Lammburger mit Quinoa und Rote-Bete-Tsatsiki

Neulich habe ich mal wieder meinen Vorratsschrank aufgeräumt. Damit das mit dem Entrümpeln auch klappt, habe ich die Dinge, die zeitnah weg sollten in einem Körbchen auf die Arbeitsfläche gestellt; so werde ich daran erinnert, sie zu verbrauchen.

Mit im Körbchen ist ein Päckchen bunte Quinoa. Ein Klassiker: ich habe wohl irgendwann man eine Handvoll gebraucht, und nun steht er da. Meine Lieblingszutat ist Quinoa eher nicht, und die Familie steht dem (Pseudo)Getreide auch eher, sagen wir mal… verhalten gegenüber. Am schnellsten aufgebraucht wäre die Tüte wohl, wenn man Getreidepflanzerl macht, aber die Freude hierüber würde sich dann doch in Grenzen halten.

Da kam das Rezept für diese Burger bei bbc good food gerade recht. In der Burgermasse landet da etwas gegarte Quinoa, und das passt wunderbar. Die Masse bekommt dadurch Biss und eine leicht nussige Note. Auf den Burger kommt außerdem noch etwas Joghurt mit roter Bete und ein kleiner Salat aus Karotte und roter Zwiebel für eine frische Note. Insgesamt eine Kombination, die hier bestimmt nicht zum letzten Mal auf dem Tisch stand.

Ich habe die Buns selbst gebacken; dazu habe ich diese Hotdog-Brötchen zu Buns geformt. Vom BBC-Rezept bin ich ein wenig abgewichen, wer sich für das Original interessiert, findet den Link oben.


Für 6 Burger:

  • 50 g Quinoa
  • 300 g gegarte Rote Bete
  • 250 g Joghurt
  • 500 g Lammhack
  • 1 kleines Bund Minze
  • 1/2 Zehe Knoblauch
  • ein kleines Bund Dill
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 große Karotten
  • ein Spritzer Weißweinessig
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Quinoa gut abbrausen und in reichlich Wasser in 10 bis 15 min garkochen. Abtropfen und abkühlen lassen.

Rote Bete reiben. Minze und Dill zupfen und hacken. Knoblauch fein reiben. Rote Bete mit Joghurt und der Hälfte der Minze mischen, mit Salz, Pfeffer und Knoblauch würzen und kühlstellen.

Karotten schälen und reiben. Zwiebel schälen und in Streifen schneiden. Beides mit dem Dill vermengen, salzen, einen Spritzer Essig untermischen und alles zum Durchziehen beiseite stellen.

Hackfleisch mit Quinoa, der restlichen Minze und der Hälfte des Dills vermengen, mit Salz und Pfeffer würzen und zu 4 Patties formen. In einer Pfanne von beiden Seiten braten, bis sie gut gebräunt und durchgegart sind.

Zum Servieren den Boden je eines Buns mit etwas Karottenmischung belegen, darauf ein Pattie geben und schließlich etwas Tsaziki. Mit der oberen Hälfte bedecken und servieren.


Quinoa-Risotto mit Rote-Bete-Gemüse

Quinoa-Risotto mit Rote-Bete-Gemüse

Es ist Donnerstag  – und ich habe es geschafft; endlich mal wieder ein Rezept zum Veggie-Day.

Offensichtlich essen wir zu selten Quinoa. Denn die kleinen Körnchen schmecken nicht nur gut, sie haben es auch noch in sich.  Sie enthalten nicht nur sehr viel Eiweiß, sondern sind auch noch reich an Mineralstoffen. Schmeckt also nicht nur, sondern man tut sich auch sonst noch ewas Gutes.

Was mich allerdings etwas wundert, ist dass bei den meisten Rezepten, auf die ich gestoßen bin, der Hinweis fehl, dass man die Körnchen vor der Weiterverarbeitung gründlich heiß abwaschen sollte. Quinoa schützt sich nämlich durch einen hohen Anteil an Saponinen vor Schädlingen. Zwar werden die Saponine größtenteils  beim Schälen entfernt, trotzdem bleiben Reste. Durch das heiße Abwaschen spült man noch etwas davon ab und vermeidet, dass die Quinoa bitter schmeckt. Oder hat man dem Quinoa diese Eigenart inzwischen abgezüchtet? Egal, ich wasche 😉

Rote Bete werde ich in Zukunft öfter auf diese Art zubereiten, denn das hat nicht nur mir geschmeckt. Auch meinen Mann, für den Rote Bete auf der Liste der essbaren Nachrungsmittel ziemlich weit hinten steht, hat das Gemüse mit Begeisterung verdrückt.

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Für das Gemüse:

  • 700 gr. Rote Bete
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 40 gr. Butter
  • 1 gehäufter TL Mehl
  • 300 ml Gemüsefond
  • 50 ml Sahne
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • gehackter Dill zum Servieren

Für das “Risotto”:

  • 1 Schalotte
  • 1 Karotte
  • 2 EL Öl
  • 200 gr. Quinoa
  • 800 ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • etwas gehackte Petersilie

Zunächst die Rote Bete waschen, dann in einem großen Topf mit Salzwasser bedeckt je nach Größe ca. 1 h garkochen. Dann etwas abkühlen lassen, schälen, in gefällige Stücke schneiden und beiseite stellen.

Für das Risotto die Schalotte schälen und fein hacken. Karotte schälen und würfeln.

Öl in einem Topf erhitzen, und zunächst die Schalotte glasig andünsten, dann die Karottenwürfel zugeben und kurz mitbraten.

Den Quinoa in ein Sieb geben und mit heißem Wasser gründlich abbrausen. Dann in den Topf geben und unter Rühren kurz mitbraten. Gemüsebrühe angießen, alles einmal aufkochen, Hitze zurücknehmen und den Quinoa bei geschlossenem Deckel in ca. 30 min ausquellen lassen, dabei ab und zu umrühren. Am Ende die Petersilie einrühren und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für das Gemüse die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und in der Butter glasig anschwitzen. Mehl einstreuen und unter Rühren kurz mit anrösten. Die Gemüsebrühe unter Rühren angießen, alles zum Kochen bringen und ca. 10 min köcheln lassen, damit die Sauce abbindet und der Mehlgeschmack verschwindet. Dann die Sahne einrühren, schließlich die Rote Bete und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Anrichten mit etwas Dill bestreuen.

Rezept adaptiert aus: Christian Teubner, Vegetarisch: Die 100 besten Rezepte*