belegen, den Käse darauf geben und alles unter dem Backofengrill bei 180°C überbacken, bis der Käse geschmolzen ist. Ein kräftiger Salat dazu ( in meinem Fall Rucola) schadet auf keinen Fall.

Adaptiert aus: Vegetarisch, Die 100 besten Rezepte aus aller Welt*

Lauch-Käse-Suppe mit Schinken-Popcorn

lauch-käse-suppe mit schinken-popcorn

Diese Käse-Lauch-Suppe ist doch im Grunde so ein 80er-Jahre-Klassiker, oder? Wenn ich mich recht erinnere, stand sie bei uns zuhause regelmäßig auf dem Tisch. Ich hab mich also gefreut, als ich sie im Buch “Die fabelhafte Welt des Popcorn“* wiedergefunden habe.

Und ich weiß gar nicht, warum ich diese Suppe so lange nicht mehr gemacht habe; sie ist nämlich ein echter Gaumenschmeichler. Ich habe aber ein wenig am Rezept geschraubt: das arbeitet nämlich eigentlich mit Schmelzkäse (ganz wie meine Mutter seinerzeit); den habe ich durch Taleggio ersetzt. Und dann habe ich die Suppe ein wenig leichter gemacht. Die Kombination aus 2 Sorten Käse und Sahne war mir ein wenig zu mastig; ich habe Milch statt der Sahne genommen.

Das Popcorn mit den gerösteten Bacon-Würfelchen ist ein schönes Topping; es gibt Crunch und Abwechslung und peppt die Suppe deutlich auf.

Für 6 als Vorspeise, für 4 Personen – mit etwas Brot –  ein leichtes Hauptgericht:

  • 400 gr. Lauch
  • 100 gr. Kartoffeln
  • 1 EL Butter
  • 600 ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer
  • 200 gr. roher Schinken
  • 75 gr. geriebener Gouda
  • 150 ml Milch
  • 100 Taleggio oder ein anderer gut schmelzender Käse
  • 50 gr. Popcornmais

Den Lauch putzen, waschen und in feine Ringe schneiden. Kartoffel schälen und in Würfel schneiden.

Butter in einem großen Topf erhitzen, Lauch und Kartoffeln andünsten. Dann mit der Brühe ablöschen und 10 min köcheln lassen.

Für das Popcorn 1 EL neutrales Öl in einem ausreichend großen Topf erhitzen. Den Mais dazugeben, Deckel auflegen. Sobald es im Topf zu hüpfen anfängt, kann man den Herd ausschalten. Nach einer weiteren Minute den Topf vom Feuer nehmen. Deckel auf dem Topf lassen, bis sich darin nichts mehr rührt  – es sei denn, Ihr wollte durch die Küche rennen und Popcorn einfangen 🙂

Den Schinken in Würfel schneiden und einer beschichteten Pfanne knusprig braten. Aus der Pfanne holen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Das Popcorn kurz im Schinkenfett schwenken.

Wenn das Gemüse weich ist, die Milch zugießen und die Suppe mit dem Pürierstab aufmixen. Den geriebenen Käse einstreuen, den Taleggio würfeln und ebenfalls in die Suppe geben. Die Suppe nochmals leicht erhitzen, bis sich der Käse auflöst, dann mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Anrichten die Suppe in die tiefe Teller schöpfen und mit Popcorn und Schinkenwürfelchen bestreuen.

Bayrische Lasagne

bayerische lasagne

In der Gemüsekiste war ein Päckchen wunderschöne Kräuterseitlinge. Ursprünglich hätten die ja die Kartoffelsuppe aus “Deutschland vegetarisch“* wandern sollen, aber als ich über dieses Rezept gestolpert bin, habe ich flugs meine Pläne geändert. Entschuldige, Kartoffelsuppe, Du musst warten.

Na gut…Lasagne ist vielleicht ein wenig hochgegriffen, aber immerhin: in feine Scheiben geschnittene Semmelknödel werden mit Schwammerlrahmsoße Pilz-Sahne-Soße in Auflaufförmchen geschichtet und mit Käse überbacken. Diese Semmelknödel mit Schwammerlrahmsoße zählen zu meinen unübertroffenen Leibgerichten. Nicht nur wegen des Geschmacks, sondern auch wegen der Erinnerungen: als Kind bin ich oft mit meinem Vater Pilze sammeln gegangen, und unsere Beute wurde dann mittags zu solchen Gerichten verarbeitet. Die Knödel mit der Sauce mache ich recht oft, da kam die “Lasagne” als Abwechslung gerade recht.

Das Gericht erfordert erst mal Semmelknödel als Grundlage; diese kann man vorbereiten und erst mal abkühlen lassen. Ich würde sogar behaupten, dass der Auflauf eine prima Verwertungsmöglichkeit für übrig gebliebene Semmelknödel ist.

