Risotto al latte – Herzhaftes Milchrisotto

Milchreis kennt man ja gut, aber wusstet Ihr, dass man mit Milch auch gut ein herzhaftes Risotto kochen kann? Mir war das neu, aber als ich davon gelesen habe, musste ich es gleich ausprobieren.

Gefunden habe ich das Rezept in Tessa Kiros’ Buch über die Küche Venedigs*. Ursprünglich stammt das Rezept aus der Küche der Lombardei. Es besteht aus nur wenigen Zutaten; um so wichtiger ist es, dass diese von allerbester Qualität sind. Also einen guten Reis nehmen, frisch geriebenen Parmesan und frisch geriebene Muskatnuss und eine gute Milch – nicht homogenisierte Frischmilch schmeckt am besten.

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Apfel-Thymian-Risotto mit gebratener Geflügelleber

Herbst ist Erntezeit und damit vor allem auch Apfelzeit. Ich liebe Äpfel und esse sie dauernd. Da passt das Thema des derzeit im Kochtopf laufenden Blogevents ja richtig gut: Volker wünscht sich Rezepte rund um den Apfel.

Blog-Event CLVII - Äpfel (Einsendeschluss 15. Oktober 2019)Von mir gibt es etwas Herzhaftes: das ist ein wenig die Variation eines Klassikers, den es oft gab, als ich ein Kind war – Leber Berliner Art, also gebratene Leber mit gebratenen Apfelscheiben und karamellisierten Zwiebeln. Apfel und herzhaft geht also schon immer gut zusammen.

Die Zwiebeln sind nicht dabei, und das Rezept ist italienisch inspiriert (und kommt im Großen und Ganzen auch aus einer Ausgabe der “So isst Italien”). Es gibt ein Risotto mit Thymian und geriebenem Apfel und einem Topping aus gebratenen Apfelscheiben. Die gebratene Leber passt super dazu und der Thymian steuert ein schönes Aroma bei.


Für 4 Personen:

  • 1 Bund Thymian
  • 900 ml Gemüsebrühe
  • 3 Zwiebeln
  • 3 EL Olivenöl
  • 300 g Risottoreis
  • 200 ml trockener Weißwein
  • 2 säuerliche Äpfel
  • 2 EL kalte Butter
  • 2 EL Zucker
  • 400 g Geflügelleber
  • 1 EL Mehl
  • 5 EL Parmesan, frisch gerieben
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
Die Hälfte des Thymians mit der Gemüsebrühe aufkochen. 10 min köcheln, lassen, dann mit der Schaumkelle herausholen. Brühe warm halten.
Übrige Thymianblättchen zupfen und hacken.
Zwiebeln schälen und fein würfeln.
2 EL Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebeln und gehackten Thymian darin andünsten. Reis zugeben und unter Rühren braten, bis er glasig wird. Mit dem Wein ablöschen, diesen verkochen lassen, dann nach und nach die heiße Brühe zugeben. Frische Brühe erst zugeben, wenn die vorherige aufgenommen ist. Hin und wieder umrühren. Reis auf diese Weise al dente garen, das dauert ca. 20 min.
Inzwischen einen Apfel vom Kerngehäuse befreien und mit Schale raffeln. 5 min vor Ende der Garzeit zum Risotto geben.
Pinienkerne ohne Fett anrösten und abkühlen lassen.
Den zweiten Apfel vierteln, vom Kerngehäuse befreien und in Scheiben schneiden. 1 EL Butter in einer Pfanne zerlassen, Zucker karamellisieren, die Apfelscheiben hineingeben und kurz im Karamell schwenken.
Leber trocken tupfen, in mundgerechte Stücke, schneiden, mehlieren  und im übrigen Olivenöl von jeder Seite 2 bis 3 Minuten braten.
Parmesan und Butter unter den Risotto heben und Risotto mit Salz und Pfeffer würzig abschmecken.
Risotto auf Teller verteilen, mit gebratener Leber und karamellisierten Apfelscheiben garnieren.

Schwarzwälder Schinkenrisotto mit gespicktem Herz

schwarzwälder schinkenrisotto

Dieses Gericht aus “Das Beste vom Schwein“* hat unseren Esstisch im Sturm erobert.

