Türkische Paprika mit Linsenfüllung – Mercimekli Biber Dolmasi

 

Ich kaufe sehr gerne beim türkischen Gemüsehändler, gerne auch mehr, als ich im Augenblick brauche. Beim letzten Mal sind kleine grüne türkische Paprikaschoten (dolma biber) mit ins Körbchen gehüpft.

Biber sind Paprikaschoten, dolma der Begriff für gefülltes Gemüse – die kleinen grünen Paprika werden also speziell verwendet, um sie zu füllen. Sie sind nicht nur kleiner und zarter im Geschmack als die Ware, die es sonst bei uns zu kaufen gibt, sondern sie haben auch eine dünnere Haut. Wer also schon mal Schwierigkeiten mit der Verträglichkeit bei Paprikaschoten hat, ist mit diesen hier möglicherweise besser dran; ich merke jedenfalls einen Unterschied.

Klassischerweise werden die Paprika mit Rinder- oder Lammhack und Reis gefüllt; das hatten wir schon oft, deshalb gibt es heute eine Variante mit roten Linsen, Bulgur und Reis. Gefunden habe ich das im Istanbul-Kochbuch*; eine dicke Empfehlung übrigens für Menschen, die die türkische Küche mögen.


5 Portionen:

  • 10 kleine hellbgrüne türkische Paprika (dolma biber)
  • 1 Zwiebel
  • 1 TL Paprikaflocken (pul biber)
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1/2 TL gemahlener Piment
  • 80 g feiner Bulgur (die Sorte für Köfte)
  • 40 g rote Linsen
  • 80 g Reis (ich hatte Basmati)
  • 1/2 Bund glatte Petersilie
  • 1 EL getrocknete Minze
  • 50 ml Olivenöl
  • 3 Tomaten
  • Joghurt zum Servieren

 

Zunächst die Paprika vom Stiel befreien; ich habe dafür so knapp wie möglich einen Deckel abgeschnitten. Spezialisten drücken den Stiel einfach ein. Kerne und das wattige Innere aus den Paprika herausholen.

Jetzt kramt Ihr in euren Töpfen: Ihr braucht einen Topf, in den die Paprika aufrecht gestellt genau hineinpassen. So werden sie gegart; und sie sollen dabei nicht umfallen. Also die Paprika schon mal in den Topf stellen. Ich habe mir ein bisschen beholfen und eine Lücke mit einer passenden kleinen Tasse ausgefüllt.

Für die Füllung Zwiebel schälen und fein hacken. Petersilie zupfen und ebenfalls fein hacken. Reis und Linsen in ein Sieb geben, abbrausen und abtropfen lassen.

Bulgur, Reis, Linsen, Zwiebel, Paprikaflocken, Petersilie, Minze und  Olivenöl in einer Schüssel vermengen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Von den Tomaten 10 kleine Scheiben als Deckel für die Dolma abschneiden. Den Rest hacken und zur Füllung geben. Alles nochmals vermischen und mit Salz abschmecken.

Die Füllung auf die Paprikaschoten verteilen und jeweils eine Tomatenscheibe als Deckel auflegen.

Wasser angießen, so dass die Paprika bis zur Hälfte im Wasser stehen. Salzen, Deckel auflegen, zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und alles 30 min simmern lassen.

Die Paprikaschoten mit etwas Naturjoghurt servieren. Ich finde, sie schmecken lauwarm am besten.

 


 

Buchvorstellung: Bayerisch vegetarisch von Birgit Fazis – und: Gemüsepflanzerl

Bayern ist berühmt für Weißwurst und Schweinebraten? Aber doch nicht nur. Dass es auch anders geht, zeigt uns Birgit Fazis mit ihrem Buch über die bayerische vegetarische Küche. Birgit Fazis ist gelernte Pädagogin, lebt am Ammersee und führt  seit 2010 ihren Blog Emma Bee. Vor mir liegt ihr erstes Buch.

Es ist ein hübsch aufgemachtes Taschenbuch geworden mit einem aufgeräumten Layout in hellen, freundlichen Farben. Es gibt viele Fotos, die Birgit Fazis alle selbst gemacht hat. Jedes Gericht hat ein Foto bekommen; in den Klappen gibt es zusätzlich noch Fotos von See und Biergarten. Ein wenig anstrengend ist, dass das Buch aufgrund der Bindung nicht aufgeschlagen liegen bleibt.

