Potstickers mit Spargel und Bärlauch

Es ist angespargelt – endlich! Spargel ist tatsächlich das, worauf ich mich im Frühjahr am meisten freue. Einmal muss es ihn klassisch mit Hollandaise geben, die restliche Zeit bleibt fröhlichen Experimenten überlassen. So kann der Spargel auch in Potstickers wandern.

Ich bin ja ein wenig stolz auf mich. Dieses Rezept von Lizzie Mabbott* habe ich nämlich im Winter gefunden und gleich auf meine imaginäre Nachkochliste gesetzt. Und als jetzt der erste heimische Grünspargel auftauchte, habe ich mich tatsächlich erinnert – obwohl die Ausprobierensliste nicht gerade kurz ist. Das Gericht hatte wohl eine gewisse Dringlichkeitsstufe.

Ich habe auch die Kurve gekriegt und schnell noch Bärlauch gesammelt, bevor er nicht mehr genießbar ist. Wenn ihr keinen Bärlauch mehr bekommt (oder keinen mögt) kann man statt dessen gut Spinat und etwas feingehackten Knoblauch nehmen; den Spinat würde ich aber vorher blanchieren und die Flüssigkeit ausdrücken.  Statt Spargel geht auch anderes grünes Frühlingsgemüse – Erbsen, Dicke Bohnen, vielleicht auch Brunnenkresse.

Das ist also mein allererstes Frühlingsgericht – und ich freue mich sehr, dass die Auswahl an Gemüse und Obst jetzt langsam wieder bunter und vielfältiger wird. Und weil es gerade so gut passt, wandern die Potstickers zum Kochtopf. Dort veranstaltet nämlich gerade Jeanette aus der Cuisine Violette ein Event – es geht um frühlingshaften Genuss.

Für ca. 18 Potstickers:

  • 150 g Garnelen
  • 1 EL Natron, vermischt mit 2 EL Wasser (optional)
  • 100 g Schweinehack
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 1 1/2 EL fein geriebener Ingwer
  • 1 EL Sojasauce
  • 1/2 TL Sesamöl
  • 1/2 TL Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 125 g grüner Spargel
  • 50 g Bärlauch
  • 1 TL Maisstärke
  • 1 Packung Dumpling Wrappers
  • Mehl zum Arbeiten
  • 2 EL neutrales Öl zum Braten

Für den Dipp:

  • 60 ml Sojasauce
  • 3 EL Chinjiang-Essig
  • 2, 5 cm frischer Ingwer

Für die Füllung die Garnelen fein hacken, dann in der Natron-Lösung marinieren, während man die anderen Zutaten vorbereitet.

Die Frühlingszwiebeln putzen und in ganz feine Ringe schneiden. Den Spargel von holzigen Enden befreien und in feine Scheiben schneiden, dabei die Spitzen zurücklegen. Den Bärlauch fein hacken.

Die Garnelen abtropfen lassen und trocken tupfen. Dann Garnelen, Schweinehack, Spargel, Frühlingszwiebeln, Ingwer, Bärlauch und Speisestärke in einer Schüssel vermischen. Mit Salz, Pfeffer, Sojasauce und Sesamöl würzen.

Zum Füllen einen Dumpling-Wrapper in die Handfläche legen. Einen Esslöffel der Füllung in die Mitte geben, die Teigplatte zu einem Halbmond zusammenklappen und die Ränder gut andrücken. Dann jeweils mit Mittelfinger und Daumen kleine Falten in den Rand kneifen. So weitermachen, bis Wrapper und Füllung aufgebraucht sind. Fertige Potstickers auf einem bemehlten Geschirrtuch lagern.

Die Spargelspitzen der Länge nach vierteln.

Zum Garen das Öl in einer Pfanne (beschichtet wäre gut) erhitzen. Die Dumplings in die Pfanne stellen und ca. 3 min braten, der Boden soll knusprig werden. Dann von der Seite her ein wenig Wasser angießen und einen Deckel auf die Pfanne setzen. Weitergaren, bis das Wasser verdampft ist. So werden die Potstickers fertig gedämpft. Gegen Ende der Garzeit die Spargelspitzen mit in die Pfanne geben.

Während die Potstickers garen,  für die Dippsauce den Ingwer schälen und fein reiben. Mit Sojasauce und Essig vermischen.

