
Ganz offensichtlich lebe ich gerade meine grüne Phase aus, jedenfalls, wenn es um die Lieblingsrezepte aus Hans Jörg Bachmeiers neuem Buch* geht. Aber im Ernst, ich esse wirklich gerne Knödel. In meinem Elternhaus war der Sonntagsbraten Tradition und Pflicht, und ich hätte das Fleisch immer gar nicht gebraucht – für mich bitte einfach nur Knödel mit Sauce, danke.
Gut, dass es da vegetarische Alternativen gibt. Hier wird der Teig für die Semmelknödel mt Spinat angereichert, was für die frühlingsgrüne Farbe sorgt; und serviert wird das Ganze auf einem Linsenragout – ein Knödelessen (nicht nur) für Vegetarier.
Die Knödelmasse funktioniert sehr gut, wer der Sache aber nicht ganz traut, kann die Knödel auch dämpfen, statt sie in Wasser garziehen zu lassen. Wie das geht, steht hier. Im Original-Rezept steht nicht, wie viele Knödel aus der Masse gemacht werden sollen, ich habe acht kleinere Knödel gerollt.

Für 4 Personen:
Zutaten:
Linsenragout:
- 100 g Berglinsen
- 1 kleine Zwiebel
- je 50 g Karotte, Knollensellerie und Lauch
- 1 EL Zucker
- 1 EL Tomatenmark
- 500 ml Gemüsebrühe
- 1 Lorbeerblatt
- Salz, Pfeffer aus der Mühle
- Cayennepfeffer
- 1 TL Dijonsenf
- 2-3 EL Gurkenwasser
- etwas Schnittlauch
Spinatknödel:
- 250 g Babyspinat
- 1 kleine Zwiebel
- 1 Zehe Knoblauch
- 2 EL Butter
- Salz, Pfeffer aus der Mühle
- 2 Eier (Größe M)
- 150 g Knödelbrot
- 2 EL Topfen
Arbeitsschritte:
Linsen in ein feinmaschiges Sieb geben, abbrausen und abtropfen lassen. Zwiebel, Karotte und Sellerie jeweils schälen und fein würfeln. Lauch putzen und ebenfalls fein würfeln. Knoblauch andrücken.
2 EL Butter in einem Topf schmelzen und die Zwiebel darin glasig andünsten. Linsen zugeben und kurz mitbraten, dann Karotte und Sellerie kurz mitbraten, mit dem Zucker bestreuen, karamellisieren, Tomatenmark unterrühren, die Brühe zugießen und alles köcheln lassen, bis die Linsen gar sind; ca. 40 min.
Für die Knödel den Spinat verlesen und in kochendem Wasser kurz blanchieren. Abgießen, gut ausdrücken und hacken. Zwiebel und Knoblauch schälen fein würfeln und in der Butter glasig dünsten. Spinat zugeben und alles mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen; anschließend mit den Eiern fein pürieren.
Die Milch aufkochen und über das Knödelbrot gießen. Die Spinatmasse und den Topfen zugeben, alles gut vermengen und die Masse 20 min ruhen lassen.
In einem weiten Topf reichlich Salzwasser erhitzen. Aus der Knödelmasse 8 Knödel rollen und diese in ca. 20 min im siedenden Wasser garziehen lassen.
Inzwischen Lauch und Knoblauch zu den Linsen geben und alles noch etwas köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, Senf und Gurkensud abschmecken.
Schnittlauch in Röllchen schneiden. Restliche Butter in einer Pfanne köcheln lassen, bis sie bräunt.
Das Linsenragout auf tiefe Teller verteilen. Knödel darauf setzen, mit brauner Butter beträufeln und mit Schnittlauch bestreut servieren.


Was eine coole Kombi. Und auch für die anti-entzündliche Ernährung geeignet. Ich mag keine Standardknödel. Semmelknödel gehen immer. Mega liebe Susanne.