Kichererbseneintopf mit Garnelen

kichererbsensuppe mit garnelen

Das ist eines dieser Gerichte, bei dem mit einfachen Zutaten etwas Tolles entsteht.

Ich bin mir zwar etwas unschlüssig, wie ich das Ganze denn nun nennen soll, denn für einen Eintopf ist es eigentlich zu wenig stückig – und für eine Suppe zu dickflüssig. Im Original heißt es einfach Kichererbsen mit Garnelen – keine schlechte Lösung 😉 .

Wie auch immer man es tauft – dieses Essen kommt rustikal und elegant zugleich daher. Salbei, Rosarin und Knoblauch sorgen für eine mediterranes Gefühl. Trotzdem hat das ganze eine deftige Note und ist ein schönes Essen für die kühlen, trüben Tage, wie wir sie leider gerade wieder haben.

Ganz wichtig finde ich, die Portionen mit einem senfartigen Blattgemüse anzurichten, das gibt der Suppe etwas Schärfe und haucht ihr erst richtig Leben ein. Im Original wird Rucola genommen. Ich habe erfreut festgestellt, dass die Brunnenkresse in meinem Kräutertopf sich fröhlich ausbreitet und habe diese verwendet.

  • 300 gr. getrocknete Kichererbsen, über Nacht in kaltem Wasser eingeweicht
  • 1 Lorbeerblatt
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1 Zweig Salbei
  • 3 El Olivenöl
  • 400 gr. Garnelen, geschält
  • 1 EL Rosmarinnadeln, gehackt
  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • 2 ordentliche Prisen Chili
  • eine große Handvoll Brunnenkresseblättchen oder Rucola

Zunächst die Kichererbsen abgießen, dann mit einer geschälten ganzen Knoblauchzehe, dem Salbei und dem Lorbeerblatt in einen großen Topf geben, mit reichlich Wasser bedecken und zum Kochen bringen. Die Kichererbsen in ca. 50 min weich kochen, dabei entstehenden Schaum immer wieder abschöpfen. Ihr braucht reichlich Wasser im Topf, denn am Ende wird ein Großteil der Kichererbsen mit ca. 750 ml Kochwasser püriert. Gegen Ende der Kochzeit Salz zufügen. Wenn die Kichererbsen gar sind, diese abgießen, das Kochwasser aber zurückbehalten. Ca 1 Tasse (250 ml) Kichererbsen zurückbehalten, den Rest mit 750 ml Kochwasser pürieren.

Restlichen Knoblauch schälen und fein hacken. 2 EL Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Knoblauch darin kurz andünsten, dann Tomaten und Chili zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen und alles kurz einkochen lassen. Dann das Kichererbsenpüree zugeben und alles nochmals ca. 5 min köcheln lassen, damit sich die Geschmäcker verbinden können. Wenn der Eintopf zu sehr eindickt, noch etwas Wasser zugeben.

Inzwischen in einer großen Pfanne das restliche Olivenöl erhitzen. Garnelen und Rosmarin zugeben und auf jeder Seite nur kurz braten, bis die Garnelen außen goldfarben und innen noch saftig sind. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen.  Vom Feuer nehmen und warmstellen.

Zum Anrichten die Suppe auf Teller verteilen.  Auf jeden Teller einige Garnelen und ganze Kichererbsen geben und mit Brunnenkresse oder Rucola dekorieren.

Rezept adaptiert aus: Tessa Kiros; Limoncello and Linen Water

Knusprige Frühlingsrollen

frühlingsrollen

Nun gab es hier ja schon längere Zeit keine asiatisch gefüllten Teigtaschen mehr. Mit anderen Worten – es wird Zeit für Frühlingsrollen 🙂 . Ist ja auch die richtige Jahreszeit.

Ihren Ursprung haben diese Röllchen im chinesischen Neujahrsfest: in der Füllung ist traditionell viel frisches Gemüse verarbeitet – als Ausgleich für Fleischexzesse und konserviertes Gemüse im Winter. In ihrer Form sollen sie an Seidenraupen erinnern, die normalerweise um die Zeit des Frühlingsfestes schlüpfen.

Mungbohnenkeimlinge (Sojasprossen) sind eigentlich ein fixer Bestandteil der Füllung. Ich habe leider keine frischen kriegen können, und über die Ware aus dem Glas sage ich mal nix 😉 . Ich habe der Einfachheit halber mehr Karotte und Frühlingszwiebe genommen. Wenn ihr Sojasprossen kriegt, nehmt Ihr etwas weniger Karotte und Frühlingszwiebel und dünstet die Sprossen mit dem Gemüse an.