Es ist ein eher ungewöhnliches, recht deftiges Risotto. Wie der Name schon sagt – sein Aroma kommt vom Schwarzwälder Schinken. Was tatsächlich ungewöhnlich ist, ist dass zum Anbraten nicht Butter oder Öl verwendet werden sondern Rindermark. Ich mag Markknochen sehr gerne, und so war klar, dass ich das probiere.

Zum Risotto wird geschmortes Schweineherz serviert: Das Herz ist mit fettem Speck gespickt und wird in einem würzigen Sud gegart, bis es zart ist.

Bei Herz gibt es zwei Möglichkeiten: entweder man brät es kurz (wirklich kurz) oder man schmort es lange. Ein Mittelding gibt es nicht, außer man mag gerne zähes Fleisch.

An einer Stelle habe ich gespart: im Original wird das Risotto mit 100 g Butter gebunden. Das war mir zu viel – ich habe nur einen Stich Butter verwendet.

Für 4 Portionen:

Herz:

  • 2 Schweineherzen (je ca. 150 g)
  • 80 g fetter Speck, geräuchert
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 2 rote Paprikaschoten
  • Öl zum Braten (original: Schmalz)
  • 500 ml Weisswein, trocken
  • 500 ml dunkle Bratensoße (ich: 3 TL Juspaste und 500 ml Rinderfond)

Risotto:

  • 1 Schalotte
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Zweig Thymian
  • 1 Rindermark
  • 80 g Schwarzwälder Schinken
  • 3 Lorbeerblätter
  • 100 g Risottoreis (ich: Arborio)
  • 250 ml Weißwein, trocken
  • ca. 0,5 bis 0,75 l warme Hühnerbrühe (original: 1 l)
  • ein Stich kalte Butter (original: 100 g)
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • etwas guter Weißweinessig (original: Tannenspitzenessig)

Wir beginnen mit den Herzen, die müssen länger schmoren. Wenn nötig, die Herzen putzen, also Häute und Blutgefäße entfernen. Dann waschen, trockentupfen und halbieren. Den Speck in etwas dickere Streifen schneiden, die Herzen mit einem dünnen Messer mehrmals mittig einstechen und die Speckstreifen in die Einstiche stecken.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Paprikaschoten waschen, halbieren, Kerne und Innenhäute entfernen und das Fruchtfleisch würfeln.

Etwas Öl in einem Topf erhitzen, die Herzen darin von allen Seiten anbraten, dabei mit Salz und Pfeffer würzen. Herzen aus dem Topf nehmen, warm stellen. Jetzt Zwiebel, Knoblauch und Paprika in den Topf geben und anbraten. Dann mit dem Weisswein ablöschen und alles einreduzieren lassen. Bratensauce (oder Juspaste und Rinderfond) angießen, Herzen wieder in den Topf geben. Deckel auflegen und alles bei nieidriger Hitze ca. 1,5 bis 2 h köcheln. Gar sind die Hezen, wenn man mit einer Gabel hineinsticht und diese sich ohne Widerstand wieder herausziehen lässt.

Für das Risotto Schalotte und Knoblauch schälen und fein hacken. Thymian waschen, trockenschütteln. Den Schinken fein würfeln.

Das Rindermark mit einen kleinen Messer aus dem Knochen holen und in einem Topf schmelzen. Eventuelle Knochensplitter entfernen. Schalotte andünsten, dann Knoblauch, Thymian und Lorbeerblätter dazu geben und mit andünsten. Schinkenwürfel und Reis zugeben, mit anrösten, dann mit dem Weißwein ablöschen. Unter Rühren köcheln lassen, bis der Reis die Flüssigkeit aufgenommen hat. Dann nach und nach die heiße Brühe angießen, bis der Reis gar, aber noch bissfest ist. Lorbeerblätter und den Thymianstängel entfernen und kalte Butter einrühren. Mit ein wenig Essig abschmecken.

Zum Anrichten das Risotto in Schalen geben. Die Herzen in Scheiben schneiden und auf dem Risotto verteilen. etwas vom Garsud darüberträufeln.

