Streuselkuchen aus Penne und Blumenkohl

So lautet der Originaltitel des Rezepts aus “Blumenkohl mal anders“*. Ich würde es eher als Auflauf bezeichnen.

Aber wie man es auch nennen mag, das Gericht ist originell und macht Spaß. Der Blumenkohl kommt zweimal darin vor: Die Oberfläche des Kohls wird zu Streuseln geraspelt und zum Überbacken verwendet; der Rest landet vorgegart im Auflauf Kuchen. Die Streuselidee werde ich bestimmt noch öfter verwenden; die ist klasse.

Das ist eines der Rezepte im Buch, in dem auf fertige Bechamelsauce zurückgegriffen wird – ich weigere mich, so etwas zu kaufen; Bechamel ist wirklich rasch selbst gemacht…

Streuselkuchen aus Penne und Blumenkohl

Nudelauflauf mit Blumenkohl und Blumenkohlstreuseln

Gericht Hauptgericht, vegetarisch
Länder & Regionen Frankreich
Keyword Blumenkohl

Zutaten

  • 1 mittlerer Blumenkohl
  • 300 g Penne
  • 1 TL Butter
  • 1 TL Mehl
  • 200 ml Milch
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle, Muskatnuss
  • 70 g Comté frisch gerieben

Für die Streusel:

  • 120 g Butter weich
  • 120 g Mehl
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  1. Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. 

  2. Die Oberfläche des Blumenkohls zu Streuseln raspeln; die Streusel beiseite stellen.

  3. Restlichen Blumenkohl in Röschen teilen und in kochendem Salzwasser bedeckt ca. 12 min kochen. Abgießen. 

  4. Für die Sauce Butter in einem kleinen Topf schmelzen. Das Mehl einrühren, kurz anrösten, dann nach und nach unter Rühren die Milch angießen und alles zum Kochen bringen. Köcheln lassen, bis alles andickt und sich der Mehlgeschmack verliert. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und beiseite stellen. 

  5. Penne nach Packungsanleitung al dente kochen und abgießen und in einer Auflaufform mit dem gegarten Blumenkohl, dem Käse und der Bechamelsauce vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

  6. Blumenkohlstreusel, Mehl, Butter und etwas Salz mit den Fingern zu einer krümeligen Masse verarbeiten. Streusel gleichmäßig auf der Nudelmischung verteilen. 

  7. Alles im heißen Ofen in ca. 30 min backen.

  8. Der Auflauf schmeckt warm und lauwarm.

Kochbuch: Blumenkohl mal anders | Guillaume Marinette

Guillaume Marinette hat sein Handwerk an der berühmten École Ferrandi gelernt. Er arbeitet für ChefClub.tv und hat sich inzwischen auch als Kochbuchautor und Foodstylist einen Namen gemacht.

Vor mir liegt nun ein kleines Büchlein von ihm, das sich ausschließlich mit Blumenkohl befasst. Es ein wirklich dünnes kleines Buch, gut 70 Seiten im Taschenbuch-Format. Das Buch ist hübsch anzusehen mit seinem hellen, freundlichen Layout. Jedes Rezept hat eine Doppelseite bekommen – auf der einen Seite das Rezept, auf der gegenüberliegenden Seite ein ganzseitiges Foto des Gerichts. Oft ragen die Fotos auch noch etwas in den Rezeptteil hinein.

Und was ist drin? Blumenkohl, natürlich. Und zwar in sehr vielseitigen Rezepten – das geht von Blumenkohlchips aus dem Ofen und Croque Chou mit Blumenkohl statt Brot über Blumenkohl-Lachs-Canapés und Samosas bis hin zu Blumenkohl-Thunfisch-Torte oder herzhaften Kohl-Cookies. Es ist also für jeden Geschmack und jeden Anlass etwas dabei.

Die Rezepte sind übersichtlich strukturiert, erfordern keine besonderen Zutaten und sind alltagstauglich. Mich hat ein wenig gestört, dass in den meisten Rezepte jeweils ein ganzer Blumenkohl verwendet wird; je nach Größe des Gemüses und der Zahl der restlichen Zutaten kann das auch mal etwas viel sein. Sehr oft steht auch gar kein Salz in der Zutatenliste, das wäre für uns dann zu fade. Was mich auch irritiert hat ist, dass in vielen Rezepten (fertige) Bechamelsauce als Zutat vorkommt. Ein Grundrezept für Menschen, die nicht wissen, wie man die Sauce kocht, wäre da nett gewesen.