Die Frühlingsrollen müssen übrigens nicht fritiert werden – man kann sie einfach in der Pfanne ausbraten. Etwas Öl und die richtige Hitzezufuhr (mittlere Hitze), und man bekommt knusprige Röllchen.

Für ca. 16 Rollen:

  • 150 gr. Hühnerbrust
  •  neutrales Öl zum Braten
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 1 cm Ingwer
  • 150 gr. Bambussprossen aus der Dose
  • 5 getrocknete Shiitake-Pilze
  • 3 Karotten
  • 2 El Speisestärke
  • 1  TL Sesamöl
  • 16 Teigblätter für Frühlingsrollen (Asia-Shop, Tiefkühlabteilung)

Für die Marinade:

  • 1 EL Reiswein
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 EL Speisestärke
  • 1 TL Zucker
  • Salz

Für die Sauce:

  • 2 EL Sojasauce
  • 1 EL Reiswein
  • 1 TL Zucker
  • Salz

Hühnerbrust in dünne Streifen schneiden. Lauchzwiebeln putzen und in dünne Ringe schneiden. Ingwer schälen und fein hacken. Bambusssprossen abtropfen lassen. Shiitake in kochendem Wasser 10 min einweichen, dann die Stiele entfernen und die Hütchen in feine Streifen schneiden. Karotten schälen und grob raffeln.

Für die Marinade alle Zutaten vermischen. Das Hühnerfleisch hineingeben und ca. 20 min marinieren.

2 El Öl in einem Wok erhitzen. Das Hühnchenfleisch bei starker Hitze rührbraten, bis es etwas Farbe annimmt, dann herausnehmen beiseite stellen.

Weitere 2 EL Öl im Wok erhitzen und jetzt Frühlingszwiebeln und Ingwer kurz anbraten. Bambussprossen, Shiitake und Karotten zugeben und alles kurz durchrühren. Dann die Zutaten für die Sauce untermischen, das Hühnchenfleisch wieder zugeben alles nochmals durchrühren. Dann in eine Schüssel geben und abkühlen lassen. Nach dem Abkühlen Speisestärke und Sesamöl untermischen.

Nun zum Zusammenbauen:

Ein Teigblatt auf die Arbeitsfläche legen. Etwas Füllung mittig der Länge nach darauf verteilen, das Blatt oben und unten über der Füllung einklappen, Teigblatt über der Füllung falten und dann die Füllung mitsamt dem Teigblatt fest einrollen; dabei etwas Rand lassen. Den Rand mit Wasser bestreichen, fertig zusammenrollen und festdrücken.

Zum Braten 2 El Öl im Wok erhitzen. Ca. 4 Frühlingsrollen hineinlegen und bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun und knusprig ausbraten. Warmstellen und mit den übrigen Rollen ebenso verfahren.

Wir haben die Röllchen einfach mit Sojsauce gegessen. Gut macht sich aber auch ein Dipp aus Sojasauce und Reisessig. Li Hong empfiehlt süß-saure Sauce aus dem Asia-Shop…..aber das ist jetzt nicht so meins.

Rezept adaptiert aus: Li Hong, Der Duft der Heimat

Risotto mit Spargel und Rucola-Pesto

Risotto mit Spargel und Rucola-Pesto

Es ist grün….

Als ich am Wochenende vom Einkaufen wiederkam  und meine Beute auspackte, musste ich lachen. Ich hatte tatsächlich nahezu nur grüne Gemüse gekauft: Zucchini, Okra, grüner Spargel, Petersilie, Avocado, Rucola……scheinbar gab es da gewisse Entzugserscheinungen 🙂

Das Risotto stand schon länger auf dem Plan, für den Fall, dass es endlich Spargel gibt. Ich habe danach gelechzt. Ich gebe zu: es ist noch ein bißchen früh. Aber es ging nicht mehr anders; ich mußte endlich Spargel haben.

Risotto könnte ich ohnehin ständig essen; Spargel, wenn die Zeit ist, auch – also ist die Kombination auch schon mal was für mich. Der ohnehin schon recht kräftige grüne Spargel kriegt durch das Rucola-Pesto nochmal einen würzigeren Dreh – und mit der Farbe wird es endlich Frühling!

