Karotten-Dinkel-Brot | Werbung

– Enthält Werbung für Krups iPrep&Cook Gourmet –

Ich habe die für die iPrep&Cook verfügbare App ein bisschen nach Rezepten durchforstet und bin dabei auf ein Karottenbrot gestoßen; das hat mich angelacht. Zum einen mag ich Karotten im Brot richtig gern. Und dann habe ich auch immer welche da, die weg müssen; die Abokiste liefert da oft schneller, als wir futtern können.

Vom vorgeschlagenen Rezept sind dann aber nur grobe Eckdaten übrig geblieben – das Rezept setzt auf eine große Menge Hefe und sehr kurze Gärzeit und gebacken soll das Brot anschließend bei 200°C (mein Vater würde sagen: an der Sonne getrocknet 😉 ); das ist alles nicht so meine Kragenweite. Ich habe statt dessen Lievito Madre verwendet, den Teig in aller Ruhe gehen lassen und anschließend bei ordentlicher Hitze gebacken.

Die iPrep&Cook hat mich sehr überrascht, was Teig angeht – es gibt voreinstellbare Programme, bei denen die Knetzeit sehr kurz ist. Die Glutenentwicklung aber ist wirklich sensationell; ich nutze das richtig gern. Und natürlich ist es toll, dass man den Teig hinterher unter Temperaturzugabe gehen lassen kann, das hilft ihm nochmal richtig auf die Sprünge. Bei vorliegendem Rezept werden außerdem noch fix die Karotten zerkleinert bevor die restlichen Zutaten dazukommen.

Das Ergebnis ist ein saftiges Brot mit einer leichten Karottennote und guter Frischhaltung. Mache ich jetzt öfter, Karotten habe ich ja immer da.

Für einen Laib:

  • 200 g Karotten
  • 300 g Dinkelvollkornmehl
  • 200 g Dinkel 630
  • 150 g Lievito madre, aufgefrischt
  • 350 g Wasser
  • 50 g Leinsamen
  • 50 g Sesam
  • 12 g Salz

Die Karotten schälen und in grobe Stücke schneiden. In die Arbeitsschüssel geben, das Knet- und Mahlmesser einsetzen, Deckel aufsetzen und verriegeln und Karotten 20 sek. auf Stufe 13 zerkleinern. Sie sind danach sehr fein, das ist klasse. Da meckern nicht mal die im Haushalt, die eigentlich keine Karotten im Brot mögen ;-).

Die restlichen Zutaten zugeben, das Teigprogramm 2 einstellen. Hier wird der Teig erst geknetet und ruht dann 40 min bei 30 Grad.

Nach Ablauf des Programms den Teig herausholen, auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Laib formen und in eine gefettete Kastenform geben. Luftdicht abdecken und bei Zimmertemperatur ruhen lassen, bis der Teig sein Volumen verdoppelt hat. Bei mir hat das knapp 3 Stunden gedauert.

Ofen auf 250°C vorheizen, das Brot  einschieben, mit der Blumenspritze etwas Dampf geben. Nach 10 min die Temperatur auf 220°C reduzieren; Gesamtbackzeit: 50 min.

Aus der Form kippen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Süßkartoffel-Sandwichbrot

Ich habe nicht mehr parat, wer es war, aber neulich wurde von einem Süßkartoffel-Sandwichbrot geschwärmt, das es neuerdings von einer Großbäckerei käuflich zu erwerben gibt. Ich gebe es ja zu, ich stand schon vor dem Regal und überlegte, ob ich es mal probieren soll, aber naja – kleine Packung, großer Preis. Und dann die Zutatenliste…”färbendes Lebensmittel, Natriumacetate” –  und satte 4,8 % Süßkartoffel. Das macht auf die Packung weniger als 20 Gramm.

Da backe ich mein Sandwichbrot lieber selbst. Und nehme genügend Süßkartoffel, in etwa so viel wie Mehl, dann muss ich auch nichts einfärben. Und Zucker brauche ich auch nicht, die Süßkartoffel trägt ihren Namen ja nicht zu Unrecht.

Ich habe ein von uns heiß geliebtes Sandwichbrot-Rezept verwendet und den Großteil der Flüssigkeit durch Süßkartoffelpüree ersetzt. Das war es schon. Wer mag, kann noch etwas Zimt zugeben, der Großbäcker tut das.

Für einen Laib:

  • 1 Süßkartoffel (ca. 400 g)
  • 150 g Dinkel 630
  • 150 g Weizenvollkornmehl
  • 150 g Lievito Madre, aufgefrischt
  • 50 g Sahne
  • 10 g Salz
  • 50 g Butter, Zimmertemperatur

Die Süßkartoffel schälen, in Würfel schneiden und in einem Dämpfeinsatz über kochendem Wasser ganz weich dämpfen. Herausnehmen, gut abdampfen lassen, mit einer Gabel zu Püree zerdrücken und abkühlen lassen. Wir brauchen für das Brot 320 g Püree.

Die Mehlsorten zusammen mit 320 g Süßkartoffelpüree in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Den Lievito Madre dazu zupfen und die Sahne ebenfalls zugeben.  Die Maschine kurz laufen lassen, bis sich alles zu einem groben Teig verbindet.

Das Salz auf den Teig streuen und die Butter in Stückchen ebenfalls darauf geben. Die Maschine kneten lassen, bis ein elastischer Teig entsteht, der sich vom Rand der Schüssel löst. Schüssel gut abdecken und den Teig 3 Stunden ruhen lassen.

Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche in 4 Stücke teilen. Jedes Stück zu einem langen Streifen ausrollen und diesen zu einer Schnecke aufrollen. Die Schnecken mit der offenen Seite zum Rand und mit der Nahtseite nach unten in eine gut gefettete Kastenform geben; meine ist 20 cm lang. Gut abdecken und weitere 3 Stunden ruhen lassen. Wer mag, kann den Teig an dieser Stelle auch über Nacht in den Kühlschrank geben.

Ofen auf 220° Ober- und Unterhitze vorheizen. Das Brot hineingeben, die Temperatur sofort auf 200°C reduzieren und das Brot ca. 35 min backen. Aus dem Ofen holen, auf ein Kuchengitter stürzen und auskühlen lassen.