Backen mit Melissa Forti – Brownieküchlein mit schwarzem Reis

Wie sieht es aus, habt Ihr alle Weihnachtsplätzchen ihrer Bestimmung zugeführt? Gut, dann können wir ja jetzt wieder mal was backen:

Das Backbuch von Melissa Forti habe ich Euch ja hier bereits vorgestellt. Ich bin keine besonders begeisterte Kuchenbäckerin, aber dieses Buch liebe ich wirklich. Ich finde immer etwas darin und ich mag es, dass es auch ungewöhnliche Ideen gibt, die aber trotzdem nicht schwierig zu backen sind. Klar, dass ich mich riesig gefreut habe, als mir eine Einladung ins Haus flatterte – ein Nachmittag mit Melissa Forti, wie toll! Das ganze fand in der Kochgarage statt, eine bunte, fröhliche Location, die perfekt zu Melissa passt.

Was ich an Melissa mag, sind nicht nur ihre Rezepte, sondern auch ihre Ausstrahlung. Die ist durchaus präsent genug, um auch einfach auf Fotos gefangen zu nehmen. Das ist sicherlich auch in ihrer schillernden Lebensgeschichte begründet. Geboren als Tochter eines Topmodels, bekam sie als Kind Ballett- und Schauspielunterricht, obwohl zuhause das Geld knapp war. Ihre erste Filmrolle bekommt sie mit sechs. Später entdeckt sie ihre Liebe zu Sprachen, zieht mit 18 nach London, arbeitet als Kellnerin, als Event-Planerin, ist Muse für eine Gothic-Band. Und nicht richtig zufrieden. Sie lebt einige Zeit in den USA, arbeitet als Stewardess und bei der Kosmetikkette Lush. Da merkt sie, dass sie gern mit Menschen zu tun hat; der Traum von einem eigenen Geschäft stellt sich ein. Der ausschlaggebende Impuls kommt auf einer Reise nach New York – in einem Geschäft mit Cupcake-Dekorationen macht sie einen Großeinkauf. Gut, das muss alles auch verwendet werden. Melissa beginnt in Sarzana, wo sie inzwischen mit ihrem Freund lebt, zu backen. Der Rest ist Geschichte und mündet in Melissa’s Tearoom. Inzwischen ist die Reise weitergegangen nach Hamburg, da gibt es Workshops, eine Pop-up-Bakery in der Bullerei – und bestimmt bald auch einen Tearoom.

Melissa ist lebhaft, charmant und einfach wahnsinnig nett. Bezaubernd, das ist das passende Wort. Wir haben an diesem Nachmittag gearbeitet – es gab erst mal Pastiera Napoletana. Das ist eine Tarte aus Mürbteig, gefüllt mit gegartem Weizen, Ricotta und kandierten Früchten. Klassischerweise wird sie zu Ostern serviert, aber mit ihren Aromen von Zimt, Zitronat und Orangeat passt sie auch gut in die Weihnachtszeit.

Die weihnachtliche Schokoladentorte hat Melissa selbst dekoriert – und es gab, genau wie zur Ostertorte, ganz viele Informationen und Tipps. Melissa ist Vegetarierin und achtet auf Qualität – da gibt es ausschließlich Bio-Produkte, relativ wenig Zucker und natürlich keine Gelatine.

Die Rezepte sind italienisch geprägt, tragen aber zugleich Melissas Handschrift. Und genau diese Balance aus Tradition und Originalität und diese ganz eigene Handschrift ist auch der Grund dafür, weswegen ich ihre Rezepte so mag. Ich stelle Euch heute noch eines vor (vermutlich nicht das letzte), wobei ich gestehen muss, dass mich nicht ganz an das Rezept gehalten habe. Ich wollte schon lange die Brownies mit schwarzem Reis backen, aber das Rezept ergab eine Riesenmenge und mein Reisvorrat war auch nicht mehr ausreichend. Ich habe das Rezept halbiert und Küchlein gebacken anstatt eines großen Brownies.

Die Zugabe von Reis mag ungewöhnlich klingen, aber die Brownies sind ein Knaller – der Reis steuert ein nussiges Aroma bei, das die Schokolade herrlich ergänzt.