Für 4 Portionen:

  • 250 gr. Risotto-Reis
  • 1 Bund grüner Spargel
  • 1 Schalotte
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 100 gr. Rucola
  • 50 ml Olivenöl + 2 EL
  • 50 ml trockener Weißwein
  • 50 gr. Pinienkerne
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • ein Stich Butter
  • etwas frisch geriebener Parmesan, Salz, Pfeffer aus der Mühle

Zunächst für das Pesto den Rucola waschen und trockenschleudern. Dann mit 50 ml Olivenöl, Pinienkernen und Knoblauch im Mixer pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Spargel waschen und die unteren holzigen Enden abschneiden. Stangen in ca. 2 cm lange Stücke schneiden. In einem Topf Salzwasser erhitzen und die Spargelstückchen darin 5 min blanchieren.  Die Gemüsebrühe erhitzen.

Die Schalotte schälen und fein hacken. In einem Topf die 2 EL Olivenöl erhitzen und die Schalotte glasig anbraten. Den Reis zugeben und unter Rühren glasig braten. Mit Weißwein ablöschen und unter Rühren einkochen lassen. Nun schöpflöffelweise die heiße Gemüsebrühe zugeben und jeweils unter Rühren einkochen lassen. So weiter verfahren, bis der Reis außen weich ist und innen noch einen leicht bissfesten Kern hat.

Kurz vor Ende der Garzeit die Spargelstücke und das Rucola-Pesto unterrühren.

Zum Fertigstellen etwas Butter und frisch geriebenen Parmesan unterrühren und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Rezept adaptiert aus: Saveurs 2/2013

Banh mi – Baguette auf vietnamesisch

banh mi

Zum ersten Mal bin ich in Dorries schönem Blog auf dieses Brot gestoßen, und im ersten Augenblick baute sich vor mir ein großes Fragezeichen auf. Baguette? In Vietnam? Ach ja…..die Kolonialzeit. Frankreich hat seine Spuren hinterlassen. Das Brot hat mich natürlich interessiert – neue Brotsorten reizen mich immer. Als erstes habe ich das von Dorrie verlinkte Rezept nachgebacken. Das Ergebnis hat mir damals nicht so zugesagt.

Nun habe ich beim Blättern ein neue Idee für Banh Mi gefunden. Das Brot kommt ohne Vorteig aus, benötigt aber sehr lange Gehzeiten. Dadurch wird es schön aromatisch. Der Clou an dem ganzen ist aber ein gewisser Anteil an Reismehl, was für eine eine schöne Krume und eine sehr helle Farbe sorgt. Das Brot ist schön luftig und hat eine dünne Kruste.

Banh mi ist nicht so lang und schlank geformt wie seine französischen Verwandten, sondern kommt eher kürzer und ein bisschen gedrungen daher. Es wird gerne benutzt, um köstliche Sandwiches herzustellen.

Für 4 Baguettes:

  • 140 gr. Reismehl
  • 350 gr. Weizenmehl 550
  • 10 gr. frische Hefe
  • 2 TL Salz
  • 350 ml Wasser, handwarm

Die Mehle zusammen mit dem Salz in eine Schüssel geben.

Die Hefe im Wasser auflösen.

Das Hefewasser zum Mehl geben und alles zu einem elastischen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst.

Dann die Schüssel gut zudecken (ich mag am liebsten Teigschüsseln mit Deckel, da trocknet nichts aus) und den Teig an einem Warmen Ort drei Stunden gehen lassen.

Dann den Teig nochmals kurz durchkneten. Die Arbeitsfläche leicht bemehlen. Den Teig aus der Schüssel holen und in 4 gleich schwere Teile teilen. Stücke abdecken, am besten mit Frischhaltefolie, und nochmals zwei Stunden ruhen lassen.

Nun die Stücke zu Kugeln formen. Jede Kugel zu einem länglichen Laib formen, der in der Mitte dicker ist und ann den Enden spitz zuläuft. Laibe auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und eine weitere Stunde gehen lassen.

Inzwischen den Backofen auf 250°C vorheizen. Die Laibe mit einem Cutter oder einem scharfen Messer je dreimal schräg einschneiden. Blech in den Ofen schieben und zur Dampferzeugung mit einer Blumenspritze einige Stöße Wasser in den Ofen geben.  Die Temperatur auf 230°C reduzieren und die Brote in ca. 20-25 min fertigbacken.

