Empanadillas mit Spinat und Knoblauchjoghurt

War klar, oder? Wenn es Teigtaschen in einem Kochbuch gibt, muss ich die natürlich ausprobieren. Noch dazu, wenn versprochen wird, dass sie ganz einfach herzustellen sind…..Und das sind sie tatsächlich, denn José Andrés hält sich nicht lange mit aufwändigen Teighüllen auf, sondern greift einfach auf Wantan-Wrapper aus dem Asia-Shop zurück.

Ganz stilecht ist das nicht, immerhin sprechen wir ja von Empandadillas, also kleinen Empanadas, die erfordern normalerweise etwas mehr Anstrengung. In Spanien sind sie  – verständlicherweise- ein beliebter Snack und es gibt sie mit den verschiedensten Füllungen. José Andrés erzählt, dass sein Bruder und er so verrückt nach der Thunfischfüllung ihrer Mutter waren, dass die Füllung meist weggefuttert war, bevor sie in den Teigtaschen landete. Das kann ich mir gut vorstellen – aber diese Füllung aus Spinat, Kräutern, Lauch und Feta kann da garantiert mithalten.

Zu den Empanadillas gibt es eine Knoblauchsauce – Knoblauchjoghurt nennt José Andrés sie. Für mich trifft es das nicht ganz- das Joghurt spielt eine eher untergeordnete Rolle. Es ist eine ganze Knolle Knoblauch drin, die im Ofen geröstet wird, außerdem viel Olivenöl und Zitronensaft.

Das Ganze ergibt recht viel Sauce – aber das macht nichts. Reste eignen sich nämlich super als Salatdressing. Habe ich für Euch ausprobiert.

Für 4 Portionen:

Zutaten:

Empanadillas:

  • 250 g Wan-Tan-Blätter
  • Öl zum Frittieren

Füllung:

  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Stange Lauch
  • 5 Frühlingszwiebeln
  • Salz, Pfeffer
  • 500 g TK-Spinat, aufgetaut, gehackt und alle Flüssigkeit gut ausgedrückt
  • je eine Handvoll Dill und glatte Petersilie
  • 1 Ei (Größe L)
  • 150 g Feta

Joghurt mit geröstetem Knoblauch:

  • 250 ml Rapsöl
  • 1 Knolle Knoblauch
  • 8 EL abgetropfter Joghurt (siehe Anmerkung)
  • 100 ml Olivenöl
  • 50 ml Zitronensaft, frisch gepresst
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Arbeitsschritte:

 Teigblätter und Spinat rechtzeitig auftauen lassen.

Für den Dipp den Backofen auf 120°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Knoblauch in Zehen teilen, schälen und zusammen mit dem Öl in eine kleine Auflaufform geben und ca. 45 min rösten; der Knoblauch sollte dann weich sein.

Knoblauch abgießen – das Öl nicht wegwerfen, sondern in eine Flasche füllen, das ist ein wunderbares Knoblauchöl.

Knoblauch mit allen anderen Zutaten pürieren, mit Salz abschmecken  und die Sauce beiseite stellen.

Für die Teigtaschen den Lauch putzen und in feine Ringe schneiden, ebenso die Frühlingszwiebeln. Kräuter zupfen und hacken.

Olivenöl in einer Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen. Lauch und Frühlingszwiebeln darin braten, bis sie weich sind, mit Salz und Pfeffer würzen, in eine Schüssel umfüllen und abkühlen lassen.

Spinat, Kräuter, und das verquirlte Ei zum Lauch geben, alles gut vermischen. Den Feta dazu krümeln, gut einarbeiten und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wantan-Blätter auf der Arbeitsfläche auslegen. Je knapp einen Esslöffel Füllung in die Mitte je einer Teigplatte geben. Ränder mit etwas Wasser befeuchten und die Platten zu Dreiecken zusammendrücken; die Ränder dabei fest versiegeln.

Den Boden einer Pfanne mit Rapsöl bedecken und die Emapanadillas darin portionsweise in ca. 2  min unter Wenden knusprig ausbraten. Fertige Teigtaschen auf Küchenpapier abtropfen lassen und im Ofen warm halten.

Teigtaschen heiß mit Knoblauchsauce zum Dippen servieren.

Anmerkung: Original werden  für den Dipp 4 EL griechisches Joghurt und 4 EL Labneh verwendet. Ich habe es mir einfacher gemacht und eine größere Menge Naturjoghurt ca. 60 min in einem mit Küchenpapier ausgelegtem Sieb abtropfen lassen. Davon habe ich dann 8 EL verwendet.

 

 

4 Kommentare

    • Die kann man bestimmt auch anders füllen – geriebene, abgetropfte Zucchini könnte ich mir zum Beispiel gut vorstellen.

  1. So’n Asialaden hätte ich auch gerne ums Eck – ganz besonders, wenn mir bei einem Besuch bei dir das Wasser um Mund zusammenläuft…

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