Die Potstickers mit Spargelspitzen und Dipp servieren.

 

Mezzelune mit Bärlauchfüllung und Ziegenkäsesauce

bärlauch-mezzelune

Ein erster Indikator für den weichenden Winter ist er, der Bärlauch. Dieses Jahr hat er hier ganz schön auf sich warten lassen – es war ihm einfach zu kalt, dem armen Kerl.

bc3a4rlauchliebe1Aber jetzt wurde ich fündig. Im Biotop um die Ecke konnte ich etwas sammeln. Und ein paar Tage später beim Wandern stieß ich auf wahre Massen. Schön. Aber was tun damit? Ich hatte lange keine Pasta mehr gemacht (ich mache überhaupt zu selten Pasta), da kam mir die Idee, meinen Fund in eine Nudelfüllung zu packen. Milder Ricotta und Bärlauch, das sollte passen. Fehlt noch eine Sauce – da hat mich die Ziegenkäserolle angelacht. Das hat alles gut gepasst.

Ich mag Bärlauch ganz gern – so ein, zwei Mal im Frühling muss ich den haben. Dann ist es auch wieder gut bis zum nächsten Jahr. Früher bin ich in Sammelwut verfallen und habe noch Paste und Salz hergestellt, das mache ich nicht mehr. Sina aber, die mag Bärlauch wirklich gern. Bei ihr viele Bärlauch-Rezepte zu entdecken. Dieses Frühjahr hat sie ein Event ins Leben gerufen, bei dem Bärlauch-Rezepte gesammelt werden. Und genau dahin wandern meine Mezzelune.

Für 2 Personen:

Teig:

  • 200 g Pastamehl (ich nehme Hartweizenmehl von di Cecco)
  • 2 Eier (meine waren Größe L)
  • 1 Prise Salz
  • ggf. ein paar Tropfen Wasser

Füllung:

  • 250 g Ricotta
  • 1 Handvoll Bärlauch (ich hatte ca. 40 g)
  • 1 Eigelb
  • 1 Prise Lemon Myrtle oder etwas Zitronenabrieb
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Sauce:

  • 150 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml Vollmilch (Sahne wäre bestimmt besser, aber ich hatte keine mehr da)
  • 75 g Ziegenkäserolle
  • etwas Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Den Ricotta in einem mit Küchenkrepp ausgelegten Sieb ca. 30 min abtropfen lassen.

Inzwischen den Pastateig machen: dafür das Mehl mit dem Salz in eine Schüssel geben. In die Mitte eine Mulde machen, die Eier hineinschlagen. Mit den Händen vom Rand her Mehl einarbeiten und nach und nach alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Wenn der Teig zu trocken ist, vorsichtig etwas Wasser zugeben. Ob das nötig ist, hängt von der Qualität des Mehls und der Größe der Eier ab. Wenn der Teig glatt und geschmeidig ist, wickle ich ihn in Frischhaltefolie und lasse ihn bei Zimmertemperatur mindestens 30 min ruhen. Ich gebe Nudelteig niemals in den Kühlschrank; ich finde, er wird dort hart und trocken.

Während der Teig ruht, kann man die Füllung vorbereiten. Dafür den Bärlauch gründlich waschen und trocken tupfen. Ein paar Blättchen übrig behalten, den Rest fein hacken. Ricotta mit gehacktem Bärlauch und Eigelb vermengen und mit Salz, Pfeffer und Lemon Myrtle oder Zitronenabrieb abschmecken.

Zum Zusammenbauen der Mezzelune den Nudelteig portionsweise dünn ausrollen. Ich mache das mit der Nudelmaschine und gehe bis Stufe 7 von 9. Ich habe diese praktischen Teigtaschenformer*benutzt und Kreise von ca 8 cm Durchmesser ausgestochen. Auf jeden Kreis einen Teelöffel Füllung geben und die Teigtaschen durch beherztes Zusammenklappen der Form verschließen. Fertige Mezzelune auf einem sauberen, mit Mehl bestäubten Geschirrtuch lagern. Natürlich kann man die Pasta auch mit Ausstechern portionieren und von Hand zusammendrücken oder ein Raviolibrett benutzen.