Rezept adaptiert aus: Curry: Die 120 besten Rezepte

Bärlauch-Kartoffel-Suppe

bärlauch-kartoffel-suppe

Endlich ist er pflückreif, der Bärlauch. Das hat ja gedauert dieses Jahr. Letztes Jahr um diese Zeit war die Saison schon wieder vorbei.

Vor einigen Jahren habe ich entdeckt, dass im Biotop um die Ecke große Mengen an wildem Bärlauch wachsen. Anfangs löste das ziemliche Sammelwut bei mir aus. Ich schleppte Unmengen der würzigen Blätter nach Hause und stellte einen Jahresvorrat an Pasten und Pestos her. Inzwischen bin ich sehr viel gemäßigter, denn ich habe festgestellt, dass Bärlauch für mich mit den ersten Frühlingsanfängen verknüpft ist. Es gibt ein, zwei Gerichte mit Bärlauch und ein Töpfchen mit Pesto. Dann ist der Vorfrühling vorbei – und der Bärlauch wird bis zum nächsten Jahr durch andere Genüsse verdrängt.

Diese Suppe stand ganz oben auf meiner Liste für den Fall, dass es endlich Bärlauch gibt. Und es ist wirklich ein feines Süppchen; ein schönes Essen für den vegetarischen Donnerstag. Die geschlagene Sahne macht alles wunderbar leicht und schaumig. Allerdings habe ich die Suppe etwas verschlankt. Im Rezept werden 400 gr. Sahne verwendet, 200 gr. zum Kochen, 200 gr. werden geschlagen untergehoben. Das war mir zu mächtig. Deshalb habe ich zum Kochen nur Brühe verwendet und keine Sahne.

  • 2 Kartoffeln, mehlige Sorte
  • 1 Schalotte
  • etwas Butter
  • 100 ml Weißwein
  • 3/4 l Gemüsebrühe
  • 100 gr. Bärlauch
  • 200 gr. Schlagsahne
  • Salz, Cayennepfeffer, Zitronensaft

Schalotte schälen und fein hacken.

Kartoffeln schälen, waschen und dann auf einer Gemüsereibe fein raffeln.

Butter in einem großen Topf schmelzen lassen und die Schalottenwürfel darin glasig dünsten, dann die geriebene Karoffel zugeben und kurz mitdünsten. Mit dem Weißwein ablöschen. Die Brühe zugießen und alles ca. 20 min garen.

Den Bärlauch vorsichtig waschen und gründlich trockentupfen.  Die Sahne steif schlagen.

Den Bärlauch zur Suppe geben und alles fein pürieren. Wer eine feinere Konsistenz mag, passiert die Suppe zusätzlich durch ein Sieb ab. Die geschlagene Sahne unterheben. Die Suppe mit Salz, Cayennepfeffer und Zitronensaft abschmecken und gleich zu Tisch bringen.

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Rezept adaptiert aus: Einfach. Gut. Bachmeier

Salat mit Edamame und Radieschen, dazu grüne Tahini-Sauce

salat mit radieschen und edamame

Am Wochenende haben wir tatsächlich die Grillsaison eröffnet. Endlich konnte man draußen sitzen, ohne mit den Zähnen zu klappern, nassgeregnet oder vom Winde verweht zu werden.

Ich grille gerne, aber im Grunde sind mir die Beilagen fast wichtiger als das, was auf dem Grill liegt. Frische Salate und gutes Brot gehören für mich auf jeden Fall dazu; sonst macht das Ganze keinen Spaß.

Dieser Salat kommt frühlingsfrisch daher und besticht nicht nur durch schöne Aromen (wenn Kreuzkümmel und Salzzitronen unter den Zutaten sind, bestehen gute Chancen, dass mir etwas schmeckt 🙂 ), sondern auch durch Farbenpracht – gerade recht, nachdem so lange alles grau in grau war. Mit Brot und dem Dipp dazu kann er auch als leichtes Hauptgericht herhalten. Im Original wird der Salat übrigens mit Dicken Bohnen statt Edamame zubereitet. Das Rezept ergibt eine ordentliche Menge; aber der Salat hält sich ein wenig, und ich könnte mir gut vorstellen, dass er auch so manche Lunchbox und das ein oder andere Picknick bereichert.

Der Dipp hat übrigens nicht nur unseren Salat angereichert – er passte auch wunderbar zu den Lammkottelets vom Grill.