Und was ist drin? Die mehr als 50 Rezepte sind geordnet nach Brotzeit und Salate, Suppen und kleine Gerichte, Hauptgerichten und Süßem. Die Rezepte sind vielfältig – das geht von Kartoffelkäs und Brezensalat über warmen Kürbis-Feigen-Salat bis hin zu Sauerkraut-Kartoffelrösti, gebackenem Kohl mit Parmesankruste und Zimtcreme mit Zwetschgenröster.

Die Rezepte sind ohne weiteres nachkochbar: sie sind ordentlich aufgebaut und erfordern keine schwer zu beschaffenden Zutaten. Bei jedem Rezept ist angegeben, wie lange die Zubereitung dauert und wie viele Personen davon satt werden; zusätzliche Küchentipps gibt es außerdem und eine kleine Einführung zu jedem Rezept. Abgerundet wird alles durch ein alphabetisch geordnetes Register. Besonders praktisch sind die nach Jahreszeiten geordneten zusätzlichen Inhaltsverzeichnisse in den Umschlagklappen. Etwas schade finde ich, dass hier und da auf Fertigprodukte wie zum Beispiel Vanillepuding-Pulver oder Röstzwiebeln zurückgegriffen wird.

Fleischpflanzerl – das ist ein bayerischer Klassiker und auch in unserem Haushalt gern gesehen. Was aber gern übersehen wird, ist, dass auch Getreidepflanzerl gerne auf bayrischen Tischen landen; hier habe ich schon einmal ein Rezept vorgestellt.

Birgit Fazis* hat diese Rezeptidee ein wenig ausgebaut – sie nimmt Bulgur als Basis, und praktischerweise kommt auch gleich noch Gemüse mit hinein. Ich musste ein wenig grinsen, als ich die Einführung zum Rezept las, denn da steht, dass die Pflanzerl eine gute Möglichkeit sind, “gemüsescheue Kinder dazu zu bringen, eine kleine Portion Vitamine zu verspeisen”. Denn dieses Bemühen, ich kenne es gut ;-).

Das Rezept ist variabel. Im Original werden als Gemüse Zucchini, Karotte und rote Paprika verwendet; ich hatte nur Zucchini und Karotte, dafür von beidem etwas mehr. Und man kann auch andere Gemüsesorten in den Pflanzerl unterbringen.

Für 4 Personen:

  • 200 g Bulgur (ich hatte feinen)
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 2 mittlere Zucchini
  • 1 große Karotte
  • 1 Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 2 Eier
  • 1 TL Senf, mittelscharf
  • 50 g Bergkäse, frisch gerieben
  • 3 EL fein gehackte glatte Petersilienblättchen
  • 3 EL Semmelbrösel
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Öl zum Braten

Den Bulgur in der Gemüsebrühe aufkochen, dann die Hitze abstellen und den Bulgur ausquellen lassen.

Zucchini und Karotte waschen, putzen und fein raffeln. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken.

Den ausgequollenen Bulgur in eine Schüssel füllen, etwas abkühlen lassen und dann mit Zwiebel, Knoblauch, dem geriebenen Gemüse, Senf, Käse, Petersilie und Eiern vermischen. Mit den Semmelbröseln vermengen, so dass eine formbare Masse entsteht und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Aus dem Teig mit leicht angefeuchteten Händen kleine Pflanzerl formen. Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Pflanzerl von beiden Seiten goldbraun ausbraten.

Ich habe dazu einen Joghurtdip mit Kräutern serviert und Kartoffelwegdes aus dem Ofen; das Rezept für die Wedges findet Ihr hier.

Und hier noch die Daten zum Buch:

  • Taschenbuch: 128 Seiten
  • Verlag: Verlag Eugen Ulmer (14. September 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 978-3800102952
  • 17,90

Kibbeh Alfaker und Motabbal

Für die Rezension von “Malakeh“* wollte ich unbedingt ein Kibbeh-Rezept ausprobieren. Es gibt eine große Auswahl an Rezepten und ich habe mich für das einfachste entschieden – weil mich gerade die Einfachheit fasziniert hat.