Zum Garen einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Die Mezzelune darin bissfest garen; das dauert nicht lang. Sie sind fertig, sobald sie an der Oberfläche schwimmen. Mit dem Schaumlöffel herausholen, gründlich abtropfen lassen und warm stellen.

Für die Sauce Brühe und Milch (oder Sahne) erhitzen, dann den Käse dazuzupfen und unter Rühren schmelzen. Mit dem Pürierstab aufmixen und mit Salz, Pfeffer und ein wenig Zitronensaft abschmecken.

Zum Anrichten die restlichen Bärlauch-Blätter in feine Streifen schneiden. Die Pasta auf 2 Teller verteilen, mit der Sauce nappieren und mit den Bärlauchstreifen garnieren.

Bärlauchrisotto mit Ziegenfrischkäse

bärlauch-risotto

Als ich Kerstins Foto auf Instagram gesehen habe, war mir gleich klar, was mit meiner restlichen Bärlauchernte passieren wird 🙂 Risotto!  Wenn ich “Ziegenfrischkäse” lese, dann bin ich sowieso schon in den Startlöchern. Und Risotto steht hier ohnehin viel zu selten auf dem Tisch, das sollte ich ändern.

Das Risotto ist im Grund sehr einfach, deshalb habe ich mir noch eine kleine Garnitur ausgedacht. Wenn man Salbei oder Basilikum frittieren kann, warum nicht auch Bärlauch? Nun, man kann. Die dunkelgrünen Sprenkel auf dem Risotto sind knusprig frittierte Bärlauch-Blätter. Der leichte Knister steht Bärlauch und Risotto gut zu Gesicht.

Das Risotto kommt ohne Butter und Parmesan aus; der Bärlauch ist würzig genug, und der Frischkäse sorgt für Cremigkeit.

So, damit ist meine persönliche Bärlauchsaison beendet. Im Vorrat gibt es noch etwas Bärlauchsalz nach einer Idee von hier – und dann kommt der Bärlauch erst wieder nächstes Jahr zum Zug.

Für 4 Personen:

  • 1 Schalotte
  • 1 EL Olivenöl, plus etwas zum Frittieren
  • 400 gr. Risotto-Reis (ich hatte Arborio)
  • ein Schluck trockener Weisswein
  • 1,2 L Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer
  • 2 schöne Handvoll Bärlauch
  • 150 gr. Ziegenfrischkäse

Den Bärlauch waschen, putzen und gründlich trockentupfen. 4-5 Blätter in grobe Stücke rupfen. In einem ganz kleinen Topf  wenig Olivenöl erhitzen. Es reicht, wenn es 0,5 cm über dem Topfboden steht. Wenn an einem Kochlöffelstiel aus Holz, den man ins Öl hält, kleine Bläschen aufsteigen, dann ist das Öl heiß genug. Die Blättchen hineingeben und ganz kurz frittieren; sie werden sehr schnell dunkelgrün und durchscheinend, dann sind sie fertig. Zum Abtropfen auf Küchenpapier geben und beiseite stellen.

Die Gemüsebrühe erhitzen und warm halten. Die restlichen Bärlauch-Blätter quer in schmale Streifen schneiden.

Schalotte schälen und fein hacken. Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Schalotte glasig andünsten. Den Reis zugeben und unter Rühren mitdünsten, bis die Körner etwas glasig werden. Mit dem Weißwein ablöschen und weiter garen. Wenn der Wein verdunstet ist, einen Schöpflöffel der heißen Brühe angießen. Unter Rühren weitergaren, dabei nach und nach immer wieder Brühe angießen, bis die Brühe verbraucht und der Risotto gar und cremig ist. Gegen Ende der Garzeit Bärlauch und Ziegenfrischkäse einrühren. Risotto mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Anrichten Risotto in Schalen geben und mit den frittierten Bärlauchblättern garnieren.

Lasst es Euch schmecken!

Gefüllte Muschelnudeln mit Zucchini und Bärlauch

muschelnnudeln mit zucchini und bärlauch

Da ist er wieder, der Bärlauch. Nachdem irgendjemand meine Bärlauch-Jagdgründe mit Strauchschnitt zugemüllt hatte, habe ich letztes Jahr rein vorsorglich ein paar Pflänzchen im Garten verbuddelt. Und nun habe ich Bärlauch aus eigenem Anbau; das ist sehr praktisch 🙂

Die ersten Blätter konnte ich nun ernten…und dann stellt sich die Frage – was tun damit? Irgendwie wollte mich nichts so recht anspringen, bis ich im Vorratskeller auf ein angebrochenes Paket Muschelnudeln stieß. Im Gemüsefach war noch Zucchini – daraus kann man doch was machen.