Die Rezepte haben gerne mal einen französischen Einschlag – typisch sind da Ideen wie herzhafte Crumbles oder Clafoutis; was ich sehr liebe. Es gab also erst mal Blumenkohl-Clafoutis. Dafür wird zerkleinerter Blumenkohl mit Quark, Eiern und Speisestärke vermengt und landet dann im Backofen.

Für den Blumenkohlhummus landet neben Kichererbsen auch etwas gegarter Blumenkohl im Mixer. Das gibt nicht nur einen schönen Geschmack, sondern nimmt dem Hummus auch etwas Schwere.

Herzhafte Pancakes auf Blumenkohlbasis – man könnte sie auch Puffer nennen. Die Pancakes kommen ohne Mehl aus; sie bestehen aus gegartem, pürierten Blumenkohl, Gewürzen und Eiern. Mit der angegebenen Garzeit bin ich nicht klargekommen; bei mir hat das länger gedauert.

Streuselkuchen mit Penne und Blumenkohl heißt dieses Gericht, wobei der Kuchen eher ein Auflauf ist. Nudeln werden mit Blumenkohl und Bechamel vermengt; in die Streusel zum überbacken kommt außer Butter und Mehl auch noch geraffelter Blumenkohl.

Für die Nuggets wird gegarter Blumenkohl mit Mais und Käse zu Nuggets geformt, paniert und im Ofen gebacken. Ein schöner Snack, oder mit Kartoffelwedges und Salat ein Hauptgericht.

Fazit:

Das ist eine kleine Fundgrube für alle, die gern Blumenkohl essen und auf der Suche nach abwechslungsreichen Ideen sind. Die Rezepte sind nicht schwierig umzusetzen und für jeden Anlass ist etwas dabei. Nicht alle Rezepte sind vegetarisch; aber auch Vegetarier werden gut fündig.

  • Taschenbuch: 80 Seiten
  • Verlag: Riva 
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 978-3742308498
  • 9,99

Pasta mit Blumenkohl-“Bolognese”

Ich liebe Blumenkohl. Vor allem, seit ich weiß, wie vielseitig er verwendbar ist. Es gab eine Zeit, da gab es Blumenkohl mit Käsesauce. Oder Blumenkohl mit Käsesauce. Punkt.

Das war nicht schlecht, aber Vielfalt macht noch mehr Spaß. Andererseits ist der gute Blumenkohl gerade so hipp und muss für alles Mögliche herhalten – das mit dem Pizzaboden zum Beispiel, das hat sich mir nicht so ganz erschlossen. Und ja, ich habe das ausprobiert.

Die “Bolognese” aus der Bon Appetit hat mich aber sofort angesprungen – und auch meinen Mann, er hatte die Wahl :-). Man muss nicht Vegetarier sein, um das zu mögen – die Textur und der Geschmack machen richtig Spaß.

Einziger Wermutstropfen für mich – im Original wird die Pasta in der Sauce zu Ende gegart. Das schmeckt bestimmt genial – aber ich darf das nicht. Es gibt starke Widerstände (nein, nicht der Mann 😉 ). Ich habe alles getrennt serviert.

Blumenkohl-Bolognese

Pastasauce auf Blumenkohlbasis

Gericht Hauptgericht, vegetarisch
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 250 g Champignons
  • 1 Kopf Blumenkohl
  • 50 ml Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 2 Zehen Koblauch
  • 1/2 TL Chiliflocken
  • 1 EL fein gehackte Rosmarinblättchen
  • 4 EL Tomatenmark
  • 60 g Parmesan plus etwas zum Servieren
  • einige Stängel Petersilie
  • 1/2 Zitrone, der Schalenabrieb
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • Penne Rigate zum Servieren

Anleitung

  1. Pilze putzen, in einen Mixer geben und zerkleinern, bis sie fein gehackt sind. In eine Schüssel geben. 

  2. Blumenkohl grob zerkleinern, die Strünke etwas schälen. Ebenfalls in den Mixer geben und zerkleinern, bis der Blumenkohl etwa die Größe von Reiskörnern hat. Ggf. portionsweise arbeiten. 
  3. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Parmesan reiben. Petersilie zupfen und die Blättchen hacken. 

  4. Etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Pilze hineingeben, salzen, dann unter gelegentlichem Rühren braten, bis sie schön gebräunt sind und ihre Flüssigkeit abgegeben haben.