Ach ja, Brot gab es natürlich auch, wie Ihr auf dem Bild sehen könnt. Es war das Dinkel-Weizen-Mischbrot nach auchwas; das ich nur wärmstens empfehlen kann.

Für den Salat:

  • 500 gr. Edamame
  • 350 gr. Radieschen
  • 1/ 2 kleine rote Zwiebel
  • 30 gr. eingelegte Zitrone
  • Saft von 2 Zitronen
  • 2 El Petersilienblättchen
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Für die Sauce:

  • 150 ml Tahin
  • 80 ml Zitronensaft
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1/2 TL Salz
  • 30 gr. Petersilie

Für den Salat zunächst die gefrorenen Edamame in kochendem Salzwasser ca 5 min blanchieren; dann abtropfen und auskühlen lassen.

Die Radieschen waschen, putzen und in jeweils 6 Spalten schneiden. Zwiebel und Zitrone fein hacken. Radieschen und Edamame zusammen mit Zwiebel und Zitrone in eine Schüssel geben und mit Zitronensaft, Olivenöl und Kreuzkümmel vermischen. Den Salat mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Petersilie fein hacken und unterheben.

Für die Sauce den Knoblauch und die Petersilienblättchen ganz fein hacken.

Tahin in einer Schüssel mit 150 ml Wasser glattrühren, dann Zitronensaft und Knoblauch einrühren und die Mischung salzen.  Die Petersilie einrühren. Die Mischung sollte cremig und klümpchenfrei sein; wenn sie zu dick ist, noch etwas Wasser zugeben. Probieren und, wenn nötig, nachsalzen.

Zum Servieren den Salat in Schälchen geben und mit etwas  Sauce toppen.

Rezept adaptiert aus: Ottolenghi, Das Kochbuch*

Pizza “Zigni”

pizza zigni

Ein neues Event bei der unermüdlichen Zorra: diesmal möchte Luna wissen, was uns zum Thema Pizza einfällt. Das ist so leicht, dass es fast schon wieder schierig ist, denn Pizza geht, wie bei den meisten, bei uns immer. Das Schöne ist die Vielseitigkeit. Das Schwierige ist, aus der Masse der Ideen eine Auswahl zu treffen. Ich mache meist einzelne Pizzen, so bekommt jeder den Belag, den er sich wünscht. Meine Tochter mag es pur: Tomatensauce und Mozzarella. Für Sohnemann muss sich meist Salami auf der Pizza tummeln. Und mein Mann und ich – wir mögen jedes Mal etwas anderes.

Dieser Belag hier gehört zu meinen Lieblingen: Eine würzige Tomatensauce mit etwas grüner Paprika, scharf genug, um eine durchschnittliche Erkältung in die Flucht zu schlagen. Wir sprechen von Pizza mit äthiopisch inspiriertem Belag 🙂 Die Idee dazu stammt aus dem wunderbaren vegetarischen Kochbuch Celia Brooks Brown. Der Belag lebt von Berebere, einer Würzmischung, die gerne auch als “äthiopisches Curry” bezeichnet wird. Berebere kann man, wenn man einen durchschnittlich bestückten Gewürzbestand hat, ganz fix selber machen. Das Rezept unten ergibt eine ordentliche Menge, aber Berebere peppt mehr auf als nur Pizzasaucen…

Die Vielfalt hört ja beim Belag nicht auf. Auch was den Teig angeht, kann man aus den verschiedensten Varianten wählen. Für den spontanen Gusto auf Pizza setze ich meist einen Teig aus 250 gr. Mehl, 5 gr. Hefe, 5 gr. Salz, 160 gr. Wasser und 2 EL Olivenöl an. Mit der halben Hefemenge und etwas mehr Planung kann dieser Teig auch mal einige Stunden im Kühlschrank auf seinen Einsatz warten. Diesmal habe ich vorausgeplant und den Pizzateig aus dem Sauerteigforum genommen, über den ich zuletzt bei der Turbohausfrau wieder gestolpert bin. Wenn man den immer im Kühlschrank hat, kann man jederzeit Pizza machen.

Beim Backen der Pizza gibt es für mich aber nur eine Option, und die heißt Pizzastein*. Der gibt zum einen ordentlich Hitze ab und entzieht zum anderen dem Teigboden etwas Feuchtigkeit – für einen knusprigen, geschmackvollen  Pizzaboden. Ehrlich gesagt, finde ich die Verwendung des Steines fast wichtiger als die brennende Frage, was für einen Teig man denn nun für seine Pizza verwendet.