Für 12 Küchlein:

  • 90 g schwarzer Venere-Reis
  • 175 g Butter, Zimmertemperatur
  • 75 g Bitterschokolade, gehackt
  • 225 g Zucker
  • 100 g Kakaopulver
  • 3 Eier
  • 100 g Mehl Type 405
  • 1 Prise Salz

Zunächst den Reis garen: dafür den Reis in ein feinmaschiges Sieb geben und unter fließendem Wasser spülen. Dann in einen Topf geben, mit der doppelten Menge kaltem Wassers bedecken und in ca. 40 min sehr weich kochen. Der Reis muss wirklich weich sein, damit er später beim Backen nicht knusprig wird. Den Reis abkühlen lassen.

Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Muffinform mit 12 Papierförmchen auslegen.

Die Schokolade im Wasserbad schmelzen und etwas abkühlen lassen.

In einer Schüssel Butter und Zucker weißschaumig aufschlagen. Kakaopulver auf niedriger Stufe unterrühren. Nach und nach erst die Eier, dann die geschmolzene Schokolade einrühren. Mehl und Salz kurz einarbeiten, dann den gegarten Reis mit einem Teigspatel unterheben.

Die Masse auf die Förmchen verteilen und im heißen Ofen 22 bis 24 min backen. Sie sollen innen noch nicht ganz durchgebacken sein; das bemerkt man, wenn bei der Stäbchenprobe das Stäbchen noch ein bisschen verschmiert ist.

Marmorierte Brioche

marmor-brioche

Zur Zeit bin ich etwas im Marmorkuchen-Fieber. Marmorkuchen im weitesten Sinne. Schuld ist ein Buch, das ich hier gefunden habe.

Die Brioche hat mich lange angelacht, und vergangenes Wochenende stand sie endlich auf dem Tisch. Die Brioche ist perfekt für ein ausgedehntes Sonntags-Frühstück – hübsch anzusehen und schon flaumig und schokoladig, aber nicht zu süß. Die Herstellung dauert etwas, aber das lohnt sich.

Ein Tipp: macht es nicht so wie ich. Lest erst das Rezept ganz 😁. Ich hatte das nicht gemacht und übersehen, dass der Schokoteig eine Stunde in die Tiefkühle muss. Mein Briocheteig ist also seeeeehr lange gegangen. Meine Form war auch zu klein….die Brioche ist im Ofen förmlich explodiert…den Ofen durfte ich hinterher putzen…

Für einen Laib:

Brioche-Teig:

  • 600 g Mehl (ich hatte Dinkel 630)
  • 250 – 300 ml warme Milch
  • 10 g frische Hefe
  • 100 g Zucker
  • 2 g Salz
  • 150 g Crème fraîche
  • 2 Eigelb

Für den Schokoladen-Teig:

  • 100 g Zucker
  • 30 g Kakao
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eiweiß
  • 40 g Mehl (Dinkel 630)
  • 25 g Bitterschokolade
  • 20 g Butter

Zunächst den Brioche-Teig ansetzen: dafür Mehl, Zucker und Salz in die Schüssel der Küchenmaschine geben und die Hefe dazukrümeln. Eigelb und Crème fraîche sowie 250 ml Milch zugeben und alles zu einem geschmeidigen, elastischen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Wenn der Teig zu trocken ist, noch etwas Milch zugeben. Die Schüssel mit Frischhaltefolie gut abdecken und den Teig ca. 2 h aufgehen lassen.

Inzwischen den Schokoladen-Teig vorbereiten: dafür 160 ml Wasser in einen kleinen Topf geben, Zucker, Kakao und Salz zugeben und alles unter Rühren einmal aufkochen lassen, dann von der Hitze nehmen. Die Eiweiße mit dem Mehl in einer kleinen Schüssel schaumig schlagen, dann zur Schokoladenmischung in den Topf geben. Die Mischung unter Rühren nochmals erhitzen, bis sich eine homogene Masse gebildet hat. Dann vom Feuer nehmen und Butter und Schokolade einrühren, bis sie geschmolzen sind. Die Masse auskühlen lassen, dann nochmal durchrühren und zwischen zwei Lagen Backpapier zu einem Quadrat von 30 cm Seitenlänge ausrollen. Das Quadrat für eine Stunde in die Tiefkühle geben.

Eine Kastenform von 26 cm Länge ausbuttern.