Risotto mit Topinambur, Trauben und Nüssen

risotto mit topinambut, trauben und nüssen

Topinambur mit seinem fein-nussigen Geschmack mag ich sehr gern. Ich freue mich, wenn welcher in der Abo-Kiste ist. Und ich freue mich über neue Verwendungsmöglichkeiten wie dieses Risotto, das Sebastian Dickhaut in “Jetzt! Gemüse“* vorstellt.

Es wird ein Basisrisotto hergestellt, bei dem der Topinmbur gleich von Anfang an mit in den Topf kommt. Dazu gesellen sich am Ende weisse Trauben und geröstete Nüsse. Im Rezept sind es Haselnüsse; die kann ich leider nicht essen, und so habe ich Cashews verwendet. Mandeln oder Walnüsse gehen aber bestimmt auch.

Das Risotto wird nicht gerührt….hm….ich habe das versucht. Um ganz ehrlich zu sein: beim nächsten Mal rühre ich wieder. Ich bilde mir nämlich ein, dass das für eine wesentlich schlotzigere Konsistenz sorgt. Der Reis war gegart, aber ich meine, er hat weniger Stärke abgegeben. Habt Ihr da Erfahrung?

Das Foto ist etwas monochrom – der Geschmack ist es nicht. Der knackige, nussige Topinambur, die Trauben, die Nüsse – das macht Spaß 🙂

Für 4 bis 6 Personen:

  • 1,5 l Gemüsebrühe
  • 150 ml Weißwein, trocken
  • 1 Zwiebel (ich hatte Rose de Roscoff)
  • 400 g Topinambur
  • 6 EL Olivenöl
  • 500 g Risottoreis (ich hatte Arborio)
  • Salz
  • 100 g weiße Weintrauben
  • 50 g Nusskerne (Haselnüsse, Walnüsse, Mandeln….was Ihr mögt)
  • 50 g Butter
  • 50 g Parmesan

Gemüsebrühe und Weisswein in einen Topf geben, kurz aufkochen, dann von der Hitze ziehen.

Zwiebel schälen und fein hacken. Topinambur waschen, dann schälen und die Knollen in ca. 1 cm große Würfel schneiden.

Etwas Olivenöl in einer Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig andünsten. Reis und Topinambur zugeben, dann unter Rühren braten, bis der Reis glasig ist. Salzen.

Erhitzte Brühe und Wein auf einmal zugießen, Deckel auflegen und alles ca. 15 min ohne Rühren quellen lassen. Oder doch die Standardmethode wählen, bei der schöpflöffelweise heiße Brühe angegossen und ab und zu mal durchgerührt wird, bis der Reis gar ist. Ich glaube, ich muss mal eine Versuchsreihe starten…. 😉

Jedenfalls werden in der Zwischenzeit die Trauben gewaschen. Die Nüsse grob hacken und dann in einer Pfanne trocken anrösten. Butter zugeben, alles einmal aufschäumen lassen, dann von der Hitze nehmen.

Parmesan reiben.

Wenn der Reis gegart ist, die Nüsse mit der Butter einrühren. Risotto ca. 2 min rühren, bis er cremig ist (natürlich nicht, wenn man vorher schon gerührt hat…). Die Trauben kurz einrühren, Risotto bedeckt 1 min ruhen lassen, dann servieren.

Rucola-Mokka-Risotto mit Bergkäse-Crunch

rucola-mokka-risotto mit bergkäse-crunch

Zu Frau Grandits* habe ich ziemliches Zutrauen. Wenn die sagt, dass Rucola, Kaffee und Bergkäse zusammenpassen, dann glaube ich das einfach mal und begebe mich in die Küche.

Wobei ich festgestellt habe, dass “zusammenpassen” nicht ganz der richtige Ausdruck ist – das Ganze schmeckt nämlich einfach genial. Dieses Gericht hat einen Ritterschlag bekommen. Der Ritterschlag, das ist, wenn mein Mann sagt: “Das musst Du unbedingt mal wieder machen.”  Ich muss vielleicht dazu sagen, dass man Mann duldsam fast alles isst, was hier so auf den Tisch kommt. Wenn ihn aber was besonders freut, dann sagt er das – und ganz ehrlich, so oft kommt das nicht vor. Aber hier schon 🙂 .