Für den Teig (2 Pizzen):

  • 300 gr. Mehl 550
  • 180 gr. Wasser
  • 1,5 gr. frische Hefe
  • 6 gr. Salz
  • 1 1/2 EL Olivenöl

Die Hefe im Wasser auflösen. Dann aus allen Zutaten einen elastischen Teig kneten. Den Teig in eine Schüssel mit Deckel geben und eine Stunde bei Zimmertemperatur anspringen lassen. Dann in den Kühlschrank geben. Der Teig kann im Kühlschrank nun vor sich hin gehen. Er soll sich so bis zu 8 Tagen halten; ich habe ihn nach 6 Tagen hervorgeholt und verbacken.

Für das Berebere:

  • 2 TL Kreuzkümmelsamen
  • 8 Nelken
  • 1 TL Kardamomsamen
  • 1/2 TL Pfefferkörner
  • 1 TL Bockhornkleesamen
  • 1 TL Koriandersamen
  • 8 kleine getrockenete Chilis
  • 1/2 TL Ingwerpulver
  • 1/4 TL Piment
  • 1/4 TL Kurkuma
  • 1 TL Salz
  • 1/4 TL Zimtpulver
  • 3 EL Paprika (je nach Konstitution edelsüß oder rosenscharf 😉 )

Die ganzen Gewürze in einem Pfännchen ohne Fett rösten, bis sie zu duften beginnen. Alls abkühlen lassen und zusammen mit den restlichen Gewürzen in einer sauberen Kaffeemühle oder einem Mörser zu einem feinen Pulver vermahlen.

Für den Belag:

  • 2 EL Olivenöl
  • 2 Zehen Knoblauch, fein gehackt
  • 1 grüne Paprikaschote, entkernt und fein gehackt
  • 2 große Tomaten, gehackt
  • 2 TL Berebere
  • Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Kugel Büffelmozzarella

Eine Pfanne erhitzen, Öl hineingeben. Den Knoblauch kurz anbraten, dann Paprika, Tomaten, Oregano und Berebere zugeben und alles mit Salz und Pfeffer würzen. Die Sauce ca. 10 min einkochen lassen, dann das Tomatenmark einrühren und alles nochmals kurz aufkochen lassen.

Zum Fertigstellen den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und ca. 1 h Zimmertemperatur annehmen lassen. Den Pizzastein in den Ofen schieben und die Temperatur so hoch wie möglich stellen.

Den Teig in 2 Teile teilen und rundwirken. Ca. 5 min ruhen lassen, dann läßt er sich besser ausrollen.

Den Pizzaschieber etwas bemehlen, eine Teigkugel darauf legen und ganz dünn ausrollen (oder ausziehen, ja nach Fertigkeit 🙂 ). Die Hälfte der Sauce darauf verteilen und die Hälfte des Mozzarella darüber zupfen. Pizza mittels des Schiebers auf den Stein schubsen und backen, bis sie am Rand goldbraun und knusprig ist. Mit der zweiten Teighälfte ebenso verfahren.

Bulgur-Plätzchen mit Gemüse

Bulgur-Plätzchen mit Gemüse

Mit Pflanzerl kriegt man mich immer…..Fleischpflanzerl, Grünkernpflanzerl, Pflanzerl mit Linsen, mit Fisch….ich liebe es. An diesen hier hat mir besonders gut gefallen, dass das Gemüse schon drin ist, sowohl in den Plätzchen als auch im Dip. Das schmeckt nicht nur gut, sondern kommt auch meiner natürlichen Faulheit entgegen – ich spare mir die Gemüsebeilage 🙂 . Die Plätzchen sind außen schön knusprig, innen durch den Gemüseanteil wunderbar saftig und mit einem Salat dazu eine frühlingsfrische Mahlzeit.

Eine kurze Anmerkung zum Bulgur: es wäre wohl eine gute Idee, für dieses Plätzchen feinen Bulgur zu nehmen. Ich hatte grade nur den groben zur Hand, der eigentlich eher für Beilagen verwendet wird. Funktioniert haben die Pflanzerl trotzdem, allerdings habe ich zum Abbinden zwei Eier gebraucht und nicht nur eines, wie es im Rezept angegeben war.