  5. Zwiebel zugeben, salzen und weiterbraten, bis die Zwiebel goldbraun und weich ist; dabei gelegentlich umrühren. 

  6. Jetzt Knoblauch, Chiliflocken und Rosmarin zugeben und weiterbraten, bis der Knoblauch weich ist und alles duftet, das dauert ca. 3 min. 

  7. Tomatenmark zugeben, 2 min unter Rühren weiterbraten. Blumenkohl in die Pfanne geben, salzen, und unter gelegentlichem Rühren weiterbraten, bis er merklich an Volumen verloren hat und zu bräunen beginnt. 

  8. Nun die Pasta in reichlich Salzwasser nach Packunganleitung al dente kochen. Abgießen, dabei aber etwas Kochwasser aufbewahren. 

  9. Parmesan zusammen mit ca. 200 ml Pastakochwasser an die Sauce geben, kurz aufkochen, Petersilie einrühren, alles mit Zitronenabrieb, Salz und Pfeffer abschmecken. 

  10. Zum Servieren Pasta mit Sauce auf Tellern anrichten und bei Tisch mit mehr Parmesan überreiben. 

Blumenkohlsuppe mit Ras El Hanout und Krebsfleisch

Diese  Suppe ist ein schönes Beispiel dafür, wie Nargisse Benkabbou* marokkanische Ideen und Aromen an Gerichte bringt, ursprünglich nicht aus Marokko kommen.

Eine sahnige Suppe mit Blumenkohl und  – eben – Sahne würde man nicht unbedingt nach Marokko verorten, aber das Ras el Hanout sorgt dann doch für die gewisse Note. Ras el Hanout bedeutet “Kopf des Ladens” und ist eine sehr komplexe Gewürzmischung. Sie ist inzwischen überall gut erhältlich; allerdings sollte man auf die Qualität achten; günstige Mischungen bestehen oft nur aus Kreuzkümmel und Koriander. Ras el Hanout gibt nicht nur marokkanischen Gerichten das gewisse Etwas; es passt zu sehr viel; auch in Kuchen, übrigens. Und in dieser Suppe ist es, neben dem Krebsfleisch, das Tüpfelchen auf dem i.

Die Suppe ist cremig und würzig – Blumenkohl, Krebsfleisch und Ras el Hanout sind eine traumhafte Kombination.

Blumenkohlsuppe mit Krebsfleisch und Ras el Hanout

Luxuriös-cremige Suppe mit Blumenkohl und Krebsfleisch

Gericht Suppe
Länder & Regionen Marokko
Keyword glutenfrei
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 600 g Blumenkohl
  • 3 Schalotten
  • 2 EL Olivenöl plus etwas zum Servieren
  • 3 Zehen Knoblauch
  • Salz
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 1 TL Ras el Hanout
  • 200 g Krebsfleisch
  • 200 g Schlagsahne
  • Kürbiskerne zum Garnieren

Anleitung

  1. Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Schalotten schälen und grob hacken. Knoblauch schälen und ebenfalls hacken.

  2. Blumenkohl in Röschen teilen. Blumenkohlröschen in einer Auflaufform mit Schalotten, Knoblauch und Salz vermischen und im Ofen 30 min backen.

  3. Den Inhalt der Form in einen Topf geben. Die Gemüsebrühe, 250 ml Wasser und das Ras el Hanout einrühren. Salzen, bei großer Hitze zum Kochen bringen. Deckel auflegen, Hitze reduzieren und Suppe 30 min köcheln lassen. 

  4. Suppe mit dem Stabmixer pürieren. Krebsfleisch und Sahne zugeben und mit Salz abschmecken. 

  5. Suppe zum Servieren in Schalen schöpfen, mit Olivenöl beträufeln und mit Kürbiskernen bestreut servieren. 

Toast mit Bier-Rarebit und Blumenkohl

Überbackenes Brot ist eine tolle Sache – das gibt es bei uns viel zu selten. Deswegen bin ich ganz dankbar für das laufende Event im Kochtopf. Ingrid richtet es aus, und sie ist auf der Suche nach neuen Ideen für den klassischen Toast.

So kam bei uns auch mal wieder Toast auf den Tisch. Und ich glaube, ich mache das jetzt öfter….ich bin sicher, es gibt hier Menschen, die sich auch über klassischen Toast Hawaii freuen …. vielleicht sogar mit Cocktailkirsche ;-). Oder über den guten alten “Strammen Max”….