Den Briocheteig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Quadrat von 35 cm Kantenlänge ausrollen. Das Papier von der Schokoladenplatte abziehen und die Platte mittig auf dem Brioche-Teig plazieren. Beides zusammen falten: die oberen Kanten zur Mitte, dann die seitlichen Kanten zur Mitte falten. Teig ausrollen, dann noch zweimal falten und ausrollen. Teig zu einem Laib formen und in die Form geben. Abdecken und nochmal 2 h gehen lassen.

Ofen auf 200°C vorheizen. Die Form einschieben, die Hitze gleich auf 180°C zurückschalten und die Brioche in ca. 50 min goldbraun ausbacken.

 

Kaninchen in Senf-Kakao-Creme aus Martinique

kaninchen in kakao-senfcreme

Die Kombination Senf-Kakao gehört zu denjenigen, die mir ein kulinarisches Fragezeichen auf die Stirn malen. Komisch eigentlich, so viele Rezepte mit schrägen Aromenkompositionen gibt es auch nicht im “Kreolischen Kochbuch“* – aber die musste ich dann auch ausprobieren. Und ich wurde nicht enttäuscht – Senf, Kakao und Kaninchen, das passt. Der Senf etwas scharf, der Kakao etwas bitter, das harmoniert schön mit dem leichten es ist Wildgeschmack des Kaninchens. Das Ganze ist wohl  typisches Fusion Food mit dem Besten aus unterschiedlichen Welten: Kakao wächst in den Tropen, der Senf kommt aus Frankreich.

Noch einen Vorteil hat das Gericht: es ist mit seiner überraschenden Zutaten-Zusammenstellung gästetauglich. Und dabei auch noch sehr simpel in der Herstellung.

Und jetzt zum Kaninchen: ich esse Fleisch. Nicht so oft und mit einer gewissen Achtsamkeit, aber ich esse es. Meine Kinder waren nicht so glücklich über das Kaninchen (die sind ja sooooo süß)…..und herzlos, wie ich bin, habe ich ihnen erklärt, dass, wenn sie Fleisch essen, dass es dann keinen Unterschied gibt. Wer Schwein isst, kann auch Kaninchen essen. Beides sind Kreaturen mit einem Recht auf Leben. Wobei…es gibt da etwas….als ich ein Kind war, hatte eine meiner Tanten Kaninchen. Regelmäßig bin ich dahin gepilgert, um die Kleinen zu kraulen, den Stallgeruch zu schnuppern und und den Fellbündeln ein paar Karotten zwischen die Nagezähne zu schieben. Im Leben wäre ich damals nicht auf die Idee gekommen, dass die Fellbündel zum Verzehr bestimmt waren. (Lag vielleicht auch daran, dass diese Tante berühmt war für ihren Geiz ihre Sparsamkeit (Kaffee aufwärmen und Heizung aus im Winter und so…) und uns nie was abgegeben hat.

Jetzt aber zum Rezept, das reicht für 4:

  • 1 Kanichen, in Teilen (laut Rezept 4 Keulen)
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL Dijon-Senf
  • 2 EL Kakao-Pulver, ungesüßt
  • 2 EL Sahne
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 2 Schalotten
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 500 ml Hühnerbrühe
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 Stengel Estragon

Senf mit Kakao und Sahne glattrühren (am Besten mit dem Schneebesen) und beiseite stellen. Schalotten und Knoblauch schälen und fein hacken.

Das Öl in einem großen Topf erhitzen. Kaninchenteile (oder Keulen…) von allen Seiten anbraten, dabei mit Salz und Pfeffer würzen.

Schalotten und Knoblauch zugeben, kurz durchrühren, dann Hühnerbrühe, Lorbeerblätter und die Senf-Kakao-Mischung zugeben. Aufkochen lassen, dann die Hitze reduzieren und alles ca. 40 min schmurgeln lassen. Ab und zu umrühren, damit sich nichts am Topfboden anlegt.

Inwischen Estragon-Blättchen zupfen und hacken.

Vor dem Servieren alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und den Estragon unterrühren. Dazu passt gekochter Basmati-Reis.

Kakao-Maltagliati mit Kürbis und Paprika

kakao-maltagliati

Ich gebe es zu, dieses Gericht ist in Meret Bisseggers Buch* deutlich ansprechender fotografiert – aber geschmeckt hat es uns ganz hervorragend.

