Schokoladen-Butter-Mochi

Ich habe mich von dem Gedanken verabschiedet, dieses Jahr noch in den Urlaub zu fahren; das muss einfach warten. Um so lieber reise ich dann natürlich auf dem Teller. Zur Zeit halte mich da gerne auf Hawaii auf – ich koche mich nämlich ein bisschen durch das Hawaii-Buch von Sheldon Simeon*. Sheldon Simeon ist Hawaiianer mit philippinischen Vorfahren, gelernter Koch und betreibt ein Restaurant in Kahului. Bekannt wurde er durch seine Teilnahme an “Top Chef”; er war der Publikumsliebling. Ich bin auf ihn aufmerksam geworden, als er für Anthony Bourdain den kulinarischen Reiseführer auf Hawaii spielte.

In seinem ersten Buch stellte Sheldon Simeon authentische hawaiianische Küche vor – Familienrezepte ebenso wie Streetfood-Klassiker und Gerichte, die er für seine Restaurants entwickelt hat. Und Butter-Mochi ist tatsächlich ein klassisch hawaianischer Kuchen. Es ist ein einfacher Rührteig, allerdings nicht mit Haushaltsmehl sondern mit Klebreismehl, das gibt eine leicht zähe, etwas klebrige Struktur. Kokosmilch darf auch noch mitmischen. Butter Mochi sind ein beliebtes Dessert auf Hawaii, der Einfluss dafür kommt von den Philippinen, da gibt es ein Gebäck namens bibinka, das ist ein Reis-Kokoskuchen.

Das hier ist die Luxusversion von Butter Mochi – es ist Schokolade im Teig . Und es gibt einen Guss aus Erdnussbutter und Zucker, der schmeckt wirklich genial. Bunte Streusel komplettieren das Ganze, weswegen der Kuchen eigentlich auch “chocolate birthday cake butter mochi” heißt. Neben Frustbewältigung waren ehrlich gesagt die Streusel ein Anlass für mich, den Kuchen zu backen, da habe ich nämlich mal meinen Bedarf überschätzt und ich habe viel zu viele davon. Genau wie vom Klebreismehl. Ihr kennt den Mochi-Hype auf TikTok? Nun, ich dank Teenager schon. Allerdings, ist der Hype nun wieder vorbei und ich hatte noch so viel Klebreismehl übrig. Wobei, das trifft sich ganz gut, den Kuchen backe ich nämlich bestimmt noch öfter….

Für 12 Stücke – mindestens….

Zutaten:

Kuchen:

  • 170 g Butter
  • 100 g dunkle Schokolade
  • 250 g Zucker (original 350 g)
  • 3 Eier, Größe L
  • 2 TL Vanilleextrakt
  • 340 g Kondensmilch (ungesüßt)
  • 370 g Kokosmilch
  • 300 g Klebreismehl
  • 1 Tütchen Backpulver
  • 40 g Kakaopulver

Topping:

  • 200 g cremige Erdnussbutter
  • 175 g Rohrohrzucker
  • bunte Zuckerstreusel

Arbeitsschritte:

Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Backform von 22 x 33 cm mit Backpapier auslegen. Ich nutze seit längerem so ein Half Sheet pan von Nordic Ware*, das funktioniert super. (Auch wenn man mal eine halbe Menge Blechkuchen backen möchte).

Schokolade hacken und mit der Butter über dem Wasserbad schmelzen. Die Mischung in eine Schüssel geben, den Zucker zugeben und mit den Quirlen des Handrührers einarbeiten, bis er sich aufgelöst hat. Dann nach und nach die Eier einarbeiten und schließlich Vanille, Kondensmilch und Kokosmilch.

In einer großen Schüssel Klebreismehl, Kakao und Backpulver vermischen. Die Schokoladenmischung zu den trockenen Zutaten geben und alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig in die Form gießen und im heißen Ofen ca. 1 h backen. Der Kuchen ist fertig, wenn ein Zahnstocher wieder sauber herauskommt.

Inzwischen für das Frosting die Erdnussbutter und den Zucker mit den Quirlen des Handrührers aufschlagen, bis die Masse glatt ist und an Volumen gewonnen hat.

Den Kuchen ein wenig abkühlen lassen und das Frosting darauf verteilen, so lange er noch warm ist. Die Streusel darüber streuen und alles komplett abkühlen lassen.

Kuchen zum Servieren in Quadrate zu 5 cm schneiden.

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6 Kommentare

  1. Aah, da isser! Der Mochi-Hype ist mangels Nachwuchs freilich an mir vorbeigegangen und Klebreismehl stand bei letzten Besuch im Asialaden nicht am Zettel. Aber wenn das wieder im Hause ist, weiß ich, was zu tun ist. Gerade das Topping sieht wirklich verboten gut aus!
    Herzlich: Charlotte

    • Das Topping ist auch super :-). Und Klebreismehl könnte ich dir glatt abtreten, ich habe immer noch mehr als genug….
      Liebe Grüße!

    • …. und ich habe keine Ahnung, zu welchem Anlaß ich Kondensmilch gekauft habe; für mich war das ein regelrechter Reste-Verwertungskuchen :-)).

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