Aber jetzt gibt es erst mal etwas nicht ganz so Klassisches. Dieser Toast hier wird mit geröstetem Blumenkohlröschen belegt und mit einer Käsesauce übergossen. Die Sauce ist speziell, denn statt Milch wird Bier verwendet. Die leichte Bitternote macht den Toast zu etwas Besonderem.

Das Rezept habe ich in einem Buch gefunden, das sich tatsächlich ausschließlich mit Toast* befasst; im Original aber kommt es von der wunderbaren Deb Perelman.

Noch ein Wort zum verwendeten Brot – es ist sowieso klar, so ein Toast schmeckt nur so gut, wie das Brot, das man verwendet. Der Toast aus der Tüte ist also keine so tolle Grundlage. Ihr könnt ein beliebiges, gutes Sauerteigbrot verwenden. Ich hatte tatsächlich Toast, und zwar Roggentoast nach einem Rezept von Dietmar Kappl. Das Brot kann ich Euch wärmstens empfehlen.

Toast mit Bier-Rarebit und Blumenkohl

Rarebit, neu gedacht

Gericht Imbiss
Länder & Regionen Großbritannien
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 1 kleiner Kopf Blumenkohl
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz
  • 45 g Butter
  • 45 g Mehl
  • 2 TL Dijon-Senf
  • 1/4 TL Cayennepfeffer
  • 355 ml Bier, ich hatte Giesinger Lemon-Drop; original wird Stout verwendet
  • 1 TL Worchestershiresauce
  • 170 g Käse; ich hatte alten Gouda
  • 4 Scheiben Brot
  • frisch gehackte Petersilienblättchen

Anleitung

  1. Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. 

  2. Blumenkohl in mundgerechte Röschen teilen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben, mit dem Olivenöl vermengen und salzen. Im heißen Ofen in 20 bis 30 min goldbraun rösten, dann herausnehmen und beiseite stellen. 

  3. Butter in einem Topf schmelzen. Das Mehl mit einem Schneebesen einrühren und unter Rühren eine Minute anrösten. Senf und Cayennepfeffer einrühren. 

  4. Das Bier in dünnem Strahl unter dauerhaftem Rühren angießen. Worchestershiresauce zugeben, salzen und alles unter Rühren köcheln lassen, bis sich der Mehlgeschmack verloren hat. 

  5. Käse reiben und portionsweise in die Sauce  rühren. Sauce abschmecken und beiseite stellen.

  6. Das Brot rösten; Ihr könnt das unter dem Backofengrill tun oder schlicht im Toaster.

  7. Zum Servieren auf jede Scheibe Brot einige Blumenkohlröschen geben. Großzügig Sauce darüber schöpfen und mit gehackter Petersilie garnieren. 

Blumenkohl-Curry-Crumble mit Kokos

Ich liebe ja Blumenkohl. Und das nicht nur in der klassischen Käsesauce. Wenn man den hippen (ist er das überhaupt noch?) Pizzaboden aus Blumenkohl mal ausnimmt, finde ich Blumenkohlrezepte immer erfreulich. So wie das hier.

Das mit dem “Crumble” im Rezepttitel ist diskutabel….es kommen halt geröstete Kokosflocken auf das Gericht. Aber wie auch immer man es nennt – es ist toll: Blumenkohl (ach? ), eine schöne Portion Gewürze, Kokosmilch, Linsen, Eier, alles in einer Pfanne gegart.

Das Rezept kommt von Dan Doherty, der mit seinem neuen Buch* einen ganz neuen Blickwinkel auf britische Traditionsgerichte präsentiert. Das Buch macht einen Höllenspaß – dieses hier ist bestimmt nicht das letzte Rezept, das ich Euch aus dem Buch vorstelle.

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Blumenkohl-Curry-Crumble

Blumenkohl, Curry, Kokosmilch und Knuspertopping

Portionen 4 Portionen
Autor magentratzerl

Zutaten

  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Blumenkohl
  • je 1 EL Kreuzkümmelsaat, Koriandersaat und Currypulver
  • je 1 TL Kurkuma und Schwarzkümmel
  • 1 Zwiebel
  • 2,5 cm Ingwer
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 1 rote Chili
  • 150 g gegarte rote Linsen
  • 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
  • 2 EL Kokosraspeln
  • 4 Eier hartgekocht
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • eine Handvoll Thai-Basilikum

Anleitung

  1. Blumenkohl in Röschen brechen. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Ingwer schälen und reiben. Chili hacken.
  2. Öl in einer Pfanne erhitzen und den Blumenkohl von allen Seiten anbräunen.

