Weihnachtsgrüße mit Pandoro

Ich wünsche Euch allen ein fröhliches, entspanntes Weihnachtsfest! Genießt die Tage, macht es Euch gemütlich und bleibt glücklich und gesund! Das Jahr war ja recht fordernd und ich wünsche uns allen etwas Ruhe und Tage zum Auftanken. Vielen Dank, dass Ihr immer wieder hier vorbeischaut. Macht es Euch gemütlich und genießt die Feiertage.

Diesmal gibt es nicht nur warme Worte sondern auch ein Rezept. Mit Stollen oder Panettone kann ich hier ja keinen Blumenpot gewinnen, und so habe ich letztes Jahr zum ersten Mal Pandoro gebacken – in der Briocheform. Der Pandoro hat uns so gut gefallen, dass ich mir eine passende Form* zugelegt habe – und so gibt es dieses Jahr das Rezept.

Zum Frühstück morgen schafft Ihr das leider nicht mehr, das Rezept dauert ein bisschen. Es ist von Vea Carpi* und wird nur mir Sauerteig gebacken. Aber das Warten lohnt sich – der Pandoro ist aromatisch, buttrig und saftig.

Das Rezept ist nicht schwer zu backen, es dauert aber ein wenig – im Teig sind reichlich Ei und Butter, man tut gut daran, erst mal den Sauerteig gut aufzufrischen, und auch der eigentliche Teig braucht seine Zeit – insgesamt muß man 3 1/2 Tage veranschlagen. Was auch noch wichtig ist, ist ein backstarkes Weizenmehl; ich habe Manitobamehl verwendet. Man braucht hier außerdem eine Küchenmaschine – die Teigkonsistenz ist sehr weich.

Das der Pandoro seinem Namen Ehre macht und innen goldgelb ist, müßt Ihr mir so glauben – wir verbringen Weihnachten bei meinem Vater, und der Pandoro kommt so mit, wie er ist und wird erst morgen früh angeschnitten.

Für eine Sternform von 750 g Fassungsvermögen:

Zutaten:

Auffrischen des Teiges:

  • 10 g Lievito madre
  • 20 g Wasser
  • 20 g Manitobamehl 550

Vorteig:

  • 20 g aufgefrischter Lievito Madre
  • 50 g Manitobamehl Type 550
  • 45 g Wasser

Hauptteig 1:

  • der Vorteig
  • 70 g Zucker
  • 100 g Eigelb
  • 200 g Manitobamehl 550
  • 45 g Wasser
  • 80 g weiche Butter

Emulsion:

  • 20 g Eigelb
  • 20 g Zucker
  • 20 g Honig
  • 5 g Salz
  • Schalenabrieb von 1 Bio-Zitrone
  • 1 TL Rum
  • 70 g geschmolzene Butter

Hauptteig 2:

  • Hauptteig 1
  • 80 g Manitobamehl Type 550
  • die Emulsion
  • Butter für die Form

Arbeitsschritte:

Zum Auffrischen die Lievito Madre mit 10 g Wasser und 10 g Mehl vermengen. Bei Zimmertemperatur bedeckt 8 h reifen lassen. Nun 10 g der aufgefrischten Madre wieder mit 10 g Wasser und 10 g Mehl vermengen und erneut bedeckt 8 h ruhen lassen. Nun ist der Sauerteig bereit zum Backen.

Für den Vorteig alle Zutaten vermischen und bedeckt bei Zimmertemperatur 8 h ruhen lassen.

Für den ersten Hauptteig den Vorteig mit dem Zucker und dem Eigelb in der Küchenmaschine mit dem Flexirührelement oder dem Flachrührer gut verrühren. Die Maschine weiterlaufen lassen und Mehl und Wasser zugeben. Wenn der Teig glatt ist, die Butter nach und nach in kleinen Portionen zugeben; die neue Portion immer erst dann, wenn die vorhergehende gut eingearbeitet ist. Auf den Knethaken umstellen und weiterrühren, bis der Teig sich vom Rand der Schüssel löst. Teig in einen durchsichtigen Behälter geben, gut abdecken (ich nehme eine Schüssel mit einem luftdicht schließenden Deckel) und an einem warmen Ort ruhen lassen, bis er sein Volumen verdreifach hat; das dauert ca. 12 h.

Für die Emulsion Eigelb, Zucker und Honig leicht aufschlagen. Salz, Orangenabrieb, Butter und Rum unterrühren und beiseite stellen.

Für den Hauptteig 2 den Teig in die Schüssel der Küchenmaschine geben und für 15 min in den Kühlschrank stellen. Für die letzten Schritte der Teigbearbeitung muss die Teigtemperatur niedrig sein.

Nun den Teig in der Küchenmaschine kneten und dabei nach und nach das Mehl zugeben. Wenn der Teig glatt ist und sich vom Rand der Schüssel löst, nach und nach die Emulsion zugeben und weiterkneten, bis der Teig sich vom Rad der Schüssel löst und sich am Knethaken eindreht.

Die Pandoroform mit Butter ausstreichen und den Teig hineingeben. Laut Rezept sollte er zu einem Kugel gewirkt werden; mein Teig war dazu zu weich. Die Form abdecken und den Teig bei Zimmertemperatur ruhen lassen, bis er den Rand der Form erreicht hat – ca. 12 h, aber immer wieder mal drauf schauen, bei mir haben 8 Stunden gereicht.

Pandoro im vorgeheizten Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze 45 min backen.

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4 Kommentare

  1. Liebe Susanne, ich wünsche auch Dir und Deiner Familie frohe Weihnachten und schöne Feiertage. Vielen Dank für die vielen tollen Rezepte und Kochbuchvorschläge, die Du das ganze Jahr über postest. Alles Gute für 2023!
    Herzliche Grüße, Kathrin

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