Meret Bissegger hegt eine große Liebe zum Kürbis, entspechend episch ist auch das Kapitel, das sich mit diesem Gemüse befasst. Und dieses Pastarezept, das musste ich einfach ausprobieren. Kakao in den Nudeln, das ist mal was Neues. Und es schmeckt sehr gut – die leichte Bitterkeit des Kakaos sorgen für einen komplexen Geschmack. Der wird durch den geräucherten Scamorza, mit dem das Gericht serviert wird, nochmal verstärkt. Die Pasta wird zum Teil mit Vollkornmehl hergestellt; das hatte ich auch noch nie gemacht. Ich hatte ein wenig Bedenken, dass der Teig etwas schwer zu bearbeiten sein könnte – aber die haben sich nicht bestätigt.

Mein Kürbis war ein Hokkaido. Der ist noch immer gut zu bekommen und schön aromatisch ist er auch. Wer gut an andere Sorten herankommt: Meret Bissegger mischt gerne verschiedene Sorten – asiatische Moschus-Arten für eine fruchtige Soße, Riesenkürbisse für die Bindung.

Für die Pasta verwendet sie Farina Bona – ein geröstetes Maismehl, ein traditionelles Produkt aus dem Tessin. Ich hatte keines und habe mir mit etwas selbst geröstetem Maismehl beholfen.

Jetzt aber los – das Rezept ist für 4 Personen:

Für die Pasta:

  • 200 gr. Vollkornmehl, Kleie ausgesiebt
  • 200 gr. Hartweizenmehl
  • 2 EL Kakao
  • 2 EL Maismehl (wer hat: Farina Bona)
  • 1/2 TL Salz
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 Eier
  • ca. 80 ml Wasser, bei Bedarf auch etwas mehr

Für die Sauce:

  • 300 gr. Kürbis (ohne die Schale gewogen)
  • 1 rote Paprika
  •  Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Stange Sellerie
  • etwas Chiliflocken
  • 3 Blätter Salbei
  • 1 TL Rosmarinnadeln
  • 50 ml Rotwein
  • 200 gr. Tomaten (Dosenware)
  • 2 Lorbeerblätter
  • je 1 TL Majoran und Oregano
  • Salz
  • 1 Zehe Knoblauch
  • Olivenöl und geräucherter Scamorza zum Anrichten

Zuerst wird der Teig vorbereitet: Dazu zuerst das Maismehl in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Temperatur anrösten, bis es duftet. Dann beiseite stellen und abkühlen lassen.

Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen. Eier und Öl zugeben, alles zu einem festen, aber elastischen Teig verkneten, der nicht klebt. Dabei nach und nach Wasser zugeben. Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 h ruhen lassen.

Inzwischen die Sauce zubereiten: Kürbis in mundgerechte Würfel schneiden. Paprika halbieren, das Weiße und die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch würfeln. Zwiebel schälen und fein hacken, Sellerie in dünne Scheiben schneiden. Rosmarin und Salbei hacken, Knoblauch schälen und ebenfalls hacken.

Öl in einer Pfanne erhitzen. Kürbis und Paprika bei starker Hitze anbraten, bis sie Farbe annehmen. Dann beiseite stellen.

Zwiebel, Sellerie und Chiliflocken in 1 TL Olivenöl bei milder Hitze glasig braten. Rosmarin und Salbei einrühren, dann mit Wein ablöschen und alles kurz einkochen lassen. Lorbeer, Tomatenwürfel, Majoran, Oregano und Knoblauch zugeben, mit Salz würzen und alles nochmals ca. 15 min kochen lassen; dabei gegen Ende der Kochzeit die Kürbis- und Paprikawürfel zugeben.

Für die Nudeln den Teig dünn ausrollen und in Streifen schneiden. Einen großen Topf mit Salzwasser aufsetzen und die Pasta in 2-3 min bissfest kochen.

Pasta unter die Sauce mischen.

Zum Anrichten etwas Olivenöl und geriebenen Scamorza über jede Portion geben.