  3. Alle Gewürze ohne Fett in einer kleinen Pfanne anrösten, dann beiseite stellen und abkühlen lassen.

  4. Zwiebel zum Blumenkohl in die Pfanne geben und braten bis sie weich wird, aber keine Farbe annimmt. Dann Knoblauch, Ingwer und Chili zugeben und alles weitere 3 min braten. Die Gewürze einrühren und mitgaren, bis sie duften, dann Linsen und Kokosmilch zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann bei milder Hitze 10 min köcheln lassen.
  5. Kokosflocken in einer Pfanne ohne Fett anrösten, beiseite stellen. Basilikum zupfen und grob hacken.

  6. Eier halbieren, zum Blumenkohl geben und erhitzen. Mit Basilikum und Kokosflocken bestreuen und servieren.

Kleine Quiches mit Feta, schwarzem Pfeffer und Thymian

Diese niedlichen kleinen Quiches, die in Muffinförmchen gebacken werden, haben mich  beim Blättern durch “Orientalia“* gleich angesprochen. Weil: sie sind mit Blumenkohl und Käse gefüllt, und diese Kombination mag ich einfach sehr.

Im Original wird Anari verwendet; das ist ein milder Käse aus Zypern. Damit konnte ich nicht dienen, man kann aber statt dessen auch Feta verwenden. Die Teighülle besteht aus Filoteig – kauft man diesen, dann ist das hier ein echtes Blitzrezept. Wer mehr Zeit hat, kann den Teig auch gut selbst machen – hier gibt es ein Rezept.

Für 12 Quiches:

  • 1/2 Blumenkohl (Original:  ein ganzer)
  • Olivenöl
  • einige Zweiglein Thymian
  • 400 g Schlagsahne
  • 75 g Feta
  • 3 Blätter Filoteig (oder Strudelteig)
  • 3 Eier, Größe L
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Den Blumenkohl mitsamt dem Strunk in kleine Würfel schneiden.  Eine Pfanne auf den Herd stellen und den Blumenkohl zunächst unter Rühren trocken anbraten, damit er seine überschüssige Flüssigkeit abgibt. Dann mit etwas Olivenöl beträufeln und unter Rühren weiterbraten. Thymian zupfen, zusammen  mit der Sahne zum Blumenkohl geben und sehr großzügig Pfeffer über das Ganze mahlen. Kurz aufkochen, dann von Herd nehmen, den Käse dazubröckeln, alles gut vermengen und mit Salz abschmecken. Abkühlen lassen.

Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Vertiefungen eines 12er-Muffinblechs mit Olivenöl auspinseln. Jedes Filoteigblatt in 8 Quadrate schneiden. Je 2 der Quadrate versetzt übereinanderlegen, so dass eine Sternform entsteht und diese Sterne dann in die Muffinförmchen drücken.

Die Eier unter die abgekühlte Blumenkohlmischung rühren, dann die Mischung gleichmäßig auf die Muffinförmchen verteilen.

Im heißen Ofen ca. 30 min backen und noch warm auf den Tisch bringen.

Zander mit Blumenkohl und Macisbutter

Ich habe noch ein gut umsetzbares Hauptgericht aus Hans-Stefan Steinheuers “Unsere Wurzeln“* ausgesucht; es besteht im Gegensatz zu den meisten anderen Gerichten aus relativ wenigen Komponenten. Und natürlich ist es trotzdem etwas Besonderes.

Hauptkomponente ist der Blumenkohl – er wird wirklich vom Stumpf bis zum Stiel verwendet und kommt in verschiedenen Varianten auf den Teller: als gebratene Röschen und Scheiben, als Pürée und als Couscous.

Die dazu servierte Sauce ist schlichtweg genial, sie basiert auf weich gekochtem Ei, Geflügelbrühe und Butter. Für Bindung sorgt Xanthan. Das bekommt man gut in Bioläden oder Reformhäusern und zwar in der Abteilung für glutenfreie Lebensmitteln, da es in der glutenfreien Bäckerei gerne als Bindemittel verwendet wird.