So, nun aber zum Rezept. Es reicht für vier.

Für die Semmelknödel:

  • 300 gr. Knödelbrot (oder dieselbe Menge altbackener Semmeln, Weißbrot oder Toastbrot, in feine Scheiben geschnitten)
  • 2 Eier
  • ca. 250-300 ml  warme Milch
  • etwas Butter
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • Blättchen von ca. 1/2 Bund glatter Petersilie
  • 1 kleine Schalotte

Für die Rahmschwammerl:

  • 400 gr. Pilze
  • 1 Schalotte
  • 1 Zehe Knoblauch
  • etwas Butter
  • 2 EL frisch gehackte glatte Petersilienblättchen
  • 50 ml Weißwein, trocken
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 150 ml Sahne
  • 1 Tomate
  • 100 gr. Lauch
  • Salz, Cayennepfeffer, Muskat, Zitronensaft

zum Überbacken:

  • fein geriebener kräftiger Käse (Bergkäse, Emmentaler….)

Zunächst die Knödel vorbereiten:

Das Knödelbrot in eine große Schüssel geben, mit der warmen Milch übergießen und ca. 30 min ziehen lassen. Dabei erst mal 250 ml Milch angießen, den Rest nur zugeben, wenn das Knödelbrot noch zu trocken ist.

Inzwischen die Schalotte schälen, fein hacken und in etwas Butter glasig andünsten. Petersilie fein hacken und am Ende kurz mitdünsten.

Nun die restlichen Zutaten zum eingeweichten Knödelbrot geben und alles kurz zu einem homogenen Teig verkneten. Mit feuchten Händen ca. 8 Knödel formen.

Zum Garen der Knödel gibt es zwei Möglichkeiten: entweder man stellt einen sehr breiten Topf mit Salzwasser auf, lässt es aufkochen, gibt die Knödel hinein und lässt sie in ca. 20 min garziehen. Das Wasser soll dabei nicht kochen, sondern nur leicht sieden. Die andere, absolut sichere Möglichkeit ist, die Knödel auf das Gitter eines Dampfgarers zu geben und dort in 20 min gar zu dämpfen. Ich habe mir tatsächlich angewöhnt, Semmelknödel immer im Vitalis zu garen, das funktioniert wunderbar.

Gegarte Semmelknödel aus dem Topf nehmen, beiseite stellen und etwas abkühlen lassen.

Für die Sauce die Pilze putzen und blättrig schneiden. Schalotte und Knoblauch schälen und fein hacken. Schalotte in etwas Butter glasig dünsten, dann die Pilze zugeben und bei starker Hitze weiterbraten. Mit Weißwein ablöschen, etwas Gemüsebrühe zugeießen und alles leise köcheln lassen. Inzwischen Tomate häuten, entkernen und fein würfeln. Lauch in ganz dünne Ringe schneiden. Beides zu den Pilzen geben, alles nochmals kurz aufkochen lassen. Sahne angießen, alles kurz einkochen lassen und die Soße mit Salz, Cayennepfeffer, Muskat und Zitronensaft abschmecken.

Ofen auf 200°C vorheizen.

Zum Fertigstellen eine Auflaufform ausbuttern. Semmelknödel in feine Scheiben schneiden. Form mit einer Schicht Semmelknödel auslegen, darauf etwas vom Pilzragout geben, dann wieder Knödel, Ragout….bis die Zutaten aufgebraucht sind. Die Letzte Schicht sollte aus Pilzen bestehen. Alles mit geriebenem Käse bestreuen. Im heißen Ofen ca. 20 min überbacken.

Rezept adaptiert aus: Regionaltypische Spezialitäten aus Bayern*

Graukäseknödel mit Salbeibutter und Speck

graukäseknödel mit sabeibutter und speck

Bei Zorras Events mache ich immer gerne mit. Es macht Spaß, sich mit den verschiedenen Themen zu befassen und mal nach Rezepten zu kramen, mit denen man sich sonst womöglich nicht beschäftigen würde. Diesmal ist Österreich das Thema – ausgerichtet von Susi, der Turbohausfrau, mit der ich den Vornamen teile und von deren Blog ich mich immer gerne inspirieren lasse.

Österreich….als Kind war ich jedes Jahr einmal da – Bergwandern in Tirol. Vom Essen habe ich aus der Kindheit hauptsächlich die Semmeln in der Frühstückspension in Erinnerung, in der wir immer übernachteten. Die fand ich damals einfach wunderbar. Für das Event bin ich mal in mich gegangen und zu dem Schluß gekommen, dass ich mit Österreich auch wunderbare Knödel verbinde. Gut, ich komme aus Bayern, auch ein Knödelland. Aber ich habe immer das Gefühl, Österreich toppt das Knödelerlebnis um Einiges. Zum Beispiel mit diesen Knödeln hier. Wenn Ihr Knödel mögt und Käse – dann seid Ihr damit richtig.