Im Grunde reden wir von einem einfachen Risotto. Der bekommt gegen Ende der Garzeit einen schönen Schluck Espresso ab. Genau wie der Bergkäse-Crunch – an dem ist etwas Kaffeepulver. Der Rucola kommt auf zweierlei Art ins Spiel: zum einen kommt an den Risotto ein Rucola-Pistazien-Pesto. Das Pesto allein ist schon himmlisch. Und dann wird noch mit frittiertem Rucola ausgarniert.

Ihr merkt, das Gericht hat ein paar Komponenten. Pesto und Bergkäse-Chips kann man aber gut vorbereiten. Einzig der frittierte Rucola hat es ein wenig in sich…..weil das ja eine größere Menge ist, habe ich den in der Fritteuse gemacht.  So ganz ungefährlich ist das nicht – in der Fritteuse entstand eine Menge Wasserdampf, der mir beim Öffenen des Deckels entgegengeschossen kam. Ich könnte mir also vorstellen, dass es heftig spritzt, wenn man den Rucola im Topf frittiert – Vorsicht also!

Jetzt zum Rezept. Das reicht für 4 Personen. Vom Pesto  wird etwas übrig bleiben – aber man kann es gut anderweitig verwenden.

Für das Pesto:

  • 300 gr. Rucola
  • 50 gr. Pistazien
  • 200 ml Rapsöl
  • 1/2 TL salz
  • 1 Prise Zucker
  • etwas frisch geriebene Muskatnuss

Den Rucola in kochendem Salzwasser kurz blanchieren, dann gleich mit kaltem Wasser abschrecken und alle Flüssigkeit in einem Küchenhandtuch gründlich ausdrücken.

Pistazien in einer Pfanne bei mittlerer Temperatur rösten, dann grob hacken.

Alle Zutaten zu einer feinen Paste mixen.

Für das Risotto:

  • 2 EL Olivenöl
  • 2 Schalotten
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 200 gr. Risottoreis (ich hatte Arborio)
  • 100 ml Weisswein
  • 450 ml Gemüsefond, heiß
  • 4 EL reifer Bergkäse, frisch gerieben
  • 1 Tasse Espresso
  • 6 EL Rucola-Pistazien-Pesto
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle

Für den Käsecrunch:

  • 80 gr. reifer Bergkäse
  • 2 Messerspitzen Kaffeepulver

Rucolatopping:

  • 1 Bund Rucola
  • Öl zum Frittieren
  • Salz

Für den Bergkäse-Crunch den Backofen auf 180°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Den Käse fein reiben und in einer Schüssel mit dem Kaffee vermengen.  Die Mischung dünn auf das Blech streuen udn in ca. 8 min goldbraun backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen und in Stücke brechen.

Die Schalotten schälen und fein würfeln. Knoblauch ebenfalls schälen und würfeln.

Das Olivenöl in einem Topf erhitzen. Schalotten, Knoblauch und Reis darin glasig anschwitzen. Mit dem Weisswein ablöschen und diesem einkochen lassen. Dann unter Rühren immer wieder schöpflöffelweise Gemüsebrühe angießen. Neue Brühe immer erst zugeben, wenn die vorhergehende aufgesogen wurde. Am Ende Käse, Espresso und das Pesto einrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Eigentlich kommt an dieser Stelle noch Butter an das Risotto –  aber im Pesto ist schon so viel Öl, da habe ich auf die Butter verzichtet.

Während der Reis gart, den Rucola portionsweise in heißem Öl knusprig frittieren. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und salzen.

Zum Anrichten den Risotto in Schalen geben. Käse-Crunch und frittiertern Rucola darauf verteilen.

Pilz-Schalotten-Risotto aus dem Ofen

pilz-schalotten-risotto

Ich habe Euch ja schon ein paar Rezepte aus “River Cottage Light & Easy” vorgestellt – und hier kommt noch eines. Risotto – aus dem Ofen. Und dann noch ohne Käse. Ich war ja neugierig…ob das geht….und ob das schmeckt….Da hilft nur ausprobieren, und was soll ich sagen – es geht. Und es schmeckt.