Für den Dip:

  • 250 gr. Quark (ich: 20 %iger)
  • 1 Gurke
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Bund Dill
  • Salz, Cayennepfeffer und ein Spritzer Zitronensaft

Für die Bulgur-Plätzchen:

  • 100 gr. Bulgur
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 1 rote Paprikaschote
  • 1 Karotte
  • 2 Stangen Sellerie
  • 1 Zwiebel
  • 1- 2  Eier, je nach Konsistenz der Masse
  • 3-4 EL Semmelbrösel
  • 2-3 Mehl
  • Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß
  • Öl zum Braten

Zunächst den Dip herstellen:

Dafür die Gurke schälen, halbieren, die Kerne ausschaben. Das Fruchtfleisch in kleine Würfelchen schneiden. Die Dillblättchen abzupfen und fein hacken, Knoblauch ebenfalls fein hacken. Alles unter den Quark rühren und den Dip mit Salz, Cayennepfeffer und Zitronensaft pikant abschmecken.

Für die Puffer zunächst die Brühe aufkochen, den Bulgur einstreuen und bei  schwacher Hitze ziehen lassen, bis die Flüssigkeit aufgesogen und der Bulgur gar ist. Dann etwas abkühlen lassen.

Das Gemüse waschen, putzen und in kleine Würfel schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse darin einige Minuten dünsten. Kräftig mit Salz, Pfeffer und Paprika abschmecken, beiseite stellen und etwas abkühlen lassen.

Dann den Bulgur mit Gemüse, Ei, Mehl und Semmelbröseln zu einer homogenen Masse verkneten und  mit feuchten Händen zu ca. 2 cm dicken Plätzchen formen.

Öl in einer großen, beschichteten Pfanne erhitzen und die Bratlinge darin auf jeder Seite ca. 5 min braten, bis sie außen appetitlich gebräunt und knusprig sind.

Mit dem Dip servieren.

Rezept adaptiert aus: slowly veggie!

Südindisches Curry mit Kartoffeln und Spinat

kartoffel-spinat-curry

…..und mit Hindernissen.

Frische geraspelte  Kokosnuss verlangte das Rezept. Nichts leichter als das. Kaufe ich halt mal wieder eine Kokosnuss. Als ich das Kokoswasser probierte, verzog ich schon leicht den Mund. Irgendwie sauer…naja…knacken wir die Nuss erst mal. Das Ergebnis war…..zum Wegschmeissen. Glücklicherweise hatte ich Kinder zuhause, die grade nichts zu tun hatten – außer sich zu langweilen und zu streiten. “Geht doch mal zu Edeka, bringt mir Kokosraspeln. Das restliche Geld dürft Ihr behalten”. Eine Stunde später…Kinder ohne Kokosraspeln und ohne Restgeld. “Mama, die Kokosraspeln waren aus”. Mama ging dann eben doch selbst gucken. Stimmt. Kokosraspeln waren aus. Aber in der Kühltheke gab es noch vorbereitete Kokosnussstücke. Die sind  erst im Einkaufkörbchen und dann im Curry gelandet. Dass  die getrockneten Raspeln ausverkauft waren, hat sich als ein großes Glück erwiesen – denn die frische Kokosnuss hat dem Curry eine völlig andere Konsistenz gegeben als die getrocknete, eingeweichte Variante, die ich mir als Notlösung ausgedacht hatte.

Letztendlich hat sich die Jagd nach der Kokosnuss gelohnt: das Ergebnis war ein mildes Curry mit einer feinen Kokosnuss-Note und einem schönen Biss. Die Kartoffel-Kokos -Kombination wird es bestimmt noch öfter geben.

  • 2 El neutrales Öl oder Ghee
  • 1 TL schwarze Senfsamen
  • 1 große Zwiebel, fein gehackt
  • 2 cm frischer Ingwer, geschält und gerieben
  • 2 grüne Chilis, Samen entfernt und gehackt
  • 10 Curry-Blätter
  • 500 gr. Kartoffeln, geschält und in Würfel geschnitten
  • 500 gr. Spinat, gehackt
  • 100 gr. frische Kokosrapeln
  • Salz

Öl in einer großen Pfanne erhitzen, die Senfsamen hineingeben und kurz durchrühren, bis die Samen zu springen anfangen. Danach die Zwiebel zugeben und goldbraun und glasig braten. Ingwer und Chilies einrühren und mitrösten, danach die Curryblätter und Kartoffeln zugeben und unter Rühren mitbraten, bis die Kartoffeln halb gegart sind.

