Diesen Monat legt die kulinarische Weltreise von Volker einen Stopp in Großbritannien ein. Das freut mich, ich habe nämlich einen Hang zu britischem Essen. Ich weiß, das Essen dort hat traditionell einen schlechten Ruf, aber der ist nicht mehr gerechtfertigt. Es gibt viele kreative Köpfe, die sich tolle Rezepte ausdenken.
Zum Beispiel Tommy Banks*. Er betreibt in Oldstead das michelin-besternte Restaurant „The black Swan“ – und ganz nebenbei war er mit seinen damals 24 Jahren der jüngste Küchenchef, der einen Stern erhielt.
Von ihm habe ich mir dieses Rezept gemopst. Fishcakes sind ein sehr traditionelles Essen; kleine Küchlein auf der Basis von Kartoffelpüree mit geräucherten und frischem Fisch. Sie werden gerne auch als Resteverwertung für übrig gebliebenes Kartoffelpüree benutzt. Diese Variante ist etwas feiner – es werden frisch gemachte Ofenkartoffeln verwendet, ein wenig Crabmeat darf in die Küchlein und dazu gibt es eine Bechamelsauce mit den Aromen von Sauce Tartar.

Für 4 Personen:
- 150 g Kartoffeln
- 150 g Geräucherter Fisch (ich hatte Makrele)
- 150 g weißfleischiger Fisch (ich hatte Seelachs)
- 1 Lorbeerblatt
- 2 TL scharfer Senf
- 300 ml Milch
- Muskatnuss
- Salz, Pfeffer
- Saft und Schalenabrieb von 1/2 Zitrone
- 50 g Reifer Cheddar
- 50 g Crabmeat
- 1 Bund Frühlingszwiebeln
- 2 Eier
- 100 g Mehl
- 100g Panko
- Öl zum Braten
- Erbsensprossen zum Servieren
Tartare Velouté:
- 25 g Butter
- 25 g Mehl
- 1 Spritzer Zitronensaft
- 1 Handvoll gehackte Petersilie
- 2 EL gehackte Kapern
- Salz, Pfeffer
Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Kartoffeln rundherum einstechen und ca. eine Stunde im Ofen garen. Kartoffeln durchschneiden, das Fruchtfleisch herauskratzen und mit einer Gabel zerdrücken.
Inzwischen allen Fisch mit der Milch, dem Senf und den Lorbeerblättern in eine Pfanne geben, salzen. Zum Kochen bringen, dann Hitze abstellen und den Fisch 10 min ziehen lassen.
Cheddar reiben. Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden. Kartoffel in eine Schüssel geben. Eigelb, Butter, Muskatnuss, Saft und Schale der Zitrone, Cheddar, Frühlingszwiebeln, und Crabmeat zugeben, alles vermengen, salzen und einen EL der Pochierflüssigkeit zugeben.
Fisch aus der Milch heben, die Milch in einen Messbecher gießen. Den Fisch zu den Kartoffeln zupfen und alles gut vermengen. Mischung zu 6 Buletten formen.
Eier in einem Suppenteller verschlagen, Mehl und Panko in 2 andere Suppenteller geben. Jeden Fischcake erst im Mehl, dann im Ei und schließlich in Panko wenden.
Für die Sauce Butter in einem Topf schmelzen. Mehl einrühren und unter Rühren kurz mit anrösten. Nach und nach unter Rühren so viel von der Pochiermilch angießen, bis eine seidige Sauce entsteht. Petersilie und Kapern einrühren und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Warm halten.
Zum Braten der Fischcakes Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Buletten auf jeder Seite ca. 4 bis 5 min braten.
Zum Servieren auf jeden Teller einen Fischcake geben, rundherum großzügig Sauce angießen und mit Erbsensprossen garniert servieren. Dazu passt Kartoffelstampf.
Natürlich haben auch die Mitreisenden spannende Rezepte auf Lager:
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Mmmmh, das liest sich fein, das probiere ich mal aus!
Ich liebe ja Fishcakes, und diese verfeinerte Version gefällt mir noch besser.
Jaaa, hierher bitte, ich liebe diese Fish Cakes!
LG Wilma
….ob sie wohl den Transport überstehen? 😉
Vermutlich kaum 🙁
LG Wilma
Tja, Susanne, das hört sich mal wieder großartig an und sieht natürlich auch so aus. Schade, dass hier zuhause außer mir keiner „was mit Fisch“ mag 🙁 .
Liebe Grüße
Tina
Kein Fisch? Das ist schade. Obwohl ich hier auch eine Person habe, die Fisch nur in Stäbchenform…..😒
Boah, schnöde Fischfrikadelle aber sowas von aufgeputzt… Die sehen genial aus, schöne Aromen. Kommt auf die Nachkochliste 🙂
Ja, die sind gut aufmöbelt. Wobei ich aber die einfache Version auch mag.
Deine Fishcakes waren der Grund, warum ich keine Fishcakes zu dem Event machen konnte. Da muss doch jedes weitere Rezept abschmieren dagegen!
Die sind super, aber gegen „normale“ Fishcakes ist absolut nichts einzuwenden.
Hallo Susanne,
auch das Rezept kann mich überzeugen. Die Idee der „Kartoffel-Fischkrokette“ werde ich auf jeden Fall wiederverwenden. In welcher Form auch immer :-).
LG Volker
Der Klassiker ist etwas unaufwändiger und auch richtig gut.
Hallo Susanne,
Dein Rezept hat mich jetzt richtig gepackt. Werde ich auf jeden Fall ausprobieren.
Vielen Dank für Deinen Beitrag und viele Grüße
Ronald
Viel Spaß damit; Fisch ist ja ein bisschen Dein Spezialgebiet, oder?
Ich fange langsam an zu sabbern, wenn man ungefrühstückt ein tolles Rezept nach dem anderen liest und die herrlichen Fotos sieht.
Auch Deine Fischküchlein lachen mich extremst verführerisch an und flüstern „Eat me! I‘m an enchanted mermale… “
Liebe Grüße
Britta
Super, ab jetzt muss ich bei Fischküchlein immer an Meerjungmänner denken 😁.
OMG sieht das lecker aus, das englische Essen wird wirklich unterschätzt. LG Birgit
Ich hatte dort auch schon fettige Fish and Chips an denen ich quasi jetzt noch esse und Sandwiches mit ohne jegliches Salz; Salz ist überhaupt ein Thema…aber es hat sich viel getan und es gibt vor allem so viele kreative Köche, das ist echt toll.
Hallo Susanne,
wenn es ab heute nur Fisch auf der Welt geben würde ich würde schlicht weg verhungern ich mag ja leider keinen, aber wenn ich es nach den Aussehen beurteile sieht es auf jeden Fall lecker aus.
LG Britta
Ich habe gerade das Gefühl, dass ich dauernd Fisch mache bei der Weltreise. Jedenfalls musst Du leider oft sagen, dass du keinen Fisch magst…
Das liest sich sehr lecker. Danke!
Liebe Grüße
Katja aka Kaffeebohne
Wir mögen das sehr gerne; viel Spaß damit 😊.
Wow, das sit aber ein echt feines Leckerchen.
LG Michael
Danke, das finde ich auch :-).