Malakeh erzählt, dass diese Kibbeh aufgrund ihrer Einfachheit auch “Kibbeh für Arme” genannt werden. Es ist aber nicht nur bei armen Menschen beliebt, denn es enthält kein Fleisch, ist aber sehr nahrhaft. Vor dem Krieg wurde es eine richtige Spezialität und wurde auch in teuren Restaurants serviert.

Die Grundzutaten sind wirklich sehr einfach – feiner Bulgur und gegarte Kartoffeln. Gewürzt wird mit Kreuzkümmel und Paprikapulver. Die geformten Kibbeh werden nicht mehr gegart – man isst sie kalt.

Eigentlich werden die Kibbeh ja mit Granatapfelsirup, Paprikamark oder ein wenig Chilipulver serviert. Ich habe statt dessen Motabbal dazu serviert. Das ist ein Dipp aus im Ofen gegarten Auberginen, Tahin und Joghurt – und eine Sache, von der ich nie genug bekommen kann.

Ah, nebenbei bemerkt: ich habe die Zutatenmengen jeweils halbiert und es hat trotzdem für 4 gereicht. Bei (viel) größerem Hunger könnt Ihr das Ganze ja verdoppeln….

Kibbeh:

  • 350 g feiner Bulgur für Köfte
  • 200 g Kartoffeln, mehlig kochende Sorte
  • 1 kleine Zwiebel
  • 50 ml Olivenöl
  • 15 g gemahlener Cumin
  • 10 g Paprika edelsüß
  • Salz

De Kartoffeln schälen, würfeln und in Salzwasser weich kochen.

Den Bulgur mit ca. 350 ml warmem Wasser übergießen und quellen lassen. Das ist keine exakte Angabe – wieviel Wasser Ihr braucht, ist abhängig vom verwendeten Bulgur. Im Ergebnis muss der Bulgur so weich sein, dass es sich gut mit den Kartoffeln vermischen läßt und dass die Masse am Ende gut zusammenhält. Das ist ein wenig Erfahrungs- und Gefühlssache.

Während der Bulgur quillt, die Zwiebel schälen, fein würfeln und in 25 ml Olivenöl glasig andünsten. Kartoffeln abgießen und mit einer Gabel fein zerdrücken.

Gequollenen Bulgur, Zwiebel, Kartoffeln und Gewürze gründlich verkneten, bis eine feste Masse entsteht. Mit Salz würzen und nochmals durchkneten.

Zum Formen der Kibbeh jeweils etwas von der Masse in die Hand nehmen und die Hand kurz zur Faust schließen. Hand wieder öffnen, die entstandene Nocke auf eine Servierplatte legen. Der Abdruck der Finger soll zu sehen sein. Weiterarbeiten, bis die gesamte Kibbeh-Masse geformt ist.

Vor dem Servieren die Kibbeh mit dem restlichen Olivenöl beträufeln. Mit dem Motabbal auf den Tisch bringen.

Motabbal – Auberginenpüree mit Joghurt

  • 1 kg Auberginen
  • 2 bis 3 Zehen Knoblauch
  • 125 g  Joghurt – eine stichfeste, fette Sorte
  • 40 g Tahin
  • 2 El Zitronensaft
  • Salz
  • 25 ml Olivenöl
  • 25 g Walnusskerne

Den Ofen auf 250°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Die Auberginen rundherum mit einem spitzen Messer oder einer Gabel einstechen (steht so nicht im Rezept, aber wem einmal Auberginen im Ofen explodiert sind, dem passiert das kein zweites Mal 😉 ). Im heißen Ofen ca. 30 min backen. Sie sind gar, sobald man sie mit einem Zahnstocher durchstechen kann. Herausnehmen, kurz abkühlen lassen, dann Stielansatz entfernen und die Haut abziehen. Das Fruchtfleisch in einem Sieb abtropfen lassen.

Inzwischen den Knoblauch schälen und ganz fein hacken. Das abgetropfte Auberginen-Fruchtfleisch pürieren und mit Joghurt, Zitronensaft, Tahin und Knoblauch vermischen. Mit Salz abschmecken.

Püree in einer Schale anrichten. Walnusskerne grob hacken. Granatapfelkerne auslösen. Motabbal mit Olivenöl übergießen und mit Granatapfel- und Walnusskernen dekorieren.