In Bayern sind Knödel normalerweise eher eine Beilage und brauchen die Sauce, die der Braten hergibt. Das hier aber ist ein Hauptgericht – ein Salat dazu, und alles ist wunderbar.

  • 400 gr. altbackenes Weißbrot oder Knödelbrot
  • 300 gr. Graukäse (oder Sauermilchkäse mit Edelschimmel wie z.B. Handkäse)
  • 300 ml Milch
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 3 Eier
  • 100 gr. Räucherspeck
  • 4 Zweige Salbei
  • 2 EL Butter
  • 1 EL Öl
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Das Brot in Würfelchen schneiden und dann in einer großen Pfanne ohne Fett hellbraun anrösten. Den Käse in feine Würfel schneiden oder grob reiben.

Milch leicht erhitzen.

Brot und Käse in einer Schüssel mischen, mit der warmen Milch übergießen und ca. 15 min ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Zwiebeln schälen und fein hacken. In einer Pfanne Öl erhitzen und die Zwiebeln glasig dünsten. Den Schnittlauch in feine Ringe schneiden. Dann die angedünsteten Zwiebeln, Schnittlauch und die aufgeschlagenen Eier unter die Brotmasse kneten. Alles mit Salz, Pfeffer und Muskat kräftig abschmecken.

In einem weiten Topf eine großzügige Menge Salzwasser aufkochen lassen. Aus dem Teig mit angefeuchteten Händen Knödel formen und diese in das siedende Wasser geben. Die Hitze zurücknehmen und die Knödel in ca. 10 min garziehen lassen.

In der Zwischenzeit den Speck in feine Streifen schneiden und in einer Pfanne bei schwacher Hitze knusprig braten. Mit einem Schaumlöffel herausholen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Etwas Butter in die Pfanne geben. Die Salbeiblätter von den Stielen zupfen und in Butter und Speckfett knusprig braten.

Knödel mit dem Schaumlöffel aus dem Wasser holen, gut abtropfen und mit knusprigem Speck und Salbeibutter servieren.

Rezept adaptiert aus: Alpenküche; Genuss und Kultur

kaesecracker mit mohn ottolenghi

Käsecracker mit Mohn

Ich habe eine Schwäche für Käsecracker. Mohn mag ich auch sehr gerne. Als ich folglich beim fabelhaften Ottolenghi* über ein Rezept für Käsecräcker mit Mohn gestolpert bin, gab es kein Halten mehr, es zog mich in die Küche zum Nachbacken.

Diese Cracker sind nicht nur zartschmelzend und schön fluffig, sondern haben dank des schicken Mohn-Mäntelchens eine nussige Note. Darüber hinaus sind sie auch noch kinderleicht herzustellen. Kein Ausrollen und Ausstechen, nein, der Teig wird einfach zu Rollen geformt und in Scheiben geschnitten.

Man muss nicht den gesamten Teig auf einmal backen, sondern kann auch eine Rolle in die Tiefkühle legen und später backen, wenn man Nachschub braucht.

Für ca. 35 Cracker:

  • 210 gr. Mehl, plus etwas mehr zum Arbeiten
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Paprika edelsüß
  • 1 Prise Cayennepfeffer
  • 1 Prise Salz
  • Schwarzer Pfeffer aus der Mühle.
  • 165 gr. Butter, weich
  • 165 gr. würziger Hartkäse (Bergkäse, Gruyère….im Original wird Parmesan verwendet), gerieben
  • 80 gr. Mohnsamen
  • 1 Ei, verschlagen

Mehl, Backpulver, Paprika, Cayennepfeffer, Salz und Pfeffer in einer Schüssel vermischen.

Die Butter mit dem Käse gründlich vermischen; das geht am Besten mit einem Teigschaber oder mit dem Rührer der Küchenmaschine. Dann die Mehlmischung zugeben und weiterrühren, bis sich ein weicher Teig formt.

Den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben, halbieren und jede Hälfte mit den Händen zu einer Rolle mit 3-4 cm Durchmesser formen. Die Rollen in Frischhaltefolie wickeln und ca. 30 min im Kühlschrank ruhen lassen.

Die Mohnsamen auf einem großen, flachen Teller verteilen. Die Teigrollen mit dem verquirlten Ei bestreichen und dann in den Mohnsamen wälzen, bis sie rundum vom Mohn überzogen sind. Nochmal in Frischhaltefolie wickeln den Kühlschrank stellen, diesmal eine Stunde. In diesem Zustand kann man die Rollen zur späteren Verwendung einfrieren.

Den Backofen auf 170°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Teigrollen in ca. 1/2 cm dicke Scheiben schneiden und mit guten Abstand auf das Blech legen. Ca. 12 min backen, bis sie appetitlich gebräunt sind.