Auch ohne Käse und Butter ist das Risotto cremig und gehaltvoll. Schalotten und Pilze sorgen für genügend Umami. Und dann gibt es noch 2 wichtige Faktoren – einmal die Qualität der verwendeten Gemüsebrühe. Und dann wäre  da noch das Chiliöl – das sorgt für den letzten Kick. Wem noch etwas Tiefe fehlt – Sojasauce (oder, wenn es glutenfrei sein soll, Tamari) sorgen nochmal für, ähm….Wumms. Ich bin überhaupt ein großer Fan von Sojasauce, solange sie natürlich gebraut ist.

Das Risotto hat außerdem den Vorteil, dass es sich fast von selbst kocht. Ich rühre gerne Risotto, aber manchmal ist man im Alltag auch dankbar, wenn etwas einfach von selbst geht, oder?

Für das Chili-Öl:

  • 100 ml Rapsöl
  • 1 TL Chiliflocken
  • 2 Zehen Knoblauch
  • einige Nadeln Rosmarin

Knoblauch schälen und fein hacken. Öl in einem kleinen Topf erhitzen, restliche Zutaten zugeben und dann alles gleich von der Hitze nehmen; durch das heiße Öl garen die Zutaten noch weiter. Abkühlen lassen, dann mit allen Feststoffen in ein Glas oder eine kleine Flasche füllen.

Für das Risotto – das Rezept reicht für 4:

  • 2 EL Rapsöl
  • 300 gr. Schalotten
  • einige Zweige Thymian
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 300 gr. braune Champignons
  • 1 EL Balsamico
  • 250 gr. Risottoreis
  • 1 l heiße Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Chiliöl

Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Schalotten schälen und der Länge nach vierteln. Knoblauch schälen und hacken. Pilze putzen und in grobe Stücke schneiden.

Öl, Schalotten und Thymian in einen großen Bräter oder eine Auflaufform geben und mit Salz und Pfeffer würzen. 30 min im Ofen rösten, dann Pilze, Knoblauch und Balsamico einrühren und alles nochmals 15 min schmoren.

Jetzt den Reis in den Bräter geben und gut durchrühren, dann die Brühe angiessen und nochmals durchrühren. Risotto für 30 min in den Ofen stellen, dabei nach 15 min einmal durchrühren.

Fertig! Jetzt den Risotto aus dem Ofen nehmen,  noch 5 min ruhen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Servieren den Risotto in vorgewärmten Schalen anrichten und nach Geschmack mit Chiliöl beträufeln.

Lasst es Euch schmecken!

Garnelen-Sayadeya mit Linsenreis

garnelen-sayadeya

Es ist mir gar nicht mal so leicht gefallen, ein Gericht aus “Rosenwasser und Granatapfelkerne“* auszusuchen. Irgendwie mochte ich fast alles gleich gern.

Letztendlich habe ich mich für dieses Garnelengericht entschieden. Weil es uns gut gefallen hat. Und weil es ein ägytischer Klassiker ist: Sayadeya, so heißen Gerichte, bei denen Fisch oder Meeresfrüchte in einer mit Knoblauch und Kreuzkümmel gewürzten Tomatensauce serviert werden. Dazu gibt einen Linsenreis – das ist eine der Kuschari-Variationen aus dem Buch; das Kuschari nach der Art von Alexandria. Die Linsen verleihen dem Reis Struktur.  Die beiden Komponenten harmonieren wunderbar.

Das Rezept ist für 4 Personen. Ich habe allerdings die Menge des Kushari halbiert. Im Original werden 500 gr. Reis und 250 gr. Linsen verwendet – da würden wir heute noch dran essen.