 

Schwiegermutter-Köfte

icli-köfte

Içli Köfte heißen die eigentlich, mit Kringel unter dem c. Es sind gefüllte Köfte – in der Bulgurmasse versteckt sich eine Kartoffel-Hackfleisch-Füllung. Schwiegermutter-Köfte ist aber auch nett, dazu gibt es nämlich eine Geschichte 🙂 . Das ganze ist ein Gericht, das traditionell bei Hochzeiten gegessen wird. Die Köfte macht die Schwiegermutter der Braut. Während sie die ausgehöhlten, gefüllten Bällchen wieder verschließt wünscht sie sich, dass der Mund der Schwiegertochter genau so gut verschlossen sein soll wie die Köfte. Nun ja, es scheint, das Schwiegermütter in jedem Kulturkreis gerne mal schlecht wegkommen.

Bei mir haben die Içli Köfte auch eine Geschichte: ich hatte nämlich eine riesige Tüte feinen Bulgur für Köfte im Küchenschrank lagern. Gekauft hatte ich ihn für diese Rezension. Die Bulgurklösschen, die ich daraus zubereitet habe, waren ein komplettes Desaster – Bulgursuppe. Und so stand die Tüte im Schrank und ich konnte mich nicht so recht motivieren, irgenwelchen Bulgurklösschen eine zweite Chance zu geben.

taste_of_turkey_2Dann kamen Melanie und Sibel mit ihrem Event zur türkischen Küche – und was wünschen sie sich diesen Monat? Köfte! Zeit, allen Mut zusammenzunehmen und dem Bulgur an den Kragen zu gehen.

Und diesmal gab es erfreulicherweise keine Bulgursuppe, sondern tatsächlich Köfte. Das ist bestimmt einerseits dem Umstand zu verdanken, dass laut Rezept* diesmal ein Ei an die Bulgurmasse kommt. Aber ich hatte auch ein wenig Hilfe: Semiha, die weiß wovon sie redet, hat mir erklärt, dass die Bulgurmasse sehr, sehr gründlich geknetet werden muss, damit sie zusammenhält.  Das hat funktioniert.

Die Köfte machen etwas Arbeit, aber die lohnt sich auch. Außerdem lohnt es sich auch, gleich das ganze Rezept zuzubereiten, denn die  Bällchen schmecken auch kalt. Sie machen sich gut auf Buffets und in Brotzeitboxen – und einfrieren kann man sie auch.

Für 6 Personen:

Für die Füllung:

  • 500 gr. Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 200 gr. Rinderhack
  • etwas Pflanzenöl (original 100 ml, das war mir zu viel)
  • 1 EL Paprikamark
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Paprikapulver
  • Pfeffer aus der Mühle

Für den Teig:

  • 500 gr. feiner Bulgur
  • 100 gr Gries (ich hatte Dinkelgries)
  • 500 ml kaltes Wasser (original nur 200 ml…..das funktioniert nicht….)
  • 1 Ei
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 TL Salz

Zum Fertigstellen:

  • 50 gr Butter

Für die Füllung die Kartoffeln waschen, kochen, schälen und dann mit einer Gabel fein zerdrücken. Zwiebel schälen und fein hacken. Hackfleisch in einer Pfanne ohne Fett braten, bis alle Flüssigkeit verdampft ist. Etwa Öl zugeben, dann die Zwiebel und unter Rühren weiterbraten, bis die Zwiebel glasig ist. Die Kartoffelmasse unterrühren, alles mit Salz, Pfeffer und Paprika kräftig abschmecken und beiseite stellen.

Für die Hülle den Bulgur und den Gries mit 1 TL Salz in eine große Schüssel geben, das Wasser dazu gießen, kurz umrühren und alles 20 min quellen lassen. Dann Ei, Tomatenmark und Mehl zugeben und alles sehr gründlich durchkneten.

Zum Formen vom Teig je ein ca. walnussgroßes Stück abnehmen. In den Handflächen zu einer Kugel rollen, dann mit dem Zeigefinger eine tiefe Mulde hineindrücken und mit einem kleinen Löffel etwas von der Füllung hineingeben. Die Öffnung wieder gut verschließen, indem man den Teig zwischen den Handflächen rollt. So weitermachen, bis Teig und Füllung aufgebraucht sind.

In einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen.  Die Bällchen, wenn nötig portionsweise 10 min bei milder Hitze kochen lassen. Dann mit einer Schaumkelle aus dem Wasser nehmen und gut abtropfen lassen.

Die Butter in einer kleinen Pfanne schmelzen und die Köfte vor dem Servieren kurz darin eintunken.

Dazu passen Salat und ein Joghurt-Dipp.

Bulgur-Burger

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In einem Haushalt mit Kindern kann man ja immer Burger auf den Tisch bringen. Und wenn so ein Burger gut gemacht ist, dann esse auch ich ihn gerne.  Ein Geständnis muss ich aber machen: im Grunde finde ich Burger mit vegetarischen Pattys interessanter als solche mit Fleisch. Da gibt es einfach so viele spannende Möglichkeiten, was man in das Patty packen kann.

Als ich also beim Blättern im Burger-Buch* auf den Bulgur-Burger stieß, war ich interessiert – nicht zuletzt deswegen, weil ich für diesen Burger noch nicht mal einkaufen gehen musste; es ist alles aus dem Vorrat.

Unob_ddc667_blog-event-bbq-timed das war bestimmt nicht der letzte vegetarische Burger, den ich fabriziert habe, er hat uns nämlich allen gut geschmeckt – sogar meinem Sohn, dem Fleischtiger. Das ganze ist schön aromatisch….und niemand hat so recht erraten, was eigentlich drin ist 🙂

Das Patty braucht ein wenig Vorbereitungszeit, denn die Masse muss ein paar Stunden durchziehen. Das hat Vorteile – denn man kann alles in Seelenruhe vorbereiten und zur Essenszeit geht alles recht fix.

Und weil die Pattys auf dem Grill gegart werden, passt das Rezept wunderbar in das Event, das Sandra diesen Monat im Kochtopf veranstaltet – sie wünscht sich alles, was zum Barbecue passt.

Für die Buns:

  • 200 gr. Weizenvollkornmehl
  • 200 gr. Weizenmehl Type 812
  • 1 TL Honig
  • 5 gr. frische Hefe
  • 1 EL Lievito Madre (optional)
  • 10 gr. Salz
  • 240 ml Wasser
  • 20 gr. weiche Butter
  • 1 Ei (ich: Größe L)
  • 45 ml Milch

Am Rezept für die Buns habe ich ein wenig herumgeschraubt: original werden sie mit 360 gr. Mehl 1050 und 40 gr. Type 405 gemacht. Die  2 1/2 EL Zucker habe ich durch weniger Honig ersetzt und Lievito kommt im Original auch nicht dran. Außerdem soll der Teig für 8 Buns reichen. Ich habe nur 6 gemacht – wenn man 8 Buns macht, sind die viel zu klein für die Pattys.

Die beiden Mehlsorten zusammen mit Salz und Zucker in eine Schüssel geben. Hefe im Wasser auflösen.

Hefewasser, Ei, Milch und weiche Butter zm Mehl geben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst. Schüssel abdecken und den Teig in ca. 1 h zu doppelter Größe aufgehen lassen.

Auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche 6 Buns formen. Die Buns auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben, mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und nochmal 1 h aufgehen lassen.

Den Ofen auf 250 °C vorheizen.

Das Blech in den Ofen schieben, die Hitze sofort auf 200°C reduzieren und die Buns in ca. 20 min goldbraun ausbacken. Schwaden nicht vergessen.

Buns vor dem Verzehr auskühlen lassen.

Für die Pattys:

  • 150 gr. Bulgur (ich hatte den feinen für Köfte)
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 175 gr. Cashewkerne
  • 100 gr. Sonnenblumenkerne
  • 1 Ei und 1 Eigelb
  • 1/4 TL Cayennepfeffer
  • 1 Spritzer Tabasco

Zum Fertigstellen:

  • 4 Buns
  • Mayonnaise zum Bestreichen
  • einige Salatblätter
  • Tomatenscheiben

Für die Pattys den Bulgur mit 175 ml Wasser und der Sojasauce in einen Topf geben. Deckel auflegen, alles zum Kochen bringen. Dann von der Hitze nehmen und ca. 10 min ausquellen lassen.