Mit diesem Rezept entlasse ich Euch in die Osterfeiertage. Lasst es Euch gut gehen und genießt die Zeit 🙂

Für 2-3 Personen.

  • 16 Muschelnudeln
  • 1 schöne Handvoll Bärlauch
  • 1 Zucchini (meine hatte so 250 gr.)
  • Sonnenblumenöl zum Braten
  • 175 gr. Ziegenfrischkäse
  • 1/2 TL rosa Pfefferbeeren
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • 50 ml Sahne
  • Salz

Die Muschelnudeln nach Packungsanleitung al dente kochen. Den Ofen auf 200° vorheizen.

Die Zucchini ganz klein würfeln (Brunoise) und in etwas Sonnenblumenöl leicht anbraten. Dann beiseite stellen und abkühlen lassen.

Den Bärlauch waschen und quer in feine Streifen schneiden. Die Pfefferbeeren mörsern. Frischkäse mit den Zucchini und dem Großteil des Bärlauchs vermischen, mit Pfefferbeeren und Salz würzen.

Den restlichen Bärlauch mit Sahne und Gemüsebrühe mixen. Die Mischung auf den Boden einer Auflaufform gießen.

Die Muschelnudeln mit der Frischkäsemischung füllen und in die Auflaufform setzen. Im heißen Ofen ca. 25 min überbacken.

Lasst es Euch schmecken!

Puten-Bärlauch-Röllchen mit Spinatknöpfle

putenröllchen

Ich habe ja schon einigen Leuten die Ohren vollgejammert: ich gehe im Frühjahr gerne Bärlauch pflücken. So zwei, drei Wochen im Jahr mag ich das würzige Kraut gern, danach ist wieder Schluß. “Mein” Bärlauchfeld wurde nun von bösen Geistern mit Strauchschnitt komplett zugemüllt. Adieu, Bärlauch! Nun, ich habe Abhilfe geschaffen. Grade zum Ende der Saison habe ich ein paar Pflänzchen gekauft – zusätzlich zu dem einen, das im Kräutertopf sein Dasein fristet – und eingebuddelt. Ein paar Tage Eingewöhnungszeit habe ich den Pflänzchen gelassen, dann die Blätter geerntet und zu einer winzigen Menge Pesto verarbeitet.

Das Pesto habe ich dringend gebraucht, weil ich doch diese Rouladen machen wollte 🙂

Wer keinen Bärlauch mag, keinen mehr sehen kann oder keinen mehr hat, kann natürlich auch anderes Pesto benutzen. Ich glaube, ich mache die nochmal mit einem Pesto aus getrockneten Tomaten….

Das Rezept kommt aus dem Gscheitgut-Kochbuch*. Das Buch stammt aus dem Reiseführer-Verlag Michael Müller – und es ist tatsächlich eine Art Reiseführer, nämlich einer durch die Landgasthöfe der Fränkischen Schweiz. Das Buch stellt Gasthöfe und regionale Produkte vor und strotzt nur so vor reizvollen Rezepten. Außerdem bricht es eine Lanze für regionale Produkte und Rezepte; ein sehr empfehlenswertes Buch für jeden, der sich für regionale Küche interessiert.

Für 4:

Für die Röllchen:

  • 4 Putenbrustfilets ( dünne à 100 gr.)
  • 2 EL Bärlauchpesto
  • 2 Karotten
  • 1 EL Öl
  • 1 Schalotte
  • 1 TL Rosmarin, gehackt
  • 50 gr. Sahne
  • 1/4 l trockener Weiswein
  • Paprika edelsüß, Salz, Pfeffer aus der Mühle

Für die Knöpfle:

  • 50 gr.Spinat, blanchiert, Restflüssigkeit ausgedrückt, TK geht auch
  • 1 Ei 
  • 200 gr. Mehl
  • Muskatnuss, Salz
  • etwas Butter

Für die Knöpfle Spinat mit Ei und Muskat fein mixen. Mehl mit 1/2 TL Salz  in eine Schüssel geben, Spinatpüree zugeben. Alles zu einem glatten Spätzleteig schlagen, dabei nach und nach etwas Wasser zugeben, ca. 150-200 ml. Teig mindestens 20 min ausquellen lassen.

