Geschmortes Schweinefleisch mit Erbsen auf hawaianische Art

Ich treibe mich kochtechnisch noch immer wieder mal gerne auf Hawaii herum, in dem Buch von Sheldon Simeon* gibt es einfach viele Gerichte, die mich sehr anlachen. So wie dieses: im Simeon-Haushalt heißt es „pork guisantes“ und ist ein erklärtes Lieblingsessen. Das Gericht hat seinen Ursprung auf den Philippinen.

Das ist auch das, was mich an der hawainischen Küche fasziniert – es kommen so viele Einflüsse zusammen, von den Philippinen, aus Japan, aus Korea, aus den USA, und daraus ist eine eigenständige Küche entstanden. Auch bei diesem Essen hat man in der Familie so lange etwas verbessert, bis etwas Eigenes daraus wurde. Die Simeonsche Geheimzutat sind einige Esslöffel condensed cream of mushroom soup – die habe ich durch Pilzsojasauce und Sahne ersetzt.

Im Übrigen ist das ein schönes Schmorgericht, dass sich fast von selbst kocht. Was aber wichtig ist, ist dass die Erbsen nicht zu lange mitgegart werden; sie müssen ihre Farbe behalten. Und: das Gericht lebt von dem Kontrast zwischen weichem Fleisch und knackigen Erbsen.

Für 4 bis 6 Portionen:

Zutaten:

  • 800 g Schweineschulter
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 3 Lorbeerblätter
  • 120 ml Sojasauce
  • 3 EL Apfelessig
  • 2 EL neutrales Öl
  • 1 kleine Zwiebel
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 1 EL Pilz-Sojasauce
  • 2 EL Sahne
  • 3 EL Tomatenmark
  • 400 g Erbsen, TK-Ware, nicht aufgetaut
  • 1/2 TL gemahlener Zimt
  • gegarter Reis zum Servieren

Arbeitsschritte:

Das Fleisch in ca. 5 cm lange Streifen schneiden. In einer Schüssel mit 1 TL Salz, reichlich frisch gemahlenem Pfeffer, den Lorbeerblätter, der Sojasauce und dem Apfelessig vermischen und bedeckt mindestens eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen. Man kann das Fleisch auch schon am Vortag marinieren.

Die Zwiebel schälen und in Streifen schneiden, den Knoblauch schälen und sehr fein hacken. Öl in einem großen Topf erhitzen und Zwiebel und Knoblauch darin braten, bis sie durchscheinend werden, ca. 2 min. Fleisch mitsamt der Marinade zugeben und mitbraten, bis es an der Oberfläche gegart aussieht; das Fleisch wird dabei Flüssigkeit abgeben. Wenn alles kocht, die Hitze herunterstellen, einen Deckel auflegen und das Fleisch simmern lassen, bis es zart ist, ca. 30 bis 40 min.

Pilzsojasauce, Sahne und Tomatenmark einrühren und alles noch etwas köcheln lassen. Dann die Erbsen zugeben und mitgaren, bis sie weich, aber noch knackig sind. Nicht übergaren.

Von der Hitze nehmen, den Zimt zugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit gegartem Reis servieren.

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