Halwa-Trüffel

halawa-trüffel

Nun ist ja bald so weit…..fast ist schon Weihnachten. Habt Ihr alles, was Ihr braucht? Ich hätte noch rasch einen kleinen Vorschlag, sollte es Euch noch an Geschenken fehlen. Diese Trüffel hier eignen sich nämlich wunderbar als kleine Aufmerksamkeit oder als Mitbringsel zum Weihnachtskaffee. Aber natürlich kann an sie auch selbst essen…..immerhin sind die kleinen Kugeln allerbeste Nervennahrung.

Hauptbestandteil der Trüffel ist Halwa. Halwa bekommt Ihr problemlos beim türkischen Lebensmittelhändler und in gut sortierten Supermärkten. Halwa ist verbreitet im gesamten Orient, aber auch in Osteuropa. Basis ist ein Püree von Ölsamen, meist Sesam,  und Zucker oder Honig. Verfeinert wird die Nascherei mit Vanille, Nüssen oder auch Kakao.

Halva allein ist schon eine Leckerei – und diese Trüffel setzen noch eins drauf. Sie sind rasch hergestellt; die Halva wird mit Sesammus (Tahin) zu einer homogenen Masse verarbeitet, zu Kugeln gerollt und dann in verschiedenen Aromazutaten gewälzt. Das schafft man selbst dann noch, wenn man schon im Weihnachtsstress ist 🙂

Mit diesem Rezept verabschiede ich mich in die Weihnachtsferien. Hier wird es zwischen den Jahren ein wenig ruhiger. Ich wünsche Euch allen ein schönes, geruhsames Weihnachtsfest. Möge es so werden, wie Ihr es Euch wünscht.

Und nun zu den Trüffeln. Das Rezept ergibt ungefähr 25 Stück. Das Rezept ist aus dem Buch “Rosenwasser & Granatapfelkerne“*. Eine Rezension werdet Ihr nächstes Jahr bei mir finden 🙂

  • 200 gr. Halwa
  • 40 gr. Tahin (Sesammus)
  • 50 gr. Sesamsamen
  • 50 gr. Kakaopulver
  • 50 gr. Pistazienkerne

Halwa in eine Schüssel bröckeln. Das Tahin dazu geben und alles mit einer Gabel zu einer homogenen Masse verarbeiten. Aus der Masse mit den Händen etwa haselnussgroße Kugeln formen. Das geht am besten, wenn man etwas Masse erst zusammendrückt und dann zwischen den Handflächen vorsichtig zu einer Kugel rollt.

Die Kugeln auf einen Teller legen und für 30 min zum Festwerden in den Kühlschrank stellen.

Inzwischen die Pistazienkerne fein hacken. Sie müssen wirklich ganz fein gehackt sein, sonst bleiben sie nachher nicht an den Kügelchen haften.

Fein gehackte Pistazie, Sesamsamen und Kakao jeweils in kleine separate Schälchen geben. Ein Drittel der Trüffel in den gehackten Pistaziensamen wälzen, das nächste Drittel in den Sesamsamen und den Rest im Kakao. Gründlich arbeiten, die Trüffel sollen rundherum bedeckt sein.

Die fertigen Trüffel im Kühlschrank aufbewahren.

New York-Style Cincinnati Chili

cincinnati chili

Es ist schon am Titel unschwer zu erkennen – das hier ist mein Beitrag zum Event Kulinarischer Roadtrip USA, das Bella diesen Monat im Kochtopf veranstalten darf.

Ha, hab ich mir gedacht, USA, das ist ja mal einfach. War es dann doch nicht. Ich war mäkelig und nichts wollte mir so recht gefallen. Und Chili wollte ich ja schon gar nicht machen – Chili, das macht ja jeder. Und hängen geblieben bin ich dann doch bei Chili.

Was daran liegt, dass das hier mal ein ganz anderes Chili ist: hergestellt aus einer Mischung aus Rinder- und Lammhack, mit Kakao, Zimt, Kardamom und Honig leicht süßlich abgeschmeckt. Als Topping gibt es Bohnen und Käse – und serviert wird das ganze auf Nudeln.

Sheila Lukins, von der das Rezept stammt, erzählt, dass sich zwei prominente Köche um Erfindung des Rezepts streiten. Die älteren Rechte will ein bulgarischer Emigrant haben. Schon 1922 soll er eine Chili-Version erfunden haben, die auf bulgarische Art abgeschmeckt und auf Nudeln serviert wurde.