Dazu gibt es Fisch, im Original wird einen Seezunge gehäutet und filetiert; ich habe auf Zanderfilets zurückgegriffen.

Ach so – Ihr solltet Nussbutter, also gebräunte Butter im Vorrat haben und eine Waage, die auch sehr kleine Mengen wiegen kann, wäre auch ratsam.

Für 4 Personen:

  1. Blumenkohl:
  • 1 mittlerer Blumenkohl

Blumenkohl waschen und trocken tupfen. 4 Blattstiele abschneiden, schälen, die Fäden ziehen, und die Stiele in gleich lange Streifen schneiden.

Den Strunk herausschneiden, dann einen Zylinder von 3 cm Durchmesser ausstechen und diesen in 12 ca. 2mm dünne Scheiben hobeln. Ich hatte keinen passenden Austecher, habe einen Zylinder von 6 cm ausgestochen und diesen halbiert, so dass ich Halbkreise bekommen habe. Die Scheiben in Eiswasser legen.

Röschen mit den Stielen abschneiden, davon 6 große und 4 kleine Röschen zurechtschneiden. Zwei der großen Röschen in je 4 gleich dicke Scheiben schneiden. Alle Röschen beiseite legen

2. Blumenkohlcouscous:

  • einige Blumenkohlröschen
  • Öl zum Ausbraten
  • Salz

Blumenkohlröschen im Blitzhacker zu feinen Körnchen hacken, dann in Öl goldbraun ausbacken.  Auf Küchenpapier abtropfen lassen, dann in ein kleines Schüsselchen geben und salzen.

3. Blumenkohlpürée:

  • alle Blumenkohlreste und Abschnitte
  • Salz
  • Muskatblüte
  • 15 ml Milch
  • 10 g Nussbutter

Die Blumenkohlreste kleinschneiden. Im Originalrezept werden sie dann mit der Milch vakumiert und dann bei 100°C und 100% Feuchtigkeit im Dampfgarer gegart, anschließend passiert und mit der Nussbutter glattgemixt. Mein Vakumiergerät vakumiert keine Flüssigkeiten, ich habe daher die Blumenkohlstücke in den Dämpfeinsatz des iPrep & Cook gepackt und bei 100°C 50 min gedämpft. Anschließend habe ich das Wasser abgegossen und den gegarten Blumenkohl mit der Milch und der braunen Butter ca. 4 min lang gemixt, dies ebenfalls im iPrep & Cook. Dann noch mit Salz und Macis abschmecken und warm halten.

4. Blumenkohlelemente:

  • Alle Elemente, die in Punkt 1 vorbereitet wurden
  • 20 g Butter
  • Salz

Alle Blumenkohlteile mit Ausnahme der Strunkscheiben in kochendem Wasser kurz blanchieren, dann gut abtropfen lassen und schließlich mit der Butter in einer Pfanne braten. Die Strunkscheiben zugeben und mitbraten. Salzen, beiseite stellen und warm halten.

5. Sauce:

  • 1 Ei
  • 120 ml Geflügelbrühe
  • 0,2 g Xantan
  • 0,5 g Macis
  • 10 g Butter
  • 60 g Nussbutter
  • Salz, Cayennepfeffer
  • 2 ml Zitronensaft

Das Ei in 4 min weich kochen, dann kalt abspülen, und schälen.

Die Brühe in einem Topf leicht erwärmen. Ei hineingeben und mit Fond und Xanthan aufmixen. Macis zusammen mit der Butter in einem Topf erwärmen und zum Fond geben, dann die Nussbutter einarbeiten und alles mit Salz, Cayennepfeffer, Macis und Zitronensaft abschmecken. Sauce passieren.

6. Fisch

  • 4 Zanderfilets
  • Salz
  • Butter und Öl zum Braten

Im Original wird eine Seezunge filetiert; ich habe statt dessen auf Zanderfilets zurückgegriffen und diese einfach auf der Hautseite im Butter und Öl gebraten.

7. Anrichten

Das Blumenkohlpürée auf Teller verstreichen. Blumenkohlröschen, -Scheiben und Stielstreifen dazu anrichten. Püree mit etwas Blumenkohlcouscous bestreuen. Die Strunkscheiben vor das Pürée geben und den Fisch darauf platzieren. Sauce angießen. Original wird noch mit Seeportulak und Schnittlauch garniert.

