
Ich bin ein wenig aus dem Tritt geraten bei der kulinarischen Weltreise, aber diesen Monat geht es nach Norwegen, und da bin ich wieder dabei. Norwegen als Reiseland steht hier hoch im Kurs – dafür sorgen die spektakulären Landschaften und die entspannten Menschen. Die norwegische Küche hatte ich früher nicht so im Fokus; aber da habe ich dem Land Unrecht getan; tatsächlich ist die Küche dort sehr vielseitig. Gelernt habe ich das hauptsächlich von Nevada Berg; ihre beiden Bücher über die norwegische Küche habe ich hier und hier bereits vorgestellt.
Und heute gibt es also norwegische Pfannkuchen nach einem Rezept aus Nevada Bergs erstem Buch*. Tatsächlich haben Pfannkuchen in Norwegen eine lange Tradition: früher war das Leben dort von Armut geprägt. Man achtete darauf, nichts zu verschwenden und verwendete für die Pfannkuchen Reste von Sauermilch. Die Pfannkuchen gab es dann am Wochenende zum Kaffee. Sveler sind immer noch beliebt – und spannenderweise mit dem Fährverkehr verbunden; man isst sie gerne, sobald die Fähre abgelegt hat – es gibt also reichlich Gelegenheit, denn ohne Fähren kommt man ja nicht so weit in Norwegen.

Und zwar gerne mit einer Scheibe Braunkäse (brunost). Das ist ein eher süßlicher, karamelliger Käse, der dadurch entsteht, dass Molke so lange gekocht wird, bis sie karamellisiert. Ich hatte den für die Rezension von North Wild Kitchen mal selbst gemacht und hätte Euch gerne das Rezept dagelassen – aber diesmal wollte meine Molke einfach nicht karamellisieren. Erfreulicherweise gibt es den Käse aber inzwischen hier zu kaufen und so kam ich doch noch zu meinen sveler mit brunost.
Die Pfannkuchen gehen fluffig auf und sind nur leicht süß. Reste halten sich abdeckt und gekühlt ca. 3 Tage; man kann die Pfannkuchen gut in der Mikrowelle wieder aufwärmen. Das Rezept ist etwas moderniert und verwendet Kefir statt Sauermilch – Buttermilch funktioniert aber auch.

Für 4 bis 6 Personen:
Zutaten:
- 4 Eier
- 125 g Zucker
- 100 g leicht gesalzene Butter, plus etwas zum Backen
- 1 l Kefir oder Buttermilch
- 600 g Mehl (ich hatte Dinkel 630)
- 1 TL Backpulver
Arbeitsschritte:
Die Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen.
Zunächst Eier und Zucker schaumig rühren. Erst die Butter, dann den Kefir (oder die Buttermilch) einrühren. Mehl und Backpulver darüber sieben und unterrühren, den Teig dann 30 min ruhen lassen.
Zum Backen eine beschichte Pfanne oder eine schwere Gusspfanne (ich verwende so eine Backplatte*, auch für Fladenbrote und ähnliches) erhitzen und mit etwas Butter auspinseln. Für jeden Pfannkuchen eine Kelle Teig hineingeben und ca. 2 min backen, bis Bläschen auf der Oberfläche erscheinen, dann wenden und weitere 2 min backen, bis die Unterseite goldbraun ist.
Fertige Pfannkuchen warm halten und zum weiteren Backen ggf. wieder etwas Butter in die Pfanne geben.
Die Pfannkuchen schmecken nicht nur mit Braunkäse, sondern auch mit Marmelade, Sauerrahm oder einfach mit Butter und Zucker. Hier im Haushalt wurden Personen gesichtet, die sie mit Ahornsirup verputzt haben.
Und hier geht es wie immer zu den Rezepten der übrigen Reisegesellschaft:
Regina von bistroglobal mit Ofenpfannkuchen nach norwegischer Art Britta von Brittas Kochbuch mit Blåbærsnurrer med vaniljekrem – Blaubeer-Vanille-Schnecken (Norwegen) Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Waffeln mit Kefir und Kardamom – Vafler med Kefir og Kardemomme Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Dicke Lefser mit Zimtbutter – tykklefser med smørkrem Britta von Backmaedchen 1967 mit Norwegischer Apfelkuchen-Eplekake Tina von Küchenmomente mit Suksessterte aus Norwegen (glutenfrei) Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Norwegisches Kartoffel-Fladenbrot – Lompe Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Kaffefromasj – Kaffeemousse Friederike von Fliederbaum mit Kvaefjordkake oder „weltbester“ Kuchen Barbara von Barbaras Spielwiese mit Fiskepudding (Norwegischer Fischpudding)

