
Es ist mal wieder Zeit für eine neue Runde „Koch mein Rezept“ – das funktioniert immer noch so, dass maneinen anderen Blog zugelost bekommt, sich dort umschaut und sich ein Rezept zum Nachkochen raussucht. Mit wurde diesmal der Blog von Nata zugelost, und das hat mich sehr gefreut, denn immerhin haben wir schon mal einen Kaffee zusammen getrunken 😊. Und ich verdanke ihr grundlegende Erkenntnisse, was das Zubereiten von Miesmuscheln angeht. Ich mag ihren lakonischen Schreibstil – und den Namen ihres Blogs; ich muss da immer ein wenig grinsen – Pasta Sciutta (gesprochen Pasta Schuta, richtig geschrieben Pasta Asciutta, aber das wußte damals keiner…) das war ja zu meiner Kinderzeit der Inbegriff an Weltläufigkeit, was das Essen anging – man merkt, ich bin nicht mehr ganz taufrisch.
Nata bloggt schon sehr lange – wenn auch zur Zeit nicht sehr oft. Ich habe mich ein wenig umgesehen, das geht am besten über das Register. Über die Jahre hat sich da ein bisschen was an Rezepten angesammelt und ich habe länger rumgesucht, bis sich mich entscheiden konnte. Ich muss unbedingt noch die rheinische Erbsensuppe machen und wenn mich mal der Ehrgeiz packt, dann kommt der Geburtstagskuchen nach Christina Tosi auf den Tisch. Jetzt aber gibt es Linsenfrikadellen – und bei Nata auch die Story dazu. Dazu habe ich mir noch die rote Sauce aus Tomaten und Paprika rausgesucht. Dicke Empfehlung für beides – wir haben gut gegessen an diesem Abend.

Für 4 Personen:
Zutaten:
Linsenfrikadellen:
- 1 Bund glatte Petersilie
- 150 g rote Linsen
- ca. 250 bis 300 ml Wasser
- 1 Schalotte
- 1 Zehe Knoblauch
- Olivenöl zum Braten
- Salz, Pfeffer aus der Mühle
- Pul Biber
- 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
- 1 TL getrockneter Oregano
- 60 g feine Haferflocken (original: Paniermehl)
Sauce:
- 1 rote Zwiebel
- Salz, Pfeffer aus der Mühle
- 2 Zehen Knoblauch
- 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
- etwas Piment d’Espelette (original: Gochugaru)
- 2 rote Spitzpaprika
- 1 Dose gehackte Tomaten (400 g) (original: 500 g frische Tomaten)
Arbeitschritte:
Für die Frikadellen die Petersilie zupfen und fein schneiden. Linsen in ein feinmaschiges Sieb geben, abbrausen und abtropfen lassen. Linsen dann mit 250 ml Wasser in einen Topf geben, leicht salzen und bedeckt gar kochen. Die Linsen sollen dabei nicht ganz trocken werden, wenn das passiert, noch etwas mehr Wasser zugeben. Linsen mitsamt der Restflüssigkeit in eine Schüssel geben.
Während die Linsen kochen, Schalotte und Knoblauch schälen und fein würfeln. Schalotte in Olivenöl mit etwas Salz goldbraun braten, dann den Knoblauch zugeben und kurz mitbraten. Abkühlen lassen. Petersilie zupfen und fein schneiden.
Schalottenmischung, Petersilie und Gewürze zu den noch warmen Linsen geben nach und nach die Haferflocken einarbeiten, die Masse mit Salz und Pfeffer würzen und ruhen lassen, während man die Sauce zubereitet.
Für die Sauce Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Paprika putzen und das Fruchtfleisch ebenfalls fein würfeln. Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig anbraten. Knoblauch kurz mitgaren dann die Paprikawürfel zugeben und alles braten, bis die Paprika etwas weicher werden. Tomaten zugeben, salzen, Kreuzkümmel einrühren und alles köcheln lassen, während man die Frikadellen fertig stellt.
Für die Frikadellen nicht zu wenig Olivenöl in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen. Aus der Linsenmasse mit einem Eisportionierer 12 Kugeln ausstechen, diese mit angefeuchteten Händen zu Frikadellen formen und von beiden Seiten goldbraun braten. Vorsicht beim Wenden, die Frikadellen sind recht weich.
Die Sauce mit Salz und Piment d’Espelette abschmecken.
Frikadellen mit der Sauce anrichten und servieren.


Liebe Magentratzerl Zauberin!
Ich bin vom für heute ausgesuchten Rezept begeistert, kanns nicht erwarten, das zu probieren. Danke!
nun tu ich mich etwas schwer, aber tu es trotzdem, weil ich sonst und überhaupt die Ausdrucksweise des Blogs so sehr schätze.
here comes, und nicht brsserwisserisch gemeint –
(Kochstiel, nein) >. KOCHSTIL
Pasta ASCIUTTA (aber vlt war das ja absichtlich so geschrieben)
Nix für ungut!
Lg Brigitte
Ah, du hast meine Tippfehler gefunden, danke – der Schreibstil ist verbessert; bei Pasta Sciuta denke ich noch nach – weil der Blog halt so heißt, und weil das auch so hieß als Essen. Gesehen zuletzt in den 2000ern in Stuttgart als Aushang an einer Metzgerei: Tagesessen: Pasta Schuta 😬.