Wer immer es erfunden hat – es hat uns wunderbar geschmeckt.Mir gefiel besonders die üppige, leicht bittere Kakaonote. Naja, und der Nachwuchs freute sich über die Nudeln.

Macht mindestens 6 Leute satt:

  • 300 gr. getrocknete Kidneybohnen
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 EL Olivenöl
  • 450 gr. Lammhack
  • 450 gr. Rinderhack
  • 2 EL Kakaopulver
  • 2 EL Cayennepfeffer (oder nach Gusto)
  • 2 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1/4 TL gemahlener Piment
  • 1/4 TL gemahlener Koriander
  • 1/4 TL gemahlener Kardamom
  • 2 Dosen Tomaten (à 400 gr.)
  • 2 EL Apfelessig
  • 2 EL Honig
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 450 gr. Linguine
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 200 gr. geriebener frisch geriebener Käse, am besten Cheddar oder auch Edamer

Am Vorabend die Kidneybohnen in reichlich kaltem Wasser einweichen. Am nächsten Tag die Bohnen in frischem Wasser nach Packungsanleitung garkochen, dabei das Lorbeerblatt zugeben. Gegen Ende der Garzeit Salz zugeben. Die gekochten Bohnen abgießen und beiseite stellen.

Zwiebel und Knoblauchzehen abziehen und fein hacken. Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und Zwiebel und Knoblauch darin glasig dünsten. Das gesamte Hackfleisch ebensfalls in den Topf geben und unter Rühren in ca. 10 min krümelig braten.

Kakao und alle Gewürze zum Fleisch geben. Alles gut durchrühren und kurz anschwitzen. Dann Tomaten, Tomatenmark, Honig und Essig zugeben, alles aufkochen lassen, einen Deckel auflegen und das Chili ca. 30 min köcheln lassen, bis sich die Aromen verbunden haben. Probieren und großzügig mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Inzwischen die Linguine nach Packungsanleitung in Salzwasser al dente kochen. Die Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden. Die Kidneybohnen erwärmen.

Zum Anrichten auf jeden Teller zunächst etwas von der Pasta geben. Etwas Chili darüber schöpfen, Kidneybohnen daraufgeben, mit Frühlingszwiebeln und dann mit Käse bestreuen.

Schokoladen-Brot

schokoladenbrot

Vor längerer Zeit gab es bei der Tomatenblüte einen Kuchen, der wie ein Brot aussah. Bei uns ist das umgekehrt – da gibt es öfter mal Brot, das wie Kuchen aussieht. Schokoladenbrot. Es ist wirklich ein Brot, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht. Im Grunde handelt es sich um ein einfaches Hefebrot mit etwas Kakao im Teig – schokoladig, aber nicht zu süß. Bei uns ist dieses Brot am Wochenende immer wieder mal eine schöne Bereicherung auf dem Frühstückstisch. Seit ich es einmal gemacht habe, wird es immer wieder verlangt, vom Nachwuchs, natürlich.

Schmeckt prima einfach nur Butter oder auch mit Marmelade; ich mag am liebsten Orangenmarmelade dazu.  Wie nicht anders zu erwarten war, machen sich die Kinder ein Fest daraus, Schokoladenbrot mit Nuss-Nougat-Creme zu verputzen. Getoastet ist es auch nicht zu verachten.

Für 1 Laib:

  • 200 gr. Weizenvollkornmehl
  • 200 gr. Weizenmehl 550
  • 50 gr. Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 50 gr. Kakao
  • 10 gr. Hefe
  • 300 gr. Milch
  • Fett für die Form

Die Hefe in der Milch auflösen.

Mehlsorten, Salz und Zucker in eine Schüssel geben, den Kakao dazu sieben.

Die Milch-Hefemischung dazugießen; geschmolzene Butter zugeben und alles zu einem elastischen Teig kneten, der Blasen wirft und sich vom Rand der Schüssel löst. Den Teig ca. 1 1/2 h ruhen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.

Eine Kastenform mit Butter einfetten.

Den Teig aus der Schüssel holen und zu einem Laib formen, der in die Kastenform passt. Den Laib in die Form legen, mit einem Geschirrtuch decken und nochmals 1 h ruhen lassen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Das Brot im heißen Ofen ca. 40 min backen.