Nun Spinat und Kokosnuss in die Pfanne geben und alles salzen. Einen Deckel auflegen und alles köcheln lassen, bis der Spinat zusammengefallen ist. Dann den Deckel wieder abnehmen und und ca. 5 min weiterbraten, bis die Kartoffeln gar sind und die Flüssigkeit verdampft ist. Die Würzung überprüfen und alles gleich auf den Tisch bringen.

Das Curry kommt grade mal wieder recht zum Veggie-Day…

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Rezept adaptiert aus: Pushpesh Pant, India*

Ile Flottant

ile flottant

Die Feiertage sind ja nun schon wieder vorbeigesaust. Für den nächsten Anlass schiebe ich einen schönen Nachtisch hinterher 🙂 .

Das ist mein Lieblingsdessert. Und zugleich mein Angstgegner. Schneeeier, die wie kleine Inseln auf einer Crème anglaise schwimmen. Ich bin keine große Dessert-Esserin, aber da könnte ich mich reinlegen. Schon oft gegessen. Und unzählige Male daran gescheitert, diese Leckerei selbst herzustellen. Crème anglaise – kein Problem. Aber diese vermaledeiten Schneeeier – nix zu machen. Jedesmal gingen sie beim Garen auf wie Luftballons, und jedes Mal fielen sie zu klitschigen, ungenießbaren Fladen zusammen, wenn ich sie von der Hitze nahm.

Diesmal hat es funktioniert. Ich habe mich mal fast übergenau ans Rezept gehalten…die Eischneemasse ist nicht so hoch aufgeschossen wie sonst, dafür ist sie aber hinterher auch nicht in sich zusammengesackt.  Ile flottant gibt es jetzt öfter….

Die Crème anglaise bezieht hier ihren besonderen Kick durch etwas Langpfeffer. Wer den nicht hat oder mag, kann ihn weglassen oder durch normalen Pfeffer ersetzen.

Der Nachtisch läßt sich gut vorbereiten: Man kann die Komponenten herstellen, gekühlt aufheben und vor dem Servieren alles fix zusammenstellen.

Für die Crème anglaise:

  • 4 Eigelb
  • 80 gr. Zucker
  • 1 Vanilleschote
  • 500 ml Milch
  • 1/2 TL Langpfeffer, im Mörser fein zerstoßen

Für die Schneeeier:

  • 2 Eiweiß
  • 50 gr. gesiebter Puderzucker
  • etwas Zitronensaft
  • 1 Prise Salz

Zunächst die Crème anglaise herstellen: dazu das Mark der Vanilleschote auskratzen. Die Milch, das Mark, die Vanilleschote und den Langpfeffer in einen Topf geben und alles kurz aufkochen lassen. In einer Schüssel Eigelbe und Zucker mit einem Schneebesen verquirlen. Etwas heiße Milch einrühren, dann schöpflöffelweise die restliche Milch in die Eigelbmischung quirlen. Die Masse in einen frischen Topf geben und bei ganz geringer Hitze noch 5 min weiterrühren, bis die Eiermilch etwas dick wird. Nicht kochen lassen, sonst gerinnt das Ei. Dann vom Feuer nehmen, abkühlen lassen und einige Stunden kühl stellen. Die Masse dickt dabei weiter ein.

Für die Schneeeier die Eiweiße mit Puderzucker, Zitrone und Salz steif schlagen bis sich Spitzen bilden.

Dann in einer weiten Pfanne Wasser zum Köcheln bringen. Von der Baisermasse mit einem Esslöffel nacheinander Nocken abstechen und auf das siedende Wasser legen. Die Nocken im Wasser einige Minuten ziehen lassen. Sie sollen aufgegangen sein und gerade eben fest werden. Ich habe es diesmal so gemacht, dass ich die Nocken noch eine Minute habe ziehen lassen, als ich schon das Gefühl hatte, dass sie fertig sind.

Nocken mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf Backpapier abtropfen lassen.

Zum Anrichten jeweils etwas Crème anglaise in ein Glas geben und eine Schaumnocke darauf drapieren. Ich hatte keine Gläser, die oben weit genug waren, um eine ganze Nocke aufzunehmen und habe deshalb kleinere Nocken ausgestochen.

Rezept adaptiert aus: Rachel Khoo, Paris in meiner Küche*