Für die Garnelen:

  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Schalotte
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 kleine rote Paprika
  • 1 rote Chili
  • 1/2 TL Kreuzkümmelsaat, ganz
  • 500 gr. Garnelen, roh, ohne Schale
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1/2 TL Piment, gemahlen
  • einige Zweige Koriandergrün

Für das Kushari:

  • 250 gr. Risottoreis
  • 125 gr. Rote Linsen
  • 3 El neutrales Öl
  • 1/2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • Salz

Für die Tomatensauce:

  • 1 Dose Tomaten (in der Saison 500 gr. frische)
  • 2 TL neutrales Öl
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 Prise gemahlener Kreuzkümmel
  • 2 TL Tomatenmark
  • 1/2 EL Zucker
  • Salz

Für das Kushari Linsen und Reis zusammen ca. 30 min in kaltem Wasser einweichen. Dann abgießen, abtropfen lassen und 3-4 mal waschen, bis das Wasser klar bleibt.

Für die Tomatensauce den Knoblauch schälen und fein hacken. Das Öl in einem Topf erhitzen, den Knoblauch kurz anrösten. Tomaten, Kreuzkümmel, Tomatenmark und Zucker zugeben und alles in ca. 20 min zu einer dicken Sauce einkochen. Mit Salz abschmecken.

Für das Kushari Öl in einem Topf erhitzen. Linsen und Reis zugeben, Kreuzkümmel einrühren und 375 ml kochendes Wasser zugießen. Salzen und bei schwacher Hitze mit aufgelegtem Deckel ca. 20 min köcheln lassen, bis Reis und Linsen gar sind.

Für die Garnelen die Schalotte schälen und fein hacken. Die Frühlingszwiebeln putzen und in Röllchen schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Paprika entkernen und in feine Streifen schneiden. Chilischote fein hacken. Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Schalotte und Frühlingszwiebel kurz andünsten, dann Knoblauch, Paprika, Chili und Kreuzkümmelsamen einrühren. Tomatensauce angießen, dann die Garnelen zugeben, alles aufkochen und die Garnelen ca. 5-7 min in der Sauce garen.

Korianderblättchen abzupfen und fein hacken.

Zum Servieren die Garnelen mit dem Linsenreis anrichten und alles mit Koriandergrün bestreuen.

Lachs in Mandarinenbutter pochiert mit Weißweinrisotto

lachs in mandarinen-butter

Heute gibt es mal ein Standardgericht aus meiner Küche – diesen Lachs mache ich recht oft. Gerne auch mit Pasta und Avocadocreme. Und diesmal eben mit Risotto.

Der Lachs wird bei niedriger Temperatur gegart, eingehüllt von einer Schicht Butter und in Frischhaltefolie gepackt. Beides wirkt als schützende Schicht – der Fisch behält sein Eigenaroma und er wird wunderbar zart. Ursprünglich wird die Butter mit Orangenschale aromatisiert. Meine Orangenlieferung hat ziemlich auf sich warten lassen – also habe ich Mandarine verwendet. Alexander Herrmann*, von dem das Rezept stammt, gart den Fisch bei 80°C im Ofen – ich normalerweise auch. Diesmal habe ich es anders gemacht: Ich habe den Teller mit dem Lachs in den Varoma des Thermomix gepackt und alles bei 80°C im Dampf garen lassen. Das funktioniert wunderbar, ohne dass man den Backofen anwerfen muss. Obwohl, ein wenig zu weit gegart war er mir diesmal schon…

Das Risotto, auch von Alexander Herrmann, wird original mit Riesling zubereitet. Ich hatte einen Maui Marlborough Sauvignon Blanc aus Neuseeland zum Probieren bekommen. Den habe ich nicht nur verkostet, sondern auch ans Risotto gegeben – das hat gepasst: der Wein ist leicht und fruchtig mit einer frischen Säure, das hat dem Risotto gut getan.

Ich serviere dazu gerne glasierte Karotten. Ja schon wieder…ich habe offensichtlich eine Glasierte-Möhrchen-Phase 🙂 Dazu Karotten in mundgerechte Stücke schneiden, in einem Topf mit Wasser knapp bedecken, ein wenig Olivenöl zugeben, alles mit Salz und Zucker würzen und die Karotten so lange offen kochen lassen, bis das Wasser verdampft ist.