Den Backofen auf 140°C vorheizen.

Putenbrustfilets zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie flach klopfen. Die Scheiben mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen, mit dem Bärlauchpesto bestreichen und mit je einer Scheibe Speck belegen. Die Karotten schälen und in Streifen schneiden. Karottenstreifen in kochendem Salzwasser ca. 2 min blanchieren, dann abgießen und gründlich abtropfen lassen. Je 1-2 Karottenstreifen auf einen schmalen Rand der Filets legen. Die Filets von der schmalen Seite her aufrollen, mit Zahnstochern fixieren.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Röllchen rundherum  anbraten; sie sollen appetitlich braun sein. Dann die Röllchen in einen Bräter oder eine ofenfeste Pfanne geben und zugedeckt in ca. 30 min fertig garen. Die Pfanne, in der die Röllchen gebraten wurden brauchen wir noch für die Sauce.

Für die Knöpfle einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Den Teig portionsweise mit einem Spätzlehobel oder durch ein Spätzlesieb ins siedende Wasser geben, garziehen lassen, mit einem Schaumlöffel herausnehmen und in einem Sieb abtropfen lassen.

Für die Sauce die Zwiebel schälen, fein hacken und im Bratensatz der Röllchen anbraten. Rosmarin kurz mitbraten, dann mit Weißwein und 250 ml Wasser ablöschen. Mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen, dann ca. 5 min einkochen lassen. Die Sauce aufmixen und durch ein Sieb abpassieren, dann mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Etwas Butter in einer Pfanne schmelzen und die Knöpfle darin schwenken.

Zum Servieren die Rouladen aufschneiden und mit Knöpfle und Sauce auf vorgewärmten Tellern anrichten. Wer mag und noch Karottenstreifen übrig hat, kann diese auch noch kurz in etwas Butter schwenken, mit Salz und Pfeffer würzen und ebenfalls auf den Teller geben.

Bärlauch-Schupfnudeln mit Spargel

bärlauch-schupfnudeln mit spargel

Bärlauch und Spargel haben nicht so richtig zusammen Saison. Dieses Gericht habe ich schon einmal gemacht – mit selbst gepflücktem Bärlauch und importiertem grünen Spargel. Geschmeckt hat das klasse. Aber der Teller war grün – bärlauchgrün, spargelgrün, so grün, dass man Freund und Feind nicht unterscheiden konnte. Das Essen fanden wir aber so klasse, dass ich es nochmal gemacht habe. Diesmal rezeptgemäß mit weißem Spargel. Aber der Bärlauch – den mußte man stehen lassen, der hat schon geblüht. Also habe ich die Schupfnudeln kurzerhand mit dem Bärlauchpesto zubereitet, das ich noch im Kühlschrank hatte. Die waren nicht so grün, aber trotzdem lecker mit einer dezenten Bärlauchnote.

Nun wollt Ihr ein Rezept für das Bärlauch-Pesto, stimmt’s? Nun, so weit ich mich erinnere, waren Bärlauch, Parmesan, Olivenöl und (Cashew)nüsse drin. Hüstel. Für exaktere Angaben wendet Ihr Euch an Marco oder an Semiha, da findet Ihr wunderbare Rezepte. Allerdings sind die inzwischen wohl eher für die nächste Saison. Wer keinen Bärlauch mag, kann die Schupfnudeln natürlich auch mit anderem Pesto zubereiten. Der Klassiker mit Basilikum bietet sich an. Ich mag aber auch Pesto aus Radieschenblättern. Und eine ganz andere Variante, nämlich Bagnet Vert,  habe ich neulich bei My Italien Smorgasbread gefunden.

  • 500 gr. mehlig kochende Kartoffeln
  • 4 EL Bärlauch-Pesto (Original: 60 gr. Bärlauch)
  • 150 gr. Quark, abgetropft (Original: Ricotta)
  • 400 gr. weißer Spargel (Original: 750 gr.)
  • 50 gr. Parmesan, frisch gerieben
  • 75 gr. Hartweizengrieß
  • ca. 100 gr. Mehl
  • 2 Eigelb
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • 75 gr. Butter
  • Zucker

Zunächst die Kartoffeln waschen, in Alufolie wickeln und im Backofen bei 200°C in ca. 50-60 min weich garen.

