Tschanachi aus dem Slowcooker nach Brittas Kochbuch

 

Es zieht eine neue Idee durch die Foodblogerlandschaft – Volker hatte den tollen Gedanken, dass wir sozusagen Rezepte tauschen. Wer mitmachen mag, bekommt einen Partnerblog zugelost, sucht sich von dort ein Rezept, kocht es nach und stellt dabei den zugehörigen Blog kurz vor. Die Idee finde ich klasse – es erinnert wieder an den ursprünglichen Gedanken von Blogs, sich auszutauschen und zu vernetzen. Man kommt dazu ein wenig bei den anderen zu stöbern und wird nach und nach sicher viel Neues entdecken.

Ich habe für die erste Runde sozusagen eine alte Bekannte zugelost bekommen und stelle Euch heute deswegen ein Rezept von Brittas Kochbuch vor.

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft Und natürlich auch ihren Blog, den gibt es nämlich immerhin schon seit 2013. Bei Britta findet Ihr Rezepte für alle Lebenslage: Familienrezepte, Ideen von KollegInnen, asiatisch Angehauchtes,  viel Vegetarisches und tolle Ideen für die Verwertung von Resten – bei Britta wird nämlich nichts weggeworfen.

Virtuell sind wir alte Bekannte, die sich gerne bei verschiedenen Blogevents über den Weg laufen. Aktuell ist es die Kulinarische Weltreise, und von da stammt auch das Rezept, das ich mir ausgesucht habe: Tschanachi oder Chanakhi aus Georgien. Das hat mich damals beim Lesen gleich angesprochen; ich liebe Lamm und die georgische Küche ist einfach toll. Tschanachi ist ein Schmorgericht mit Lamm, Tomaten und Aubergine, das traditionell im Tontopf zubereitet und mehrere Stunden bei niedriger Temperatur gegart wird. Die Zubereitung im Slowcooker bietet sich da an – es war eine schöne Gelegenheit für mich, ihn mal wieder hervorzuholen.

Das Ergebnis hat uns gut gefallen: das Fleisch wird butterzart, das Gemüse ist auf den Punkt und der Eintopf hat ein wunderbares Aroma. Ich habe Brittas Rezept verdoppelt und zwei Lammvorderhaxen verwendet; nach dem Auslösen habe ich für noch mehr Aroma die Knochen mit angeröstet und im Eintopf mitschmurgeln lassen.

Für 4 Portionen:

Zutaten:

  • 2 Lammvorderhaxen mit Knochen
  • 1 EL Sonnenblumenöl
  • 1 Aubergine
  • 1 rote Paprika
  • 4 mittelgroße Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • eine Handvoll Basilikum
  • 1 Bund Dill
  • 200 ml trockener Weißwein
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Chemli Suneli:

  • 2 TL gemahlener Koriander
  • 2 TL getrockneter Majoran
  • 2 TL getrockneter Thymian
  • 1 Lorbeerblatt, zerbröselt
  • 1 TL Chiliflocken
  • etwas Pfeffer aus der Mühle

Arbeitsschritte:

Zunächst das Lammfleisch von den Knochen schneiden und in mundgerechte Stücke schneiden; die Knochen aufheben.

Für das Chmeli Suneli alle Zutaten im Mörser vermengen, das Lorbeerblatt dabei zerteilen.

Aubergine putzen und würfeln. Paprika ebenfalls putzen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden. Tomaten würfeln, die Kartoffeln schälen und in Spalten schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Kräuter zupfen, den Großteil des Dills hacken, und das meiste Basilikum in Streifen schneiden.

Öl in einer Pfanne erhitzen und das Lammfleisch darin portionsweise von allen Seiten anbraten, dabei jeweils mit etwas von dem Chmeli Suneli bestreuen. Fleisch beseite stellen und Zwiebel und Knoblauch im Bratfett glasig dünsten, ich habe an dieser Stelle zusätzlich noch die Knochen mit angeröstet.

Fleisch (mitsamt den Knochen) und Gemüse zusammen mit Zwiebel, Knoblauch und Kräutern in den Einsatz des Slowcookers geben. Mit Salz, Pfeffer und dem restlichen Chmeli Suneli würzen, den Weißwein angießen und die zerkleinerten Kräuter oben drauf verteilen. Deckel auflegen und das Tschanachi zunächst 2,5 Stunden auf “high”, dann weitere 3 Stunden auf “low” garen.

Zum Servieren die Knochen entfernen und den Eintopf mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den restlichen Dill hacken, das restliche Basilikum in Streifen schneiden und den Eintopf mit den frischen Kräutern bestreut servieren.

10 Kommentare

  1. Liebe Susanne, danke für das nette „Vorwort“.
    Es freut mich, dass Euch das Tschanachi so gut geschmeckt hat wie uns damals.

    Liebe Grüße
    Britta

    • Ich muss mal alle Varianten durchtesten – die georgische Küche ist wirklich beeindruckend.

  2. Schaut aus wie ein richtig tolles Schmorgericht – wer kann dazu schon nein sagen.

    Liebe Grüsse an dich aus dem Fürstentum Liechtenstein und einen schönen Sonntag!

    Stephie

    • Das ist es auch, und wenn man es im Slowcooker macht, bleibt die Küche auch im Sommer kühl. Oder sie wird zumindest nicht wärmer.

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