Fermentierte grüne Mandeln

Habt Ihr einen türkischen Gemüsehändler in der Nähe? Dann solltet Ihr das nutzen und kräftig einkaufen gehen, ich stelle nämlich in den nächsten Tage zwei Rezepte vor, für die man jetzt dort die Zutaten holen sollte. Heute zeige ich Euch diese fermentierten unreifen Mandeln, und danach gibt es ein Rezept mit den grünen saueren Pflaumen, die man dort gerade kaufen kann. Beides hat nur sehr kurz Saison, Ihr müsst also gleich einkaufen gehen und nicht erst in ein paar Wochen.

Den grünen Mandeln laufe ich schon lange hinterher. Ich wollte sie immer mal probieren, war aber nie zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Dieses Jahr hat es geklappt – und das Suchen lohnt sich. Die Mandeln sind ganz flaumig, das erinnert an Aprikosen. Jetzt sind sie noch so jung, dass die Schale ganz weich ist und der Kern zart, man kann sie einfach so knabbern. Mit etwas Salz sind sie schön knackig, aber auch relativ sauer und etwas astringierend, das hat mich nicht wirklich überzeugt.

Man kann die Mandeln aber auch fermentieren. Sie halten dann nicht nur länger, sondern sie schmecken auch sensationell. Sie sind immer noch knackig, aber die Säure ist viel vielschichtiger und das Astringierende fällt auch weg. Die Mandeln kann man dann einfach so knabbern oder in Scheiben schneiden und zum Kochen verwenden. Sie passen gut zu gebratenem Gemüse (Spargel könnte ich mir gut vorstellen), zu Huhn oder als Topping auf Salate.

Das Rezepte habe ich hier gefunden; allerdings würde ich nicht von eingelegten Mandeln sprechen, sondern tatsächlich von fermentierten. Ich habe meine Gläser einige Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen, worauf sie gut blubberten. In den Kühlschrank habe ich sie erst später gegeben.

Für 1 Glas:

Zutaten:

  • 200 g grüne Mandeln
  • 1 Bio-Zitrone
  • 8 g Salz (Meersalz ohne Zusätze)
  • 30 g Honig
  • 1 Stängel Minze
  • 2 Lorbeerblätter

Arbeitsschritte:

Die Mandeln waschen, ebenso die Zitrone.

Von der halben Zitrone den Saft auspressen, die andere Hälfte in dünne Scheiben schneiden.

Mandeln mit Zitronenscheiben, Lorbeer und Melisse in ein Glas mit Schraubdeckel füllen.

Zitronensaft mit Salz, Honig und 150 ml Wasser verrühren, bis das Salz sich aufgelöst hat. Die Mischung über die Mandeln gießen und das Glas verschließen.

Mindestens 3 Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen, es bilden sich dann Bläschen; meine standen da eine knappe Woche. Dann in den Kühlschrank stellen, um den Fermentierungsprozess zu stoppen.

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3 Kommentare

  1. Ooooh, wie schön! Ich freue mich gerade total über deinen Beitrag und die Inspiration. Habe in letzter Zeit schon grüne Mandeln bei uns gesehen und spekuliert, diese zu kaufen. Wusste aber nicht, was ich damit anstellen sollte und bevor die mir kaputtgehen, habe ich es gelassen.

    Werde in nächster Zeit wohl welche besorgen und sie fermentieren. Vielen Dank!
    Und ich freue mich schon auf dein Rezept mit den unreifen Pflaumen…die lieben wir besonders. Vor allem gibt es die hier wirklich en masse auf den Tresen der Obsthändler. Bin gespannt.

    Grüße aus Istanbul

    • Ah, das freut mich :-). Man kann die Mandeln wohl auch so knabbern, aber das fand ich nicht so überragend. Die Pflaumen gibt es hier auch immer beim Gemüsehändler, und sie werden mit offensichtlicher Begeisterung gekauft.

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