Das war nun die Abschiedsvorstellung des Thermomix, er fährt nun wieder nach Hause. Ich weiß, einige von Euch sind neugierig und wollen wissen, ob ich mir nun einen kaufe. Nun, die Antwort lautet nein. Das liegt aber nicht am Thermomix – der tut in Perfektion das, was er soll. Ich habe nicht nur Leberkäse gemacht, ein Aromastück gerührt, Knödel gedämpft und den Lachs gegart, sondern auch vieles andere pulverisiert, gerührt und gegart. Alles zu meiner Zufriedenheit. Na gut, fast alles. Das Getreide mahlen und Brot kneten finde ich nicht so toll – das Getreide kommt einfach in besserer Konsistenz aus der Mühle, und den Teig aus den Messern der Thermomix zu puhlen, das ist anstrengend. Und die Karoffelpuffer mit den vom Thermomix gehackten Kartoffeln, die haben mir nicht geschmeckt. Also,  ich habe ja  eine Küchenmaschine, die Teig knetet und Zutaten raffelt. Eine Getreidemühle, die das Getreide mahlt. Ach ja, und einen Slowcooker, der gart gerne bei niedriger Temperatur. Und ich bin wohl ein etwas komisch strukturierter Mensch – ich mache manche Sachen gerne selbst. Ich hätte ja mein Risotto vom Thermomix rühren lassen können, aber ich finde es entspannend, das selbst zu tun. Ich habe wohl einen leichten Hang zur Handarbeit :-).

So, nun zum Rezept. Das ist für 2 Portionen:

Für den Lachs:

  • 100 gr. Butter
  • 1 Mandarine (Bio)
  • 1 1/2  EL grober Senf
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 2 Tranchen frischer Lachs (je ca. 125 gr.)
  • Fleur de Sel

Für den Risotto:

  • 2 Schalotten
  • 1 EL Olivenöl
  • 120 gr. Risottoreis
  • 100 ml trockener Weißwein
  • 350 ml Gemüsebrühe
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 kleine Zehe Knoblauch
  • 5 Zwiege Thymian
  • 20 gr. Parmesan, frisch gerieben
  • etwas Zitronenabrieb
  • 30 gr. kalte Butter
  • Salz

Für den Lachs die Schale der Mandarine abreiben. Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen. Mandarinenschale und Senf einrühren und alles kräftig pfeffern.

Ofen auf 80°C vorheizen.

Die flüssige Butter so lange rühren, bis sie abgekühlt ist und cremig wird. Einen Teller, auf dem die beiden Scheiben Lachs gut Platz haben, mit der Butter bepinseln. Die Lachsscheiben ebenfalls von allen Seiten mit der Butter bepinseln, mit Abstand auf den Teller setzen und mit Fleur de Sel würzen.

Den Teller mit Frischhaltefolie bedecken; die Folie muss straff gespannt sein.

Lachs im Ofen ca. 20 min garen. Dann den Teller herausnehmen, die Folie abnehmen und die Lachstranchen vorsichtig, am besten mit einer Palette, vom Teller nehmen und etwas abtropfen lassen.

Für das Risotto die Schalotten schälen und fein würfeln.

Olivenöl in einem Topf erhitzen, die Schalotten darin glasig braten. Den Reis zugeben und kurz mitrösten. Den Wein angießen. Sofort einen Deckel auf den Topf setzen, den Topf vom Herd nehmen und den Reis 8 min quellen lassen.

Die Brühe in einen Topf geben. Knoblauch schälen und mit Lorbeer und Thymian zur Brühe geben. Alles zum Kochen bringen und heiß halten.

Risotto wieder auf den Herd stellen. Schöpflöffelweise heiße Brühe zugeben. Reis unter Rühren in ca. 20 min bissfest garen. Immer erst dann weitere Brühe zugeben, wenn der Reis die gesamte Flüssigkeit aufgebraucht hat.

Wenn der Reis gar ist, mit etwas Zitronensaft und geriebener Zitronenschale abschmecken. Parmesan und Butter einrühren, mit Salz und Pfeffer abrunden.

Zum Servieren den Risotto auf Teller verteilen und je eine Tranche Lachs darauf legen. Wer mag, serviert glasierte Karotten dazu.