Borscht nach Alissa Timoshkina

Hin und wieder koche ich gerne Borscht, und dann fällt mir auf, wie viele Variationen es da gibt. Auch hier steht so gut wie nie zweimal die gleiche Suppe auf dem Tisch. Diese Variante hier habe ich bei Alissa Timoschkina* gefunden, und sie ist ganz anders als alles, was ich bisher kannte.

Alissa Timoshkina liebt den klassischen Borscht, aber manchmal hat sie keine Lust, Gemüse zu essen, das sehr, sehr weich gekocht wurde und sein Bestes an die Brühe abgegeben hat. Und so hat sie ein Rezept entwickelt, das das anders macht: ein Teil des Gemüses wird verwendet, um die Brühe zu kochen. Aber das Gemüse, das mitgegessen wird, wird separat im Ofen geröstet. Das vertieft den Geschmack noch zusätzlich und bissfest bleibt das Gemüse auch.

Auch sonst ist der Borscht ungewöhnlich – da werden Kidneybohnen verwendet, das Gemüse mit etwas Granatapfelsirup geröstet und auch geräuchertes Paprikapulver spielt eine Rolle. Alles nicht so traditionell, aber am Ende löffelt man dann doch Borscht aus dem Teller. Was mich neben dem Geschmack auch immer wieder begeistert ist die Farbe – die hellt trübe Herbsttage doch so richtig auf, findet Ihr nicht?

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Und deswegen schicke ich dieses Rezept zu Zorra. Dort wünscht sich nämlich gerade Kathrina Gerichte, die den Herbst gemütlicher machen – und das ist so eines für mich.

Für 4 Portionen:

Zutaten:

  • 6 Zehen Knoblauch
  • 1 Zwiebel
  • 1 Karotte
  • etwas Rapsöl zum Braten
  • 6 mittlerer rote Bete
  • 2 rote Paprikaschoten
  • 2 EL Tomatenmark
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner
  • 1 EL Koriandersaat
  • 1 EL Fenchelsaat
  • 1 Bund Dill
  • 1/2 Bund glatte Petersilie
  • 500 g Sauerkraut
  • 2 EL Granatapfelsirup
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 El brauner Zucker
  • 1 400-g-Dose Kidneybohnen
  • 2 TL süßes geräuchertes Paprikapulver

Arbeitsschritte:

Zuerst kochen wir die Brühe: dafür den Knoblauch schälen. Zwiebel und Karotte schälen und fein würfeln. Einen Esslöffel Öl in einem Topf erhitzen und Zwiebel und Karotte darin bei mittlerer Hitze in ca. 8 min weich und goldbraun braten.

Inzwischen zwei der roten Beten schälen und grob reiben. Eine der Paprikaschoten halbieren, putzen und das Fruchtfleisch in Streifen schneiden. Beides in den Topf geben, dann das Tomatenmark und einen Spritzer Wasser einrühren. Gut mit Salz und Pfeffer würzen und noch ca. 10 min weiter braten; umrühren nicht vergessen.

2 Liter Wasser angießen und Lorbeer, Pfeffer, Koriander- und Fenchelsaat zusammen mit der Häfte des Dills und der Petersilie und 4 der Koblauchzehen zugeben. Alles zum Kochen bringen, dann die restlichen zwei Zehen Knoblauch in die Brühe reiben und die Häfte des Sauerkrauts zugeben. Alles bedeckt mindestens eine Stunde simmern lassen, dann von der Hitze nehmen und noch mindestens eine Stunde durchziehen lassen – all das kann man auch gut am Vortag erledigen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die restlichen 4 roten Bete schälen und in dünne Spalten schneiden. Auf das Blech geben, mit etwas Rapsöl beträufeln, salzen und den Granatapfelsirup darüber geben. Rote Zwiebel schälen, in Spalten scheiden, mit Salz und braunem Zucker würzen, ebenfalls auf das Blech geben. Alles in den Ofen schieben, 180°C Ober- und Unterhitze einstellen und 50 min rösten.

Kidneybohnen abgießen und mit Salz, etwas Öl und dem gerösteten Paprikapulver vermengen. Die zweite Paprikaschote halbieren, putzen, das Fruchtfleisch in Streifen schneiden und ebenfalls mit etwas Salz und Öl vermengen. Bohnen und Paprika nach 30 min zu den Beten auf das Blech geben und alles zusammen weitere 15 min rösten.

Die Brühe durch ein feines Sieb in einen frischen Topf abgießen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und wieder erhitzen.

Zum Servieren in jeden Teller etwas vom übrigen Sauerkraut geben und etwas von den gerösteten roten Beten, Zwiebeln, Kidneybohnen und Paprika. Brühe angießen, restlichen Dill und Petersilie zupfen, hacken, darüber geben und alles gleich auf den Tisch bringen.

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3 Kommentare

  1. Das ist tatsächlich mal eine andere Version des Borscht. Hört sich aber auf jeden Fall sehr gut an und wärmt sicherlich auch wunderbar nach einem langen Herbstspaziergang. Wobei man ja fairerweise sagen muss, so wirklich herbstlich frisch ist es immer noch nicht. Vielen Dank für deinen Beitrag.

    • Du bist aber schnell :-)).
      Ja, es ist echt warm. Die Autorin meint, der Borscht schmeckt auch kalt, das passt dann aber nicht so in den Herbst….

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