Rhabarber-Mousse

Dieser Nachtisch musste ein ganzes Jahr auf seinen Einsatz warten. Ich habe ihn nämlich letztes Jahr in einer Ausgabe der “So isst Italien” entdeckt – und zwar leider kurz nach Ende der Rhabarber-Saison. Jetzt habe ich Rhabarber gesichtet – und mich wieder an die Mousse erinnert.

Heute ist Rhabarber für mich einer der ersten Frühlingsboten, auf den ich mich freue. Früher war ich kein besonderer Rhabarber-Fan; die Säure in Kombination mit dem pelzigen Gefühl, das die Oxalsäure hinterlässt, das war nicht meins. Als ich nach langer Abstinenz zum ersten Mal Rhabarberkompott gekocht habe, habe ich da so viel Natron zum Neutralisieren verwendet, dass man das Kompott dann auch wieder nicht essen konnte.

Gut, Kompott zählt sowieso nicht zu meinen Favoriten, da mache ich lieber etwas anderes: Rhabarberkuchen mit Baiser zum Beispiel. Sirup steht auch hoch im Kurs. Und genau wie letztes Jahr gilt auch dieses: Ihr müsst unbedingt dieses Rhabarber-Tempura versuchen, falls Ihr das noch nicht getan habt.  Und ich bin mir sicher, hätte ich diesen Nachtisch schon früher entdeckt, wäre mein Misstrauen dem Rhabarber gegenüber auch viel schneller geschrumpft.

Für die Mousse wird ein schnelles Rhabarberkompott gekocht. Dazu kommt weiße Schokolade, eine Eimasse, etwas Joghurt und am Ende Schlagsahne. Das Dessert ist nicht zu süß – und Rhabarber und weiße Schokolade sind eine schöne Kombination. Bei der Farbe, ich gebe es zu, wird etwas getrickst – die Masse ist mit roter Gelatine gebunden. Wenn Ihr Himbeer-Rhabarber bekommt, könnte es auch mit weißer Gelatine zu einer hübschen Farbe reichen.

Mit diesem Rezept entlasse ich Euch in die Osterfeiertage. Wie bei Euch wohl auch, ist es bei uns ungewöhnlich ruhig. Statt Verwandte zu besuchen, igeln wir uns ein – und haben fest vor, das Beste daraus zu machen. Das wünsche ich Euch auch – genießt die Tage und macht das Beste daraus.

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