Inzwischen die Sonnenblumenkerne und die Cashews fein mahlen. Die Knoblauchzehe schälen und fein hacken.

Den gekochten Bulgur in eine Schüssel geben. Ei, Eigelb, Nussmischung, Knoblauch, Cayennepfeffer und Tabasco zugeben. Alles mit den Händen kraftig durchkneten, bis eine homogene Masse entsteht. Mit Salz abschmecken, dann abdecken und für 4 h in den Kühlschrank stellen.

Wenn der Grill heiß ist, aus der Bulgurmasse 4 Pattys formen. Pattis auf ein Stück leicht eingeölte Alufolie setzen. Pattys auf den Grillrost legen und von jeder Seite ca. 5 min goldbraun grillen.

Die Buns halbieren, jede Hälfte mit etwas Mayonnaise bestreichen. Auf die untere Hälfte je ein Salatblatt legen, darauf dann das Patty. Das Patty mit ein bis zwei Tomatenscheiben belegen, die obere Hälfte des Bus darauflegen und – losessen.

Lasst es Euch schmecken!

Bulgur-Plätzchen mit Gemüse

Bulgur-Plätzchen mit Gemüse

Mit Pflanzerl kriegt man mich immer…..Fleischpflanzerl, Grünkernpflanzerl, Pflanzerl mit Linsen, mit Fisch….ich liebe es. An diesen hier hat mir besonders gut gefallen, dass das Gemüse schon drin ist, sowohl in den Plätzchen als auch im Dip. Das schmeckt nicht nur gut, sondern kommt auch meiner natürlichen Faulheit entgegen – ich spare mir die Gemüsebeilage 🙂 . Die Plätzchen sind außen schön knusprig, innen durch den Gemüseanteil wunderbar saftig und mit einem Salat dazu eine frühlingsfrische Mahlzeit.

Eine kurze Anmerkung zum Bulgur: es wäre wohl eine gute Idee, für dieses Plätzchen feinen Bulgur zu nehmen. Ich hatte grade nur den groben zur Hand, der eigentlich eher für Beilagen verwendet wird. Funktioniert haben die Pflanzerl trotzdem, allerdings habe ich zum Abbinden zwei Eier gebraucht und nicht nur eines, wie es im Rezept angegeben war.

Für den Dip:

  • 250 gr. Quark (ich: 20 %iger)
  • 1 Gurke
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Bund Dill
  • Salz, Cayennepfeffer und ein Spritzer Zitronensaft

Für die Bulgur-Plätzchen:

  • 100 gr. Bulgur
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 1 rote Paprikaschote
  • 1 Karotte
  • 2 Stangen Sellerie
  • 1 Zwiebel
  • 1- 2  Eier, je nach Konsistenz der Masse
  • 3-4 EL Semmelbrösel
  • 2-3 Mehl
  • Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß
  • Öl zum Braten

Zunächst den Dip herstellen:

Dafür die Gurke schälen, halbieren, die Kerne ausschaben. Das Fruchtfleisch in kleine Würfelchen schneiden. Die Dillblättchen abzupfen und fein hacken, Knoblauch ebenfalls fein hacken. Alles unter den Quark rühren und den Dip mit Salz, Cayennepfeffer und Zitronensaft pikant abschmecken.

Für die Puffer zunächst die Brühe aufkochen, den Bulgur einstreuen und bei  schwacher Hitze ziehen lassen, bis die Flüssigkeit aufgesogen und der Bulgur gar ist. Dann etwas abkühlen lassen.

Das Gemüse waschen, putzen und in kleine Würfel schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse darin einige Minuten dünsten. Kräftig mit Salz, Pfeffer und Paprika abschmecken, beiseite stellen und etwas abkühlen lassen.

Dann den Bulgur mit Gemüse, Ei, Mehl und Semmelbröseln zu einer homogenen Masse verkneten und  mit feuchten Händen zu ca. 2 cm dicken Plätzchen formen.

Öl in einer großen, beschichteten Pfanne erhitzen und die Bratlinge darin auf jeder Seite ca. 5 min braten, bis sie außen appetitlich gebräunt und knusprig sind.

Mit dem Dip servieren.

Rezept adaptiert aus: slowly veggie!