Buchweizenrisotto mit Pilzen

Wir bleiben mit der kulinarischen Weltreise noch etwas in Russland und kombinieren heute zwei der dort beliebtesten Lebensmittel:

Buchweizen und Pilze zählen zu den ältesten Lebensmitteln, die in der russischen Küche verwendet werden, und auch herzhaften Brei hat man schon immer gerne gegessen. Was liegt also näher als ein Risotto aus beiden Zutaten zu kochen?

Buchweizen ist eine wichtige, alltägliche Zutat. Man verarbeitet ihn zu Porrigde, benutzt ihn als Füllung für Braten, er wird auch als Mehl verwendet. Meist benutzt man Buchweizen, der vor dem Verpacken geröstet wurde, also Kascha. Das wurde zu Sowjetzeiten eingeführt, um eine bessere Haltbarkeit zu gewährleisten – und heute macht man es einfach wegen des nussigen Aromas und der etwas festeren Textur. Kasha gibt es im osteuropäischen und türkischen Lebensmittelhandel, im Bioladen und auch in gut sortierten Supermärkten.

Das hier ist eine besonders tolle Verwendung für Kascha, die ich bei Alissa Timoshkina* gefunden habe: der nussige Geschmack des Buchweizens zusammen mit den erdigen Pilzen ist toll, Dabei ist noch ein Estragon-Pesto als besonderer Kick.

Für 4 Personen:

Zutaten:

  • 20 g getrocknete Wildpilze
  • 100 ml kochendes Wasser
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 1 kleine Zwiebel
  • 400 g braune Champignons
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • einige Blättchen glatte Petersilie
  • 150 ml Weißwein
  • etwas Sojasauce (ich nehme bei Pilzgerichten gern Pilz-Sojasauce*)
  • 400 g Kascha
  • 600 ml Gemüsebrühe
  • ein Stich Butter

Pesto:

  • 100 g Pinienkerne
  • ein Bund glatte Petersilie
  • eine Handvoll Estragon
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 200 ml Olivenöl
  • Saft und Schalenabrieb von 1 Bio-Zitrone
  • Salz

Arbeitsschritte:

Die getrockneten Pilze mit dem kochenden Wasser übergießen und 10 bis 15 min einweichen lassen.

Inzwischen Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Pilze putzen und ebenfalls würfeln. Petersilienblättchen hacken.

Eingeweichte Pilze abgießen, die Flüssigkeit filtern und aufheben, die Pilze hacken.

Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel bei mittlerer Hitze glasig braten. Frische Pilze und etwas Salz zugeben und weiterbraten, bis die Pilze ihre Flüssigkeit abgegeben haben. Getrocknete Pilze, Knoblauch und Kräuter zugeben. Weitere 5 min braten, dann den Wein angießen und einkochen lassen. Buchweizen zugeben und gut rühren, damit sich alles vermischt.

Die Einweichflüssigkeit der getrockneten Pilze mit der Gemüsebrühe verrühren, dann die Flüssigkeit nach und nach angießen und verkochen lassen, jeweils ca. 100 ml. Wenn alle Flüssigkeit aufgebraucht ist, den Risotto mit Salz und Pfeffer würzen, die Butter unterrühren, einen Deckel auflegen und alles 10 min ruhen lassen.

Inzwischen für das Pesto die Kräuter zupfen und grob hacken, etwas Estragon zurückbehalten, dann alle Zutaten im Mixer oder mit dem Pürierstab pürieren. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken.

Risotto auf Teller verteilen und mit restlichen Estragon und einigen Klecksen Pesto servieren.

So, und jetzt schaue ich mal, was für tolle Gerichte die Mitreisenden auftischen:

Food for the Soul: Soljanka mit Fleisch

Silver Travellers: Soljanka | Schaschlik im Ofen mit köstlicher Sauce

LSLB-Magazin: Okroschka nach Zaren-Art

Brotwein: Boeuf Stroganoff

Küchenmomente: Watruschki

Mein Dolce Vita: Schuba: Russischer Schichtsalat ohne Hering

Pane Bistecca: Russisches Pilz-Kaviar | Russisches Auberginen-Tomaten-Kaviar | Pelmeni

Chili und Ciabatta: Syrniki – Russische Quarkküchlein | Hackschnitzel mit Käsefüllung | Russischer Salat Vinaigrette | Moskauer Kalatsch

Poupous geheimes Laboratorium: Mimosa-Salat

Slowcooker.de: Hack- und Pilz-Piroschki

Brittas Kochbuch: Borschtsch | Boeuf Stroganoff

GoOnTravel: Pelmeni

Küchenmomente: Russische Kirschtorte

Volker mampft: Piroshki mit Weißkohl und Hackfleisch oder vegetarischer Füllung

Low ‘n Slow: Barsch-Soljanka

Zimtkringel: Kwas

Salzig, Süß, Lecker: Oladji

Turbohausfrau: Salade Olivier

Fluffig und hart: Kulitsch | Salade Olivier

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29 Kommentare

  1. Ohne Buchweizen gibt es keine russische Küche. Entweder man mag diesen Geschmack, oder man haßt ihn. Ich finde es köstlich und mit den Pilzen besonders fein 🙂

    • Naja, eigentlich kann man doch aus jedem Getreide etwas risotto-artiges und aus (fast) allen Kräutern Pesto. Wobei, den gerösteten Buchweizen kann ich echt empfehlen, der schmeckt super, auch einfach gegart als Beilage.

  2. Mit Buchweizen wollte ich schon lange mal etwas kochen und etwas experimentieren. Für Russland wäre das perfekt gewesen – leider fehlte mir die Zeit. Die Möglichkeit es als Risottoähnliches zu kochen und mit Pilzen zu kombinieren gefällt mir sehr gut und wird gemerkt. 🙂
    Viele Grüße Sylvia

    • Ich bin ja ein großer Fan von Buchweizen, und den gerösteten, wie er in Russland verwendet wird mag ich besonders gern.

  3. Sehr praktisches – habe ich doch aus dem russischen Laden auch Buchweizen mitgenommen – weil der halt so aussah als wollte er mitgenommen werden – aber noch ohne rechten Plan, was ich damit mache. Ich glaube ich habe ein Rezept gefunden.

    • Prima, das freut mich :-). Ich brauche allerdings selbst auch noch etwas Inspiration, in meiner Tüte war nämlich ein ganzes Kilo….

  4. Ich glaube, ich habe noch nie etwas mit Buchweizen gegessen und wusste gar nicht, dass er in Russland soviel verzehrt wird. Wieder etwas dazugelernt …

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