
Fischstäbchen sind für mich klassisch mit Rahmspinat und Kartoffelpüree – die Erinnerung von Thomas Ortler* ist offensichtlich eine andere, er serviert dazu Kartoffelsalat und Sauce Tartare.
Die Fischstäbchen schmecken selbstgemacht natürlich am besten, und man ist flexibel, was die Auswahl des Fisches angeht. Thomas Ortler nimmt Saibling, ich hatte statt dessen Kabeljau.
Fischstäbchen sind ja klar, oder? Fisch in Streifen schneiden, panieren und ausbacken. Was ich aber spannend fand, und auch gut, das war der Kartoffelsalat. Wenn es nicht gerade japanischer Kartoffelsalat ist, dann bin ich ja Team Brühe und Essig, also süddeutsch. So macht das Thomas Ortler auch, allerdings mit einem Kniff: Ich kenne es so, dass man die Kartoffeln heiß schält, in Scheiben schneidet und dann gleich mit dem Dressing vermischt, damit sie das gut aufnehmen. Thomas Ortler kocht die Kartoffeln statt dessen sehr bissfest und gart sie später im Dressing fertig, das ist entspannter und funktioniert prächtig, das übernehme ich dauerhaft.

Für 4 Personen:
Zutaten:
Kartoffelsalat:
- 5 Kartoffeln, festkochende Sorte
- 5 EL Olivenöl
- 1 Zwiebel
- 300 g Gemüsebrühe
- 5 EL Apfelessig
- Salz, Senf, Schnittlauchröllchen
Sauce Tartare:
- 2 Eier, hart gekocht
- 1 EL Naturjoghurt
- 1 Cornichon
- 1 TL gehackte Kapern
- 1/2 Schalotte
- 100 g Mayonnaise
- 1 EL Schnittlauchröllchen
- Salz, Pfeffer aus der Mühle
Fischstäbchen:
- 4 Fischfilets zu je ca. 120 g
- 2 Eier
- 1 EL Milch
- 4 EL Weizenmehl
- 100 g Semmelbrösel (ich hatte Panko)
- Öl zum Frittieren
Arbeitsschritte:
Für den Kartoffelsalat die Kartoffeln ungeschält fast gar kochen, dann abgießen und schälen. Alternativ kann man auch Kartoffeln vom Vortag verwenden.
Zwiebel schälen und fein würfeln. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin glasig anbraten. Brühe, Essig und etwas Senf zugeben und alles aufkochen. Kartoffeln in ca. 5 mm dünne Scheiben schneiden, in den Sud geben und alles köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind und das Dressing etwas cremig ist. Mit Salz, Pfeffer und Senf abschmecken, den Schnittlauch unterrühren und alles beiseite stellen.
Für die Sauce Tartare die Eier schälen und in ca. 5 mm große Würfel schneiden. Schalotte schälen und fein würfeln, Cornichon ebenfalls fein würfeln. Alle Zutaten vermengen und die Sauce mit Salz und Pfeffer würzen.
Für die Fischstäbchen die Fischfilets in Streifen schneiden, trocken tupfen und mit Salz und Pfeffer würzen.
Die Eier in einem tiefen Teller verquirlen und mit leicht salzen. Mehl und Semmelbrösel ebenfalls jeweils in tiefe Teller geben. Fischstückchen im Mehl wenden, durch das Ei ziehen und dann in den Semmelbröseln wenden.
In einer Pfanne nicht zu wenig Öl auf 180°C erhitzen und die Fischstäbchen von beiden Seiten goldgelb ausbacken, dann auf Küchenpapier abtropfen lassen und nochmals leicht salzen.
Zum Servieren Fischstäbchen mit Kartoffelsalat und Sauce tartare anrichten.

Spinat bei Stäbchen ist ein NoGo 😂
Aber jeder so, wie er mag. Ich mache den Salat auch so wie Du. Und nein, keine Mayo oder sonstwas – schon gar nicht bei dem Wetter!
Hmpf, mein Mann liebt das. Kartoffelpüree dazu und dann schön mit dem Spinat vermischen…
Bei uns war es wohl auch Kartoffelsalat, keinesfalls Spinat 😉. Sehr fein, so einen Teller nähme ich sehr gerne.
Ich wußte gar nicht, dass wir damit so allein auf weiter Flur stehen…..
Kindheits-Erinnerungen!
Es gab stets selbst gemachte Fischstäbchen, nachdem meine Mutter fand «was Findus kann, mache ich doch lieber selber!». Ein Kartoffelsalat und eine Sauce, an die ich mich nicht mehr erinnern kann, aber bestimmt Richtung Tatar oder Remoulade.
Danke für die Erinnerung!
Gerne Felix, ich staune aber echt ein bisschen, dass ich mit dieser Spinat-Geschichte so allein dastehe.