Ich habe vanillige Sauermilch von Schrotberg hier und werde das mal austesten.
Oh, ich wußte gar nicht, dass es das gibt. Das ist ein guter Tip, danke :-).
Interessante Kombination! Den Brunost kriege ich leider nicht vor Ort, ich muss doch mal wieder Käse bestellen. Vor Jahren durfte ich ihn probieren, da hat mir die Nachbarin ein Stück aus dem Urlaub mitgebracht. Ungewöhnlich, mir hat er aber auch gut geschmeckt. Der findet in norwegischen Gerichten ja häufig Verwendung, wie ich gelesen habe.
Ich hatte den mal selber gemacht, aber mein zweiter Versuch diesmal hat nicht funktioniert. Theoretisch stellt man schlicht Molke her in dem man Milch mit Buttermilch erwärmt und läßt dann die Molke köcheln, bis sie karamellisiert; am Ende wird noch etwas Sahne eingearbeitet.
[…] Susanne von magentratzerl mit Sveler – Norwegische Pfannkuchen […]
[…] Regina von bistroglobal mit Ofenpfannkuchen nach norwegischer Art Britta von Brittas Kochbuch mit Blåbærsnurrer med vaniljekrem – Blaubeer-Vanille-Schnecken (Norwegen) Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Waffeln mit Kefir und Kardamom – Vafler med Kefir og Kardemomme Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Dicke Lefser mit Zimtbutter – tykklefser med smørkrem Susanne von magentratzerl mit Sveler – Norwegische Pfannkuchen […]
Pfannkuchen mit Belag als Käse kenne ich tatsächlich noch nicht, aber da kann man mal sehen was es für unterschiedliche Varianten gibt und wie wandelbar doch so ein Pfannkuchen sein kann.
Liebe Grüße
Britta
Ja, da gibt es viele Ideen, das macht Spaß :-).
[…] Susanne von magentratzerl mit Sveler – Norwegische Pfannkuchen […]
Liebe Susanne, offensichtlich mögen die Norwegerinnen und Norweger süß und salzig. Käse kann ich mir gut vorstellen. Schwieriger ist die Beschaffung von Sauermilch. Die gibt es tatsächlich nicht im Kühlregal des Supermarktes. Als unsere Kinder klein waren, haben wir frische Milch beim Bauer gekauft. Da war Sauermilch überhaupt kein Problem:-). Viele Grüße, Regina
Oh ja, ich kenne auch noch die Milchkannen, mit denen man loszieht. Heute gibt es Vorzugsmilch als hart umkämpftes Gut im Bioladen, aber glücklicherweise kann man für die Pfannkuchen ja auch Buttermilch nehmen.
[…] Waffeln mit Kefir und Kardamom – Vafler med Kefir og Kardemomme Susanne von magentratzerl mit Sveler – Norwegische Pfannkuchen Britta von Backmaedchen 1967 mit Norwegischer Apfelkuchen-Eplekake Tina von Küchenmomente mit […]
[…] mit Dicke Lefser mit Zimtbutter – tykklefser med smørkrem Susanne von magentratzerl mit Sveler – Norwegische Pfannkuchen Britta von Backmaedchen 1967 mit Norwegischer Apfelkuchen-Eplekake Tina von Küchenmomente mit […]
Das ist ja eine interessante Kombination. Käse mit frischen Erdbeeren habe ich erst am Wochenende aufs Brot gegessen. Ich mag sowas!
Die Sveler sehen mit den kleinen Löchern so ein kleines bisschen wie britische Crumpets aus.
Liebe Grüße
Britta
Stimmt, ein bisschen erinnern die daran, und man braucht keine Form dafür.
Als Fan von skandinavischen Rezepten, habe ich von Sveler mit Brunost gehört, sie aber noch nie probiert. Sollte ich dringend mal nachholen, wenn ich das hier so sehe.
Liebe Grüße
Tina
Die Sveler sind toll – Brunost muss man mögen, bei mir trifft das zu ;-).
Norwegen steht auch hier als Reiseland sehr hoch im Kurs – vor allem im Winter – und ich freue mich auch schon auf die nächste (leider noch nicht geplante) Reise. Die Bücher von Nevada Berg mag ich auch unheimlich gerne.
Vielen Dank für das tolle Rezept.
Im Winter waren wir da noch nicht, das ist bestimmt auch spektakulär.
Hallo Susanne,
Brunost selber machen??? Wie cool, auf die Idee wäre ich nie gekommen.
Und Pfannkuchen sind so schöne Klassiker, das hatten wir im Schüleraustausch mit Norwegen damals auch als Rezept im Schulunterricht gelernt, allerdings eine leicht andere Version. Deine gefällt mir gut.
Mir geht’s genau wie Dir – es gibt doch mehr norwegische interessante Rezepte als man erst mal denkt.
Liebe Grüße
Barbara
Ja, das hat beim ersten Mal gut funktioniert. Jetzt aber nicht, aber ich bleibe dran.
Interessant, dass die Pfannkuchen nur wenig süß sind mit soviel Zucker drin, aber vielleicht gleicht das die säuerliche Buttermilch wieder aus. Nur den Käse würde ich für mich weglassen, ich mach solche Sorten nicht so gerne…
Es ist ja eine große Menge Teig, da schlägt diese Menge Zucker nicht wirklich zu Buche.