Teigtasche des Monats: Gedämpfte Jiaozi mit Jalapeño-Popper-Füllung

Ich bin fast ein wenig stolz, habe ich doch wieder einmal ein Rezept nachgekocht, das ich schon länger auf dem Zettel hatte. (Der “Zettell” sind übrigens eine stattliche Anzahl Notizbücher bei Evernote). Immerhin ist es erst gute zwei Jahre her, seit ich bei Mandy Lee diese Dumplings gesehen und mir das Rezept gespeichert habe 😉.

Jalapeño-Poppers kennt Ihr? Das sind Jalapeño-Chilis, die mit Käse und / oder Frischkäse gefüllt werden, gerne auch noch mit Speck umwickelt, und dann auf dem Grill landen. Das machen wir ganz gerne. Es hat ein bisschen was von Roulette, die Chilis sind recht unterschiedlich scharf. Auf einem Grillfest mit den Nachbarn hatte ich mal welche, die einen der Nachbarn dazu veranlasst haben, einen Liter Milch auf ex hinterher zu trinken.

Auf dem Prinzip Chilis und Käse beruht die Füllung dieser Teigtaschen, sie sind aber zuverlässiger in der Schärfe; es werden nämlich eingelegte Jalapeños verwendet. Die sind auch der Grund, dass ich das Rezept endlich nachgebastelt habe; ich hatte vom Raclette noch ein angefangenes Glas im Kühlschrank. Zu den Chilis gesellen sich sich Hackfleisch, Käse und Koriandergrün – eine sensationelle Kombination, ich denke schon darüber nach, was ich damit noch alles füllen könnte.

Die Teighüllen sind grün, das kommt von den pürierten Frühlingszwiebeln, die in ihnen stecken. Die Frühlingszwiebeln geben aber eher Farbe als Geschmack, wer also gekaufte Dumplinghüllen verwenden möchte, kann das gerne tun.

Noch so ein kleiner Geniestreich ist der Dipp, der besteht nämlich größtenteils aus der Einlegeflüssigkeit der Jalapeños – es wird also nicht nur nichts weggeworfen, der Dipp schmeckt außerdem herrlich.

Für ca. 35 bis 40 Dumplings:

Zutaten:

Teighülle:

  • 290 g Weizen 550
  • 125 g Wasser
  • 40 g Frühlingszwiebeln, nur der grüne Teil
  • 1/2 TL Salz

Füllung:

  • 450 g Schweinehack
  • 75 g gereifter Cheddar
  • 120 g eingelegte Jalapeños (Abtropfgewicht)
  • eine Handvoll Koriandergrün
  • 1 Schalotte
  • 1,5 EL Sojasauce
  • 2 EL Speisestärke
  • 2 EL Hühnerbrühe
  • 1 TL brauner Zucker
  • Salz

Dipp:

  • 250 ml Einlegeflüssigkeit der Jalapeños
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 TL brauner Zucker
  • 2 TL Sesamöl
  • 2 TL Olivenöl
  • Sojasauce
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Arbeitsschritte:

Zunächst für die Teighülle Wasser, Salz und Frühlingszwiebeln im Mixer möglichst fein pürieren. Mehl in eine Schüssel geben, die Flüssigkeit dazu geben und alles zu einem homogenen Teig verkneten. Der Teig ist erst mal recht fest. Teig in Frischhaltefolie packen und bei Zimmertemperatur 2 h ruhen lassen. Der Teig wird in dieser Zeit deutlich elastischer.

Inzwischen für die Füllung den Käse reiben. Die Jalapeños abtropfen lassen und fein hacken. Koriander zupfen und ebenfalls hacken, Schalotte schälen und fein würfeln. Alle Zutaten in einer Schüssel gründlich vermengen und mit Salz abschmecken. Bis zur Verwendung kühl stellen.

Für den Dip die Einlegeflüssigkeit auf die Hälfte einkochen lassen. Knoblauch schälen, fein würfeln und kurz mitkochen lassen. Dann von der Hitze nehmen, alle anderen Zutaten unterrühren und beiseite stellen.

Für die Teighüllen den Teig zu einer langen Wurst formen und die Teigwurst in ca. 40 Teile schneiden. Nun jede Teigplatte rund und dünn ausrollen; die Kreise sollten ca. 8 cm groß sein. Die ausgerollten Teighüllen mit einem feuchten Küchenhandtuch bedecken, damit sie nicht austrocknen.

Auf jede Teigplatte einen guten Teelöffel Füllung geben, dann Teighüllen zu Halbkreisen zusammenpressen. Wer mag, kann den Rand noch in Falten zusammendrücken. Fertige Teigtaschen auf einem bemehlten Geschirrtuch lagern.

Ich habe die Teigtaschen portionsweise gedämpft, das dauert jeweils ca. 8 min. Die Teigtaschen sind fertig, wenn sie leicht glänzen und etwas durchsichtig scheinen.

Gegarte Teigtaschen auf Tellern anrichten, mit etwas Dipp übergießen, mit Sojasauce beträufeln und Pfeffer darüber mahlen.

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2 Kommentare

  1. Eine ausgezeichnete Idee! Da habe ich sogar alles im Haus. Falls wir also ab heute einschneiden, wäre das schon mal hervorragend geeignet, uns einen Tag am Leben zu erhalten 😀

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