Spargel schälen, holzige Enden abschneiden, in ca. 3 cm lange Stücke schneiden und in kochendem Salzwasser ca. 3 min blanchieren.

Die Kartoffeln aus der Folie nehmen, schälen und heiß durch eine Kartoffelpresse geben. Mit Bärlauch-Pesto, Quark, Käse, Mehl, Grieß und den Eigelben zu einem Teig verkneten und mit Muskat und Pfeffer würzen. Probieren und wenn nötig, nachsalzen. Wenn der Teig zu klebrig ist, noch Mehl zufügen. Dann von Teig walnussgroße Häufchen abnehmen und jeweils zwischen den Handflächen zu Fingernudeln wälzen.

In einem Topf eine großzügige Menge Salzwasser erhitzen. Die Schupfndeln portionsweise einlegen und garen. Sie sind fertig, wenn sie an die Oberfläche steigen. Gare Schupfnudeln herausnehmen und gut abtropfen lassen.

Butter in einer großen beschichteten Pfanne zerlassen. Schupfnudeln und Spargel darin anbraten, mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken und gleich zu Tisch bringen.

Rezept adaptiert aus: Lust auf Genuss 5/2013

Bärlauch-Kartoffel-Suppe

bärlauch-kartoffel-suppe

Endlich ist er pflückreif, der Bärlauch. Das hat ja gedauert dieses Jahr. Letztes Jahr um diese Zeit war die Saison schon wieder vorbei.

Vor einigen Jahren habe ich entdeckt, dass im Biotop um die Ecke große Mengen an wildem Bärlauch wachsen. Anfangs löste das ziemliche Sammelwut bei mir aus. Ich schleppte Unmengen der würzigen Blätter nach Hause und stellte einen Jahresvorrat an Pasten und Pestos her. Inzwischen bin ich sehr viel gemäßigter, denn ich habe festgestellt, dass Bärlauch für mich mit den ersten Frühlingsanfängen verknüpft ist. Es gibt ein, zwei Gerichte mit Bärlauch und ein Töpfchen mit Pesto. Dann ist der Vorfrühling vorbei – und der Bärlauch wird bis zum nächsten Jahr durch andere Genüsse verdrängt.

Diese Suppe stand ganz oben auf meiner Liste für den Fall, dass es endlich Bärlauch gibt. Und es ist wirklich ein feines Süppchen; ein schönes Essen für den vegetarischen Donnerstag. Die geschlagene Sahne macht alles wunderbar leicht und schaumig. Allerdings habe ich die Suppe etwas verschlankt. Im Rezept werden 400 gr. Sahne verwendet, 200 gr. zum Kochen, 200 gr. werden geschlagen untergehoben. Das war mir zu mächtig. Deshalb habe ich zum Kochen nur Brühe verwendet und keine Sahne.

  • 2 Kartoffeln, mehlige Sorte
  • 1 Schalotte
  • etwas Butter
  • 100 ml Weißwein
  • 3/4 l Gemüsebrühe
  • 100 gr. Bärlauch
  • 200 gr. Schlagsahne
  • Salz, Cayennepfeffer, Zitronensaft

Schalotte schälen und fein hacken.

Kartoffeln schälen, waschen und dann auf einer Gemüsereibe fein raffeln.

Butter in einem großen Topf schmelzen lassen und die Schalottenwürfel darin glasig dünsten, dann die geriebene Karoffel zugeben und kurz mitdünsten. Mit dem Weißwein ablöschen. Die Brühe zugießen und alles ca. 20 min garen.

Den Bärlauch vorsichtig waschen und gründlich trockentupfen.  Die Sahne steif schlagen.

Den Bärlauch zur Suppe geben und alles fein pürieren. Wer eine feinere Konsistenz mag, passiert die Suppe zusätzlich durch ein Sieb ab. Die geschlagene Sahne unterheben. Die Suppe mit Salz, Cayennepfeffer und Zitronensaft abschmecken und gleich zu Tisch bringen.

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Rezept adaptiert aus: Einfach. Gut. Bachmeier