Überbackene Blumenkohlsteaks

Oft genug habe ich es erwähnt  – ich liebe Blumenkohl in Käsesauce. Aber dennoch, auch hier habe ich gegen Abwechslung nichts einzuwenden; und so kamen mir diese überbackenen Blumenkohlsteaks aus Olia Hercules “Kaukasis” gerade recht.

Olia Hercules hat das Rezept von Tante Nina – die liebt Blumenkohl und denkt sich immer neue Dinge damit aus. Im Original verwendet die Tante wohl “irgendeinen Industriekäse”, aber mit Gruyère schmeckt das Ganze nochmal so gut.

Im Buch wird das Gericht als Beilage für 4 Personen veranschlagt; wir haben es mit Reis und Salat als Hauptgericht gegessen.

  • 1 Blumenkohl
  • 10 g Butter
  • 1 EL neutrales Öl
  • 1 Zwiebel
  • 4 Eier
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 150 g Gruyère
  • 1 EL Koriandergrün, gehackt
  • 1 EL Dill, gehackt
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Den Blumenkohl inklusive Strunk in ca. 2 bis 3 cm dicke Scheiben schneiden. Die Röschen, die abfallen, für später aufheben.

Butter und Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Blumenkohlscheiben darin von beiden Seiten kräftig braun anbraten und anschließend in eine Auflaufform legen.

Zwiebel schälen, in Streifen schneiden und in der Pfanne bei mäßiger Hitze anbraten, bis sie goldbraun und weich sind. Wenn nötig, noch etwas Öl zugeben.

Die Eier leicht verquirlen. Knoblauch schälen und ganz fein hacken. Käse reiben.

Eier, Knoblauch, Zwiebeln, Kräuter und Käse vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken; jetzt kann man auch die abgefallenen Blumenkohlröschen zugeben. Die Masse über den Blumenkohl verteilen.

Die Form in den Ofen schieben und alles 15 bis 20 min backen. Die Eimasse soll fest sein und der Käse goldbraun.

Gleich servieren; ein grüner Salat passt gut dazu.

Süßkartoffel-Blumenkohl-Auflauf mit Kokosmilch

Das ist mein bisheriges Lieblingsrezept aus Sarah Brittons “Einfach gut essen“*. Ihr wisst ja, ch habe eine gewissen Vorliebe für den klassischen Blumenkohl mit Käsesauce; und dies hier ist ein Auflauf, der ebenso heimelig wirkt, obwohl er ganz anders ist.

Es werden Blumenkohl und Süßkartoffeln geschichtet, mit einer Sauce aus Kokosmilch und Sojasauce übergossen und dazu gibt es eine herzhafte Kruste aus Haferflocken und Nüssen. Das ist würzig und macht satt und zufrieden, ohne dass man hinterher ein Verdauungsnickerchen braucht.

Gewürzt wird mit Nelken, Kardamom und Muskat; alternativ kann man auch getrocknete Kräuter verwenden.

Für 6 Portionen:

  • 400 ml Kokosmilch
  • 2 EL Sojasauce (original: 1 EL Tamari)
  • je 1/4 TL gemahlene Nelken, Kardamom und Muskat
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 27 g Mandelkerne
  • 80 g Sonnenblumenkerne
  • 100 g Haferflocken (original: glutenfreie)
  • 2 EL Rapsöl (original: Kokosöl)
  • 500 g Süßkartoffeln
  • 1 Blumenkohl
  • frische Kräuter für die Deko

Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Kokosmilch mit Sojasauce und Gewürzen verquirlen und  alles mit Salz würzen.

Die Mandeln, Sonnenblumenkerne und Haferflocken mit 1/2 TL Salz im Mixer grob mahlen. Rapsöl und 2 EL der Kokosmilchmischung zugeben und alles nochmals kurz mixen.

Süßkartoffeln schälen (original bleibt die Schale dran) und in 8 mm dünne Scheiben schneiden. Den Blumenkohl vierteln und mitsamt dem Strunk ebenfalls in 8 mm dünne Scheiben schneiden. Blumenkohl und Süßkartoffeln abwechselnd in eine Auflaufform schichten, dabei jede Schicht salzen.

Die Kokosmilchmischung über das Gemüse gießen, dann die Mandelmasse darauf verteilen. Die Form abdecken.

Gemüse ca. 35 min im heißen Ofen braten, dann die Abdeckung entfernen und den Auflauf weitere 10 min braten.

Mit frisch gehackten Kräutern bestreut servieren.